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Verdi-Grüne-Vërc: Neue Masche

cristian_kollmann_2.jpgDass die Verdi-Grünen-Vërc (VGV) in Sachen Ortsnamengebung einen wissenschaftlichen und faschistisch unbelasteten Diskurs meiden und auf die von mir an sie konkret gerichteten Vorwürfe nicht eingehen, ist bekannt. Stattdessen bemühen die VGV neuerdings − siehe Leserbrief von Michaela Verena Abate vom 19. Februar − die Tiefenpsychologie!

Diese neue Masche der scheinbar toleranten, aufgeschlossenen und friedliebenden grünen „Gutmenschen“ besteht darin, jene politischen Konkurrenten als gehässig und verbittert abzustempeln, die erkennen, dass nach grüner Vision „Verständigung und Zusammenleben“ de facto interethnischen Smalltalk meint: Bis heute soll eine italienische Scheinwelt vorgespielt werden, und damit zeigen die VGV klare Ansätze zur Relativierung und Reinterpretation des italienischen Faschismus, Sprach- und Kulturimperialismus.
Ferner wirft mir Frau Abate vor, Tatsachen zu verdrehen. Welche denn? Auch unterstellt sie mir Unkenntnis und Angst vor dem Fremden. Und Beispiele hierfür?
Zum Schluss macht sich Frau Abate nach grüner Gepflogenheit auch noch für den Verbleib Südtirols bei Italien stark. Den VGV ist das Grün der Trikolore wichtiger als das Grün der Umwelt. Wen freut’s?

Von Cristian Kollmann, Süd-Tiroler Freiheit, München/Laurein

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8 Kommentar(e)

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1

Scheinwelt
Wir SVP-wählende Südtiroler sind also ein Ignorantes, uninteressiertes Volk? Zum Glück gibt es die coolen Jungs von der SF, die wissen Alles besser...! Selten so gelacht ff!
Zur Erinnerung: SVP 18 Sitze im Landtag, absolute Mehrheit von den autonomiefreundlichen Walschen gerettet... Da sehen Deine 5+2 Sitze etwas Alt aus...Gute Nacht

2

scheinwelten
@ff ...aber als Uninteressierte und Unwissende - mit solchen aussagen machst du dir hier in südtirol wohl nicht sehr viele freunde!!
WIE SCHÖN DASS DU-SF-F ALLE ALLWISSEND SEIT! akzeptiere einfach die mehrheit und stemple sie nicht so ab! danke

3

Scheinwelten
"...besteht die Mehrheit der Südtiroler ausschliesslich aus Idioten?"

Als Idioten würde ich sie nicht bezeichnen, aber als Uninteressierte und Unwissende.
Die meisten Südtiroler wissen nicht welch falsches Spiel die SVP mit ihnen treibt. Doch es kommen immer mehr Südtiroler drauf.
Wie man sieht: 2 Mandate für die STF und 5 Mandate für die Freiheitlichen.

4

Die SVP
Die SVP ist nicht für den weiteren Verbleib Süd-Tirols bei Italien, sondern versuchte schon immer und versucht weiterhin aus der vorhandenen herrschenden politischen Lage unter den Paradigmen der lokalen, nationalen und internationalen Politik für das Land das beste an möglichen momentanen Lösungen der ziemlich begrenzten Selbstbestimmung in Form der heute in der AP Bozen gelebten Autonomie zu erreichen und sicherzustellen. Die SVP hat in ihrem Parteiprogramm im Abschnitt "Südtirol und Österreich" diese Ziele der Erhaltung der Tiroler Landeseinheit und der in aller Zukunft zu erhaltenden ethnischen, sprachlichen und kulturellen Einheit mit dem Vaterland Österreich eindeutig formuliert und festgeschrieben. Die Klärung der Selbstbestimmungfrage Süd-Tirols liegt nicht im politischen Ermessen der SVP, sondern gestern wie heute in der Hand der italienischen Politik, die diese Klärung bis jetzt verhindern konnte. Das muss aber nicht immer so bleiben. Sogar der amtierende Landeshauptmann von Südtirol meinte nicht vor so lange her, sollte die EU einmal eine gerechtere Ziehung der Verwaltunggrenzen nach klaren ethnischen Kriterien im eigenen Machtbereich nach einem bestimmten Regelwerk zwischen z.B. zwei Nachbarländern in diesem Fall Südtirol ermöglichen, wird die SVP die erste Partei in der AP Bozen sein, die gefragt werden will, d.h. die sich in dieser Frage für so eine Klärung oder Neuziehung der Verwaltunggrenzen einsetzen wird. Die heutige Führung der Edelweißpartei verfährt in dieser Frage nach dem Prinzip, lieber ein Spatz der erreichten und ausbaufähigen Autonomie in der Hand der SVP und der Landespolitik als eine Taube der vollen Selbstbestimmung am Dach. Es sei denn, diese Taube fliegt der ehemaligen Sammelpartei von alleine einmal zu. Die deutschsprachige Opposition in der AP Bozen setzt sich bekanntlich für andere demokratische Lösungen der Selbstbestimmungfrage ein, zum Beispiel in einer demokratischen Volksabstimmung über die künftige staatliche Zugehörigkeit des Landes, und das ist auch ihr gutes politisches Recht in einem modernen Europa von heute. Für die STF ist nur das Beste an Lösungen in der Selbstbestimmungfrage für Südtirol gut genug, für andere wohl wie immer ist das nicht der Fall. Für die Gegner dieser klaren politischen Linie der Opposition in der Selbstbestimmungfrage des Landes sind wahrscheinlich die Standards der Arabischen Liga in ähnlich gelagerten Fällen (z.B. im Freistaat Kurdistan, heute im Iraq eine bereits vorhandene großzügige Lösung der dortigen komplizierten Frage der Selbstbestimmung, die die erreichte Autonomie Südtirols in den Schatten stellt) bereits zu viel des Guten an Entgegenkommen, und sie würden wohl gerne Süd-Tirol wieder dort sehen, wo sich dieses Land früher einmal in Italien befunden hat, mit einer Autonomie nur auf dem Papier, nur der bella Figura in Europa wegen, als sog. "Minderheit" autonomiepolitisch rechtlos und ethnisch an den Rand gedrängt. Das muss man so zur Kenntnis nehmen. Jedem/er Bürger/In sei es freigestellt sich eine Meinung zu bilden, welche politische Linie gerade die Grüne Partie in dieser Frage von Anfang ihrer Gründung an verfolgt, und was sie damit für das Land im wessen Interesse bis jetzt erreichen konnte.

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Die Blätter der Grünen
Die Blätter der Grünen sind braun geworden.
Wir sind zwar eine freiere und augeschlossenere Gesellschaft als früher. Das heißt aber nicht, dass die Südtiroler WIEDER den Faschismus und faschistische Dekrete über sich ergehen lassen müssen.
Zwang, Diktaturen oder eine aufgezwungene Scheinkultur bleiben immer Zwang und Unrecht. Egal wieviel Zeit vergeht.

„Angst vor Fremden“ Meint Fr. Abate „fremde“ Ortsnamen. Wenn Namen fremd oder auch erfunden sind, so haben sie in der Heimat wohl nichts verloren.

Ach ja, die Tiroler südlich des Brenners sollten weiter für das „tolerante Italien“ ausharren und faschistische Dekrete und Denkmäler sowie Nationalfeiern über uns ergehen lassen?

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Grünenfresser
Super!
Der Grünen-Fresser ist wieder da! Dabei seid Ihr SF-Jungs so cool und erfolgreich, dass Euch eigentlich die Grünen Wurscht sein müssten...
Übrigens, die SVP ist (zunächst) auch für den Verbleib in Italien ... und die meisten Leut´ wählen SVP auch, warum wohl? Da frage ich mich einfach, wer wohl in einer Scheinwelt lebt (oder besteht die Mehrheit der Südtiroler ausschliesslich aus Idioten?)

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Anmerkungen: Wichtigkeiten verschiedener
Wer ist denn Frau Abate? Ich kenn sie nicht und kann mir nicht vorstellen, dass sie wichtig ist.
Grüne? Sind die nicht so eine Zwergenpartei? Sind die überhaupt im Landtag?
Man stellt sich selbst immer auch auf die Stufe mit dem, den man würdigt und tadelt. Wer über die Taten des Landeshauptmanns urteilt, stellt sich auf eine Stufe neben ihn (eig. sogar über ihn). Wer über eine Zwergenparteisekretärin urteilt, stellt sich auf eine Stufe mit ihr. Dieses ist zwar nicht grundsätzlich schlecht, aber man sollte die Zielrichtung, die Wege der Landesverwaltung zu beeinflussen, nicht aus dem Auge verlieren.
Hier in Österreich übergehe/ ignoriere ich das, was die Grünen sagen, weitgehend. Die sind halt eine Zeiterscheinung.
Beste Grüße
Paul

8

Gehässig?
Warum sollten wir gehässig und verbittert sein? Die Jugend tendiert doch eindeutig in Richtung deutsche Opposition, bei den Schattenwahlen in den Vinschger Oberschulen hätten die Süd-Tiroler Freiheit, Die Freiheitlichen und die Union zusammen sogar die absolute Mehrheit an Mandaten (49%) während die SVP dort bei 21% liegt und die Grünen bei 4%.

Ich glaube ganz andere haben also Gründe frustriert zu sein, wir werden von der Jugend in unseren Visionen und in unserem Ideal bestätigt.

Schöne Faschingsbälle wünsche euch allen heute!

mfg
Michi