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Faschistische und pseudoitalienische Namen sind und bleiben ein Kulturverbrechen!

Und wenn Hakenkreuze übermalt würden?

Schon wieder wurden Ortsnamen auf Hinweisschildern im Raum Brixen in großem Stil übermalt. Doch um welche Ortsnamen handelt es sich genau? „Nein, nicht um italienische, sondern um faschistische und daher um pseudoitalienische!“, stellt Cristian Kollmann, Toponomastikexperte der Süd-Tiroler Freiheit, klar.

„Die Brixner Turistiker verurteilen die Übermalaktion zu einseitig“, findet Kollmann, denn sie erwähnen mit keinem Wort, dass die Namen, die übermalt oder durchgestrichen wurden, „aus dem dunkelsten Kapitel der Süd-Tiroler Geschichte stammen und bis heute einen manipulativen Zweck erfüllen.“ Der in der Tageszeitung vom 11. Mai wiedergegebenen Behauptung von Georg Lezuo aus Bozen, dass aus touristischen Gründen die zweisprachige Beschilderung akzeptiert werden müsse, widerspricht Kollmann vehement: „Diese Behauptung ist ebenso unwahr wie jene, dass ohne eigenen Flughafen in Zukunft keine Gäste mehr nach Südtirol kommen würden.“

Kollmann unterstreicht einmal mehr: „Faschistische und pseudoitalienische Namen sind und bleiben ein Kulturverbrechen! Da gibt es nichts zu relativieren!“ Abschließend fragt er provokant: „Würden sich die Damen und Herren ebenso aufregen, wenn Hakenkreuze übermalt würden?“

Cristian Kollmann
Süd-Tiroler Freiheit

Neue Südtiroler Tageszeitung vom 11. Mai 2018, Seite 17.

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