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Südtiroler Heimatbund: Brief an zukünftigen Bundeskanzler Sebastian Kurz

In einem Brief an Sebastian Kurz, ersucht der Südtiroler Heimatbund den designierten Bundeskanzler von Österreich, sich für eine Generalamnestie der Freiheitskämpfer sowie für die Doppelstaatsbürgerschaft der Südtiroler einzusetzen. Auch das Selbstbestimmungsrecht der Tiroler südlich des Brenners sollte unserem Vaterland Österreich ein dauerhaftes Anliegen bleiben, so Obmann Roland Lang.

Wir bitten Sie, im Rahmen der künftigen Regierungsarbeit darauf hinzuwirken, dass Rom eine Generalamnestie für alle noch lebenden Südtiroler Freiheitskämpfer erlässt, einschließlich jener mit österreichischer Staatsbürgerschaft.

Wir bitten Sie auch, für eine Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler einzutreten. Dies wäre ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung!

Weiteres bitten wir darum, dass die Republik Österreich das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler achtet, unabhängig davon, ob es derzeit eingefordert wird oder nicht.

Dies im Sinne des früheren ÖVP-Staatssekretärs Univ. Prof. Dr. Franz Gschnitzer, welcher am 13. September 1959 auf dem Kongress „Freiheit in der Gemeinschaft“ in Innsbruck erklärte:

„… ohne Zustimmung der Beherrschten kann von rechtlicher Herrschaft nicht gesprochen werden. … Verletzung des Selbstbestimmungsrechtes führt unweigerlich zur Verletzung der Menschenrechte. Somit ruht auf der Selbstbestimmung zuletzt überhaupt jede rechtliche Ordnung.“

Unsere letzte Bitte ist, dass die Schutzmachtrolle Österreichs gegenüber Südtirol in der österreichischen Bundesverfassung verankert und in der Folge ausgeübt wird.

Wir setzen unsere Hoffnungen auf die künftige österreichische Bundesregierung und vor allem auch auf Sie, sehr geehrter Bundesminister und künftiger Bundeskanzler, schließt der Brief des SHB.

Roland Lang
Obmann des Südtiroler Heimatbundes

 

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