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Wählen mit 16: Italien als Hindernis

ap_31340_dsc01050_2.jpg Die Landtagsabgeordnete der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Eva Klotz, freut sich über die Entscheidung des Bundeslandes Tirol, das Wahlalter für die kommenden Landtagswahlen auf 16 zu senken und damit vielen Jugendlichen die politische Mitsprache zu ermöglichen.

 

Eva Klotz bedauert, dass wir Südtiroler nicht dem Beispiel Nordtirols folgen können, weil wir durch die italienischen Gesetze daran gehindert werden. Der Artikel 48 der italienischen Verfassung schreibt nämlich für alle Wahlen folgendes vor: "Wähler sind alle Staatsbürger, Männer und Frauen, die volljährig sind."

Da im Staat Italien die Volljährigkeit mit 18 Jahren gilt, ist das auch für Südtirol verbindlich, da es sich leider nach diesem Staat ausrichten muss. Voraussetzung ist also, dass Italien seine Regeln ändert, damit sich auch in der Frage Senkung des Wahlalters in Südtirol konkret etwas tun kann.

Einmal mehr zeigt sich, wie sehr wir Südtiroler uns an die italienischen Vorgaben halten müssen, obwohl Südtirol nicht Italien ist. Auch unsere vielgepriesene Autonomie ändert nichts an der Tatsache: mitgehangen, mitgefangen!

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz

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7 Kommentar(e)

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Pensionisten sind auch Politikdesinteres
Die Sinnhaftigkeit des Wahlrechts ab 16 kann man gerne anzweifeln. Aber doch bitte nicht mit diesen Argumenten. "Die unter 18 jährigen wöhlen nur links, also sollen sie nicht wählen dürfen". Ist so was Demokratie Mr. Nickname?

Die jugendlichen mögen zwar politikuninteressiert sein. Aber nicht unbedingt desinformiert. Und wenn ich mir die Wahlergebnisse immer wieder anschaue und die "alten" Parteien immer trotz schlechter Politik viele Wählerstimmen bekommen, dann kann es nur daran liegen dass sie mal wieder so viele Stimmen von den Pensionisten erhalten haben.

In meinen Augen ist das Alter in dem man sich einigermassen für Politik interessiert zwischen 20 und 60. Denn ab einem gewissen Alter wählt man die Parteien auch nur mehr aus Gewohnheit.
Und in meinen Augen könnte man das Wahlalter auch gerne auf dieses Alter beschränken.

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quisque de populo

ma biittschiaaaaaaan

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"Jugendliche sind m.E. gerade in diesem Alter zu 90% politikuninteressiert, desinformiert, oder nur für (vor allem von linken Journalisten und grünen Lehrern unverblümt verbreiteten) linken Multikulti-, Protest- und Revoluzzerwahn im Deckmäntelchen des Umweltschutzes for love and peace usw. empänglich."

klingt wie NPD, ist wie NPD.

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Stefan Rennert

Instrumentalisierung
Eine solche Argumentation nennt man instrumentalisierend oder opportunistisch. Hier wird die Befürwortung davon abhängig gemacht, ob die deutsche Hardcore-Fraktion in Südtirol sich gute Wahlergebnisse erhoffen darf. Ein klarer Fall für politischen Nachholbedarf.
In Artikel 48 der Verfassung ist ohnehin als Voraussetzung die Volljährigkeit aufgeführt.

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politikverdrossen
Die ausgedehnte, zunehmende Politkverdrossenheit in Östereich mag mit dem deprimierenden Bewußtsein zusammenhängen, mit seiner Wählerstimme nichts mehr bewirken zu können. Deshalb könnte man die Herabsetzung des Wahlalters als einen Versuch ansehen, dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Allerdings: Wenn der Wähler immer weniger Einfluß auf die Politik hat, kann man das Volk bald schon ab dem zehnten Lebensjahr wählen lassen. Was würde das schon ändern?

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quisque de populo

Seien wir realistisch: die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre bringt nur den interethnischen, linken und grünen Parteien Wählerstimmen. Jugendliche sind m.E. gerade in diesem Alter zu 90% politikuninteressiert, desinformiert, oder nur für (vor allem von linken Journalisten und grünen Lehrern unverblümt verbreiteten) linken Multikulti-, Protest- und Revoluzzerwahn im Deckmäntelchen des Umweltschutzes for love and peace usw. empänglich. Sowas macht auch der angeblich so stark zunehmende Nachwuchs an "Jung"-Schützen in der Wahlkabine bei weitem nicht wett.

7

Wahl....
Mit 16 wählen, wenn nicht auf Staatsebene, dann zum einfühlen ins erwachsenenseins auf komunaler Ebene?