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Umfrage Tiroler Tageszeitung – Abspaltung von Italien so schnell als möglich in Angriff nehmen

Sven_Knoll_200_02.JPGAls unmissverständliches Zeichen des Willens nach einer politischen Veränderung, das von der Politik nicht länger ignoriert werden kann, bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, das Umfrageergebnis der Tiroler Tageszeitung, wonach sich jeder zweite Tiroler im Bundesland Tirol eine sofortige Wiedervereinigung von Nord-, Ost-, und Süd-Tirol wünscht.

Mit dieser Umfrage wurden ein weiteres Mal all jene Lügen gestraft, die die Bestrebungen nach einer Wiedervereinigung mit der lapidaren Äußerung abtun, dass die Nord- und Ost-Tiroler von Süd-Tirol ohnehin nichts mehr wissen wollen.

Besonders erfreulich ist aber die Tatsache, dass der Zuspruch für eine Wiedervereinigung besonders bei den 15 bis 20jährigen mit 71% am größten ist. Es ist dies eine Entwicklung, die auch in Süd-Tirol deutlich spürbar ist. Die Jugend in ganz Tirol ist nicht mehr bereit, die Teilung ihrer Heimat einfach zu akzeptieren, sondern lehnt sich gegen Fremdbestimmung und Unrechtsgrenzen auf.

Es tut sich etwas im Land Tirol!
 
Das Gedenkjahr 2009 bietet die idealen Voraussetzungen, endlich konkrete Schritte in die Wege zu leiten, um eine Abspaltung Süd-Tirols von Italien Angriff zu nehmen. Es gilt die Gunst der Stunde zu nützen, damit das Freiheitsjahr 2009 auch für Süd-Tirol endlich zu einem echten Jahr der Freiheit wird.  
 
Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

Verweis Tiroler Tageszeitung: http://www.tt.com/tt/tirol/story.csp?cid=1777630&sid=56&fid=21

tiroler_tageszeitung_umfrage_2009_001.jpgtiroler_tageszeitung_umfrage_2009_002.jpgtiroler_tageszeitung_umfrage_2009_003.jpg

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40 Kommentar(e)

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1

Südtirol - ein Teil Tirols?!
Meinen diesjährigen Urlaub in Europa habe ich in Südtirol verbracht.

Dies war für mich genügend Inspiration, folgenden Artikel zu schreiben:

"Südtirol - ein Teil Tirols?!
Politischer Verrat - auch im Andreas-Hofer-Gedenkjahr" - dieser Artikel wird kommende Woche in der Zeitschrift DEUTSCHLAND IN GESCHICHTE UND GEGENWART (Tübingen) erscheinen.

http://www.nordbruch.org/artikel/aDGGHofer.html

2

Ottos Irrtum
Zu ihren Schlussfolgerungen: Es hat nirgends geheißen, dass alle Österreicher brav und alle Italiener schlimm wären. Es ist um die Rechtsextremen gegangen, die unbeliebt sein dürften. Oder wollen sie ausgerechnet die rechtsextremen Postfaschisten bemitleiden?

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@ Otto
Bitte phantasieren Sie nicht etwas zusammen, was niemand hier behauptet hat. In der EU gibt es Niederlassungfreiheit der Person und jeder Bürger eines Teilstaates kann im Land seiner Wahl leben, wenn er/sie nur will. Ob die im Politzirkus und Polittourismus geübten italienischen Postfaschisten, die meistens aus Italien außerhalb Süd-Tirols stammen, wirklich mit Freude auf die Wiedervereinigung Tirols reagieren würden, das wage ich zu bezweifeln. Es ist wirklich rührend, wie sehr Ihnen das Wohlergehen der italienischen Postfaschisten am Herzen liegt, und wie wenig das Wohlergehen der Süd-Tiroler in diesem oder in einem anderen Staat.

4

@marc antonius
also doch: hier im blog wird doch unterschwellig verlangt oder gut geheissen, wenn menschen aufgrund ihrer verschiedenen politischen auffassung das land verlassen müssen! man hört es ja in vielen kommentaren durch: "dann solle sie halt woanders hingehen." genau dasselbe haben viele italienische neofaschisten jahrelang an die adresse der deutschen südtiroler gerichtet.

damit sind die sympathisanten der STF wohl vielfach um keinen deut besser als ihre italienischen gesinnungsgenossen, nur eben mit deutschem vorzeichen. schade, der blog war ja ganz informativ, aber konstruktiv ist er nicht.

ich verdufte mal eben

5

Wiedervereinigung
Ich glaube, nach einer möglichen Wiedervereinigung in Tirol würden sich all die italienischen Postfaschisten und Duce-Nostalgiker in diesem Land sicher nicht mehr so "pudelwohl" fühlen wie heute, und sich wahrscheinlich ein neus Betätigungsfeld ausserhalb von Süd-Tirol suchen.

6

@otto
Der Beitrag hat ja einen ganz anderen Aussageschwerpunkt, wie sich leicht erkennen lässt. Zur Frage: Von einer Zwangsverschickung kann keine Rede sein. Aber die Faschisten dürfen sich nicht wundern, wenn sie nicht willkommen sind. Genauso unbeliebt sind bei den Österreichern ja auch die Rechtsextremen im eigenen Land. (Süd)Tiroler Patrioten zählen schließlich auch zu den Opfern der beiden Faschisten-Regimes. Natürlich wird man am Phänomen des Rechtsextremismus durch die Landeseinheit nicht viel ändern können. Wenn ein Fascho aber lieber nach Italien zieht, wird man ihm in Österreich bestimmt keine Träne nachweinen.

7

@HE
also die (italienischen) faschisten in südtirol werden von der rückkehr nach österreich ausgenommen! wie denn? werden sie vorher definiert, isoliert und zwangsweise nach südlich von salurn verschickt?

und was tun wir mit den deutschen faschisten in unserem heiliegn land? schicken wir die mit ihren italienischen faschobrüdern auch frisch in den süden?

oder haben die deutschen per geburt eine diesbezüglich reine weste?

8

Interessante und wichtige Aspekte...
… zum Thema: Es ist bemerkenswert, dass relativ viele Italiener im Lande keine Freude mit den Neo-Faschisten haben und damit, dass man diese so frei agieren lässt. Gar nicht so wenige von diesen Vernünftigen könnten sich ein Los von Italien oder sogar ein Zurück zu Österreich vorstellen. Für Österreich wäre die Rückkehr Süd-Tirols, mitsamt den Italienern (ohne die Faschisten natürlich), zweifellos eine Riesen-Ehre. Klarerweise müssten daher bei einer solchen Lösung auch diese Italiener, die sich in Süd-Tirol wohl fühlen, und ihre Rechte entsprechend berücksichtigt werden. Das versteht sich von selbst, aber eine auch in dieser Hinsicht sachgerechte Lösung dürfte in einem modernen Staatswesen kein Problem sein. Entscheidend für die Loslösung wird sein, wann die Bevölkerungsmehrheit bereit ist, den Weg ohne Italien zu gehen. Vielleicht muss sich dazu auch erst eine gewisse Überheblichkeit bei manchen Gruppen legen!! Gerade im Hinblick auf die trüben Zukunftsaussichten mit Italien könnte das jedoch schon sehr bald der Fall sein. Auf Berlusconi muss man bei all dem keine Rücksicht nehmen, denn er nimmt auch keine und verhält sich selten vorbildhaft. Zwei wichtige Fakten am Schluss: Die wichtigen Medien und Politiker sollte man rechtzeitig mit im Boot haben! Und wenn dann der Wille zur Selbstbestimmung einmal wirklich da ist, kann er in der heutigen EU auch relativ bald in die Tat umgesetzt werden! Das kann man gar nicht genug betonen.

9

Tiroler
@ H. Das ist schon längst der Fall auch in Süd-Tirol, dass man keinen Unterschied mehr zwischen Nord-Süd-Ost Tirol macht. Dank dem unermüdlichen Einsatz der patriotischen Kräfte, vor allem der unpolitischen Schützen, ist die geistige Brennergrenze heute bereits verschwunden, zumindest in den meisten Köpfen der Tiroler, hoffentlich für immer! Auch immer mehr Politiker reden nur von den Tirolern, auch in Süd-Tirol. Der Name Süd-Tirol bekommt in unserer Zeit die alte Bedeutung vor der Teilung als rein geografische Standortbestimmung zurück. Vor allem die großartige Politikerin und der zweithellste Stern der SVP am süd-tiroler Himmel, die Frau Sabina Kasslater Mur spricht sehr oft nur von den Tirolern. Das gilt natürlich auch für die anderen Parteien der deutschsprachigen Opposition. In dieser Frage kann man heute voll von Zuversicht sein, dass die Wiederherstellung der Landeseinheit bald auch in der tiroler Politik eine greifbare Realität sein wird. Darauf weisen die bekannten Äusserungen des ehemaligen LH von BL Tirol Wendelin Weingartner hin. Das deutschsprachige Land Tirol ist auf dem Wege der Wiedererlangung seiner alten Einheit, wenn ein jeder an seiner Stelle, dort wo er im Leben steht, das richtige in dieser Frage tun will und auch tun wird.

10

Um einen wechsel nach Österreich machen zu können muß uns Südtirolern einmal klar werden wer wir eigentlich sind. Solange uns von allen Seiten eingeredet wird wir wären Italiener, bestenfalls Südtiroler aber auf keinen Fall Tiroler oder gar eine österreichische Minderheit in Italien, solange wird auch die Grenze in unseren Köpfen weiterbestehen und wir werden uns an Italien orientieren nicht an Österreich!
Es müßte auch in den Medien so berichtet werden daß wir verstehen daß zB. ein Raich ein Tiroler ist, gleich wie auch ein Mölgg oder Zöggeler.

11

Wäre da nicht ein gewisser Herr Durnwalder der seinen warmen Sessel verlieren könnte?? Bei der Wiedervereinigung! Immerhin verdient er ja nur 26000 EUR im Monat....

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die svp kann solange auf die frage der selbstbestimmung verzichten, wie sie die italienischen südtiroler als gegner dieser möglichkeit weiss. würden aber auch unsere italienischen mitbürgerinnen geschmack an einem wechsel finden - und zwar mehrheitlich (!) - wäre auch die svp in großem zugzwang.

das ist der hauptfehler, den alle theutschen marschierer machen: dass sie ein drittel der südtiroler bevölkerung mit ihren deutsch-deutschen forderungen und haltungen abschrecken, ja, vergrausen.

solange das so bleibt, wird das thema auch kein allgemein wichtiges, wie @HE meint. themen werden für medien nicht künstlich wichtig, sondern dann, wenn es wirklich viele menschen betrifft.

13

Verwelkendes Edelweiß?
50% der Nordtiroler sind für ein wiedervereintes Tirol

.......UND DIE SVP SCHWEIGT?

Gibt es irgendwelche Kommentare von Durnwalder und der SVP?
Wenn die Volkspartei nur einen Funken von Interesse an der Wiedervereinigung hätte, dann würde sie zumindest einen positiven Kommentar abgeben.

Tut sie das nicht ignoriert sie, meiner Meinung nach, die gesamte Tiroler Volksgruppe vollkommen.

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Selbstbestimmung
Die Wiedervereinigung der geteileten tiroler Landestreile in Tirol scheitert natürlich nicht am Willen der deutschsprachigen tiroler Bevölkerung oder Politik in BL Tirol und nicht an Österrreich, sondern bekanntlich wie vor Jahr und Tag an Italien. Man kann es nie oft genug betonen, dieser Staat befindet sich, was die Akzeptanz des Selbstbestimmungrechtes der Völker im eigenen Staatsgebiet betrifft, ganz am Ende der Skala der vergleichbaren Modelle in Europa in Ost und West. Sogar der angeblich demokratiepolitisch so unterentwickelte Balkan ist bereits in dieser Frage von Italien sehr weit entfernt. Dazu kommt noch erschwerend die Frage des versteckten oder latenten italienischen Postfaschismus in Süd-Tirol dazu, der aus Alto Adige ein Freilichtmuseum für Relikte des Duce-Faschimus macht. Dieser Steht bekanntlich in Süd-Tirol unter einem besonderen "Denkmalschutz", und nur Dank Europa der EU kann er noch in die Schranken verwiesen werden. In Spanien fragt niemand heute danach, ob Katalonien spanisch genug wäre, oder Schottland genug britisch, in Süd-Tirol aber glaubt man von der nationalistisch italienischen Seite diese Frage immer noch stellen zu müssen. Dazu noch in der EU dieser Jahre, obwohl die Italianità des Alto Adige ein faschistisches und erfundenes Potemkinsches Konstrukt war und bis heute geblieben ist. Wenn man mit Fragen der Demokratie schon so schlampig in einem Staat umgeht, darf man sich auch nicht wundern, dass es im Stiefelstaat permanent so drüber und drunter geht. Das ist aber etwas, was nur Italien betrifft. Die Parole der STF lautet, "Süd-Tirol ist nicht Italien", ethnisch, sprachlich und kulturell, gehört aber widerwillen zu diesem Staat. Die demokratisch glaubwürdige und legitim gestellte Frage der eigenen Selbstbestimmung in Süd-Tirol wird aber von Jahr zu Jahr immer praktikabler und immer wahrscheinlicher, in einem neuen Europa der EU, auch in den alten Ländern der Gemeinschaft. Man darf zumindest hoffen, dass die begrenzte politische Phantasie der Politiker der SVP in der Landesregierung bei Forderung nach Klärung der Selbstbestimmungfrage irgendwann so weit geht, um diese für Süd-Tirol auch in Namen des Landes vor Europa und der Welt klar und deutlich zu stellen. Diese Frage wird auch bereits seit Jahren in anderen Autonomien in den alten Ländern der EU unmißverständlich gestellt. Der friedliche demokratische Kampf dieser Autonomien wäre sicherlich um ein großes Stück in Europa leichter, wenn auch die AP Bozen Südtirol dieser Gruppe angehören würde, nach dem Motto gemeinsam sind wir stärker, allein der demokratischen und historischen Solidarität wegen. Es ist sogar möglich, dass es in der EU irgendwan ein neues Land Schottland, Katalonien, Färöer Inseln oder Flandern gibt, aber in Bozen wird man immer noch mit dem Hinweis auf Unwillen Italiens von der Klärung der Selbstbestimmungfrage nichts wissen wollen. Die Geschichte kann nur ein einmaliges großzügiges Angebot an ein Land machen. Eine klare Politik der Selbstbestimmung für Süd-Tirol muss aber schon die legitime politische Führung eines Landes machen oder auch nicht. Die Teilung Tirols scheint zum ersten mal in der ganzen Geschichte lngsam aber sicher als überwindbar, wenn man nur zum richtigen Zeitpunkt das politisch richtige in dieser Frage machen wollte. Darüber scheiden sich noch die Geister in der Landespolitik der AP Bozen Südtirol, in diesem Land wo die Zitronen blühen.

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Mag. Armin Vuketich

Gesamttirol
Erfreulich dass sowohl die Nord-/Ost- als auch die Süd-Tiroler wieder vermehrt "zusammenwachsen" wollen, besonders erfreulich, dass sich die jüngeren die gemeinsame Heimat Tirol nicht nehmen lassen wollen.

Am nächsten Tag dann Reaktionen in der Tiroler Tageszeitung. Obwohl die Süd-Tiroler Freiheit und auch die Freiheitlichen in Tirol die Umfrag positiv sehen, hat die TT als Überschrift gewählt: Gesamttirol provoziert. Warum? Weil die Süd-Tiroler Grünen, die bei der Landtagswahl (zum Glück) verloren haben, das so finden. Das mag ihnen unbenommen sein und ehrlich gesagt, wundert mich das bei den Grünen ohnehin nicht. Dann aber zu behaupten, die Nord-/Osttiroler wollen nur von der Sonderstellung Südtirols profitiern ist doch allerhand.

Die Grünen liegen hier, wie so oft, voll daneben.

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Die Landeseinheit wäre total super!
Daher war auch das Umfrageergebnis ein wirklich erfreulicher Neujahrskracher. Die Einbindung unter dem Dach Österreich sollte auf jeden Fall zu machen sein, wenn es so weit ist – egal ob als 10. Bundesland oder überhaupt ganz gemeinsam mit Nord- und Osttirol. Die dauerhaften Vorteile einer Wiedervereinigung wären beiderseits des Brenners derart groß, dass man sich bei der Lösung einfach zusammenreißen muss! Entscheidend wird aber nun sein, dass solch positive Schlagzeilen auch in den wichtigen Medien präsent sind und bleiben, nicht bloß als Eintagsfliegen, die alsbald wieder in der Versenkung verschwinden müssen. Die Sache würde es sich verdienen, offen erörtert und nicht bloß stiefmütterlich behandelt zu werden.

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meine Sprache
Mir ist meine Sprache und meine Kultur "heilig" und mein Arbeitsplatz. Sowohl Wirtschaft als auch Kultur sind mit Österreich besser geschützt, als unter Italien.

@Otto, mit der Verwöhn-Autonomie hast du natürlich recht.
Auch wenn es sie nicht gibt oder nicht gäbe, so wurde sie doch von der Politik herbeigeredet.
Die Leute glauben sie lebten im Paradies, vergessen aber, dass sie nach Innsbruck einkaufen fahren, damit sie sich das Leben leisten können.
Die Südtiroler Politiker müssten natürlich von ihrem hohen Ross runtersteigen. Das ist nämlich der springende Punkt.
Die beste Lösung wäre: Tirol von Kufstein bis Salurn, und alle werden gleichbehandelt, wobei die Südtiroler aber auch auf ihre Provinz-Privilegien verzichten müssen, die sie bisher haben.

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10. Bundesland
Gemessen an BIP und Wirtschaftsleistung und an den Bestimmungen des Österreichischen Finanz- und Lastenausgleichgesetzes würde ein theoretisches neues 10. Bundesland Süd-Tirol der Zukunft immer noch zu den klaren Netto-Zahler-Ländern gehören, neben Tirol, Vorarberg, Salzburg, Ober-Österreich, Wien usw. Diese Abgaben sind aber sehr gering, verglichen an dem, was man in ähnlichen Verwaltungseinheiten in anderen Staaten den Landesregierungen abverlangt, und würden wahrscheinlich nicht größer sein, als das, was heute Südtirol ohnehin nach Rom ( 10% des Steueraufkommens)abliefern muss. Eine Landeseinheit kann aber nie in Geld umgerechnet werden, wieviel sie wert sein könnte, genauso wie andere Werte die einem Menschen u.U. heilig sind.

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mhhh...
aber müssten nicht dann auch alle österreicher gefragt werden ob sie uns überhaupt wollen? weil es gehen ja dann auch österreichische steuergelder nach südtirol... glaube nicht dass da viele eine freude haben werden...

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@ Otto
Alle Antworten auf Ihre Fragen finden Sie, wenn die den geltenden Cossiga-Gesetzesentwurf zu Selbstbestimmung Südtirols im Römischen Senat lesen. Es muss wohl auf der Seite des Senats zu finden sein, glaube ich zumindest. Dieser Entwurf wurde im Mai 2008 erneut im Senat vom Altpräsidenten eingebracht. Abgestimmt sollte nach diesem Gesetzesentwurf in der AP Bozen Südtirol über die Frage werden, wollen die Süd-Tiroler die Selbstbestimmung, Ja oder Nein. Mehr Wahlmöglichkeiten gibt es da nicht. Wenn die Selbstbestimmung in so einer Abstimmung der südtiroler Wähler verneint werden sollte, ändert sich an der Autonomie nicht viel, Italien wird argumentieren können, Südtirol ist in diesem land als Alto Adige angekommen. Wenn aber die Frage nach der Selbstbestimmung vom Wahlvolk Südtirols bejaht werden sollte, dann sieht der Gesetzesentwurf Cossigas folgene Wahlmöglichkeiten, entweder Rückkehr Süd-Tirols zum Vaterland Österreich oder die Gründung eines Freistaates Südtirol. In diesem Fall müssten beide Signatarmächte des Pariser Vertrages Wien und Rom jeder dieser Alternativen zustimmen. Bei Rückkehr zu Österreich können wahrscheinlich die Süd-Tiroler zwischen der Option der Landeseinheit zwischen Nord-Süd-Ost Tirol oder der Gründung eines neuen 10. Bundeslandes in Österreich frei wählen. Das liegt allein zuerst an den Süd-Tirolern selbst, diese Frage frei und demokratisch wohl in einer zweiten Abstimmung zu entscheiden. Ich vermute außerdem, Dr. Helmut Kritznger meinte im Österr. Bundesrat vor allem, so lange Süd-Tirol nicht die Frage der eigenen Selbstbestimmung frei beantworten kann, sollte es als 10. assoziertes Bundesland angesehen werden. Damals im Juni 2008 hat der amtierende LH von Südtirol vor dem Bundesrat in Wien eine wichtige Rede gehalten. Vor diesem parlamentarischen Gremium dürfen aber nur Österreicher sprechen oder Reden halten. Der LH Luis Durnwalder bezeichnet bekanntlich die Südtiroler als österreichische Minderheit in Italien, und aus diesem Grund ist wohl diese Bezeichnung Südtirols als 10. Bundesland vom damaligen Präsidenten des ÖBR DR. Kritzinger so gewählt worden.

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@marc antonius
abgesehen davon, dass der bundesrat und sein präsident in österreich recht herzlich wenig bedeutsam sind, nennt kritzinger genau den springenden punkt: er spricht vom 10. bundesland, und nicht von einem, vereinten, einzigen tirol (und damit nur von einem größeren 9. bl.)! damit wären also nt + st noch nicht vereint.

ich glaube auch, dass sich aufgrund der in den letzten 30 jahren gewachsenen verwöhnautonomie für die südtiroler, zwischen den beiden (theoretisch) zukünftigen bundesländern tirol (9. + 10. bundesland, wie gesagt), eine so innbrünstige neidsituation herausbilden würde, dass es die nordtiroler zuerst wären, die sich die südtiroler zum kuckuck wünschen..

und glaubt der m.a. wirklich, dass die südtiroler politiker von ihrem hohen ross heruntersteigen möchten?
(auch wenn das natürlich kein grund wäre, experimente zu vermeiden)

es hat in diesem blog immer noch niemand erklärt, was wirklich abgestimmt werden soll und was ein ergebnis der abstimmung sein könnte.

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Neues 10. Bundesland
Ich glaube, das war Dr. Helmut Krietzinger der Vorsitzende des Österreichischen Bundesrates in Wien sagte, also der Ländervertretung, der einmal im Monat Mai oder Juni 2008 meinte, Südtirol ist jede Zeit in Östereich als neues 10. Bundesland herzlich willkommen, das gilt immer noch. Dieses Amt ist eines der wichtigsten der Republik, also das muß schon was heißen, wenn der Vorsitzende des BR solche Äusserung trifft. Was Österreich betrifft, so versuchte Italien schon immer die Bande zwischen Süd-Tirol und Vaterland zu schwächen und zu relativieren, damit die Süd-Tiroler nur ja nicht auf den Gedanken der Wiedervereinigung mit dem BL Tirol oder mit Vaterland Österreich kommen. Dieser Wunsch war und ist nur bei der deutschsprachigen und ladinischen tiroler Bevölkerung vorhanden, aber nicht bei den Welsch-Tirolern, und man sollte es auch dabei belassen. So gut wie alle erwachsenen Bürger der heutigen AP Bozen haben z.B. damals 1946 trotz massivster Behinderung durch Italien die Selbstbestimmungpetition mit der Forderung nach Landeseinheit und Rückkehr des landes Tirol südlich des Brenners zu Österreich an den dmaligen Bundeskanzler Leopold Figl unterschrieben und diese im Mai 1946 in Innsbruck feierlich übergeben. Damals war die Zeit für die Selbstbestimmung sogar relativ günstig, da viele Fragen aus der Konkursmasse des italienischen Faschismus noch nicht beantwortet und geklärt waren, z.B. die Frage der staatlichen Zugehörigkeit der Freien Stadt Triest, aber auch die von Süd-Tirol. Die Allierten in London und Paris waren klar für die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler, die Amerikaner wieder wie 1918/19 dagegen, weil sie mit Italien auf Kosten des Selbstbestimmungrechtes der Völker mit Süd-Tirol Kuhhandel betrieben haben. Nord-Tirol war damals französische Zone, Ost-Tirol eine britische, Süd-Tirol eine amerikanische Besatzungszone und dabei ist es später auch geblieben, die Amerikaner haben die Macht in Süd-Tirol 1946 an iotalien übergeben, wo die alten über Nacht zur Demokratie bekehrten Verweigerer der Selbstbestimmung diesmals in Zivil weiterhin diesem Land dieses Völer- und Menschenrecht verweigert haben und diesr Umstand dauert bis zum heutigen Tage immer noch an. Dabei sind die allgemeinen Bestimmungen des Völkerrechtes, der UNO-Charta, der Menschenrechtskonventionen, der Helsinki-Akte von 1975 ziemlich eindeutig, das Selbstbestimmungrecht gilt auch für die Bevölkerung in der AP Bozen Südtirol ohne Zeitlimit, solange diese Frage gestellt wird. Es ist auch bekannt, dass Italien all diese Akte und Konventionen des internationalen Rechtes wohl der "bella Figura" wegen unterzeichnet und ratifiziert hat. Dennoch, der erste Kanzler der zweiten Republik Figl glaubte, die Selbstbestimmung wird früher ode später kommen, wenn das Vaterland und die legitime politische Vertretung der Süd-Tiroler selbst ohne Zeitlimit daran politisch festhalten, und es unbeirrt wollen werden. Seitdem ist in Österreich alles was Süd-Tirol betrifft sog. "Herzensangelegenheit" jeder Bundesregierung in Wien. Österreich konnte 1946 nicht eine Rückkehr Süd-Tirols zum Vaterland erreichen, aber es konnte wenigstens den "Pariser Autonomie-Vertrag" mit Rom ausverhandeln, der Südtirol zum ersten mal in der Geschichte nicht mehr zum Objekt der italienischen Politik, sondern zum Subjekt des Völkerrechtes, mit einem starken Mitspracherecht Österreichs als Schutzmacht und mit der UNO als Schiedsinstanz in allen Schtreitfragen mit Rom. Diesem Akt des Völkerrechtes, der österreichischen Diplomatie, der UNO, dem Kampf der Süd-Tiroler selbst um Autonomie und Selbstbestimmung, verdankt man den Umstand, dass diese 1946 so feierlich versprochene Selbstverwaltung und Autonomie zwar lückenhaft aber doch zwischen 1972 bis 1992 von Italien umgesetzt wurde. Seitdem sind wieder 16 Jahre vergangen. In ganz Europa hat es in den letzten 20 Jahren gewaltige Veränderungen gegeben, die eine weitreichende und neue Interpretation des klassischen Selbstbestimmungrechtes der Völker unter heutigen geopolitischen Bedingungen in Europa auch in Süd-Tirol ermöglichen. Das haben manche "Staatvölker" auch in den alten EU-Ländern klar erkannt und fahren seit Jahren eine klare Selbstbestimmungpolitik, sei es in Schottland oder Flandern. In Belgien z.B. wartet man wieder einmal mit der Selbstbestimmung der Flamen bis zur Europawahl im Juni 2009. Danach ist in diesem Land wieder einmal alles möglich, so wie bereits 2008, als es in Belgien fast zur Scheidung zwischen Flandern und Wallonien nach dem Beispiel der Tschecho-Slowakei von 1993 kam, diesmal aber in Belgien. Dieses Land ist schon sehr lange so gut wie unregierbar geworden, weil beide Länder schon lange verschiedene Wege gehen wollen. Nur als Staatsräson will man noch dieses Königreich um jeden denkbaren politischen Preis als Feigenblatt noch weiter haben, koste was es wolle. Für 2011 ist für Schottland ein Referendum zur Frage der Selbstbestimmung bereits fix eingeplant, solche Schritte in Richtung Selbstbestimmung sind auch für Katalonien und Baskenland ebenfalls vorgesehen. Die nächsten Jahre werden also in dieser Frage in Europapolitik sehr spannend sein, aber auch in Italien in diesem Land zwischen Nord-Afrika und Mittel-Europa. Auch hier sind gewaltige Fortschritte in der Frage der Selbstbestimmung denkbar, wenn das Völker- und EU-Recht einmal ein Übergewicht über Nationalrecht bekommen sollte. Damit man aber einmal auch in Süd-Tirol die Selbstbestimmung ausüben kann, muss man schon jetzt den Pariser Vertrag weiter denken und heutigen modernen Zeiten anpassen. Das geschieht aber aus Bequemlichkeit nicht. Die Landespolitik der AP Bozen ist in dieser Frage heute leider meiner Meinung nach im Jahre 1992 politisch stehen geblieben und kann sich bis heute keine weitere Entwicklung zur vollen Ausübung der Selbstbestimmung des Landes immer noch nicht vorstellen. Dabei zeigen die meisten Beisiele der Selbstbestimmungen der letzten 20 Jahre, dass sie im höchsten Grade notwendig waren, und dass sie den betroffenen Ländern und Völkern nicht nur ihre volle Selbstbestimmung, sondern zugleich einen zivilisatorischen Schub sondergleichen gebracht haben. Die ehemaligen Länder des verblichenen Ostblocks sind heute bereits Lichtjahre im Vergleich zu ihrer alten politischen und wirtschaftlichen Lage im positivsten Sinne von den alten Standards entfernt. Manche von ihnen haben sogar in sehr vielen Statistiken die alten Länder der EU wie Italien, Spanien, Portugal oder Griechenland bereits abgehängt. Das konnte nur Dank der erfolgreichen Selbstbestimung geschehen und davon hat natürlich auch ganz Europa als ganzes sehr stark profitiert. Heute warten wir noch auf den vorläufig letzten Akt der Selbstbestimmung in den alten EU-Ländern der sog. Minderheiten, die im eigenen Land keine sind, und auch davon wird ganz Europa einmal nur sehr stark profitieren können. Nicht die Pfennigfüchserei und homeopathische Medizin in der Selbstbestimmungfrage der Völker werden Europa weiter zivilisatorisch voranbringen, sondern eine Politik, die das Völker- und Menschenrecht achtet, natürlich auch in Süd-Tirol. Man kann Italien mit der Selbstbestimmung der AP Bozen nicht politisch überfordern, aber man darf ganz sicher diese Frage gerade heute und morgen diesem Staat stellen, und auch eine demokratiepolitisch glaubwürdige Beantwortung anmahnen. Was die Rechte der ethnischen sog. "Minderheiten" betrifft, die im eigenen angestammten Land keine sind, so steht da überhaupt der Europagedanke auf dem Spiel. Wieviel kann der Völkergemeinschaft wert sein, wenn man anderswo in Europa, z.B. am Balkan selbstbestimmungwillige Völker mit der Lupe sucht, denen man unbedingt Selbstbestimmung ermöglichen möchte, aber wenn es z.B. um Süd-Tirol geht, da sieht man nach bevor keinen Handlungsbedarf. Der ist aber nicht vorhanden, weil die Landespolitik in Bozen ihn nicht anmeldet, und weil sie diesen Wunsch für politisch unrealistisch hält. Dass die Bevölkerung instinktiv weiterhin in Tirol zwischen Salurn und Kufstein die Landeseinheit will, oder eine solide Anbindung der AP Bozen Südtirol an das Vaterland Österreich, das steht ausser Frage. Da kann man nur den amtierenden LH von ST zitieren, der 2006 einmal meinte, nach einem halben Jahr der Vorbereitung der Süd-Tiroler, würde die absolute Mehrheit der Menschen für die Rückkehr des landes zu Österreich stimmen. Wahrscheinlich in Form der Tiroler Einheit oder als neues 10. Bundesland. Man darf in diesem Fall wieder an die Petition der Südtiroler Bürgermeister von 2006 eben an diesen oben erwähnten BR in Wien erinnern, "1946-2006, 60 Jahre Friedensvertrag und Verweigerung der Selbstbestimmung für Südtirol". Wer diese Selbstbestimmung den Süd-Tiroler bis heute vorenthält ist auch klar. Dabei geht es natürlich nur um eine demokratisch glaubwürdige Beantwortung dieser Frage, so wie das vielleicht der italienische Altpräsident Francesco Cossiga dies in seinem "Südtiroler Selbstbestimmung-Gesetz" 2006 und 2008 auch national und international vorgeschlagen hat. Dem müsste sich wohl nur noch die Landesregierung in Bozen anschliessen und gemeinsam mit dem Vaterland und mit Rom ein denkbares Konzept der Klärung der Selbstbestimmungfrage ausarbeiten. So lange das nicht geschieht, wird sich jede Seite auf die andere ausreden können und alles bleibt wie es ist, bis irgendwann vielleicht der Druck aus der Bevölkerung selbst zu groß sein wird und die Landesregierung handeln wollen wird, vielleicht wie bei der Wiederherstellung der Landeseinheit eines anderen geteilten Landes in Mitteleuropa 1989/90, das als Kriegsbeute über viele Generationen einer Fremdbestimmung ausgesetzt war.

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Fragen
Meine Antworten:
1. Der größte Teil von Tirol ist 1919 von Italien annektiert worden. Das annektierte Gebiet teilt sich heute in Süd-Tirol und Trentino (Welsch-Tirol). Meiner Meinung nach soll es um Völkerrecht bzw. um Selbstbestimmung gehen und nicht wieder um Gebietsgewinne.
Jeder bistimmt selbst was er will. Die Süd-Tiroler und die Trentiner. Ob die Trentiner allerdings für Österreich stimmen würden, bezweifle ich sehr. Aber das soll ihre Sache und Ihre Entscheidung sein.
2. Ich denke, es dürften nur die Süd-Tiroler und Trentiner abstimmen. Denn diese sind gegen ihren Willen annektiert worden. Wie gesagt, das sollten die Trentiner selbst entscheiden.
3. Wählerstimmen haben kein ethnisches Gewicht.
4. Lassen wir die Kirche im Dorf. Innsbruck ist und bleibt Landeshauptstadt. Man kann den Nordtirolern nicht noch ihre Landeshauptstadt nehmen.
5. Der mehrheitlich deutschsprachige Teil Tirols, d.h. Süd-Tirol gehört zu Österreich (ethnisch).
Klar muss man Österreich fragen, aber ein Staat hat die Pflicht sein Volk zu schützen und aufzunehmen. Österreich hat Durnwalder bereits eingeladen mit: „Willkomen im 10. Bundesland“.
6. Eigenstaatlichkeit: Österreich hätte, zumindest aus moralische Sicht, die Pflicht Süd-Tirol wieder in seinem Staat aufzunehmen. Sollte Österreich wirklich nicht wollen, was ich mir nicht vorstellen kann, täte Süd-Tirol gut daran, sich auf jeden Fall von Italien loszureißen und sich selbständig zu erklären.

@Stefan R.
Sind dir die Argumente ausgegangen, dass nur mehr mit Zynismus und Intoleranz daher kommst? Wenn du die Wiedervereinigung Tirols nicht erleben willst, dann erhänge dich an einem italienischen Fahnenmast.

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Wiederherstellung:
@marcus antonius
1.wenn also von "wiederherstellung der historischen einheit" gesprochen wird, MUSS das trentino mitgenommen werden, denn eine einheit von nur nt + st gab es nicht.
2. eine herstellung der einheit von nt + st heisst implizit dass:
- entweder österreich beide als neues bundesland annimmt (denn st als 10. bundesland würde ja der einheit widersprechen)
- oder, wenn das nicht der fall ist (weil ich nicht sicher bin, dass österreich partout an einer rückkehr st interessiert ist), dass BEIDE, nt und st zusammen einen freistaat gründen müssen. dazu müssen aber auch die nordtiroler sich von österreich lossagen. dass aber dies ein wunsch der nordtiroler ist, davon bin ich nicht überzeugt.

3. ich denke, die stets gestellte frage nach der selbstbestimmung südtirols ist noch nie wirklich zu ende gedacht worden. weder von der svp noch von anderen.

4. es bleibt die italienische bevölkerung südtirols, die nunmehr seit 3 bis 4 generationen hier lebt, sich zu 98 % nicht mehr als besatzer, sondern als heimatberechtigte sehen. sie müssen in die entscheidung eingebunden werden, weil sonst a)eine eskalation stattfinden würde und b) die internationale gemeinschaft kaum zu hilfe käme. jene friedlichen abtrennungen, die wir in den letzten 20 jahren in europa erlebt haben, waren stets auch international anerkannt und letztlich unterstützt.

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Wahlmöglichkeiten
Die erfolgreichste Methode die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler in die Irre und in eine politische Sackgasse zu führen, ist so viele Alternativen dazu aufzuzeigen und Fragen sonderzahl zu stellen, oder sie sogar auf einem Stimmzettel stehen lassen zu wollen. Eine ethnische Selbstbestimmung kann in Süd-Tirol nur nach ethnischen, kulturellen und sprachlichen Kriterien stattfinden, sowie nach dem international anerkannten Völkerrecht und Menschenrechtcharta der UNO, bzw. Helsinki-Akte. Das bedeutet, eine gegen ihren ausdrücklichen Willen seinerzeit annektierte Bevölkerung in ihrer seit Menschengedenken angestammten Heimat hat das Menschen- und Völkerrecht auf der eigenen Seite, dazu ohne Zeitlimit, diese Frage der Macht der Fremdbestimmung immer wieder aus neue zu stellen und eine demokratisch glaubwürdige Klärung dieser Frage von dieser Macht und von der Welt klar und deutlich zu fordern. Noch nie hat jemand in Europa etwas von einer Bewegung der Selbstbestimmung im italienischsprachigen Trentino gehört, also in der AP Trient. Die Frage der Selbstbestimmung beginnt dort, wo die Grenzen der AP Bozen Südtirol sind. Die deutschsprachigen Tiroler südlich des Brenners haben den eigenen Selbstbestimmungwillen immer wieder in der ganzen Geschichte seit der Teilung Tirols unmißverständlich, klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, nicht aber die Menschen in der benachbarten alt-tiroler Provinz Trient. Man sollte daher nicht versuchen, etwas künstliches herbeizureden, was es nicht gibt, nämlich eine Selbstbestimmung der Trentiner Tiroler und diese nicht vorhandene Selbstbestimmung in eine kausale Beziehung zur Selbstbestimmung der Süd-Tiroler zu zwängen. So ein Abhängigkeitsverhältnis gab es nie, gibt es nicht auch heute und wird es wohl nie geben. Die politisch-ideologische Ausrichtung der Frage der Selbstbestimmung der deutschsprachigen Süd-Tiroler beinhaltet die Fragestellung nach der Klärung der nach bevor offenen Frage der Selbstbestimmung der deutschsprachigen Süd-Tiroler und als Folge dieser Klärung, sollte sie einmal bejaht werden können, die Wiederherstellung der alten Landeseinheit zwischen dem BL Tirol und der AP Bozen Südtirol, oder die Gründung eines neuen BL Süd-Tirol im Vaterland aller Tiroler selbst, die in Österreich ihr Vaterland sehen. Andere mögliche Optionen gibt es nicht und nur für so eine mögliche politische Alternative wird man für Süd-Tirol aus demokratiepolitischen, historischen, kulturellen, sprachlichen und ethischen Gründen alle Sympathie der freien Welt in Zukunft haben können. Nicht das Vaterland Österreich verhindert die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler, sondern dieser Staat, der mit Gewalt, diplomatischen Verrat und Betrug vor 90 Jahren die über 600 Jahre lange Einheit und Zugehörigkeit auch des heutigen Süd-Tirol zu Österreich, dieses in seiner Geschichte nie geteilten Paßlandes auf beiden Seiten des Alpenhauptkammes, zerbrochen hat. Eine Überwindung dieser Teilung in Nord-Süd-Ost Tirol scheint erst in unserer Zeit zum ersten mal in der ganzen Geschichte überhaupt, wage aber doch in Hinblick auf die gesamt europäische Entwicklung, doch möglich geworden.

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Fragen:

also rein technisch hätte ich da ein paar fragen:
1.es wird von wiederverinigung geredet. tirol ging bis 1918 von kufstein bis ala: ist also das trentino in die vereinigung einzubeziehen? gerade wo hier so viel von geschichte tirols geschrieben wird, gehörte das trentino ja sicher zum neuen konstrukt dazu.
2. in welchem der drei landesteile würde eine abstimmung veranstaltet: in allen drei, weil ja alle drei davon betroffen sind; oder nur in südtirol und im trentino. oder überhaupt nur in südtirol?
3. würde die abstimmung nach ethnischen gruppen erfolgen? würde man die zustimmung jeder der drei ethnien mit jeweils eigener mehrheit verlangen? könnte eine ethnie überstimmt werden?
4. wenn von (wieder)vereinigung gesprochen wird, heisst das, dass wir nachher nur eine landeshauptstadt haben werden. ist das ibk, bz, oder tn?
5.muss nicht auch österreich gefragt werden, ob es das vereinte konstrukt überhaupt will? (es wird oft von "rückkehr" zu österreich gesprochen)
6. wenn österreich es nicht will und also eine eigenstaatlichkeit angestrebt wird: welche landesteile (nt, st, tn) gehören dazu?

wie lautet also die eigentliche frage, die am stimmzettel steht?
fragen über fragen....
gibt es da (fundierte, realistische antworten?

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@stefan.r
Hast Du denn keine Träume mehr für die es sich lohnt zu kämpfen, sie zu verwirklichen zu wollen? Ein langweiliges Leben mußt Du dann wohl haben...
Tirol isch lei oans!

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Antwort an Stefan R.:
Wie sagte schon der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King:"I have a dream!" Heute ist ein Afroamerikaner Präsident von den USA!!! Träume sind dazu da um in Erfüllung zu gehen und nicht nur Träume zu bleiben!!! Die gebürtigen Groß-Tiroler/Österreicher in Süd-Tirol scheiden langsam aus dieser Welt und kehren zu Gott heim! Es liegt an uns, Tirol wiederzuvereinigen und zu unserem Vaterland zurückzukehren! Hoffentlich erlebt diese Generation das noch! Nichts ist unmöglich!!!

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Selbstbestimmung 2009
In allen Umfragen wollen vor allem die jungen Menschen in Tirol zwischen Salurn und Kufstein die glaubwürdige und demokratische Wiederherstellung der alten von Italien 1918/19 zerbrochenen Landeseinheit. Es ist auch klar warum, die jungen Menschen kennen heute nur ein Europa der Freiheit, Demokratie und Menschenrechte, und wollen nicht einsehen, warum diese Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler weiterhin von Italien so massiv ohne logischen Grund behindert wird. In ganz Europa gehen heute die Uhren in dieser Frage anders, von Schottland bis Flandern und Katalonien, von Ost- und Süd-Ost Europa ganz zu schweigen. Nur Rom betreibt noch in dieser Frage das alte kontraproduktive Spiel des ethisch-demokratiepolitischen Relativismus. Nach dieser Auslegung des Selbstbestimmungrechtes ist die Selbstberstimmung überall dort in Europa wünschenswert, wenn sie nicht Italien selbst betrifft. Man darf Italien in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass die Süd-Tiroler von Anfang dieser Fremdherrschaft an dem italienischen Machtanspruch in der eigenen näheren Heimat im deutschsprachigen Land Tirol südlich des Brenners in unterschiedlichsten Petitionen und anderen Willensbekundungen klar und geschlossen widersprochen haben, das letzte mal erst 2006 in der Selbstbestimmung-Petition der südtiroler Bürgermeister an den Österreichischen Nationalrat in Wien. Die jungen Tiroler und Tirolerinen in Süd-Ost und Nord wollen aber in heutigen Zeiten als Geschwister in Eintracht in einem gemeinsamen und wiedervereinten Land Leben, und fühlen instinktiv, dass dies keine leere Wunschvorstellung ist, sondern eine historische Aufgabe der Wiederherstellung der alten bis 1918/19 über 600 Jahre langen Landeseinheit, die an alle Tiroler und damit an alle Österreicher und Alt-Österreicher in Süd-Tirol gerade in unserer Zeit von der Zeitgeschischte als gemeinsame patriotische Aufgabe klar gestellt wird. Wer, wenn nicht gerade die Jugend überall in Tirol hat das moralische Recht dieses Recht mit ihrem jugendlichen Drang und ihrem Ethusiasmus zu fordern? Man darf nur der Vorsehung für diese Goldene Tiroler Jugend vor allem in Süd-Tirol nur demütig danken, es ist wahrlich ein Geschenk des Himmels. Wer die Jugend für sich gewonnen hat, dem gehört die ganze Welt, auch hier und in dieser Zeit in Tirol. Die Befürworter der Selbstbestimmung Süd-Tirols wollen nicht mehr den Umstand akzeptieren, dass eine 75% starke süd-tiroler Bevölkerungsmehrheit weiterhin der aufgezwungenen Fremdherrschaft ohne Zeitlimit ausgesetzt wird, und der Staat der Fremdbestimmung sieht weiterhin wie vor Jahr und Tag in diesem Land keine Notwendigkeit der Klärung der Frage der Selbstbestimmung. Dieses Recht hat einmal Italien von der Völkergemeinschaft 1954 in Hinsicht auf die Rückkehr der Freien Stadt Triest zu Italien bekommen, will aber eine ähnliche Lösung für dieses kleine Land Tirol südlich des Brenners, eine der vielen 130 Provinzen dieses Landes immer noch nicht zulassen und akzeptieren. Wir leben heute im Jahre 2009, eine Militärgrenze gegen das kleine neutrale Österreich ist schon seit vielen Jahrzehnten ein Anachronismus sondergleichen! Diese Präsenz schützt nicht Italien, sondern sollte wohl jede politische Bewegung der Süd-Tiroler in Richtung Selbstbestimmung verhindern, sie schützt also die Süd-Tiroler vor ihrer Selbstbestimmung. Dazu gibt es genug Beispiele von Autonomien in West-Europa, die genauso lang demilitarisiert sind, wie lange sie eigentlich existieren, wenn man da an von Schweden bewohnte Aland-Inseln in Finnland denkt, oder an die dänischen Färöer-Inseln im Nord-Atlantik. Auch in dieser Frage könnte die Landesregierung in Bozen Fortschritte andenken, nämlich, dass die Militärgrenze an die Grenze zwischen dem Land Trentino und Süd-Tirol verlegt wird. Das ist schon lange in West-Europa und in der EU die gängliche Praxis in solchen Fällen. Heute zeigt es sich immer deutlicher, dass die Menschen in der eigenen näheren Heimat in einem neuen wiedervereinten Land Tirol leben wollen. Das ist ein Menschenrecht und man kann es nicht wegverhandeln oder wegdiskutieren, auch wenn es in diesem Land Süd-Tirol Menschen gibt, die mental in einer Zeit in Europa vor dem Fall der Berliner Mauer mental zurückgeblieben sind, und glauben, auch hier kann man den Menschen das Recht auf die eigene ethnische Selbstbestimmung bis in alle Ewigkeit verweigern und das Land nach dem Beispiel einer Autonomen Muster-Kolchose weiter verwalten. Es hat sich in letzten Jahren und Jahrzehnten überall in Europa bewahrheitet, dass das Recht auf eigene ethnische Selbstbestimmung und das Licht der Freiheit und Hoffnung auf ein Leben ohne Fremdherschaft zum Schluß über noch so tiefe Nacht der Fremdebestimmung siegen wird. Hoffen, beten, arbeiten wir auch intensiv daran, dass dies auch einmal in diesem kleinen Land Süd-Tirol der Fall sein wird!

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Viel Spass beim traeumen noch. Niemand, der heute lebt, wird die von euch angestrebte Sezession erleben. Vielleicht werdet ihr euch ja an meine Worte erinnern.

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In Südtirol
In Südtirol bestimmt leider Durnwalder und die SVP die öffentliche Meinung. Durnwalder diktiert, die SVP macht mit und die Dolomiten schreibt.
Durnwalder und die SVP entmündigen die Süd-Tiroler, indem sie ihnen die Selbstbestimmung, das wichtigste Grundrecht jeder Volksgruppe, konsequent verweigern. Sie lassen nicht einmal eine Diskussion zu.
Der 1. Weltkrieg ist vorbei! Wir leben in einer europäischen Union ohne Kriege. Italien braucht keine Militärgrenze zu Österreich. Es ist Zeit mit dem Völkerschacher des 20. Jahrhunderts ein Ende zu machen. Die Süd-Tiroler sind keine Kriegsbeute Italiens und kein benutzbares Stimmvieh für die SVP. Sie sind die österreichische Minderheit und haben ein Recht auf Selbstbestimmung und auf die Wiedervereinigung mit Tirol und Österreich.
Kein falsches Mitleid mit Italienern. Sie sind in unser Land eingedrungen, bescherten uns eine Diktatur, haben unsere Heimat italienisiert und verweigern uns noch immer die Selbstbestimmung. Welcher unschuldig Gefangene hat Mitleid mit seinem Richter?

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Die Selbstbestimmung kommt!
Dass sich fast drei Viertel der bis 20-jährigen für ein Tirol aussprechen, ist wegweisend. Der jungen Generation gehört die Zukunft. Wer Kinder hat, wird dem sicher nicht widersprechen wollen.

Jetzt noch eine intelligent, modern angelegte Aufklärungs- bzw. Werbekampagne im Obama-Stil, und Süd-Tirols italienische Zugehörigkeit mit Alpini, Carabinieri, Tedeschi di Merda-Schmierereien, Siegesdenkmal etc. werden bald nur noch in Geschichtsbüchern nachzulesen sein.

Dazu ist Geld notwendig…die Selbstbestimmung ist ins Zentrum des Fadenkreuzes gerückt. Es muss nur noch abgedrückt werden (z. B. per Enter-Taste für online-Spenden, und nicht wie früher der Abzug am Gewehr…).

Da wir im Jahr 2009 sind, würden auch etwaige faule Tricks von italienischer Seite schnell auffliegen und wirkungslos verpuffen, ja sogar beschleunigend wirken.

Und die italienische Minderheit in Süd-Tirol? In vielen deutschen und österreichischen Bundesländern leben heute weit mehr Italiener als in Süd-Tirol, und zwar ohne Schmierereien!, Reibereien oder Probleme. Warum soll das im vereinten Tirol anders sein?

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Dank an Schützen!
In diesem Zusammenhang sollte man besonders den Schützen vor allem in Süd-Tirol danken. Gerade sie haben in den letzten Jahren durch ihre konsequente patriotische Arbeit wesentlich dazu beigetragen, dass die Teilunggrenzen in den Köpfen der meisten Menschen in Tirol größtenteils verschwunden sind. Heute wird die Grenze zwischen Süd- und Nord-Ost Tirol vor allem als eine inner-tiroler Grenze empfunden und angesehen, die nur deswegen das deutschsprachige Land noch teilt, weil bis jetzt es nicht möglich war in Süd-Tirol frei und demokratisch glaubwürdig die so wichtige Selbstbestimmungfrage des Landes zu klären. Heute spricht man langsam aber ganz bestimmt nicht mehr von Süd- oder Nord- bzw. Ost-Tirolern, sondern einzig und allein nur von den Tirolern. Wir sind also der Verwirklichung des EINEN TIROL also nicht mehr weit. Auch immer mehr Süd-Tiroler definieren sich in unsererZeit in erster Linie als Tiroler und Östereicher und nicht mehr wie bisher als "nur" Südtiroler. Die Arbeit der Tirol Patrioten hat Gott sei Dank Früchte getragen, ebenso die Arbeit der politischen Parteien in dieser Frage, in erster Linie die großartige patriotische Arbeit der Süd-Tiroler Freiheit. Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber wie können die Zukunft besser gestalten, auch wenn wir die Teilung des Landes Tirol nie gewollt haben, und uns so lange Zeit mit dieser Teilung abfinden mußten. Sie ist imer noch ein Faktum, aber die Fremdbestimmung hat merklich an Boden stark verloren. Europa der Freiheit und Menschenrechte sei Dank darf wieder das zusammenwachsen, was in Tirol zwischen Salurn und Kufstein immer schon zusammengehört hat, und weiterhin zusammengehört. Die Wiederherstellung der Landeseinheit ist aber immer noch nicht geschehen, daher sollte man gerade aus Anlaß des Andreas Hofer- Jubiläumjahres 2009 dies von der Politik vor allem in Rom fordern. Wenn diese Landeseinheit zwischen Süd-Nord und Ost-Tirol in Bozen und in Innsbruck politisch klipp und klar gewollt wird, dann kann man ganz sicher mit der Unterstützung des gesamten Vaterlandes vieles an weiteren Fortschritten in dieser Frage errechen. Wenn auch der amtierende LH der AP Bozen heute meint, die Selbstbestimmung Süd-Tirols sei unrealistisch, dann kann man dem nur entgegnen, auch jede andere gelungene Selbstbestimmung in Europa seit 1989 seit dem Fall der Berliner Mauer bis 2008 war auch am Anfang unrealistisch gewesen. Sie ist nicht deswegen vorläufig unrealistisch, und nicht weil Rom diese Möglichkeit für Süd-Tirol nicht zulassen wird, übrigens für eine kleine seiner vielen 130 Provinzen, sondern weil sich die SVP allein immer wieder in dieser Frage mit der unnachgiebigen Position Roms ausreden will. Wenn einmal die SVP als die größte und bedeutendste Partei des Landes einmal die mentale Stärke besitzen sollte, um klaren Selbstbestimmungskurs in der lokalen, nationalen und internationalen Politik zu fahren, dann ist das sicher wie Amen in der Kirche, wir werden sie auch früher oder später die Selbstbestimmung für Süd-Tirol bekommen. Man sollte noch davor eindringlich warnen, dass die Befürworter der Selbstbestimmung in verschiedene Lager gespalten werden. Das erschwert nur die Klärung dieser Frage sehr und spielt den Verwaltern der Fremdbestimmung in die Hände. Zuerst geht es um die freie und demokratische Klärung dieser Frage wohl auf dem Wege einer Volksabstimmung, erst wenn man so weit ist, kann man in Ruhe darüber nachdenken, welche Form diese Selbstbestimmung erfahren sollte. In Anbetracht aller innen- und außenpolitischen Voraussetzungen und Paradigmen scheint mir persönlich nur eine einzige Variante in Frage zu kommen, die auch unter den heutigen Umständen praktikabel genug erscheint, und das ist die Forderung der Klärung der Frage der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler selbst auf einem demokratischen Wege in einer Abstimmung, so vielleicht, wie das der italienische Altpräsident Francesco Cossiga in seinem Gesetztensentwurf für Südtirol wieder 2008 vorgeschlagen hat, und in zweiter Linie die Forderung der Wiederherstellung der Landeseinheit in Tirol, u.U. mit dem Vorbehalt der Bildung eines neuen 10. Bundeslandes Süd-Tirol. Es gibt also jetzt oder bereits seit zwei Jahren eine klare gesetztliche Grundlage in Italien im Senat in Rom selbst für diese Selbstbestimmung der Süd-Tiroler. Die Regierung in Rom und die in den beiden Kammern des Parlamentes vertretenen politischen Parteien müssten dem nur zustimmen. Rom wird sich aber nur dann bewegen wollen, wenn auch Bozen diese Frage Selbstbestimmung für die AP Bozen stellen wird. Das würde bedeuten, die Klärung der Selbstbestimmung für Süd-Tirol, aber gleichzeitig auch eine breite Öffnung der Tiroler und Österreicher in Richtung italienische Kultur und Zivilisation zusammen mit den Süd-Tiroler, die bereits dieses Land und seine Kultur gut kennen. Gerade die kommenden Jahre werden in wirtschaftlicher Hinsicht sehr schwierig sein, da könnte Italien sicherlich eine nachhaltige finanzielle Hilfe aus dem deutschsprachigen Raum gebrauchen, wenn man es an die Bedingung der Klärung der Selbstbestimmungfrage für Süd-Tirol knüpfen wollte. In Anbetracht der schwierigen Geschichte des Landes bei Italien ist das eigentlich eine bescheidene Forderung. Eines ist nach bevor klar, das Vaterland wird diese Bewegung in Richtung der Ausübung der Selbstbestimmung außenpolitisch unterstützen wollen, wenn diese nur friedlich und demokratisch legitimiert verläuft. Die Frage danach kann aber heute nur die legitime und frei gewälte politische Vertretung der Süd-Tiroler stellen und das ist die Landesregierung in Bozen oder der Landtag der AP Bozen Südtirol. Die politischen Parteien der deutschsprachigen Opposition können die SVP auf diesem Weg nur begleiten und wertvolle Impulse setzten, aber diese Aufgabe kann natürlich wenn überhaupt nur die SVP bewältigen. Eine Umfrage der SVP aus dem Jahre 2006 mit dem Namen "Ihre Vision für Südtirol" besagt, dass 61% der Südtiroler eine Rückkehr des Landes zu Österreich dem status quo bevorzugen würden, nur zirka 20% wollen eine bessere Autonomie, der Rest würde die Lösung eines Freistaats wählen. Die Edelweißpartei könnte dem Land Tirol kein schöneres Geschenk gerade im Jahr 2009 machen, wenn auch sie wie seit Urzeiten nicht nur die Klärung der Selbstbestimmungfrage für Südtirol theoretisch fordert, sondern auch endlich in einer Zeit wo das auch ohne Wenn und Aber politisch möglich und praktikabel sein wird, eine konrete Politik der Selbstbestimmung und der Wiederherstellung der Landeseinheit fährt. Der amtierende LH Durnwalder sagte einmal, mit ihm wird es eine Selbstbestimmung nach dem Modell von Kosovo nicht geben, das ist schon klar warum, aber wenn man schon dort in der Gegend Anleihen machen will, dann es gibt doch z.B das montenegrinische Modell der Selbstbestimmung von 2006. Diese ist von der EU und damit von Italien unter klaren Bedingungen befürwortet worden, nämlich 2/3 Wahlbeteiligung und als Mindesmarke für die Ausübung der Selbstbestimmung 55% der Ja-Stimmern im Sinne der Selbstbestimmung. Vielleicht kann daher die regierende SVP mit diesem Lösungsansatz oder dem Beispiel der Selbsatbestimmung der dänischen Autonomie Grönland von Nov.2008 etwas anfangen, oder später mit der schottischen, flämischen oder katalonischen Selbstbestimmung der kommenden Jahre etwas anfangen? Wer aber zu spät kommt, den bestraft das Leben. Wenn man schon theoretisch die Klärung der Frage der Selbstbestimmung errechen will, dann wann, wenn nicht jetzt in dieser so politisch günstigen Zeit dieser Jahre? Der LH meinte aber auch unmißverständlich, wenn einmal die Selbstbestimmung in Südtirol stattfindet, dann wird wohl nur über die Frage abgesitmmt, entweder Verbleib bei status quo der Autonomie oder Rückkehr zum Vaterland Österreich, eine andere Variante gibt es nicht. Dazu wäre er sich sicher, dass die Süd-Tiroler nach einem halben Jahr der Vorbereitung in einer Abstimmung klar für die Rückkehr des Landes zu Österreich abstimmen würden. Das ist bis jetzt Theorie geblieben, man müsste bloß versuchen im Interesse des Landes Tirol südlich des Brenners gerade in diesem Jahr 2009 auch einen praktischen Nachweis dieser Behauptung in ganz Tirol zwischen Salurn und Kufstein anzutreten.

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Jedenfalls scheint es so daß es hier in Südtirol dringend Entwicklungsarbeit in Sachen vereintes Tirol braucht, denn 21% sind gegenüber den 49% aus Nord-Tirol eine Schande!
Klar ist auch daß viele Südtrioler sich um unsere italiener sorgen wenn es um das Thema zurück nach Österreich geht und sich deswegen dagegen entscheiden. Diese Sorgen sind meiner Meinung nach jedoch unberechtigt da ich den in Südtirol ansässigen Italienern ohne weiteres zutraue damit klarzukommen.
Wichtig ist aber auf jeden Fall daß Tirol zuerst in den Köpfen der Menschen zusammenwachsen muß und das erreicht man nur durch Gemeinsamkeiten!

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Umfrage
Umfrage in Nordtirol?

Und in Suedtirol?

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wie immer
heute stehts in der tt, doch morgen hat es jeder wieder vergessen. wie immer!! da das thema nicht kontinuierlich in den medien präsent ist.

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Mehr Befürworter
Da geht die Realität wohl an Landeshauptmann Durnwalder vorbei, wenn er behauptet, die Wiedervereinigung sei unrealistisch. In Nord- und Osttirol sind bereits beinahe 50% für eine Vereinigung Tirols. Und es werden immer mehr.
Die Jugendlichen interessieren sich eben weniger für Posten, Privilegien oder Machtkonstellationen. Sie wollen eine Zukunft und eine Heimat haben. Das ist auch der Sinn der Wiedervereinigung.
Konkrete Schritte für dieses Gedenkjahr wären, Durnwalder erarbeitet einen Selbstbestimmungsplan oder er macht seinen Platz frei für einen Politiker, der für Süd-Tirol eine Zukunft sieht.

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Mir kommt vor, es wird vieles geredet aber nicht vieles getan (ich kriege aber vielleicht nicht alles mit). Deswegen sollte es ein landteilübergreifendes, überparteiliches Gremium geben das Ideen zur gesellschaftlichen Gestaltung Gesamttirols entwickelt. Diese Ideen sollten dann von einem Projektleiter umgesetzt werden in konkrete Maßnahmen.

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Nicht nur politisch
Gesamttirol gestaltet man nicht nur politisch. Auch eine gesellschaftliche Gestaltung ist wichtig. gesellschaftliche Bausteine für Gesamttirol wären zum Beispiel: Eine Etappe der Deutschland Tour (für 2009 leider abgesagt) von Sölden nach Dorf Tirol, Österreich Rundfahrt bis Bozen, Tatort Sendungen aus Südtirol (Moritz Eisner wird sich was einfallen lassen dass er nach Südtirol kommt), Wetten dass aus Südtirol, ein Dokumentarfilm über das Leiden der Südtiroler ähnlich wie die Flucht (http://www.daserste.de/dieflucht/).
Eine Internet Domain Name für ganz Tirol (http://www.xyz.tir). Auch Flandern plant jetzt für diese Region eine andere Domain Name statt das Belgische .be. Alles im Gedenkjahr 2009 !!

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Endlich eine gut durchgeführte Umfrage die zeigt was die Tiroler fühlen wenns um unsere Heimat geht!!!
Es wäre aber auch an der Zeit in Südtirol eine derartige Umfrage zu starten und dann endlich konkrete Schritte zu unternehmen. Denn durch andauernde Meinugsumfragen und Unterschriftensammlungen die dann nichts bringen wird nur die Geduld der Menschen strapaziert und höchstens eine Abstumpfung diesem Thema gegenüber erziehlt!