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Traminer Gemeinderat gegen Herabsetzung der Promillegrenze

gemeinderaete_tramin_200.JPGGegen eine Herabsetzung der Promillegrenze auf 0,2 oder gar 0,0 sprach sich der Traminer Gemeinderat in seiner letzten Sitzung aus. Damit folgte der Rat einstimmig einem Antrag der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT sowie der SVP und tat es den Gemeinden Eppan, Kaltern und Terlan gleich. Eine Herabsetzung der Promillegrenze wäre demnach außerhalb jeder Sinn- und Verhältnismäßigkeit. Lebenskultur, Ökonomie und Individualrechte dürfen nicht unter dem Deckmantel der Verkehrssicherheit beschnitten werden!

Mario Valducci, Mitglied der Regierungskoalition und Präsident der
Kommission für den Bereich Transport in der Abgeordnetenkammer, pocht
immer wieder auf die Herabsetzung der Höchstgrenze der
Alkoholkonzentration im Blut von Fahrzeuglenkern von 0,5 auf 0,2 oder
gar 0,0 . Was als Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit
propagiert wird, hätte tiefgreifende Einschnitte in Ökonomie und
Lebensart Süd-Tirols zur Folge. Es ist unbestritten, dass die
Verkehrssicherheit nicht nur allgemeines Interesse, sondern ein
Anspruch der Bürger auf Schutz ihrer Unversehrtheit ist.
Nichtsdestotrotz haben Maßnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit
die Grundsätze der Angemessenheit und der Verhältnismäßigkeit zu
berücksichtigen. Letztendlich sind alkoholhaltige Getränke wie Wein
oder Spirituosen gerade in Süd-Tirol (aber auch in Italien) seit jeher
ein allgemeiner (und gerade auch von Touristen anerkannter und
geschätzter) Bestandteil der Lebensart. Maßvoller Genuss derselben ist
Ausdrucksweise einer Alltagskultur die durch unangemessene Reaktionen
des Gesetzgebers kriminalisiert wird. Wer kann sich schon vorstellen zu
einem feinen Mahl anstelle eines heimischen Spitzenweines einen
Orangensaft zu trinken? Denn Gerade die Anlassfälle, die als
Rechtfertigung zur Senkung der Promillegrenze dienen, werden nicht von
Autolenkern mit einem Alkoholspiegel bis zu 0,5 Promille, sondern mit
einem weit höheren, bereits heute unzulässigen Alkoholspiegel,
provoziert. Wer sich mit 2,0 ans Steuer setzt begeht eine kriminelle
Handlung und lässt sich auch von einer 0,0-Grenze nicht abschrecken.
Eine Herabsetzung ist letztendlich eine Kapitulation des Gesetzgebers
vor exzessiven Verhaltensformen einer Minderheit. Deshalb erscheint es
sinnvoller den ohnehin strengsten Verkehrskodex Europas nicht noch
drakonischer zu gestalten, sondern die bereits geltenden
Einschränkungen kohärent und im gesamten Staatsgebiet konsequent zu
überwachen. Wer glaubt schon ernsthaft, dass die geltenden oder
künftigen Verkehrsbestimmungen in Perugia, Neapel oder Palermo
eingehalten oder kontrolliert werden? Diese Episode zeigt einmal mehr,
dass die unfreiwillige Zugehörigkeit zu Italien nicht nur große,
sondern hundert kleine Probleme mit sich bringt, die unseren Alltag
beeinflussen und durch die Anwendung des Selbstbestimmungsrechts ein
für allemal gelöst werden könnten.
 
SÜD-TIROLER FREIHEIT
Gemeinderatsfraktion Tramin

 

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5 Kommentar(e)

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1

Saufen und Proleten
Hauptsache die Proleten können weiter saufen, Unfälle bauen, sich selber und andere Leute umbringen und verkrüppeln! Bin definitiv für eine 0 Promille - Grenze wie sie in Skandinavischen Ländern oder in der Tschechei üblich ist! Dann weiß jeder genau, daß er sich nicht ans Steuer zu setzen hat, wenn er etwas getrunken hat - Punkt. Oder glaubt ihr auch nur einer von den Weinbauern aus Tramin zahlt euch eure Invalidenpension, wenn ihr mit einem Besoffenen zusammenkracht und im Rollstuhl landet?

2
Karro fa uitnom

HOIHOI...!!!=DDD
aaaaaaaaaaalso.....do hom di TRAMINA gooooooooooonz recht...do MASCHGRA wor ibohaup lamma geil....ge PEATO & MARKUS...=DDDDD.....in TRAMIN isch holt olbm wos los....& in MASCHGRA konn i la jeeeeedn empfehln....weil so auf wies sebm geat geaz et leicht irgendwo ondos...=DDDDD...ajo ibohaupo....hoi MATTLA..=DDD..=*...LY

3

hoi Peato und Markus so is richtig!!

4

erst auf einhaltung setzen...
Vor man ein gesetz verschärft sollte man sicher gehen das das bereits bestehende eingehalten wird! denn was hilft eine verschärfung wenn das bestehende nur larifari konrolliert wird, d.h. jeder der mit 2 promille fährt, geht ja "nur ein kleines risko" ein. auch wenn er in diesem moment über eventuelle folgen nicht nachdenkt oder nachdenken will...
der sinn der ganzen sache kann nur eine vereinfachte kontrolle mit mehr strafgeldern sein, denn wer hat nach dem essen oder montag früh wenn er zur arbeit fährt 0,0?

ich denke fast jeder kann sich soweit einschätzen ob er nach zwei gläsern wein oder bier noch fahrtüchtig ist, im falle eines falles muss er sich sowieso dafür verantworten. ob es an einem schlagloch oder an 0,3 promille gelegen hat ist dem kontrollorgan dann eh wurst, ursache ist dann eh alkohol am steuer... denn das die straße schlaglöcher hat wissen ja alle...

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Um die Sued-Tiroler Lebensart zu schuetzen miasset men die Grenz foscht sogor erhoehen, gel? 😉

...Ausserdem muas men schun sogn dass auf die Dauer holt nimmer ertraeglich isch dass jede Woch aus Rom eppes nuis ausserkimp wos ins lei Schodet. Mir hobm moaschtn ondre problemen ols Italien hot und zem brauchmer in Grossteil der nuidn Gesetzen net.

Wenn i eppes an der Regierung empfehlen kannet, zem wur i sogn dass Fohrsicherheit mit sicheren Strossnbahn zommgeat. Wos freili in Italien eftermols net dr Foll isch... obr Strossn im guatm Zuastond zu beholtn kostet awian, waehrend Fohrer durchn Strofn zu ruiniren isch holt gratis, gel?