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TIBET IST NICHT CHINA: Solidaritätsaktion in Zusammenarbeit mit Hans Kammerlander

pk_tibet_photo.jpgVor etwa einem Jahr hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT mit der Plakataktion „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN“ für Furore gesorgt. Mit dieser simplen Aussage, die lediglich der historischen, sowie sprachlich-kulturellen Realität in Süd-Tirol entspricht, wurde binnen kürzester Zeit ein neues Identitätsbewusstsein in Süd-Tirol erweckt und weit über die Grenzen Süd-Tirols hinaus das Bewusstsein für das Süd-Tirol-Problem geschärft.
In Anlehnung an diese gelungene Aktion hat der Süd-Tiroler Extrembergsteiger (und Tibet-Kenner) Hans Kammerlander auf eigene Kosten Aufkleber mit der Aufschrift „TIBET IST NICHT CHINA“ herstellen lassen.

 

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT greift diese Idee nun auf, um in Zusammenarbeit mit Hans Kammerlander eine Solidaritätsaktion für Tibet zu initiieren, welche am heutigen Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

tibet_ist_nicht_china.jpg

 
In den kommenden Wochen und Monaten werden Tausende dieser Aufkleber mit der Aufschrift „TIBET IST NICHT CHINA“ im ganzen Land, sowie über das Internet verteilt werden, um mit dieser einprägsamen Botschaft die Problematik der Unterdrückung Tibets noch bekannter und bewusster zu machen.
 
An Aktualität gewinnt diese Solidaritätsaktion auch durch die olympischen Spiele in China, welche am 8. August 2008 in Peking eröffnet werden. Während die ganze Welt friedlichen und spannenden Spielen entgegenfiebert, finden zeitgleich in Tibet unglaubliche Menschenrechtsverletzungen statt, denen die Weltöffentlichkeit scheinbar völlig gleichgültig und tatenlos gegenübersteht.
 
Als sprachlich kulturelle Minderheit in einem fremden Nationalstaat, die am eigenen Leib erfahren musste, was nationalistische Unterdrückung und politische Verfolgung bedeuten, kann und darf sich Süd-Tirol nicht aus der Verantwortung stehlen und zu den Menschenrechtsverletzungen in Tibet schweigen.
 
Mit dieser Solidaritätsaktion richtet sich daher auch ein Appell an die Süd-Tiroler Athleten, welche an den olympischen Spielen in China teilnehmen. Diese tragen eine besonders große Verantwortung und sollten den Mut aufbringen, Missstände anzusprechen und die Unterdrückung Tibets auch offen anzuprangern.
 
Sobald es um politische Verfolgung und die Verletzung von Menschenrechten geht, lassen sich Politik und Sport nämlich nicht mehr trennen. Insbesondere dann nicht, wenn die olympischen Spiele von China dazu missbraucht werden, um der Weltöffentlichkeit eine heile Welt vorzuspielen.

An der Pressekonferenz teilgenommen haben auch Jempu Sangmu Lama und Tenzing Choesang, 2 junge Tibeter, welche über die aktuelle politische Situation in Tibet berichteten, und sich dabei sehr besorgt darüber zeigten, dass  China eine restriktive Einwanderungspolitik betreibt, die dazu geführt hat, dass heute bereits mehr Chinesen, als Tibeter in Tibet leben.
Umso wichtiger ist es daher, dass die Weltöffentlichkeit die unglaublichen Menschenrechtsverletzungen in Tibet nicht mehr stillschweigend akzeptiert, sondern massiven Druck auf die kommunistische Regierung Chinas ausübt.

Mit der Aufkleber-Aktion „Tibet ist nicht China“ möchte die SÜD-TIROLER FREIHEIT einen Beitrag dazu leisten.


SÜD-TIROLER FREIHEIT – Freies Bündnis für Tirol

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21 Kommentar(e)

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1

was tut tibet für UNS?
tut tibet etwas für uns? promotet tibet unser anliegen, gleich wie wir ihres? das wär doch ein sehr nettes zeichen, wenn der dalailama in einer globalen ansprache etwas über unsere situation sagen würde.

2

möglich?
hallo...
um diese leute nicht in vergessen...
ist es möglich wieder diese aktion aufzurufen?

3

kampf unm Menschenrechte
Des Hopas Suppo Gemocht

4

nnnn
ein tirol, trentino, südtriol, nordtirol und osttirol

5

gute aktion!
gute aktion weiter so!

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Ich finde die Aktion sehr lobenswert, denn wir dürfen nie vergessen, dass unser Heimatland Österreich ist und nicht Italien, auch wenn viele nicht ihn ihre Köpfen geht

7

südtirol ist nicht italien!
ich finde es ist naheliegender in unserem eigen land erst für ordnung zu sorgen und sich dann um andere zu kümmern.
es kann sein dass sich "seine heiligkeit" für südtirol interessiert aber er ist wohl der einzige tibeter der sich um unsere heimat schert...sofern er überhaupt aus tibet stammt...

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Europäische Besatzungsgebiete
Zitat:..."Das ist eben das falsche zweischneidige amerikanisch, englisches Versagertum"

Das englische Versagertum hat schon das österreichische Süd-Tirol 1915 an Italien verkauft.
Nur Durnwalder und Vettern verdienen zu viel, deshalb verarschen sie uns.

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Selbstbestimmung ist möglich
Seit der letzten Olympiade 2004 sind zwei neue Mannschaften dazugekommen, und zwar aus Ländern der gelungenen Selbstbestimmungen. Diese Länder heissen jetzt bei den OS 2008 in Peking die Republik Montenegro (gar nicht ganz so weit von Süd-Tirol und Österreich) und die Insel Ost Timor zwischen Australien und Indonesien gelegen. Diese zwei neuen Mannschaften sind mit ihren Fahnen zum ersten mal in der Geschichte der Olympischen Spiele beim Einzug der freien Nationen gestern in Peking dabei gewesen. Das Land Montenegro verlor im gleichen Jahr 1918 wie Süd-Tirol aufgrund der gleichen Macht- und Allianzenkonstellationen seine Handlungsfreiheit in der Frage der eigenen Selbstbestimmung und hat diese wieder vor zwei Jahren 2006 nach einem freien und gleichen sowie international streng überwachten demokratischen Referendum nach genauen strengen Vorlagen der EU gewonnen, als über 55% der Bevölkerung für die Selbstbestimmung dieses Landes nach einigen Jahren der Vorbereitung gestimmt hat. Nicht anders war es auch einige Jahre zuvor auf der Insel Timor, die früher von Indonesien lange Zeit gewaltsam besetzt gehalten worden ist, und wo die Bevölkerung ebenfalls in einem freien und von der UNO überwachten Referendum sich von dieser aufgezwungenen brutalen Fremdherrschaft im Sinne der eigenen Selbstbestimmung mit Hilfe der freien Welt erfolgreich befreien konnte. Anderswo in der EU in einem Land, das ebenfalls nach Selbstbestimmung in diesen Jahren strebt, nämlich in Schottland, gab es in den letzten Monaten und Wochen eine Diskussion im Vorfeld der Spiele darüber, ob die Schotten mit einer eigenen Fahne bei den OS 2008 in Peking bereits schon jetzt auftreten dürften. Das Regelwerk des Internationalen OC hat das verhindert. Die Schotten wurden aber von den Befürwortern der Selbstbestimmung und von den Medien des Landes aufgerufen, in China gerade jetzt mit den schottischen blauen Nationalfahnen mit dem weißen Andreaskreuz bei diesen Spielen aufzutreten und die Sportler aus Schottland sichtbar anzufeuern. Mit der eigenen Schottischen Nationalmannschaft für Schottland bei den nächsten OS in London 2012 wird es sich eher noch nicht ausgehen, aber die in Schottland jetzt regierende Schottische Volkspartei betreibt dieses Ziel zumindest für die übernächsten Spiele. Andere Nationen, die geteilt sind, wie die der Koreaner in Nord und Süd, der Chinesen in Taipei und in der VR, der Samoaner in West und Ost (Inselreich im Pazifik, Ostteil von USA verwaltet), aber auch der Österreicher in Tirol in Süd-Nord-Ost durften bei diesen Spielen noch nicht gemeinsam als eine Nationalmannschaft mit einer Fahne auftreten. Die Gründe dafür sind in jedem dieser geteilten Länder andere. Die Selbstbestimmung ist aber jede Zeit und überall und immer zur Gänze möglich, das zeigen gerade die Beispiele der Teilnahme an diesen Spielen solcher neuen Länder wie Montenegro oder Timor, die es vor vier Jahren noch gar nicht gegeben hat. In den nächsten vier Jahren werden wahrscheinlich neue Länder dazu kommen, wie immer seit dem Beginn der Geschichte der Olympischen Spiele. Kein Land und kein Volk ist zu klein oder zu unbedeutend für die eigene Selbstbestimmung und die Hindernisse auf diesem Weg zu groß, wenn dieser Wille zur eigenen Selbstbestimmung von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung getragen wird und von der eigenen politischen Führung auch sichtbar und glaubwürdig lokal, national und international politisch bis zu deren gänzlichen Verwirklichung umgesetzt wird. In diesem Sinne könnte man gerade in Tirol südlich des Brenners, was den eigenen Selbstbestimmungwillen eines geteilten Volkes angeht, nicht nur von den neuen Nationen etwas dazu lernen, sondern auch von solchen Nachbarländern Tirols und damit Österreichs, die bereits zum fünften mal bei den OS wiedervereint unter einer Fahne in die verschiedensten Stadien dieser Welt gemeinsam als wiedervereinte stolze und freie Nation einziehen dürfen. Möge das geteilte Land Tirol in Süd-Nord-Ost und das Österreichische Vaterland noch so klein im gesamten Weltmaßstab sein, der Wille und Mut zur Selbstbestimmung und zur Wiederherstellung der von fremden Mächten seinerzeit zerbrochenen Landeseinheit müßte umso größer und leidenschaftlicher sein, wenn man eines Tages in einem wiedervereinten deutschsprachigen Land Tirol zwischen Salurn und Kufstein als Tiroler und Österreicher leben will. Das ist keine extravagante Wunschvorsteluung der unverbesserlichen Optimisten und realitätsfremder Träumer, sondern eine reale Vision der Zukunft, wo dieses erste und wichtigste Menschenrecht auf die eigene Selbstbestimmung als zur Gänze freie Ethnie in der seit Menschengedenken angestammten eigenen näheren Heimat von der Macht der Fremdbestimmung und von der Völkergemeinschaft auch ohne Wenn und Aber endlich respektiert wird, gerade in einer EU der freien und der selbstbestimmten Völker dieser Zeit! Die heutige Staatsmacht in Tirol südlich des Brenners hat zu keinem Zeitpunkt der Geschichte dieser unwillkommenen Herrschaft seit 1919 die Menschen dazu befragt, dazu wäre diese Macht allein wegen der eindeutigen Bestimmungen des international anerkannten Völkerrechtes bei einer Annexion eines ethnisch fremden Territorium verpflichtet gewesen. In Europa in unserem Kulturkreis hat es in den letzten 20 Jahren dutzendweise neue gelungene Selbstbestimmungen überall gegeben, die letzte im Kosovo erst im Februar 2008. Die seinerzeit sehr lange Zeit fremdbestimmten Länder Montenegro und Timor haben jetzt mit der Teilnahme an den OS 2008 diesen Weg in die eigene Selbstbestimmung dem Land Süd-Tirol und auch anderen danach strebenden Ländern und Völkern in den letzten Jahren demokratiepolitisch glaubwürdig vorgezeigt.

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Wieso treten die Südtiroler Sportler noch immer für Italien an??
Wär es nicht an der Zeitetwas zu ändern??

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@stefan R.
Ich bin sicher du kennst die Geschichte Tibets nicht!

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Der "Himmlische Friede" in Peking
Im Jahre der Niederschlagung der Studentendemonstrationen auf denm "Platz des Himmlischen Friedens" in Peking 1989 war ich einige Wochen als Student in Ferien im Sommer auf der dänischen Insel Bornholm. Diese liegt bekanntlich unweit der ost-deutschem Osteeküste, damals war es noch die DDR. Von dort konnte man die DDR-Radiosender direkt emfangen und im Originalton anhören. Was für ein Erlebnis, dafür bin ich heute noch dankbar, dass ich den Totalitarismus der Ost-Deutschen in der SED-Partei hautnah erleben durfte. Ich durfte in deutscher Sprache im Radio hören, wie die Massaker und Unterdrückung der Demokratie von einem Totalitarismus der Volsrepublik China durch die kommunistischen ost-deutschen Medien verteidigt wurden. Ich kann mich noch heute daran erinnern, dass die Genossen in Ost-Berlin den Roten Chinesen in der Volksrepublik in Namen der SED-Partei gedankt haben, dass sie die Revolution mit allen Mitteln verteidigt haben, damit diese damalige chinesische Demokratiebewegung keine Beispielwirkung in Ost-Europa findet. Einige Monate später haben sich die geteilten Deutschen in Ost und West selbst geholfen und sind jetzt ein wiedervereintes Land und Volk. Der Turbo-Kapitalismus der chinesischen Genossen darf aber weiter gehen. Das passt mit ihrer Ideologie so zusammen, als ob ein Nonnenkloster zur Aufbesserung der Finanzen reihenweise Stützunkte im Rotlichviertel aufmachen würde. Das scheint aber viele Anhänger dieser Ideologie nicht zu kümmern, auch den Herrn Stefan R. nicht. Wenn man keine demokratischen Prinzipien und Spielregeln anerkennen will und wenn man sich so sehr in Widersprüche verwickelt, darf man sich nicht wundern, dass früher oder später jedes totalitäre System zusammenbricht. Nur die Demokratie ist eine Staatsordnung, die der gesamten Menscheheit die Linderung der vorhandenen Nöten verspricht, in Tibet, China, Ost-Deutschland oder in Süd-Tirol.

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Falschheit glänzt nicht ewig...
@Meine Meinung: Tibet ist nicht China, sondern international annerkanntes chinesisches Staatsgebiet, ähnlich wie bei Südtirol(politisch anerkannt).
Das ist eben das falsche zweischneidige amerikanisch, englisches Versagertum, dieser Möchtegern Weltpolizisten, sowie der ganze EU Apparat, der auch noch zu hohe Töne schlägt!
Wie ist es dann mit Taiwan, dieser Staat (Insel)-Nationalchina ist wegen dem akzeptierten Vetorecht
sportlich und politisch isoliert!
Kuweit ist Iraq, Israel ist Palestina, Falkland ist nicht GB,
übrigens die Schweiz hat sich 1291
UR, SZ, & Waldenkanton, auf der Rütliwiese vom Habsburgischen Joch
befreit und die CH/Eidgenossenschaft
gegründet. Ich bin für das Selbstbestimmungsrecht der Regionen und gut Nachbarschaftliche Beziehungen zwischen den Staaten und Regionen und freien Handel, mit Grenzkontrollen. Dazu braucht es nicht die Geldschleuder Maschine
EU! Ich empfehle mal reinzuschauen bei http://www.auns.ch! Für Freiheit ohne Unterjochung für alle Völker!

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Ing. Winfried Matuella

wini
Es währe gut zu wissen ob tibetanische sportler für china starten, so wie süd-tiroler sportler für italien ?

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Ing. Winfried Matuella

Wini
Lieber Herr Stefan R. sie geben jenen Okopanten recht die durch Gewalt ein fremdes Territorium (Land)erobern, die dort lebenden Menschen unterdrücken, verjagen, oder versucht, (so wie in Süd-Tirol) sie ihrere eigenen Identität zu berauben. Was sind sie für ein Zeitgenosse? Möglicherweise begrüßen sie auch die Fremherrschaft in Süd-Tirol. Jeder Freiheitsliebender Mensch hat das Recht sich gegen Frendbestimmung zu wehren.

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Die Tibeter waren dort nicht die ersten, so wie die Chinesen nicht die letzten sein werden. Weil man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen. Meine Utopie ist ein globaler Staat. Aber dazu sind die Gegensaetze wohl noch zu gross. Amnesty International soll nach Los Angeles fliegen und fuer die Selbstbestimmung dieses zweifellos spanischsprachigen Landes kaempfen. Aber die englischsprachige Welt sucht ihre Probleme immer in Asien.
Und wie bitte soll man entscheiden welche frueheren Staaten wiederaufstehen sollen. Die Chinesen kommen nicht zu uns und fordern die Wiederherstellung des Osmanischen Reiches. Aber wir fordern die Wiederherstellung Tibets. Total verrückt.

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Recht und Sport
Hier wehren sich Menschen gegen eine totalitäre und brutale Staatsmacht, die ein Volk misshandelt und vertreibt.
Wie sollen sich da die Tibeter wehren? Das ist keine innerstaatliche Kleinigkeit, sondern völkerrechtlich ein Verbrechen.
Soll die Welt immer und überall zuschauen wie Völker terrorisiert und vertrieben werden? Es ist noch nicht lange her hatten wir ähnliches in Europa und sogar in Süd-Tirol. Helfen dagegen ist kein Verbrechen, auch nicht über Grenzen hinweg.

Man hätte die Olympischen Spiele nie in China austragen dürfen. Die Sportler wollen natürlich teilnehmen und müssen nun, wenn sie keine Konsequenzen erleiden wollen, den kommunistischen Dreck (und natürlich ital.) mitmachen.

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stefan r.
Soll man es immer hinnehmen, wenn ein Stärkerer einen Schwächeren überfällt? Tibet war meines Wissens früher ein eigener Staat. Angreifer waren die Chinesen. Die Tibeter wollten nicht, dass ihr Land chinesisches Territorium wird.

Sich jetzt herzustellen und sagen: "Tibet ist chinesisches Territorium - Punkt." ist wohl eine üble Geisteshaltung.

Eigentlich sollte man die olympischen Spiele boykottieren - aber das kann man von den Sportlern nicht verlangen - die haben nicht oft die Chance, bei Olympia dabei zu sein.

Ich für meinen Teil versuche, keine Chinesischen Waren zu kaufen und einen kleinen Beitrag zu leisten, dass China boykottiert wird.

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@ Stefan R.

Wieso soll ein Europäer oder Amerikaner oder was auch immer nicht auf die Missstände aufmerksam machen? Die Olympischen Spiele sind doch internationale Wettkämpfe und dabei kann man ruhig auf die Ungerechtigkeiten der Chinesen gegenüber der Tibeter aufmerksam machen!
Wir Südtiroler können unser Leid (zum Glück) öffentlich ausdrücken, doch die Tibeter haben mit der Chinesischen Unterdrückung nicht die Chance ihr Leid durch die Medien öffentlich zu machen!
Deswegen redest du hier ja einen völligen Schwachsinn!

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Kampf um Menschenrechte
Wenn es immer in der Vergangenheit nach dem Willen der Regierungen ohne Zahl aus Rom gehen würde, hätte Süd-Tirol niemals eine mehr oder weniger echte Autonomie bekommen, wie sie heute national und international gelebt wird. Das geben heute bereit so gut wie alle Politiker und alle Südtirolkenner zu, dass ohne Massenkundgebung auf der "Rütli-Wiese" der Südtiroler auf der Burg Sigmundskron im Jahre 1957 unter der Parole "Los von Trient und Rom" und ohne den breiten Widerstand gegen die weitere gesteuerte Italianisierung des Landes die Autonomie in heutiger Form in Italien realpolitisch niemals möglich geworden wäre. Das sieht man ganz deutlich an Unterschieden in den gelebten Autonomierechten zwischen der AP Bozen und anderen Regionen mit Sonderstatus. Diese heutige Südtiroler Autonomie haben die Politiker der Nachkriegszeit in Südtirol, die Diplomaten des Österreichischen Vaterlandes und vor allem die Süd-Tiroler Aktivisten und Widerstandskämpfer der 50er und 60er Jahre durch ihre Aktionen dem italienischen Staat Zug um Zug mühsams abgerungen. Diese Autonomie kann nicht aber ein Selbstzweck für alle Zeiten sein, sondern sollte meines Erachtens dazu dienen, sich mit der Zeit aus dieser auf lange historische Sicht sehr bedrohlichen Umklammerung der Fremdbestimmung auf dem Wege der Ausübung der Selbstbestimmung des Süd-Tiroler Volkes im eigenen seit Menschengedenken angestammten Land zu befrien. Seit dem Jahre 1918 als italien ungebeten nach Süd-Tirol als Staatsmacht gekommen ist, hat es überall in Europa bis heute unzählige gelungene Selbstbestimmungen gegeben, die letzten davon in Montenegro 2006 und in Kosovo 2008. Heute gilt das in Europa aber bereits veraltete Model der Autonomie Südtirols als politisch erstrebenswert nur für eine ganze Reihe von sog. "Minderheiten", die im eigenen Land keine sind, vor allem in der demokratiepolitisch stark unterentwickelten sog. "Dritten Welt" und damit auch in Tibet. In Europa sogar am demokratiepolitisch angeblich ziemlich unterentwickelten Balkan haben die Kosovo Albaner 2007/8 die ihnen von der UNO und der EU nach südtiroler Vorbild angebotene Autonomie zur Gänze abgeleht und stattdessen von der westlichen Staaten- und Wertegemeinschaft eine völlige Freiheit der eigenen Selbstbestimmung bekommen. An diesen Beispielen sieht man deutlich, dass die Opferbereitschaft eines jeden Volkes in seinem Kampf um das
Menschenrecht auf eigene Selbstbestimmung mit der Zeit und von der Völkergemeinschaft nicht ungelohnt bleibt. Die damals mögliche Lösung der damaligen internationalen Südtirol-Krise in den 60er Jahren hat nicht nur die Minderheiten- und Menschenrechte in ganz Europa zum damaligen Zeitpunkt weitergebracht, sondern führte dazu, dass man in der ganzen Welt in ähnlichen Fragen sich auf diese Lösung bis heute berufen konnte oder kann. Heute berufen sich die Minderheiten in Europa nicht mehr auf die Südtiroler Autonomielösung, sondern eher auf die Selbstbestimmung Montenegros, Kosovos oder sogar in Zukunft Schottlands. Will man in Süd-Tirol auch den Tibetern nachhaltig helfen, sollte man sich zuerst einmal mit allen vorhandenen Kräften sich selbst helfen wollen und um die eigene Selbstbestimmung bemühen. Diese scheint heute in der EU aus demokratiepolitischer Sicht ohne Wenn und Aber politisch möglich zu sein, wenn sie demokratiepolitisch glaubwürdig und legitimiert ist und wenn man lang genug um dieses Recht lokal, national und international in Namen der Autonomie kämfen will. Sollte dem Land Süd-Tirol die eigene Selbstbestimmung einmal glücken, dann werden auch die Tibeter und andere Länder ein Beispiel einer demokratisch denkbaren Konfliktlösung anderswo in der Welt politisch anstreben. Damit hat der politische kampf der Süd-Tiroler um die eigene Selbstbestrimmung auch stellvertretende Bedeutung für andere Völker dieser Welt, die danach streben. Erst damit wird der zivilisatorische Fortschritt der Menscheheit als Gesamtheit in den Fragen der Menschenrechte und der ethnnischen Selbstbestimmung in der eigenen näheren Heimat überhaupt sichtbar und möglich.

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Ich habe nicht das geringste Verstaendnis dafuer, dass Leute ins Ausland gehen und dortige Staaten dekonstruieren. Mögen doch die englischsprachigen oder deutschsprachigen "Kaempfer fuer Menschenrechte" bei sich zu Hause mit der Dekonstruktion ihres eigenen Landes befassen. Tibet ist chinesisches Territorium und damit ist die Sache erledigt, genauso wie Kosovo serbisches Territorium ist. Ich bin sicher, ihr wäret alle einverstanden, wenn Leute aus China ankämen und ohne mit euch zu reden auf Masten klettern würden und dort Plakate mit chinesischen Schriftzeichen befestigen würden, mit Aussagen, wie hier in Europa die Grenzen verlaufen sollten. Genau diese Frechheit meinen wir Europaeer uns in China leisten zu koennen.