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Welche Vorteile bringt die österreichische Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler?

Sehr oft wird die Frage nach den Vorteilen einer österreichischen Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler gestellt. Hier einige der Gründe, welche für diese sprechen:

• Österreich kann seine Schutzmachtfunktion für Süd-Tirol international besser ausüben und rechtfertigen, da die Süd-Tiroler dann auch österreichische Staatsbürger sind, und jeder Staat das Recht hat, seine eigenen Bürger zu schützen.

• Wer als Süd-Tiroler in und für Österreich arbeiten will, scheitert derzeit in einigen Fällen an der fehlenden Staatsbürgerschaft. Der Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft ermöglicht den Zugang zu jeglicher Arbeit im öffentlichen Dienst (z.B. Richter, Polizei, diplomatischer Dienst u.a.).

• Süd-Tirols Sportler können in die österreichische Nationalmannschaft aufgenommen werden. Bisher können alle Süd-Tiroler im Normalfall ausschließlich für Italien antreten, da sie nur italienische Staatsbürger sind.

• Recht auf österreichischen Reisepass

• Recht auf Schutzanspruch österreichischer Vertretungsbehörden (Botschaften) im Ausland.

• Recht auf einen ungestörten Aufenthalt im gesamten Bundesgebiet.

• Durch die Staatsbürgerschaft wird man zum vollwertigen Staatsbürger und hat das aktive und passive Wahlrecht bei Nationalratswahlen, Bundespräsidentenwahlen und Volksabstimmungen. Für Süd-Tirol insgesamt würde sich die Chance bieten, eigene Vertreter in den Nationalrat zu entsenden und somit Süd-Tiroler Anliegen zu vertreten, sich aber auch politisch für das eigene Vaterland Österreich einzusetzen. Derzeit hat Österreich zwar die Schutzmachtfunktion für Süd-Tirol, die Süd-Tiroler haben aber keine direkt gewählte Vertretung.

Fehlt ein Vorteil? Dann schicke uns diesen an info@doppelte-staatsbuergerschaft.at!

Weitere Gründe für eine österreichische Staatsbürgerschaft für die Süd-Tiroler:

1) Doppelte Staatsbürgerschaft bringt Absicherung der Autonomie.

Die doppelte Staatsbürgerschaft würde die Autonomie nicht schwächen, sondern stärken, da die Süd-Tiroler damit auch juridisch wieder österreichische Staatsbürger wären. Die Rechtfertigung für die Süd-Tirol-Autonomie könnte somit nicht mehr von Italien in Frage gestellt werden. Österreich hätte zudem auch international eine stärkere Position, wenn es um die Verteidigung der Süd-Tirol-Autonomie geht, da es dann auch um die Rechte der eigenen Staatsbürger geht.

2) Doppelte Staatsbürgerschaft bringt keine Spaltung, sondern mehr Rechte.

Die doppelte Staatsbürgerschaft würde nicht zu einer Spaltung der Gesellschaft führen. Im Gegenteil! Sie würde den Süd-Tirolern ihre Rechte zurückgeben und eine heute existierende Spaltung in Tiroler mit österreichischer Staatsbürgerschaft und Tiroler ohne österreichische Staatsbürgerschaft überwinden. Auch die Ungleichbehandlung der Sprachgruppen würde in Süd-Tirol damit überwunden. Bisher leben in Süd-Tirol nämlich Italiener, die die Staatsbürgerschaft ihres Heimatlandes besitzen und Süd-Tiroler, denen die Staatsbürgerschaft ihres Vaterlandes vorenthalten wird und denen die italienische Staatsbürgerschaft alternativlos aufgezwungen wird.

Ein Blick über den Tellerrand zeigt zudem, dass doppelte Staatsbürgerschaften in immer mehr europäischen Ländern eingeführt werden. Nirgends ist es zu einer Spaltung der Gesellschaft gekommen.

3) Europäische Staatsbürgerschaft ist kein Ersatz.

Eine europäische Staatsbürgerschaft die grundsätzlich begrüßt wird ist kein Ersatz für die doppelte Staatsbürgerschaft in Süd-Tirol, da sie die rechtliche Postion als österreichische Minderheit im italienischen Staat nicht stärken würde und somit auch keine Absicherung der Autonomie brächte. Eine alleinige europäische Staatsbürgerschaft wird zudem in den nächsten Jahrzehnten auch nicht politisch umzusetzen sein.

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2 Kommentar(e)

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Dann wäre bei Fahrten mit Minderjährigen ins 'Ausland' auch keine Medlung bei der Polizei mehr nötig.

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hubert trocker

mir scheint, dass die Vorteile auf jeden Fall da sind.

Ein weiteres Beispiel ist das Skilehrerwesen. Bisher spielt da Südtirol - unter dem Deckmantel der FISI-CO SCU-MA eine "italienische Rolle"

Es kann doch nicht sein, dass im Alpengebiet verschieden ausgebildet wird, dass ein österreichischer Skilehrer nur bedingt oder mit gewissen Auflagen hier arbeiten kann, nur weil "wir sind wir Politik" betrieben wird.

Auch rein fremdenverkehrstechnisch würde eine einheitliche Ausbildung dem Gast mehr Qualitäts -Sicherheit geben.

Ich melde diese meine Meinung auch an die von Ihnen angegebene E-Mail Adresse