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Zugentgleisung des Mülltransportes in Sterzing

sven_knoll1.jpgDie Zugentgleisung des Mülltransportes aus Neapel, dieses Wochenende in Sterzing, hat wieder einmal auf erschreckende Weise aufgezeigt, in welch desolatem Zustand sich das Rollmaterial der italienischen Eisenbahn befindet und wie gefährlich derartige Transporte daher durch Süd-Tirol sind, so Sven Knoll, Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT.

 

Bereits in der Vergangenheit ist es immer wieder zu Unfällen und Zwischenfällen bei der italienischen Eisenbahn gekommen, weil sich Rollmaterial und Gleiskörper in einem verheerenden Zustand befinden.
Erst unlängst wurde von den österreichischen Behörden sogar eine ganze Zuggarnitur am Brenner gestoppt und die Weiterfahrt untersagt, weil der Zug so heruntergekommen war, dass er ein akutes Sicherheitsrisiko darstellte.

Angesichts der Tatsache, dass auf der Brennerbahnlinie nicht nur Müll-, sondern auch immer wieder hochgiftige Chemikalientransporte stattfinden und die italienische Eisenbahn offensichtlich nicht in der Lage ist, die dafür notwendigen Sicherheitsstandards zu gewährleisten, stellen diese Transporte eine akute Gefährdung der Bevölkerung in Süd-Tirol dar.

Es grenzt fast an ein Wunder, dass es bisher noch nicht zu schlimmeren Unfällen gekommen ist, denn auch dieses Wochenende ist Süd-Tirol wieder nur knapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert. Nur wenige Minuten später hätte nämlich ein Personenzug die Unfallstelle passieren sollen. Nicht auszudenken, was passieren hätte können, wenn die beiden Züge zeitgleich an dieser Stelle gewesen wären und der Mülltransport den Personenzug mit von den Schienen gerissen hätte.

Es ist unverantwortlich, die Bevölkerung in Süd-Tirol einer solchen Gefährdung auszusetzen, die nur auf die Schlamperei der italienischen Eisenbahn zurückzuführen ist, die ihr Rollmaterial verrotten lässt und die Gleiskörper nicht ausreichend wartet, so Sven Knoll.

Bevor es zu neuerlichen Müll- und Gifttransporten durch Süd-Tirol kommt, muss daher sichergestellt werden, dass alle Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

 

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8 Kommentar(e)

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1
Günther Morat

Die Skandale reissen nicht ab, der Stiefelstaat versinkt im Chaos.

Die von einigen Postfaschisten so hoch gelobte Trenitalia produziert einen Zwischenfall nach dem anderen!

Hier der Link zum "Corriere della sera"

http://www.corriere.it/cronache/08_luglio_12/Zecche_treni_fs_2b96f9ba-4fdd-11dd-b082-00144f02aabc.shtml

2

einfach lächerlich
solche artikel weisen wohl auf die art und weise hin wie in dieser partei politik betrieben wird.. habt ihr wirklich nichts wichtigeres zu tun als aus jeder mücke einen elefanten zu machen, nur damit ihr mit dem finger auf den italienischen staat zeigen könnt? ..

3
achim.baden-württemberg

Eisenbahn die krachte
Stefan R.

Sie haben völlig recht.
Schon mal im Hochsommer mit Zügen der DB gefahren ?
Von Klimatisierung keine Spur - oder keine Ahnung. Ich habe schon öfter die Schaffner gefragt: Wann kommt der nächste Aufguss ?
Antwort: Ihr Wort in Mehdorns Ohr.
Ich weiss ja nicht, ob die Züge in Süditalien immer klimatisiert sind, in Südtirol habe ich diesbezügliche Probleme nie erlebt - in Spanien, dort wohl gemerkt auf Regionalstrecken durch die Sierra de Irgendwas übrigens auch nicht. Soviel zu 'unser aller' DB.

4

Italien
Wenn man die Züge vorbeifahren sieht wird einem bewusst dass man in Italien ist. Verdreckte verrostete Lokomotiven und Wagen, ein weiterer Schandfleck auf unserem Boden!

5

"...in welch desolatem Zustand sich das Rollmaterial der italienischen Eisenbahn befindet..."

Wenn man einen solchen Satz bringt, sollte man eine Statistik parat haben. Ich behaupte nicht, dass die Zuege von Trenitalia sicherer sind, als die von ÖBB oder DB. Aber spektakulaere Unfaelle mit Hochgeschwindigkeitszuegen hat es in Italien im Gegensatz zu Deutschland noch nicht gegeben. Allerdings fahren in Italien auch weniger.

Ansonsten gebe ich ihnen Recht.

Die von Trenitalia auf der Brennerlinie eingesetzten Wagen sind zwar meistens verschmutzt, aber fuer meine Verhaeltnisse sehr komfortabel. Ich ziehe Abteilwagen alten Stils mit ausklappbaren Sitzen den modernen Grossraumwagen vor.

6

@ Stefan R. -Kein Geld für Infrastruktur
Stefan R. hat insofern Recht, daß man es in der Politik unterlassen sollte, auf Verallgemeinerungen zurückzugreifen.

Bei der konkreten Kritik an der italienischen Eisenbahn handelt es sich aber wohl weniger um eine Verallgemeinerung, als vielmehr um eine Untertreibung.
Aufgrund meines Studiums in Innsbruck, fahre ich seit einigen Jahren 2x wöchentlich mit dem Zug von und nach Innsbruck. In dieser Zeit habe ich 2 Entgleisungen, einen Brand, ein Bremsversagen, eine Verseuchung der Abteile durch Ungeziefer, sowie diverse technische Defekte an den Zuggarnituren miterlebt. Diese betrafen immer nur die italienische Eisenbahngesellschaft, aber nie die ÖBB. Zufall?
Die österreichischen Behörden haben unlängst einen italienischen Zug nicht weiterfahren lassen, weil er ein akutes Sicherheitsrisiko darstellte. Zufall?
Ein mir bekannte Lokführer auf der Pustertallinie berichtete mir, daß die Züge im unteren Pustertal nicht schneller als 50kmh fahren dürfen, weil die Geleise in so schlechten Zustand sind, daß die Züge ansonsten entgleisen würden. Zufall?

Wer immer noch glaubt, daß es sich bei der Kritik um eine Verallgemeinerung handelt, sollte vielleicht selbst einmal mit den Zügen der italienischen Eisenbahngesellschaft fahren.....

7

Kein Geld für Infrastruktur
Für die Instandhaltung der Infrastruktur, für die dieser Staat ja direkt verantwortlich ist, dafür ist kein Geld da. Aber dafür stehen immer genug Mittel zur Verfügung, wenn es darum geht, das Gefühl "in alto Adige siama in Italia" aufrechtzuerhalten und damit diesem Staat der Fremdbestimmung über die Nacht dieses Potemkinsche Konstrukt nicht abhanden kommt. Dafür sorgen schon die permanenten und unzähligen Kontrollen in allen Bereichen und alle Arten der Sichertskräfte in Süd-Tirol, der Carabinieri, der Finanzpolizei, der Zollwache und der Polizei. Die Präsenz der Sicherheitskräfte ist 5 mal so hoch wie anderswo im Landesdurschnitt, dazu bei Problemen, die mehr als unterdurchschnittlich sind, vielleicht abgesehen von permanenten Versagen bei der Pflege der Infrastruktur dieses Staates, wie Bahn oder Post. Was die Züge betrifft, würde man sich vor allem endlich mehr Sauberkeit wünschen, damit man nicht mit Zuständen permanent konfrontiert wird, die eher an weit entfernte Länder erinnern, Dreck, Wanzen, Läuse, Flöhe etc. Darüber berichten nämlich regelmäßig die Medien, es gibt eber keine Besserung in Sicht.

8

"in welch desolatem Zustand sich das Rollmaterial der italienischen Eisenbahn befindet..."

immer schoen verallgemeinern, bitte weiter so, die Suedtiroler verdienen eurer Meinung wohl nichts besseres, als solche schaebigen Kommentare.