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Walcher – Mitteleuropa

h._staffler.jpgLaut Gottfried Walcher (LB vom 2.12.) hat Mitteleuropa fließende Grenzen. Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Es gibt zwei Interpretationen des Begriffs Mitteleuropa: In der Bundesrepublik Deutschland wird der Begriff vor allem geographisch definiert und bezeichnet Zentraleuropa; in den Ländern der ehemaligen Donaumonarchie ist es ein kulturhistorischer Begriff, der das Ideal einer durch gemeinsame Werte verbundenen Völkergemeinschaft beinhaltet, wie es eben diese Monarchie war.

Dass diese Völker einem angeblichen "Völkergefängnis" entfliehen
wollten, gehört zu den Widersprüchen einer von den Siegern diktierten
Geschichtsschreibung. Warum hätten die Völker der Habsburgermonarchie,
die allen ihren zwölf Völkern das Recht auf ihre Sprache und Kultur
zuerkannte, entfliehen sollen, um sich dann zum Beispiel in einem Staat
wie Polen wiederzufinden, der seinen neun (!) Völkern nicht die
geringste kulturelle Autonomie gewährte?

Herrn Walcher möchte ich darauf hinweisen, dass ich sehr wohl intensive
DDR-Erfahrung habe (ich hatte eine Aufenthaltsgenehmigung). Meine
Stasi-Akte ist ein unwiderlegbarer Beweis.

Hartmuth Staffler, SÜD-TIROLER FREIHEIT, Brixen

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Tirols Grenze ist Salurn
Tirol hat eine ethnische und natürliche Grenze. Diese Grenze ist bei Salurn.
Die Italiener, die in Süd-Tirol leben gehören fast ausnahmslos zum tolomeiisch-faschistischem Italienisierungsprogramm des Staates und haben mit natürlicher Besiedelung nichts zu tun.