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„Zu Mantua in Banden“ als Gemeindehymne – Arbeitsgruppe begrüßt Kurtatscher Entscheidung

andreas-hofer.jpgDer Sprecher der Arbeitsgruppe Gemeindepolitik der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Werner Thaler, begrüßt die Entscheidung des Kurtatscher Gemeinderates, die Tiroler Landeshymne „Zu Mantua in Banden" zu ihrer eigenen Gemeindehymne zu erklären. Diese wird nun zu bestimmten Anlässen und Festlichkeiten gespielt und gesungen. Der Kurtatscher Gemeinderat fasste den Beschluss auf Vorschlag ihres Bürgermeisters Oswald Schiefer.

Die Arbeitsgruppe Gemeindepolitik der SÜD-TIROLER FREIHEIT wird nun ihrerseits diesen Vorschlag landesweit aufgreifen und Gemeinderäte der SÜD-TIROLER FREIHEIT dazu auffordern, ähnliche Initiativen in Ihren Gemeinden zu ergreifen.

Bekanntlich hat die SVP-Mehrheit im Südtiroler Landtag sich bereits mehrfach gegen die Einführung des Liedes „Zu Mantua in Banden“ als offizielle Landeshymne für Süd-Tirol ausgesprochen.

Wenn der Südtiroler Landtag schon nicht im Stande ist, die Tiroler Landeshymne offiziell einführen, so sollen zumindest die Gemeinden einen solchen Schritt setzen, fordert die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT.

Im kommenden Gedenkjahr „200 Jahre Tiroler Freiheitskampf“ sowie der 200. Todestag von Andreas Hofer im Jahr 2010 wäre zudem der passende Anlass dafür. Deshalb mögen möglichst viele Gemeinden diesen Beschluss übernehmen und somit ein politischen Zeichen setzen, dass dies- und jenseits des Brenner die ein und die selbe Landeshymne offiziell ist.

Werner Thaler
Sprecher der Arbeitsgruppe Gemeindepolitik
der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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7 Kommentar(e)

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1

Landeshymne
Gestern am Montag, den 30.06.2008 sagte der Landeshauptmann von ST während einer Pressekonferenz, bzw. bei der Befragung durch die Journalisten nach der gestrigen Sitzung der Landesregierung in Bozen als Antwort auf diesbezügliche Frage sinngemäß, die SVP und das Land und nicht die Gemeinden wären schon immer zuerst dafür, das dieses Tiroler Lied "Zu Mantua in Banden" zur Landeshymne erklärt wird, nur haben sich einige Gemeinden damit beeilt und sind dem land somit zuvorgekommen. Der LH meinte ferner, dem Land kann es nur recht sein, wenn diese Initiative von unten von den Gemeinden kommt und damit dieses patriotische Lied auf diese Art langsam überall in Süd-Tirol Zug um Zug zur Landeshymne erklärt wird. Das würde bedeuten, ein klares grünes Licht von der Landesregierung in Bozen für weitere Gemeinden, die ebenfalls dieses Lied zu ihren Gemeindehymne erklären wollen, eine nach der anderen, wenn das der Wille der Süd-Tiroler sein sollte. Erst dann wird wohl auch die SVP als regierende Partei daran denken, "Zu Mantua in Banden" zur offiziellen Landeshymne der AP Bozen Südtirol vielleicht noch vor oder im Andreas-Hofer-Jahr 2009 zu erklären. Also wer hat die Idee zuerst lange vor den Gemeinden gehabt, wer hat es zuerst erfunden, die SVP oder wie?? Gilt das vielleicht auch für die Frage der Selbstbestimmung des Landes?

2
Günther Morat

Habe gelesen, dass die Gemeinde Tramin auch Interesse angemeldet hat.

3

Ja "Zu Mantua in Banden" gilt sicherlich auch heute als "Gesamttirolerhymne", obwohl nur auf eine unoffizielle Weise.

Wenn aber man von Suedtirol allein redet, dann waere "Wohl ist die Welt so gross und weit" viel mehr angemessen: kein anderes Lied beschreibt unsere Heimat besser.

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Günther Morat

Ich habe heute meine Heimatgemeinde aufgefordert, auch diesen Schritt zu tun. Ich finde es sinnvoll, ja sogar selbstverständlich, dass dies im ganzen südlichen Tirol eingeführt wird. Es ist schliesslich die Landeshymne unseres Landes.

5

BRAVO
wenn die "politischen Dickhäuter" der Edelweißpartei aus falscher Toleranz und Trägheit nicht für solch kleine Schritte in der Lage sind,zeigen es die Landgemeinden und die Leute an der Basis frei und unkompliziert wie`s geht! Bravo ihr lieben Kurtatscher!

6

Im Baskenland und in Süd-Tirol
In der AP Bozen gehen die Uhren immer noch anders, bzw. sie gehen ziemlich nach, und zwar in Hinblick auf die allgemeine politische Entwicklung in Europa in den Fragen der Selbstbestimmung der verschiedenen Autonomien der letzten Jahre und Jahrzehnte. Das Parlament der Autonomen Provinz Baskenland, Gobierno Vasco - Eusko Jaurlaritza, z.B. stimmt heute am Freitag den 27. Juni 2008 über die Frage der Abhaltung eines Referendums im Baskenland zur direkten Ausübung der Selbstbestimmung in und von Spanien ab, mit dem es klarerweise auf Konfrontationskurs zur Staatsmacht in Madrid gehen würde. Es wird bei dieser für das Baskenland schicksalhaften Abstimmung von einer knappen Entscheidung des Landtages dieser Autonomen Provinz in Spanien ausgegangen. Die gegenwärtige spanische Regierung lehnt dieses Referendum der Basken bekanntlich ab. Diese Abstimmung des Baskischen Lokalparlamentes zur Frage der Ausübung der eigenen Selbstbestimmung für das Spanische Baskenland auf dem Wege eines Referendums ist ein Teil eines Planes der politischen Parteien in diesem Land, Zug um Zug die von den Basken mehrheitlich befürwortete Selbstbestimmung des eigenen Landes und Volkes, jetzt und in den nächsten Monaten und Jahren, auch mit konkreten politischen Schritten der Landespolitik auf der lokalen, nationalen und internationalen Ebene zu legitimieren und umzusetzen. In der alten EU konnten bis jetzt ähnliche politische Entwicklungen der Autonomien auch in Schottland, Katalonien oder Flandern ohne Wenn und Aber stattfinden. In Süd-Tirol diskutiert man hingegen, ob man eine alte Traditionshymne als Landeshymne offiziell singen darf. Da braucht es aber noch viel politische Arbeit, damit auch die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler eine konkrete Form erhält, und einmal vom Landtag in Bozen und von der Bevölkerung selbst einigermassen geklärt und beantwortet wird. Das wird es aber ganz sicher in einer EU der freien und der selbstbestimmten Völker auch einmal in der AP Bozen Südtirol geben, wenn die Tiroler südlich des Brenners es wollen und konsequent ohne Zeitlimit von der heutigen Staatsmacht und von Europa es auch klar und deutlich fordern werden. Heute tut das nur die deutschsprachige Opposition des Landes. Auch alle Tiroler in Süd-Nord-Ost und damit alle Österreicher/Alt-Österreicher in Süd-Tirol sind ein Volk, das eine Wiederherstellung der ethnischen Einheit verdient, sogar in einem wiedervereinten Land Tirol der Zukunft in zwei alten EU-Staaten, das darf man nie vergessen! Vor fast 40 Jahren haben viele der heutigen Autonomien in Europa mit Neid nach Süd-Tirol geschaut. Sie haben aus dem Beispiel Südtirols zwischen 1957-1972-1992 viel gelernt und ihre ihnen zustehenden Rechte auf die eigene Selbstbestimmung eingefordert und auch bekommen. Sie gehen heute aber noch sehr viel weiter, als jemals die offizielle Politik der AP Bozen bereit war zu gehen. Jetzt kann man daher mit Neid und Bewunderung in diese Richtung blicken und all diesen Autonomien Ausdauer und Glück bei der Erreichung ihrer gesteckten Ziele wünschen. Eines ist aber heute sicher, die EU hat die alten Staats- und Nationalgrenzen bereits "unsichtbar" gemacht, sie wünscht sich ein Zusammenwachsen der Regionen und Völker und sie lässt das in ihrem eigenen direkten Machtbereicht vielleicht sogar wohlwollend geschehen, dass die Autonomen Regionen in der alten EU die immer noch offenen Fragen der Selbstbestimmung einmal friedlich und demokratisch, demokratiepolitisch glaubwürdig und vor allem zufriedenstellend für jedes dieser Völker klären werden können.

7

Landeshymne
Die SVP begründete bis jetzt immer wieder ihre eigenartige Haltung in dieser Frage mit der Rücksichtnahme auf die "patriotischen Gefühle" der Italiener in Süd-Tirol, wenn ich richtig informiert bin. Dies Lied ist aber schon zirka 200 Jahre alt und damit ideologiepolitisch unverdächtig. Dazu ist der Andre Hofer auch ein gesamt Tiroler Held, auch der Welschtiroler, die mit ihm zusammen gegen die Fremdbestimmung der Bayern und des Königreich Italien von Napoleons Gnaden in ganz Tirol zwischen Kufstein und Ala und für die Wiederherstellung der Ladeseinheit und die Rückkehr des Landes zum Vaterland Österreich damals vor fast 200 Jahren gekämpft haben. Sie haben alle damals für Tirol und für Österreich das "letzte Hemd" gegeben", daran sollten wir heute denken, wenn es um solche Fragen geht, ob man ein in ganz Tirol bekanntes Lied als Landeshymne zulässt. Daher gibt es seit Urzeiten auch eine italienische Version dieser Landeshymne, die man ein wenig polulär machen sollte. Andreas Hofer, Patriota del Tirolo, per sempre, per tutti!