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Zielsetzung Italiens: Neue Erkenntnisse mit konkreter Zeitnennung

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Ziel der italienischen Regierung Ende der 50er Jahre war es, die Einwanderung italienischer Bevölkerungsgruppen nach Südtirol so zu forcieren, dass die Italiener in Südtirol spätestens um 1975 bis 1980 eine klare  Mehrheit von etwa 55 bis 60 Prozent Italienern gestellt hätten.

 

Fritz Molden berichtet in seinem am Montag in Wien vorgestellten und im Amalthea- Verlag erschienenen Buch: "Vielgeprüftes Österreich- meine politischen Erinnerungen" von einem Gespräch mit Indro Montanelli (Buch Seite 142ff). Dieser war 1958 nach Wien gereist, um herauszufinden, wie die die Österreicher in der Südtirol- Frage denken. Er befürchtete, wie Fritz Molden schreibt, "dass von italienischer Seite durch die immer schlimmer werdende Unterwanderung der Provinz durch Süditaliener die Gefahr eines durchaus auch für ihn verständlichen radikalen Widerstandes der Südtiroler täglich anwachse." Montanelli berief sich bei der Darlegung des für 1975 bis 1980 gesteckten Zieles auf "verlässliche italienische Regierungskreise". 

Die Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Dr. Eva Klotz, wertet dies als wichtigen Beweis dafür, dass Italien sein damaliges Ziel Dank Südtiroler Freiheitskämpfer nicht erreicht hat. Sie sieht damit die Behauptungen, der Freiheitskampf habe eher geschadet als genützt,  gründlich widerlegt. 

Lt. Ab. Dr. Eva Klotz
11. 10. 07

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Matteo Gesualdo Corvaja

Majorisierung
Mitte der 50er Jahre gab es den sog. "Piano Togni", indem, durch den Bau neuer Vierteln in Bozen und Meran, man die Einwanderung italienischer Arbeiter unterstützte.
Es ist kein Geheimnis, welche Linie viele italienischer Regierungspolitiker vertraten, besonders die, aus dem rechten Flügel der Democrazia Cristiana.
Es war die Politik des 50%+1, und einer der Verfechter dieser Linie war damals Giulio Andreotti.
Er selbst sagte damals, es gibt nur einen Mittel um die Südtirolfrage zu lösen: Sie zur Minderheit in der Provinz zu machen.
Dies scheiterte, wie wir alle wissen.
Im übrigen sollte man erwähnen, daß der Großteil der Südtiroler italienischer Zunge aus norditalienischen Regionen stammt.
Die Südtiroler Aktivisten mögen eine wichtige Rolle damals gespielt haben, dennoch befanden sihc auch unter ihnen Kräfte, die alles andere als demokratisch waren, siehe die Gruppe um Norbert Burger und Peter Kienesberger, die ganz klar rechtsradikal war.
Der oben zitierte Indro Montanelli hatte mal gesagt, daß es ohne einen besonnenen Politiker wie Silvius Magnago, bestimmt zu einer Eskalierung der Gewalt gekommen wäre, ähnlich wie in Nordirland.
Und Montanelli war äußerst sparsam, wenn es darum ging, Politiker einen Kompliment zu machen.