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SÜD-TIROLER FREIHEIT Tramin: Nein zur Tischtennis- Italienmeisterschaft

tischtennis.jpgDie vier Gemeinderäte der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin sprachen sich auf der gestrigen Gemeinderatsitzung gegen die Tischtennis- Italienmeisterschaft im Zuge der Haushaltsdebatte aus. Die Tischtennis- Italienmeisterschaft 2008 wird im Frühsommer in Tramin stattfinden und durch die Gemeinde mitfinanziert. Laut SÜD-TIROLER FREIHEIT sollten langfristige Konzepte vor kurzlebige, italophile Sportveranstaltungen gestellt werden.

 

Die vier Gemeinderäte der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin sprachen sich auf der gestrigen Gemeinderatssitzung vehement gegen die Tischtennis- Italienmeisterschaft aus, die dieses Jahr in Tramin stattfinden wird. Die Veranstaltung wird unter anderem durch öffentliche Gelder finanziert. Ein Umstand den die vier Räte der SÜD-TIROLER FREIHEIT nicht nachvollziehen können. „Die Schuldensituation in Tramin ist bedenklich und durch kurzsichtige, italophile Sportveranstaltungen nicht in den Griff zu bekommen. Die Mehrheitspartei sollte die jüngsten Initiativen aus der Privatwirtschaft, vor allem der Kellereien, nutzen und lägst fällige, zukunftsträchtige Konzepte umsetzten, um Tramin als Tourismusstandort zu sichern und auszubauen“, so die einhellige Meinung der Traminer Gemeinderäte. „Italienische Sportveranstaltungen sind dazu der falsche Weg“, so die SÜD-TIROLER FREIHEIT abschließend.

Tramin war erst vor kurzem Schauplatz einer sportlichen, italienischen Großveranstaltung. Im Jahr 2006 startete eine Etappe des „Giro d´Italia“ in Tramin und schon damals versprach sich die Gemeindeverwaltung durch den angeblichen Werbeeffekt einen Impuls für den Tourismusbereich. Letztgenannter blieb allerdings aus.

Stefan Zelger, SÜD-TIROLER FREIHEIT
Gemeinderatsfraktion Tramin

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8 Kommentar(e)

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1
Südtirol Hoteltipp

Die Freiheit des Tischtennisballes
Zunächst ist aus den angeführten Begründungen und Haltungen, warum nun die Tischtennis-Italienmeisterschaft nicht in Tramin über die Bühne gehen soll, nur eines herauszuhören: Hass. Ist dieser Hass eigentlich noch zeitgemäß und vorallem, ist er produktiv? Da ist meine erste Reaktion: Ärger. Ärger deswegen, weil solche Veranstaltungen für ein kleines Dorf, wie es Tramin ist, von unschätzbarem und nachhaltigem Wert sind. Ärger deswegen, weil sich eine Reihe von Leuten über Monate den A aufreißen, damit eine solche Veranstaltung überhaupt zustande kommt und andere einfach hergehen und all diese Bemühungen mit rücksichtsloser Willkür verdammen, ohne wirklichen sachlichen Argumente verdammen. Wenn von den gleichen Leuten gefordert wird, man möge langfristige Konzepte vor kurzlebige, italophile Sportveranstaltungen stellen, so würde ich liebend gerne erfahren, welche nun diese langfristigen Konzepte wären. Freiheit bedeutet für mich auch, dass sich jeder mit einer guten Idee aus dem Schmollwinkel des Hasses herauswagen kann und diese zusammen mit Mitstreitern vorantreiben kann. Freiheit bedeutet für mich auch, Menschen anderer Muttersprache nicht von vorne herein einer gewissen Kategorie des Abschaumes zuzuordnen um damit Emotionen zu schüren, die einer rein sportlichen Veranstaltung nicht dienlich sind. Wenn man gerne von traditionellen Werten redet, von Freundschaft und Loyalität, in Wahrheit aber Hass schürt, dann kann das sicher nicht der richtige Weg sein. Es lebe die Freiheit des Tischtennisballes.

2

Meine ganz persönlichen Wünsche
Hier mal ein Vorschlag als Traminer für Traminer:
Als Traminer Bürger wünsche ich mir von den Lokalpolitikern (auch von den Oppositionspolitikern!) sehr wohl solche Diskussionen.

Aber:

Als Traminer Bürger wünsche ich mir, diese Diskussionen VOR gefällten Entscheidungen und in den Gemeindestuben bzw. unter den Verantwortlichen Personen. Nachträgliche weltweite Diskussionen wünsche ich mir als Traminer Bürger nicht. Ich wünsche mir sogar, dass Mehrheitsentscheidungen (ich gehe mal davon aus, dass es eine Mehrheitsentscheidung war) AUCH von den lokalen Oppositionspolitikern, zwar nicht aktiv mitgetragen, aber zumindest die daraus resultierende Veranstaltung(en) nicht in der Öffentlichkeit diffamiert wird(werden).

Ich bin traurig, wenn ich mit ansehen muss, wie meinen Bemühungen (siehe Weblog: Wandertipps, Fotos, Tramin) das wunderschöne Weindorf Tramin im weltweiten Netz positiv und interessant darzustellen, teilweise zunichte gemacht werden.

Ich hoffe die gesetzten ausgehenden Links bleiben als kleine Entschädigung hier im Beitrag drin 😉

Grüße
Dietmar

P.S. Wie oben bereits erwähnt: das sind meine ganz persönlichen Wünsche (habe das Wort hoffentlich oft genug wiederholt) als Traminer Bürger, der in keiner Partei eingeschrieben ist und sich bei jeder Wahl neu entscheidet 😉

3
Nicht von Bedeutung

@ Peter
Zu Ihrer Aussage: "... dort stattfinden wo sie hingehören. Und ital. Meisterschaften gehören eben nicht nach Süd-Tirol..., sondern nach Italien..!"

Wenn Sie mal den Atlas hernehmen und Südtirol suchen, wo finden Sie es dann? Bei Österreich oder Italien?

4

Doppelte Meinung, für Geld alles...
@egon der gastwirt? Einerseits weg von Rom, was ich verstehe, aber andererseits noch kräftig Verdienen. Doppelzüngigkeit?

5

Wenn das Geld aber mehrheitlich im Dorf bleibt und auch die Nachbargemeinden davon profitieren? Wie sieht das dann der Herr Peter? Zum Unterschied beim Giro d’ Italia; dort handelte es sich um eine Tagswerbung, hier hingegen werden ca. 1600 Athleten und einiges an Begleitpersonen 12 Tage lang in Tramin und Umgebung untergebracht. Da dürfte jeder davon profitieren, vom Hotelier oder Gastwirt bis hin zum Dorfgeschäft.

6

Toleranz und Freiheit?
Toleranz und Freiheit sind nicht etwas, was gerade jedem persönlich in den Kram passt (vorige Kommentare), sondern müssen einer objektive Beurteilung aus verschiedenen Gesichtspunkten standhalten.

Auch für Sportveranstaltungen gilt: Sie sollten dort stattfinden wo sie hingehören. Und ital. Meisterschaften gehören eben nicht nach Süd-Tirol (oder Nord-Tirol oder sonstwohin in Österreich), sondern nach Italien runter!

Wie kommen Südtiroler Steuerzahler dazu, Ital. Meisterschaften zu finanzieren?

7

Und die Toleranz ?
wo bleibt da Toleranz ?
Jedem seine Freiheit! Ist die Südtiroler Freiheit dabei, die Freiheiten zu begraben?

8

Aber, aber..
ich will bei allem Verständnis
kritisch bleiben, das Wort italophil ist beleidigend-obwohl ich denke ihr könnts die Veranstaltungen genauso und-langlebiger planen.
Sont köönte man/frau das umdrehen
in südtirolophil...
Also bleibts doch ihr wenigstens fair! Es reicht`s wenn die SVP euch "verarscht"!
Bhuets Euch! Es lebe der Sport...