Start / Archiv / SVP stimmt im Landtag gegen Pflege und Erhalt von christlichem Brauchtum an Schulen.

SVP stimmt im Landtag gegen Pflege und Erhalt von christlichem Brauchtum an Schulen.

Alle Jahre wieder…. kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch die leidige Diskussion über christliche Bräuche wie das Nikolausfest, den Martinsumzug oder die Sternsinger, die immer öfter ─ aus falsch verstandenem Toleranzdenken ─ in Frage gestellt werden. Die Süd-Tiroler Freiheit hat daher einen Beschlussantrag im Landtag eingereicht, damit das traditionelle Brauchtum auch weiterhin an den Süd-Tiroler Schulen gepflegt werden kann. Die SVP hat diesen Antrag abgelehnt!

Die Umbenennung der Martinsumzüge in „Laternenfeste“ hat in Süd-Tirol erst vor wenigen Wochen zu heftigen Kontroversen geführt und damit eine Diskussion entfacht, die in Deutschland und Österreich schon seit einigen Jahren ihr Unwesen treibt.

Unter dem Deckmantel einer vermeintlich politischen Korrektheit und eines falsch verstandenen Toleranzdenkens, wird die Verdrängung christlicher Bräuche und Symbole aus den Schulen und der Öffentlichkeit verlangt, weil die Gesellschaft „bunter“ geworden ist und man daher auf Einwanderer Rücksicht nehmen müsse.
Diese Forderung kommt jedoch in den allermeisten Fällen nicht etwa von den Einwanderern, sondern zuvörderst von links-grünen und anderweitig alternativen Gesinnungsgemeinschaften, die dem Irrglauben aufsitzen, dass die Geringschätzung der eigenen Kultur ein Zeichen von Toleranz und Weltoffenheit sei.

In Deutschland wurde beispielsweise von den Grünen die Forderung erhoben, auf das Aufstellen von Weihnachtsbäumen in der Öffentlichkeit zu verzichten, weil diese Tradition angeblich „nicht mehr zeitgemäß“ sei.
Auch Weihnachts- oder Christkindlmärkte werden neuerdings schon in „Wintermärkte“ umbenannt, damit „alle Bevölkerungsgruppen willkommen sind“.
Selbst der Besuch des Heiligen Nikolaus in Kindergärten und Volksschulen entwickelt sich immer mehr zum „Problemfall“.

Als Folge dieser autoethnophoben Doktrin, welche die Pflege des traditionellen Brauchtums als reaktionär, diskriminierend und zuweilen fast schon rassistisch abstempelt, werden Eltern und Pädagogen verunsichert, sodass auf christliche Feste in Bildungseinrichtungen oft lieber ganz verzichtet wird, oder diese, wie im Falle der „Laternenfeste“, völlig neutralisiert werden.

Mit einem Beschlussantrag im Landtag wollte die Süd-Tiroler Freiheit Eltern und Pädagogen unterstützen, denen die Pflege des christlichen Brauchtums ein Anliegen ist und hat daher folgende Punkte zur Abstimmung gebracht:

1.Der Süd-Tiroler Landtag spricht sich entschieden dagegen aus, dass traditionelles Brauchtum einem falsch verstandenen Toleranzdenken gegenüber Einwanderern geopfert oder verfälscht wird und unterstreicht die Bedeutung der Anerkennung der einheimischen Bräuche und Traditionen als Grundlage einer gelungenen Integration.

2.Der Süd-Tiroler Landtag spricht sich für den Erhalt und die Pflege des Brauchtums aus und fordert die Landesregierung daher auf, dafür Sorge zu tragen, dass traditionelle christliche Bräuche und Feste auch weiterhin an den Süd-Tiroler Bildungseinrichtungen (Kindergärten und Schulen) vermittelt und gefeiert werden können.

Anstatt dieses wichtige Anliegen zu unterstützen, hat die SVP den Antrag im Landtag niedergestimmt und damit unter Beweis gestellt, dass ihre Kultur und Brauchtum kein Anliegen mehr sind.

Die Süd-Tiroler Freiheit verurteilt dieses verantwortungslose Verhalten der SVP aufs Schärfste, denn die Leugnung unserer kulturellen Identität ist nicht Ausdruck von Weltoffenheit, sondern von Kulturlosigkeit.

 

L.-Abg. Sven Knoll,
Süd-Tiroler Freiheit.

 

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

2 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

Liebe Süd-Tiroler. Was lese ich da? Wenn einigen Leuten bei Euch der Weihnachtsbaum nicht paasst, der Laternenumzug zum Martinstag suspekt ist und das Kreuz stört, dann möge er seine Sachen packen und abhaun. Du meine Güte! Das erinnert mich an stalinistische DDR-Zeiten. Auch da gabs plötzlich andere Bezeichnungen. Im 3. Reich ebenso, weil Jesus ja ein Jude war und wir nicht zu ihm beten sollten. "Komm Herr Jesus, sei unser Gast..." von Weihnachten ganz zu schweigen. Und nun ziehen die linksprofaschistischen Grünen und andere Figuren das Gleiche ab. Schämt Euch, braucht man da nicht zu sagen, denn diese Figuren haben kein Schamgefühl. Bezüglich der Andersgläubigen denke ich, diese Leute registrieren sehr aufmerksam wie man mit den Christen umgeht. Und wenn sie auf ihren Teppichen sitzen, grübeln sie bestimmt darüber nach, wie lange es noch dauert und sie von den Sowjetfaschistischen Figurn gemaßregelt werden.
Ein frohes Weihnachtsfest wünscht Richard3

2

Auf vollen Touren läuft der Ausverkauf der Heimat, das Kuschen vor (vermeintlichem) Druck von außen, das leichtherzige Aufgeben von Selbstbewußtsein, Individualität und kulturellem Erbe der Väter und Mütter. Sind wir so unsicher, rückgrat- und hilflos, daß wir lieber unser eigenes (Bewußt-)Sein, lang verwurzelten Glauben und selbst noch das bißchen Richtlinie aufgeben, das uns geblieben ist in all dem untergangsbestimmten Globalisierungswahn? Und wollen wir unseren Kindern wirklich auch noch den Zauber und Sinn z.B. der Weihnacht vorenthalten? Ist es schon so weit, daß wir die Kirchen schließen und zum IS, Islam, Judentum oder sonst irgendetwas überlaufen, weil uns jegliche eigene Zentrierung, Verantwortung, Zugehörigkeit und Zukunftsperspektive fehlen?