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Tibet ist nicht China – Tafel am Brenner

tibet_tafel_brenner_500.jpgMitte dieser Woche hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT eine Solidaritätsaktion für Tibet vorgestellt, welche in Zusammenarbeit mit dem Extrembergsteiger Hans Kammerlander entstanden ist. Tausende von Aufklebern, mit der Aufschrift „TIBET IST NICHT CHINA", werden in den kommenden Wochen im ganzen Land verteilt, um an das Unrecht und die Menschenrechtsverletzungen in Tibet hinzuweisen.

Zur Verstärkung dieser Solidaritätsbekundung, hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT, am Samstagvormittag, ein neues Transparent mit der Aufschrift „TIBET IST NICHT CHINA" an der inzwischen berühmten „SÜD-TRIOL IST NICHT ITALIEN" Tafel am Brenner angebracht, welches dort für die gesamte Dauer der Olympischen Spiele bleiben wird.

Mit diesem Transparent soll auf der Tiroler Unrechtsgrenze auf das Unrecht in Tibet hingewiesen werden.

An kaum einem anderen Ort in Europa lässt sich der Protest gegen die imperialistische Eroberung fremder Gebiete und die politische Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung nämlich so sehr zum Ausdruck bringen, wie am Brenner, auf der Tiroler Unrechtsgrenze.

Ebenso wie Italien aus imperialistischen Geltungsansprüchen Süd-Tirol überfallen und annektiert  hat, hat sich China nämlich auch Tibet angeeignet.

Beide Staaten verweigern der einheimischen Bevölkerung bis heute das Recht auf Selbstbestimmung und halten somit Gebiete besetzt, auf die sie keinen Anspruch haben, so Sven Knoll, Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT.

Süd-Tirol hat daher eine ganz besondere moralische Verpflichtung, die grausamen Menschenrechtsverletzungen in Tibet zu verurteilen.

Mit dieser Aktion soll aber auch jenen Gruppierungen ein Spiegel vors Gesicht gehalten werden, die sich aufgrund ihres selbst auferlegten Prädikates der Weltoffenheit stets dazu bemüßigt sehen, die Freiheit für Tibet zu fordern, im Umkehrschluss aber kein Verständnis für die gleichberechtigte Forderung Süd-Tirols nach Unabhängigkeit aufbringen, bzw. diese sogar noch als rechtslastiges Gedankengut zu diffamieren suchen.

Man kann sich nicht mit „Freiheit für Tibet" Transparenten auf die Straße stellen und gleichzeitig im eigenen Land all jene als Ewiggestrig beschimpfen, die dieselbe Freiheit auch für Süd-Tirol einfordern.

Die Freiheit ist nämlich ein universales und unteilbares Grundrecht. 

Süd-Tirol und Tibet sind beides Gebiete, die gegen ihren Willen von einem fremden Staat annektiert wurden.
 

Für Tibet, wie für Süd-Tirol gilt daher dieselbe Botschaft:

TIBET IST NICHT CHINA  &  SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN!

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schennatibet_tafel_brenner_500.jpg

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3 Kommentar(e)

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1

immer das selbe
geht doch mal nach china und stellt das auf

2

Wie waers mit "Sued-Ossetien ist nicht Georgien" oder mit "Transnistrien ist nicht Moldau"?

3

Sinnvolle Aktionen
Was die Selbstbestimmung Süd-Tirols heute und morgen betrifft, diesen Spiegel vorhalten braucht man eher der Landesregierung der AP Bozen, die als einzige demokratisch legitimierte Führung der Süd-Tiroler von Natur aus das Recht hat in Namen des gesamten Landes zu sprechen. So lange das nicht der Fall ist und dies die Landesregierung nicht tun wird, nämlich Selbstbestimmung für die AP Bozen Südtirol lokal, national und international zu fordern, wird auch Italien keinesfalls Rücksichten auf diesen Wunsch der Süd-Tiroler Bevölkerung nach eigener Selbstbestimmung weiterhin nehmen müssen. Man wird wenn überhaupt auf den politischen Minderheitencharakter dieser Forderung und Willensbekungung im Landtag in Bozen und nicht einmal der Landesregierung immer hinweisen können. Italien braucht nur lang genug zu warten, bis es für die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler so oder so aus objektiven Voraussetzungen einmal zu spät sein wird, man wollte von Anfang an und man will sich weiter eine Besitzurkunde für Alto Adige mit der Zeit ganz einfach mit viel diplomatischen Geschick und Geduld ersessen. Die Altosiniesierung findet heute unter ganz anderen Vorzeichen weiter statt und wenn sie einmal in Zukunft weit genug fortgeschritten sein wird, wird auch diese bescheidene relativ veraltete Autonomie für Rom sogar nicht mehr zeitgemäß sein. Schon jetzt fordern italienische Politiker immer lauter die Abschaffung der vermeintlichen Privilegien der Regionen mit Sonderrechten und solche Stimmen werden sich in Zukunft auch mehren. Anderswo in der alten EU gehen andere Autonomien mit ihrer Forderung nach Selbstbestimmung heute so weit, dass sie nach einem bestimmten Fahrplan in diesem Sinne entschieden politisch handeln, z.B. in den nächsten Jahren halten sie Referenden zu dieser Frage ab und später wollen sie diesen gewählten demokratiepolitischen Weg fortsetzen und frei ohne die alte Staatsmacht an ihrer Seite gehen. Europa und die Europäischen Institutionen werden sich diesem Wunsch auch nicht verschliessen können. Viele Spitzenpolitik in der EU und in den einzelnen Ländern sind bereits jetzt unumwunden der Meinung diesen Wunsch werde man ohne Wenn und Aber respektieren, und die Resultate dieser Selbstbestimmungen in den einzelnen Ländern der EU in Zukunft europäisch und weltpolitisch anerkennen müssen. Das hat die EU ohnehin effekt- und eindrucksvoll den zahlreichen Völkern und Autonomien mit der seinerzeit geleisteten Unterstützung für dieses Ziel selbst vorgemacht, und zwar wie man eine ganze sehr lange Reihe sogar von Selbstbestimmungen in Süd-Ost-Europa erst realpolitisch überghaupt möglich macht, die letzte davon stammt erst vom Februar 2008. Heute meinte zum Beispiel der Vorsitzende des Auswärtigen Auschusses des Deutschen Bundestages, also ein Spitzenpolitiker der Bundesrepublik Deutschland direkt danach gefragt in einem Mediengespräch, wie ich das verstanden habe, die EU wird solche neuen Selbstbestimmungen überall in Europa anerkennen müssen, wenn sie friedlich verlaufen und demokratiepolitisch zur Gänze legitimiert sind, d.h. wenn die Bevölkerung selbst in einem Referendum klar sagt, man will klar die Selbstbestimmung des eigenen Landes und Volkes oder einen Staatswchsel. Als Beispiele solcher annerkennungswürdigen Selbstbestimmungen nannte dieser Politiker die Scheidung der Tschecho-Slowakei 1993 und die Selbstbestimmung Montenegros 2006 auf dem Wege eines freien und überwachten Referendums. Er sagte das als Reaktion auf die neuesten kriegerischen Ereignisse am Kaukasus im Konflikt zwischen Georgien und Rußland um Süd-Ossetien, die als autonome Republik einen Staatswechsel und Wiedervereinigung mit Nord-Ossetien international anstrebt, über die man bereits dort 2006 in einem Referendum mit einem klaren Ja abgestimmt hat. Solche Konfliktsituationen sind Gott sei Dank in Mittel-Europa unvorstellbar geworden, heute werden alle Konflikte friedlich und im lokalen und europäischen Konsens geregelt, vorausgesetzt die Autonomie strebt offiziell überhaupt eine Selbstbestimmung an. Die europäischen politischen Eliten sind sich darüber hinaus einig, will eine Staatsmacht einer Autonomie mit ihren Selbstbestimmungbestrebungen so begegnen, wie dies Serbien der Selbstbestimmung der Albaner im Kosovo begegnte, hat sie in diesem Augenblick jeden weiteren Herrschaftsanspruch in diesem betroffenen Land des eigenen Staatsgebietes im Sinne der weitreichenden Interpretation der Menschenrechte verwirkt. Diesem Standpunkt schliessen sich jetzt plötzlich auch russische Politiker in Moskau im Süd-Ossetien Konflikt an, als neuerlich der Außenminister dieses Landes sinngemäß meinte, nach den letzten kriegerischen Ereignissen, nach dem einseitigen Bruch der internationalen Vereinbarungen in diesem fast 20 jährigen Konflikt durch Tiflis, ist es zur Gänze unvorstellbar geworden, dass Georgien jemals dieses Land Süd-Ossetien wieder verwalten darf oder soll, daher solle man nach anderen Modellen der Lösungen in diesem Konflikt suchen, die einen Verzicht der bisherigen Staatsmacht auf diese Autonomie beinhalten. Bei Kosovo oder Tibet hat man über viele Jahre eine andere entgegengesetzte Linie dieser UNO-Vetomacht erlebt. Die Zwangsbeglückung fremder Länder und Völker mit eigener Herrschaft aus pouer Großmannsucht hat sich auf sehr lange historische Sicht, abgesehen schon von moralischen und ethischen Aspekten dieser Frage, noch nie für ein Land ausgezahlt, das hat auch früher einmal die SU und der Rechtsnachfolger Rußland wohl noch in frischer Erinnerung, früher oder später brechen diese Potemkinschen Kostrukte der eigenen mit Gewalt und Betrug aufgezwungenen Herrschaft in sich zusammen, das liegt scheinbar in Natur dieser Konfliktstellungen, wenn die von der Fremndherrschaft betroffenen Länder und Völker lang genug um das Recht auf die eigene Selbstbestimmung mit den von ihnen gewählten Mitteln politisch kämpfen und diesen berechtigten Wunsch sogar über viele Generationen niemals aus den Augen verlieren.