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SÜD-TIROLER FREIHEIT startet neue Plakataktion – „EIN TIROL“ – Vorstellung Identitätskampagne 2009

plakat_ein_tirol_1500_web.jpgVor ca. 1½ Jahren hat die SÜD-TIROLER FREIHEIT mit ihrer „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN!“ – Plakataktion international für Aufsehen gesorgt. In den verschiedensten Ländern Europas, den Vereinigten Staaten von Amerika, ja sogar in Aserbaidschan wurde über diese Kampagne berichtet. Allein von den gleichnamigen Aufklebern wurden im Jahr 2008 mehr als 265.000 Stück verteilt und damit neue Maßstäbe gesetzt. Passend zum Tiroler Gedenkjahr 2009 startet die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT eine weitere Identitätskampagne, die unter dem Motto „EIN TIROL“ steht.

 

Ab Montag, 16. März werden über 800 Plakate in den 116 Süd-Tiroler Gemeinden angebracht. Mit diesem provokanten Motto, das sicherlich wieder zu Diskussionen führen wird, leistet die SÜD-TIROLER FREIHEIT einen politischen Beitrag zum Gedenkjahr 2009 und macht damit darauf aufmerksam, dass Süd-Tirol nicht nur nicht Italien, sondern vor allem noch immer ein Teil von Tirol ist.

Damit soll auch all jenen Kräften entgegengewirkt werden, die Süd-Tirol allzu gerne eine völlig neue, untirolerische Identität aufzwingen möchten.

Süd-Tirol braucht keine neue Identität, die die eigene Herkunft verleugnet. Auch wenn es einigen nicht passt, Süd-Tirol ist und bleibt ein Teil von Tirol! Diese Plakataktion soll daher dazu beitragen, das Tirol- Bewusstsein zu stärken.

Es ist wichtig, dass in Süd-Tirol endlich wieder begonnen wird, über die Zukunft des Landes zu diskutieren und damit auch die Zugehörigkeit zu Italien immer deutlicher in Frage zu stellen.

Wichtig ist dabei jedoch, sich nicht von radikalen Positionen leiten zu lassen, sondern sich auf das Selbstbestimmungsrecht zu berufen, welches alle Möglichkeiten für eine friedliche Lösung von Minderheitenfragen beinhaltet.  

Als Motto für diese neue Identitätskampagne wurde daher ganz bewusst der Begriff EIN TIROL gewählt, da dieser in den 80er Jahren missbraucht wurde, um dem Selbstbestimmungsanliegen zu schaden.

Es sei daran erinnert, dass es insbesondere der italienische Geheimdienst war, der nach dem Tiroler Gedenkjahr 1984 verstärkt in Süd-Tirol aktiv wurde, um den aufkeimenden Selbstbestimmungsbestrebungen entgegenzuwirken, indem der Begriff EIN TIROL mit rechtsradikalem Gedankengut und mit Anschlägen in Verbindung gebracht wurde.

Für die glaubwürdige Vertretung des Selbstbestimmungsanliegens ist es jedoch absolut notwendig, sich von jedwedem rechtsradikalen Gedankengut und von Gewaltakten zu distanzieren. 

Gerade weil der italienische Geheimdienst den Begriff EIN TIROL kriminalisiert hat, holt sich die SÜD-TIROLER FREIHEIT diesen Begriff zurück, um ihm wieder jenen positiven und sauberen Sinn zu geben, den er vor der Kriminalisierung immer hatte.

Es geschieht dies auch zum Selbstschutz, da zu befürchten ist, dass der italienische Geheimdienst das Tiroler Gedenkjahr 2009 wieder für kriminelle Aktivitäten missbraucht.

Einen ersten Vorgeschmack darauf erhielten die Vertreter der SÜD-TIROLER FREIHEIT bereits im vergangenen Herbst, als 3 Tage vor den Landtagswahlen ein Bericht des Geheimdienstes an die Medien weitergeleitet wurde, in dem die falsche Behauptung aufgestellt wurde, dass Sven Knoll im Oktober 2007 an einem Nazi-Treffen im Passeiertal teilgenommen habe. Es wurde jedoch lückenlos nachgewiesen, dass der Inhalt dieses Berichtes völlig frei erfunden war.
Derartige Aktivitäten des Geheimdienstes, bei denen im konkreten Fall ganz bewusst versucht wurde, Einfluss auf das Ergebnis der Landtagswahlen zu nehmen, geben  allemal Anlass zur Sorge.

Dies auch deswegen, weil sowohl der SÜD-TIROLER FREIHEIT, als auch dem Süd-Tiroler Schützenbund die konkrete Warnung zugespielt wurde, dass es eine neue Unterabteilung im italienischen Geheimdienst gebe, dessen einzige Aufgabe es sei, dem Selbstbestimmungsanliegen in Süd-Tirol „mit allen Mitteln (!)“ zu schaden.

Es ist nicht zu übersehen, dass in den letzten Jahren, besonders bei der Jugend, eine verstärkte Identitätsfindung stattgefunden hat, und sich immer mehr Menschen eine Zukunft ohne Italien wünschen. Das Tiroler Gedenkjahr 2009 wird dazu sicherlich ebenfalls beitragen.

Diese Entwicklung wird von bestimmten Kreisen zweifelsohne genauestens und mit Argwohn betrachtet. Es ist nicht auszuschließen, dass solche dunklen Kräfte, so wie vor 25 Jahren, versuchen, mit kriminellen Mitten den wachsenden Unabhängigkeitsbestrebungen entgegenzuwirken. 

Umso wichtiger ist es daher, vorab ganz unmissverständlich zu sagen, dass sowohl das Selbstbestimmungsanliegen als auch die Tiroler Identität des Landes, welche mit dem Begriff „EIN TIROL“ zum Ausdruck gebracht wird, nichts mit rechtsradikalem oder terroristischem Gedankengut zu tun haben.

SÜD-TIROLER FREIHEIT
Freies Bündnis für Tirol

Dr. Eva Klotz
Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter und
Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT

Werner Thaler
Gemeinderat und Rechtlicher Vertreter 
der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT

Bozen, 13. März 2009

plakat_ein_tirol_1500_web.jpg

pk_plakatvorstellung.jpg

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31 Kommentar(e)

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1

Ewiggestriges Gedankengut, extreme Einstellung, keine anderen Probleme mehr??

2

@Stefan R.
Wenn die Süd-Tiroler Freiheit nur die Freizeit-und Vollbauch-Sezessionisten sind, was machst du dann auf unserer Internetseite. Bring deine kranken Hirngespinste gefälligst woanders zum Ausdruck, oder hast du keine Hobbys??

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"..Es ist nicht auszuschließen, dass solche dunklen Kräfte, so wie vor 25 Jahren, versuchen.."

Der deutsche Inlandsgeheimdienst heisst Verfassungsschutz, wobei aber neuerdings auch das Bundeskriminalamt geheimdienstliche Methoden anwenden darf, ohne allerdings einer parlamentarischen Kontrolle unterworfen zu sein (Gewaltenteilung ade).

Sind das auch dunkle Kraefte, oder ist da alles im gruenen Bereich, weil nur Italien boese ist?

Uerberhaupt wurden die Nachrichtendienste in Italien neu strukturiert. Welchen meint ihr denn?

Ich denke Wirtschaftsspionage aus den USA und China stellt fuer Italien eine weitaus groessere Gefahr dar, als die Freizeit-und Vollbauch-Sezessionisten der "Süd-Tiroler Freiheit", weil deren Attacken professionell koordiniert werden.

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Massimiliano Piovan

Inutile provocazione.
I manifesti con cui volete tappezzare tutti i Comuni dell' Alto Adige - Suedtirol finiranno per fare la stessa fine di quelli di 2 anni fà. Nel senso che saranno in molti anche in questa occasione a rovinarveli. Ricordo infatti quando 2 anni fà usciste con i manifesti "Suedtirol ist nicht Italien", e che rimasero affissi per oltre un mese, in quell' occasione a partire da una settimana dopo la loro affissione si susseguirono a macchia d' olio i danneggiamenti o modifiche da parte di ignoti.
Il vostro denaro siete liberi di spenderlo come meglio crediate, tuttavia se fossi al posto vostro, io personalmente non lo spenderei nel fare fesserie!

ALTO ADIGE - SUDTIROL IST UND BLEIBT EUROPA!

5

Waaas?
Was für eine Frechheit von Peterlini.
Die Süd-Tiroler müssen sich einen neuen alternativen Weg einfallen lassen???
Die SVP muss endlich anfangen zu denken und für die Heimat und Tirol was tun. Für will sie denn seit seit 60 Jahren gewählt werden?

Stefan R.
Transkulturalisieren: wo hast du denn dieses Wort her?
Auf Deutsch heißt das umvolken!!!
Das hat schon Hitler gemacht und „entsprach damals den internationalen Gepflogenheiten“.

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P.S.
Der SVP-Senataot Oskar Peterlini meinte gerade, wird Rom weiterhin die Bestimmungen des Autonomiestatus für die AP Bozen nicht beachten wollen, dann müssen sich die Südtiroler einen neuen alternativen Weg im Interesse der eigenen Zukunft einfallen lassen. Das wäre also der Selbstbestimmung-Notfall von dem die SVP immer wieder spricht, ein neuer Weg der Klärung dieser Frage, oder?

7

Die Geschichte geht weiter
Der italienische Regionenminister Calderoli hält den Landeshauptmann von Südtirol für einen "arroganten Extremisten", wie man in der Dolomitenzeitung nachlesen konnte, da der amtierende LH seine Zustimmung zu den von Rom de facto ohne Zeitlimit blockierten Geldleistungen nach dem im Autonomiestatut garantierten Steuerföderlalismus von Bozen über Rom zurück nach Bozen in heutigen Krisenzeiten immer noch verweigert. Südtirol will sich also nicht in Solidarität mit der permanenten Krise in Italien üben, und das ist auch das gute Recht der Süd-Tiroler, die ja nicht freiwillig in diesem Staat leben. Auf diese Art schuldet Rom der AP Bozen schon jetzt Milliarden Euros rückwirkend bis zum Jahre 2000. Stattdessen hat der LH Luis Durnwalder seinem Gesprächpartner dem Regionenminister in Rom die Übernahme von neuen Kompetenzen durch das Land vorgeschlagen, wie z.B. die Übernahme der Aufgaben der Post. Das würde aber auf Kosten der Italiener gehen, meinte Minister Calderoli. Vielleicht hat man in Italien Angst, dass auch die Italiener in Südtirol zeitgerecht ihre Post zugestellt bekommen würden, die Carabinieri würden endlich Deutsch in der AP Bozen sprechen wollen, oder dass die Züge sauber und pünktlich verkehren würden, würde die AP Bozen diese neuen Kompetenzen bekommen. Ein Durchbruch wird bei diesen ansteheden kommenden Gesprächen zu diesem Thema in Rom nicht erwartet. Die deutschprachige Opposition bezeichnet oft den LH als zu sehr pflegeleicht und lasch in seinem Umgang mit der Zentralregierung in Rom. Auf der anderen Seite in Italien wird also Luis Durnwalder als "arroganter Extremist" aus Südtirol, manchmal auch als Tiroler und Österreichischer Nationalist bezeichnet. Nach den Gesprächen in Rom fliegt der LH von Südtirol direkt von Rom nach Wien, um den Österreichischen Bundespräsidenten, Bundeskanzler und die Spitzen der Regierung dort zu treffen. Vor wenigen Wochen hat es auf höchster Ebene ein ähnliches Treffen der SVP-Spitze in Innsbruck mit Vertretern der Wiener Regierung und mit der Landesregierung aus dem BL Tirol gegeben. Man darf sich daher als Beobachter der Politik fragen, was da im Interesse des Landes Tirol in Süd-Nord-Ost wohl besprochen wurde. Ein Austausch der gegenseitigen Höflichkeiten wird es nicht gewesen sein, sondern es ist wahrscheinlich um Steuerföderalismus und von Rom der AP Bozen vorenthaltene Gelder aus Südtirol gegangen. Wenn sich aber derartige Treffen auf höchster Staatsebene häufen, dann wird das etwas zu bedeuten haben. Es ist wahrscheinlich eine ernsthafte Krise in Beziehungen zwischen Rom und Bozen in Anmarsch. Es geht wahrscheinlich auch um prinzipielle Fragen der Autonomie Südtirols. Weitere eklatante Verletzungen der Bestimmungen des Autonomiestatus will wahrscheinlich der "Tiroler Nationalist und arroganter Extremist" aus Bozen mit der SVP nicht mehr hinnehmen, auch dann nicht, wenn der Minister aus Rom vergessen sollte, dass er eine Großmutter aus Südtirol hat. Man darf wohl vermuten, dass es dabei um Abwehr der gegnwärtigen Linie der offiziellen Politik aus Rom geht, die Sonderrechte der AP Bozen in Krisenzeiten für immer abzuschaffen und das Geld der Südtiroler nicht mehr nach Südtirol zurückzuschicken. Italien kratzt also jetzt selbst am Selbstbestimmung-Notfall in Süd-Tirol. Keine SVP und kein LH aus Südtirol wird sich das gefallen lassen, dass die AP Bozen für die permanent verfehlte Politik in Rom noch mehr die Rechung bezahlen sollte. Die Opposition in Süd-Tirol wäre daher gut beraten, gerade jetzt mit dem LH und mit der SVP eine gemeinsame Abwehrfront gegen diese neue Art der Abschaffung der Sonderrechte geschlossen zu bilden, sogar bis hin zur gemeinsamen Ausrufung des Selbstbestimmung-Notfalls für das Land. Diese Frage nach Ausübung der Selbstbestimmung kann Italien nur die demokratische und legitime Vertretung der Süd-Tiroler stellen und das kann nur die Landesregierung der AP Bozen und der Südtiroler Landtag sein. So ein Fall kann sogar schneller eintreten als man in Bozen heute glaubt. Die gegenwärtige Krise wird sich von Monat zu Monat verschärfen. Man konnte sogar nachlesen, dass solche Länder wie Italien soziale Unruhen für die kommenden Monate erwarten, sollte die wirtschaftliche Krise sich ausbreiten und zu einer politischen Krise des Staates werden. Nicht nur in Italien, auch in Frankreich oder in Großbritanien. Man konnte ebenfalls nachlesen, dass die Gründung der sog. Bürgerwehren dazu dienen sollte, in Zukunft im Notfall die Stabilität des Staates sichern zu helfen. Es kommen auf Süd-Tirol also unruhige Zeiten zu, der Geldhahn, der aus Steuergeldern Südtirols zur Gänze gespeist wird, wurde ziemlich zugedreht. Damit wird auch der erreichte Wohlstand des Landes für die kommenden Jahre nicht mehr sichergestellt. Die Parteien der AP Bozen müssen daher gerade jetzt eine gemeinsame politische Linie finden und gemeinsam handeln, bis hin zur Ausrufung des Selbstbestimmung-Notfalls, sollte das einmal für die Landespolitik in Bozen der einzig mögliche Ausweg aus der durch Italien einseitig verschuldeten politischen und wirtschaftlichen Lage werden. Das würde aber auch ein Zugehen der SVP auf die Oppositionsparteien bedeuten, da man gerade in Krisenzeiten nur gemeinsam stark ist. Es bleibt noch abzuwarten, was dann die völkerrechtliche Schutzmacht der Süd-Tiroler Interessen das Vaterland Österreich in diesem Fall auf Ansuchen aus Bozen zu unternehmen gedenkt. Selten waren die Talente der Politiker so sehr gefragt, wie gerade jetzt in den noch kommenden Krisenzeiten in Tirol Süd-Nord-Ost und in der Bundeshauptstadt. Eine jede Krise bedeutet aber meistens auch einen neuen Anfang, wenn man in der Politik zur richtigen Zeit das richtige aus vorhandenen Alternativen machen will.

8

kein Platz für Faschismus
@ghysmodos
Sollte es zu Fehlern im Vinschgau gekommen sein, ist das bedauerlich. In alter Zeit fehlte es da leider überall am Gespür. Das rechtfertigt aber nirgends imperialistisches Denken heute. Mittlerweile ist nämlich die Zivilisation fortgeschritten, und bei uns darf so etwas nicht mehr vorkommen. Umso ärgerlicher, dass uns die Selbstbestimmung immer noch vorenthalten wird, obwohl sie die einzige faire Lösung ist!
@Peter
Der Vorschlag ist sehr gut!

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"Den Ersten Weltkrieg hat in Europa militärisch auch nicht Italien gewonnen, sondern die USA, nicht anders als im Zweiten Weltkrieg"

Markus A., sie haben keine Ahnung.
Den zweiten Weltkrieg in Europa hat genau eine Armee entschieden, naemlich die Rote Armee. Und wenn die Sowjetunion den Kalten Krieg verloren hat, liegt das auch daran, dass sie mit 20 Millionen Toten im Zweiten Weltkrieg sehr viel Know-How verloren hat.

"Den Ersten Weltkrieg hat in Europa militärisch auch nicht Italien.."

An Aussagen wie diesen wird deutlich, dass euer vermeintlicher Antifaschismus in Wahrheit eurem Austrofaschismus nur oberflaechlich aufgestuelpt ist.

Als ob es einen Wert darstellte, im Krieg erfolgreich zu sein. Als ob sich Italien dafuer schaemen sollte, keine "leistungsfaehige Armee" besessen zu haben.

Der Faschismus in Suedtirol wollte euch lediglich transkulturalisieren. Das entsprach damals den internationalen Gepflogenheiten.
Staaten bilden sich nunmal ihr Staatsvolk, zumindest ist diese Richtung nicht vernachlaessigbar.

10

Geschichte
Die Geschichte des Landes Tirol südlich des Brenners wird ab 1918/19 vor allem von Italien geschrieben. Dieses Land hat Rom nur Dank diplomatischem und militärischem Verrat und Betrug durch einen Friedensvertrag bekommen. Davor hat nicht Österreich 1915 Italien den Krieg erklärt sondern umgekehrt. Schon damals war Italien das Recht der Völker auf eigene ethnische Selbstbestimmung bekannt. Auf dieses Recht hat sich ja Italien im Fall seiner territorialen Forderungen im Fall der italienischsprachigen Länder wie Trentino, Triest, Istrien und Dalmatien damals vor der Völkergemeinschaft berufen, zugleich hat es aber selbst vergewaltigt, indem das deutschsptrachige Land Tirol südlich des Brenners, das slowenisch- und kroatischsprachige Hinterland von Istrien und Dalmatien ohne eine Volksabstimmung annektiert hat. Dazu mit Zustimmung der Siegermächte des Ersten Weltkrieges als "Judaslohn" für die getanen Dienste. Den Ersten Weltkrieg hat in Europa militärisch auch nicht Italien gewonnen, sondern die USA, nicht anders als im Zweiten Weltkrieg. Der Verursacher und Agressor auch des Zweiten Weltkrieges war nicht damals das ausgelöschte Vaterland der Süd-Tiroler das Land Österreich, sondern das Duce-Italien selbst, das noch kurz bis zum Anschluß 1938 Österreich Bündistreue und Garantien der Selbstständigkeit versprach, aber dann, wie eine heisse Kartoffel auch um den Preis der Unantastbarkeit der Brennergrenze durch Nazi-Deutschland einfach fallen liess. Italien hat im Ersten Weltkrieg durch seinen Verrat 1915 und Kriegseintritt den Bündnispartner Österreich verraten, aber auch vor dem Anschluß 1938 durch nicht eingehaltene Garantien, später nach 1945, als es weiterhin darauf bestanden hat, das deutschsprachige Land Süd-Tirol zu behalten, trotz der Petition der Süd-Tiroler an Österreich für die Rückkehr des Landes zum Vaterland, die fast von allen mündigen Bürgern dieses Landes 1946 unterzeichnet und in Innsbruck dem damaligen BK Figl übergeben wurde. Damals um das Jahr 1945 haben sich die Kroaten und Slowenen in Istrien und Dalmatien von den "Segnungen" der faschistisch-italienischen Herrschaft für immer selbst befreien können. Die Stadt Triest und Gorizia wurden zur einer Freien Stadt von den Allierten zusammengefasst. Italien hat sich dabei fast zehn Jahre lang bis 1954 auf das Selbstbestimmungrecht der Völker, in diesem Fall der Italiener in dieser international verwalteten Stadt Triest berufen, aber gleichzeitig hat dieses Recht auf die eigene ethnische Selbstbestimmung den Süd-Tirolern im eigenen Staatsgebiet weiter brutal verweigert. Nicht nur das, der Pariser Autonomievertrag von 1946 hat dem Land neue Freiheiten und weitgehende Autonomie versprochen. Was kam, war die Fortsetzung der alten Politik der Italianisierung und Maßlosigkeit der 20er und 30er Jahre, nur in einem neuen pseudodemokratischen Gewand. Auch da hat, diesmal das demokratische Italien, Österreich schändlich verraten, weil es sich an die Versprechen der Autonomie im Pariser Vertrag nicht halten wollte. Erst der Widerstand der Süd-Tiroler der 50er und 60er Jahtre hat Rom zum Umdenken bewegt. Die versprochene Autonomie kam, aber mit sehr viel Leid, Blut und Tränen erkauft, dazu nach endlosen diplomatischen Verhandlungen und Täuschungsmanövern Roms gegenüber Schutzmacht Süd-Tirols Österreich. Seit 1992 gibt es also diese immer noch lückenhafte und herzlos erlaubte Autonomie, die man bereits dem Land 1946 versprochen hat. Viele Italiener bezeichnen dies als einen Unfall der italienischen Diplomatie und Politik und wollen eine größtmögliche Abschaffung der erreichten Sonderrechte der Süd-Tiroler in diesem Staat. Fordert man aber heute die Selbstbestimmung für das Land, wird man gleich auf die so tolle von Rom gnadenhalber erlaubte Autonomie in Südtirol erinnert. In Wirklichkeit ist das aber wie alles in diesem Staat ein alter Hut, ein Modell der Autonomie aus den 60er Jahren. Heute gibt es in Europa auch in der EU selbst modernere und bessere Modelle und Lösungsansätze der Selbstbestimmungfrage einer fremdbestimmten Ethnie, wie z.B. gestern in den Ländern Montenegro, Kosovo, morgen in Schottland, Flandern und Katalonien. Wenn man also die ganze Gechichte rekapituliert, welchen Grund sollte man heute und morgen haben, auch in Zukunft den Zusicherungen des Festhaltens an Autonomie für AP Bozen aus Rom zu glauben? In diesem Forum wurde das Thema der Germanisierung der Rätoromanen im oberen Vinschgau angesprochen, die in der Geschichte vor Jahrhunderten im Zeitalter der Gegenreformation aus religiösen Gründen durch die katholische Kirche erfolgt ist. Seit 1918 leben in Italien in den Autonomen Provinzen Friaul, Trient und Bozen sehr viele Reste dieser Sprachgruppe. Das erste was das faschistische Regime in den 20er Jahren bei diesen romanischen Sprachminderheiten gemacht hat, war die gleiche Politik der Italianisierung mit der Brechstange nach Vorschlägen des Duce und Tolomeis, nicht anders als bei den deutschsprachigen Süd-Tirolern. Mit dem Ergebnis vielleicht, dass die Tiroler südlich des Brenners diesen ungleichen Kampf um die Beibehaltung der eigenen sprachlichen und ethnischen Identität vorläufig gewonnen zu haben scheinen. Im Jahre 2007 haben mehrere Ladinische Alt-Tiroler Gemeinden im Belluno zu über 80% für den Provinzwechsel zu Süd-Tirol abgestimmt. Seitdem ist nichts viel geschehen, diese Anträge sind irgendwo in Rom versandet. Die Ladiner in Süd-Tirol haben ihre Eigenart beibehalten, die Ladiner im Trentino gehen langsam in Mehrheitsbevölkerung sprachlich unter. Die Friulaner, die eine eigene Sprache sprechen, eine Sprache von der es heute noch bis 600 Tausend passive und aktive Sprecher in der Provinz Udine geben sollte, sind an den Rand im eigen Land von gedrängt worden. In der Provinz Udine Friaul erkennt man erst auf den zweiten oder dritten Blick, dass dieses Land einen anderen nicht nur italienischen, sondern einen eigenen ethnischen Charakter hat. In den Provinzen Triest und Gorizia haben die 20-30% Slowenen zwar Minderheitenrechte, aber sie sind so gut wie zur Gänze aus dem öffentlichen Leben und Bild dieser Kulturlandschaft in Italien ausgeblendet, vor allem in der Stadt Triest selbst. So schaut es aus um die historische Großzügigkeit Italiens für seine Minderheiten in vergangenen und heutigen Zeiten im Vergleich zu Alt-Österreich vor 1918, das niemals bestrebt war, ethnisch gewachsene Grenzen anzutasten. Der Stiefelstaat wird seine Politik der Italianità gegenüber Minderheiten kaum wesentlich ändern oder aufgeben wollen, daran wird sich nicht so bald etwas ändern, wenn man nicht wie immer in der Geschichte seit 1918/19 zu Selbsthilfe greifen will, und wie im Falle von Süd-Tirol das im Völkerrecht verankerte Recht auf die eigene ethnische Selbstbestimmung im eigenen Land, wo man immer noch eine 3/4 starke ethnische und sprachliche Mehrheit stellt, regional, national und international laut und deutlich vor allem von den EU-Gremien einfordert. Das kann aber nur die legitime politische Vertretung der Süd-tiroler machen, d.h. die Landesregierung in Bozen oder der Südtiroler Landtag. Die politische Opposition kann momentan nur die politische Auseinandersetzung in der Gesellschaft zu Selbstbestimmung weiterhin mit sehr viel Erfolg anführen.

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Demo
Aserbaidschan und die USA interessieren sich für die (Süd-) Tirol-Plakate. Nur Durnwalder und die SVP nicht. Komisch oder System?

Hi Peter
Sehr gute Idee, man könnte eine Demonstration vor dem ital. Parlament in Rom organisieren.
Dann haben die ital. Medien etwas über ihre dunkle Vergangenheit zu schreiben.

@ghysmodos
Dass das Schloss Marienberg u.U. Dokumente aus diesen Gründen zurückhält, fände ich nicht richtig.
Dass du aber behauptest, unter Italien ist alles besser, wo Italien uns erfundene Ortsnamen und Sprache aufgezwungen hat, ist doch ein Messen mit zwei verschiedenen Maßen.
Willst du jetzt die Grafschaft (von Tirol) von 1600 wieder herstellen?

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Ein Tirol!
Ein Tirol, kann verschiedene Möglichkeiten der Zukunft für unsere Heimat ausdrücken!

Am visionärsten, finde ich einen freien Staat Tirol, mit Nord-, Ost-, Süd-, und Welschtirol/Trentino, dies würde für ein friedliches Zusammenleben der drei Volksgruppen, garantieren, weil dadurch keine der Volksgruppen übervorteilt wird!

Diese wäre auch die revolutionärste Möglichkeit, da es bedeutet, zurück zu den Wurzeln Tirols zu kommen und sich aus der Bevormundung Roms und oder von sonst wo her lösen zu können! Außerdem könnte ein solcher Staat eine absolute Vorbildfunktion für ganz Europa einnehmen, da er im friedlichen und demokratischen Bewusstsein, dreier Volkgruppen, in Sicht auf gemeinsame Geschichte und Zukunft geschaffen wurde!

In diesem Sinne:
Gemeinsam, demokratisch und friedlich für EIN TIROL!

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Ein Tirol!
I find des olls volle cool!!
Weiter so...Süd-tiroler Freiheit!!!

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über meine italienischkenntnisse muss sich hier wohl mit niemandem diskutieren, habe es aber immerhin zu einem universitätsabschluss an einer italienischen hochschule gebracht. und das ich (deswegen) ein "stolzer italiener" bin, hab ich wohl auch nicht geschrieben.

was parolen wie "von kufstein bis salurn" angeht, so zeugen diese doch nur von der profunden ignoranz der schreiber. tirol erstreckt sich in den süden bis ala.

das niemand auf die zwangsverdeutschung eingeht von der ich schreibe, und daher schreibt ich soll auf die seite des pdl gehen, zeugt doch auch nur davon, dass es anscheindend leute gibt bei denen es, bevor österreich den weltkrieg verloren hat den es angezettelt hat, keine geschichte gab und damals anscheinend alles friede freude eierkuchen war.

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Österreich
Südtirol ist österreichischer als man denkt!
Denn an Südtirol könnte sich so manches Österr. Bundesland mal ein Beispiel nehmen. So trationsgebunden, heimatverbunden und Charakterstark und das nach 90 Jahren Unrecht muss einmal gelobt werden.

Seid stolz und baut darauf!

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Wie wäre es mal mit folgendem Plakat:
"Raus mit dem Faschismus aus Südtirol!"

Am besten dann noch ein paar Tafeln vor dem ital. Parlament aufstellen.

Ich wette, dass würde sicher Aufmerksamkeit in ganz Europa erzeugen.
Was meint ihr?

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@ ghysmodos
Und deshalb schreibst du auch "Vintschgau" anstatt "Vinschgau".
"Nie ging es uns besser als unter den Italienern": ich verstehe, du möchtest in die 20er, 30er oder 60er Jahre des 20. Jahrhunderts zurück.

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@ghysmodos
Wenn sich Herr ghysmodos so sehr mit Italien verbunden fühlt, wieso besucht er dann überhaupt diese Website? Er wäre sicher besser mit der des PdL, der von Fiamma Tricolore, der von Forza Nuova oder wie sie alle heißen bedient. Aber vieleicht reichen seine Italienischkenntnisse dafür schlichtweg nicht aus. Soviel zum Thema "stolzer Italiener sein"!!!

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Italien soll Gesetze einhalten
Ich erwarte mir nur, dass Italien seine Gesetze und die UNO-, Völker- und Menschenrechtsdeklarationen einhält, die es selbst ratifiziert hat.

Denn die Süd-Tiroler haben ein Recht auf Selbstbestimmung.

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Im oberen Vintschgau wurde bis zum 16. JH Rätoromanscih gesprochen. Um zu verhindern dass die Vintschger abtrünnige, reformierte Christen werden, wurden wir binnen 20 Jahren eingedeutscht, und verstehen heute unsere Flur- und Ortsnamen nicht mehr. Unter massgeblicher Beteiligung des Klosters Marienberg, das sich bis heute weigert die Chroniken dieser Jahre freizugeben, haben die Habsburger das geschafft, was die Faschisten nicht geschafft haben.
Des weiteren hege ich keinerlei Nostalgie an die Zeiten in denen die "Kornkammer Tirols" so wenig zu essen hatte dass ihre Kinder ins Schwabenland versklavt wurden und 20-30% der Bevölkerung "Korrner" waren, also nicht mal Haus und Hof hatten.
Nie ging es uns besser als unter den Italienern.

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Ein Tirol
Liebe Süd-TIroler Freiheit. macht weiter so. Bitte hängt die Ein-Tirol Plakate in ganz Tirol auf.

Für ein gemeinsames Tirol von Kufstein bis Salurn!

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Ein Tirol
Ja ich finde auch die Plakate sollten in ganz Tirol angebracht werden, um auch mehr aufmerksamkeit in Nord-und Ost-Tirol zu erregen!!

Ein Tirol

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Freiheit
Diese Kampagne ist eine Genjale Idee, im Gedenkjahr von 1809 - 2009 200 Jahre Freiheitskampf! Zu diesem Projekt muss ich als 18 jähriger Bürger (erstwähler) ein Dank aussprechen,dass die Süd-Tiroler Freiheit sich so schtark mit Junge Funktionäre und Mitglieder durchsetzt!!! Heutzutage muss man oft lachen wenn die elteren Bürger unseres schönen Landes, nicht mehr an die Freiheit glauben oder arbeiten auch wenn sie die Faschistenzeit in Süd-Tirol mitgemacht haben! Ihr Eltern, Väter, Großväter habt einige Teile unserer Geschichte erlebt und müsstet es besser wissen,wie die Italiener mit Euch gehandelt haben und dass wir nicht zu Italien gehören!!! Wir junge lernen das in der Schule nur von Büchern und das oft nicht einmal! Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Süd-Tiroler Freiheit noch mehr ansehen bekommt, auch von elteren Bürgern unseres Landes! Für das Bündniss viel erfolg und weiter so!!!
EIN TIROL
FREIHEIT für SÜDTIROL

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@ghysmodos
Was sollen die ach so tollen österreicher unserem volk angetan haben? Ich komme da nicht ganz mit.
Ein Tirol = Mein Tirol.

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Ein Tirol
Ja warum werden die Plakate denn nicht gleich in ganz Tirol verbreitet?

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Bravo
Weiter so !!!!
Es gibt nur ein Ziel .
Los von Rom !
Weg von Italien !

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Tolle Aktion wieder einmal!
Nur weiter so! Das schärft das Bewusstsein der Leute für eine gute Sache und zeigt ihnen, dass sie ihre Tiroler Zukunft (so bald als möglich selbst) in die Hand nehmen müssen. Gleichzeitig unterstreicht die Aktion auch die Offenheit der Süd-Tiroler anderen gegenüber mit dem Willen, sich selbst nichts Unrechtes aufzwingen zu lassen. Fast lustig, wenn es nicht auch traurig wäre, ist, dass über die gerechte Tiroler Sache im Ausland und sogar in Übersee fast mehr in den Medien zu finden ist als in manchen bei uns. In Acht nehmen müssen wir uns tatsächlich vor den zu erwartenden gefährlichen Störfeuern und Provokationen der Faschisten und manch anderer italienischer Kreise. Angeblich wurde in Rom auch bereits eine Geheimdienst-Sondereinheit „Gedenkjahr 2009“ gebildet, die nichts Gutes verheißt. Sollte da was dran sein, muss man dem politisch und medial entschiedenst entgegen treten!

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Selbstbestimmung 2009
Die Forderung nach Selbstbestimmung für das Land Tirol südlich des Brenners bedeutet in der politischen Realität dieses geografischen Raumes in einer freien und demokratischen EU der freien und selbstbestimmten Völker 2009 und später zuerst die Beantwortung dieser Italien gestellten Frage, dazu auf einem friedlichen und demokratisch legitimierten Wege, was in der Praxis eine Volksabstimmung bedeuten würde. Die Forderung nach der Klärung der Selbstbestimmungfrage der deutschsprachigen und ladinischen Süd-Tiroler ist so alt, wie die italienische Fremdbestimmung Süd-Tirols und wurde/wird ständig bei entsprechenden politischen Anläßen erneuert, wie z.B. in der Selbstbestimmungpetition der 99% der Bürgermeister aus der AP Bozen an den Österreichischen Nationalrat in Wien. Darauf hat man bereits in Rom auf höchster Ebene politisch reagiert. Wenn der Altpräsident Francesco Cossiga einen eigenen Gesetzesentwurf zu Selbstbestimmung ausarbeiten und im Senat 2006 und erneuet 2008 einbringen lässt, dann passiert das nicht ohne Absprache mit der Machtelite dieses Staates. Italien kann an der Klärung der Selbstbestimmungfrage Süd-Tirols wohlwollend mitwirken oder auch nicht. Eine Volksabstimmung, wie im Cossiga-Gesetzesentwurf vorgeschlagen wurde, kann nur mit einem für beide Seiten offenen Ergebnis abgehalten werden. Dass die Befürworterseite der Selbstbestimmung so eine Volksabstimmung gewinnen würde, ist aus heutiger Sicht nur wahrscheinlich aber keineswegs alles andere als sicher. Würden die Süd-Tiroler für die direkte Ausübung der Selbstbestimmung abstimmen, würde das wohl der Rückkehr Süd-Tirols zum Vaterland Österreich als neues 10. Bundesland mit dem Vorbehalt der späteren Klärung der Landeseinheit in einem Bundesland Tirol gleichen, vorausgesetzt Rom würde sich überhaupt bei der Klärung dieser Frage konstruktiv politisch verhalten. Dass die Zeiten für derartige Abstimmungen zur ethnischen Selbstbestimmung heute sehr günstig geworden sind, das zeigen die vielen gelungenen Selbstbestimmungen in Europa der letzten 20 Jahre, aber auch in den alten Ländern der Union wird es in den nächsten Jahren derartige Volksabstimmungen geben, so in Schottland, Katalonien oder vielleicht auch in Flandern. Im Jahre 2008 hat die Dänische Autonomie Grönland so eine Abstimmung zur Selbstbestimmung abgehalten und zu 80% der Wählerstimmen bejaht und sie wird heute auf die baldige Selbstständigkeit von der alten Staatsmacht vorbereitet. Würde in Süd-Tirol die italienische Staatsmacht repräsentiert auch durch alle möglichen Sicherheitsdienste in der demokratischen Konfrontation in der Gesellschaft mit der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler den destruktiven Weg wieder einmal wählen, so vielleicht, wie vor 25 Jahren um das Jahr 1984, als man durch verschiedene Aktionen die Befürworter der Selbstbestimmung um jeden möglichen Preis in Mißkredit bringen wollte, sogar mit der aus Ost-Berlin importierten Stasi mit ihren Giftmischermethoden, dann wird dieser Staat wieder einen sehr hohen politischen Preis dafür früher oder später bezahlen müssen. Es hat sich auch in Europa so viele male gezeigt, dass wenn eine Staatsmacht eine Selbstbestimmungbewegung einer Autonomie mit Verständnis und Dialog begegnet, dass dann diese kluge Strategie den weiteren Weg für beide Seiten vor allem in einer neuen Zeit wesentlich leichter und produktiver macht. Das gilt z.B. für die heutigen konstruktiven Beziehungen zwischen Rußland und Deutschland nach der Ermöglichung und Ja zu aus Moskau zu Wiedervereinigung dieses seinerzeit geteilten Nachbarlandes der Österreicher und der Alt-Österreicher in Süd-Tirol, das gilt auch für die Bezieheungen zwischen Tschechien und Slowakei nach der einvernehmlichen Staatsscheidung von 1993, das gilt auch für die Beziehungen zwischen Serbien und Montenegro. Das gilt auch für eine ganze Reihe von Selbstbestimmungen aus der Geschichte z.B. zwischen Schweden und Norwegen, Island und Dänemark usw. Auf der anderen Seite gibt es Beispiele von Selbstbestimmungen, die auf entschiedenen Widerstand der alten Staatsmacht gestossen haben, die um jeden Preis die begründete Selbstbestimmung einer Ethnie bis in die letzte bittere Konsequenz abgelehnt und bekämpft hat. Das gilt z.B. für die seinerzeit von Moskau fremdbestimmten Länder in Ost-Europa und im Baltikum in ihren heutigen Beziehungen zu Rußland, auch für Serbien und Kosovo oder für Moldova und Transistrien. An so einer Weggabelung befindet sich jetzt die Süd-Tirol Politik Italiens. Die Bewegung der Selbstbestimmung wird weiterhin an Kraft gewinnen und das Land Tirol südlich des Brenners über mehrere Jahrzehnte bis zum noch unüberschaubaren Zeithorizont begleiten. Italien kann es wieder versuchen, durch kontraproduktive Aktionen die Bewegung der Selbstbestimmung zu hintertreiben und es wird dafür wieder einen hohen politischen und ideelen Preis bezahlen, oder einen neuen Weg des Dialogs wählen. Dort, wo unter ähnlichen Voraussetzungen die alte Staatsmacht mit derartigen Methoden die Selbstbestimmung einer Ethnie oder Autonomie zu verhindern suchte, hat das später dazu geführt, dass nach dem Gelingen der Selbstbestimmung die alte Sprachgrenze in einem neuen Staatsgefüge als eine Art "Abwehrgrenze" zementiert und verbissen verteidigt wurde, ohne jede Chance auf eine neue gegenseitig befruchtende zivilisatorische Nachbarschaft. Die italienische Staatsmacht könnte hingegen versuchen manche Vorurteile zu revidieren, ohne die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler lieben zu müssen, z.B. mit dieser Bewegung konstruktiv umzugehen und prüfen, wie weit diese unter heutigen Paradigmen der eigenen und internationalen Politik auch in Italien realisierbar wäre. Ein Land Tirol wäre sogar in diesem Sinne in zwei EU-Staaten vorstellbar, mit BL Tirol in Österreich, mit Welsch-Tirol im Trentino und mit Süd-Tirol als Bindeglied. Das würde aber bedeuten, dass Italien eine neue Art der Machtverhältnisse und Zuständigkeiten in Süd-Tirol zulassen würd,e und das würde auch bedeuten, nicht entweder oder - Italien oder Österreich als Staatsmacht der AP Bozen, sondern sowohl als auch. Ohne diese Kompetenzenerweiterung oder Verschiebung wird keine glaubwürdige Beantwortung der Selbstbestimmungfrage möglich sein. Der Europagedanke wurde und wird in Italien in der breiten Bevölkerung nicht besonders stark empfunden und gelebt. In diesem Sinne könnte man aber konstruktive Anleihen für diesen geografischen Raum aus der Partnerschaft und Zusammenarbeit der Benelux Länder machen. Eine destruktive Haltung ist inmmer ein schlechter Berater, gerade in solchen für beide Seiten prinzipiellen Fragen. Es liegt auch im Interesse Italiens, dass geteilte Länder zusammenwachsen, auch in Tirol iwschen Salurn und Kufstein und zwischen Ala und Brenner. Italien als Staat in diesem Raum wird dabei auch nicht ausgeschlosssen, sondern im Gegenteil, es kann eine sehr wichtige Rolle dabei spielen, wenn man die damit berbundenen Chancen nur verstehen und in der eigenen Süd-Tirol Politik umsetzen will. Wird man diesen Weg nicht gehen, sondern auf Behinderung der Selbstbestimmung um jeden Preis setzen, dann kann es dazu führen, dass irgendwann die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler doch gewinnen wird, was unter den jetzigen und künftigen Voraussetzungen der europäischen Politik sogar sehr wahrscheinlich ist, aber dann mit dem Ergebnis, dass die Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch an der Salurener Klause für sehr lange Zeit so zementiert und als Abgwehrgrenze empfunden wird, wie das im Baltikum an der Grenze zu Rußland leider geschehen ist. Die Menschen in ganz Tirol oder in Österreich, die die Selbstbestimmung für Süd-Tirol fordern, wollen die friedliche und demokratische Klärung dieser Frage und nichts weiter, dazu mit einem offenen Ergebnis für beide Seiten. Das zu respektieren erfordert auf der italienischen Seite sehr viel politischen Mut und Weisheit. Wird man diese Eigenschaften in die Politik einfliessen lassen, dann wird es womoglich zum Schluß dieser Selbstbestimmungbewegung ein zur Gänze befreidetes Land Süd-Tirol geben, mit Italien als eines der beiden Vaterländer in diesem Land, wo italienische und deutschsrachige und ladische Tiroler sich seit Jahrtausenden begegnen. Das Gefühl des Disagio, der ethnischen Benachteiligung, die Sprachgruppentrennung, das würd einer neuen Realität Platz machen. Das von Italien zu verlangen ist kein Luxus oder eine extravagante und übertriebene Forderung, sondern ein Gebot der Menschlichkeit in einem Europa der EU ohne Grenzen, der Menschenrechte und Demokratie. Die Forderung nach Einem neuen Land Tirol auch ohne die Unrechtgrenze am Brenner, die das Land Süd-Tirol vom Vaterland Österreich trennt, ist daher in diesem Sinne aktueller den je. Nichts in der Welt ist stärker, als eine Idee, deren Zeit einmal gekommen ist! Die Zeit für Ein Land Tirol ist auch lansam politisch reif, wenn man das nur in der Politik in den Machtzentralen gemeinsam zum Wohle von uns allen erkennen will.

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welche identität?
hallo,

ich möchte mal wissen was denn die vielgepriesene tiroler identität ist, die da von dunkeln kräften untergraben wird.
meiner meinung nach war tirol immer vielschichtig/sprachig
die "eindeutschung" des oberen vintschgaus in der gegenreformationszeit deutet jedenfalls daraufhin das wir nicht immer deutsch waren ( was mal schon ein teil einer gemeinsamen identität wäre). jedenfalls finde ich diese genauso schlimm wie die italianisierung, die in 90 ( davon 20 faschismus!) nicht das geschafft hat was die ach so tollen österreicher unserem volk angetan haben.

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Warum werden diese Plakate nur in Südtirol angebracht und nicht in ganz Tirol?

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Ein Tirol!
Wow!

Wirklich toll diese neue Kampagne, super wie ihr das macht!

Selbstbestimmung für Südtirol!
Selbstbestimmung für alle Menschen und Völker!