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"Alto Adige" – Was hat dies mit Minderheitenschutz zu tun?

Unglaubwürdige Minority-Safepack-Werbung

Die Werbung der Südtiroler Landesregierung für das so genannte Minority Safepack – das ist die EU-weite Unterschriftenaktion für den Minderheitenschutz – ist unglaubwürdig. Diesen Vorwurf erhebt Cristian Kollmann, Landesleitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit.

Unglaubwürdig, so Kollmann, deswegen, weil die Landesregierung, so als wäre es eine Selbstverständlichkeit, ihre Zielgruppen mit der italienischen Adresse anschreibe und damit die großteils nur faschistischen, pseudoitalienischen Ortsnamen verwende. Zudem würde einem auf den italienischen Werbeplakaten an den Bushaltestellen die tolomeisch-faschistische Etikette „Alto Adige“ vorgesetzt. „Durch das unsensible Vorgehen der Landesregierung wird der Minderheitenschutz konterkariert!“, bedauert Kollmann.

Er schlussfolgert: „Würde es die Landesregierung und damit in erster Linie die Südtiroler Volkspartei mit dem Minderheitenschutz tatsächlich ernst meinen, würde sie sich auch mutig und unmissverständlich für die Tiroler Identität und die Selbstbestimmung, doch gegen die faschistische Toponomastik und ideologisch aufgeladene Architektur aussprechen – auch auf EU-Ebene! Stattdessen zieht die SVP es vor, mit einer Partei wie jene des Neofranquisten Mariano Rajoy in einer Fraktion zu sitzen und, wie alle anderen europäischen Volksparteien, vor seiner antikatalanischen Unterdrückungspolitik die Augen zu verschließen.“

Das Minority Safepack insgesamt hält die Süd-Tiroler Freiheit trotz der, so wörtlich, „unglaubwürdigen Werbung durch die doppelgleisige SVP, dennoch für begrüßens- und unterstützenswert, und zwar in erster Linie aus Solidarität mit anderen Minderheiten und fremdbestimmten Völkern und Volksteilen in den EU-Mitgliedsstaaten“.

Cristian Kollmann
Süd-Tiroler Freiheit

Zielgruppen werden nur mit der italienischen Adresse angeschrieben. Was hat dies mit Minderheitenschutz zu tun?

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