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Trenitalia will Zweisprachigkeit aufheben: NEIN zur Aufgabe unserer Autonomierechte!

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet die Forderung von Trenitalia, die Zweisprachigkeitsbestimmungen in Süd-Tirol außer Kraft zu setzen, als inakzeptabel. Trenitalia ist heute schon nicht in der Lage, der Verpflichtung zum Gebrauch der deutschen Sprache in den Zügen flächendeckend nachzukommen, wenn zukünftig nur mehr italienischsprachiges Personal angestellt würde, käme es zu einer weiteren Verschlechterung.

Es ist blanker Hohn, dass die Forderung nach Abschaffung der Zweisprachigkeitsbestimmungen ausgerechnet von einem Süd-Tiroler Trenitalia-Vertreter kommt, noch dazu am internationalen Tag zum Schutz der Muttersprache. Wenn Trenitalia die Zweisprachigkeitsbestimmungen abschaffen will, so fordern sie dies nicht, um zukünftig nur mehr deutschsprachiges Personal anzustellen, sondern, um nur mehr rein italienischsprachiges Personal einzustellen.

Dass Trenitalia immer schwerer Personal findet, liegt nicht so sehr an den Zweisprachigkeitsbestimmungen, als vielmehr an den miserablen Arbeitsbedingungen und den chaotischen Zuständen bei Trenitalia.

Die Süd-Tiroler Freiheit warnt in diesem Zusammenhang auch vor einer Kettenreaktion. Mit demselben Argument des Personalmangels könnten zukünftig auch Polizei, Gericht, Rettungskräfte, Gemeinden usw. eine Aufhebung der Zweisprachigkeitsbestimmungen fordern. Dies hätte zur Folge, dass das Recht auf Gebrauch der deutschen Sprache in Süd-Tirol de facto abgeschafft würde.

Gegen diese Aushöhlung der Autonomie wird sich die Süd-Tiroler Freiheit mit allen Mitteln zu Wehr setzen und fordert von der Landesregierung ein unmissverständliches Bekenntnis zur Zweisprachigkeit.

 

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.

 

O-Ton zur Forderung von Trenitalia:

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man muss sich die frage stellen, ob der weg der autonomie vielleicht eine sackgasse ist, an deren ende sich eine mauer befindet und wie weit es noch zu dieser mauer ist? diese mauer - so es sie gibt - gilt es letztenendes zu demontieren und die dahinter liegende straße, die in die richtige richtung weist, zu ende zu gehen.
italien wird südtirol immer nur als dorn im auge wahrnehmen und die autonomie beschneiden und unterwandern wann immer es möglich sein wird, wann immer WIR es zulassen werden. RG