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„SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN“ – Tafel am Brenner steht wieder

brenner_tafel_3.jpgHeute, Samstagvormittag wurde die inzwischen berühmte Tafel mit der Aufschrift „SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN", am Brennerpass wieder aufgestellt. Diese Tafel, welche direkt auf der Unrechtsgrenze am Brenner steht, soll Reisende darüber aufklären, dass Süd-Tirol weder kulturell, noch historisch, ein italienisches Gebiet ist und die derzeitige politische Zugehörigkeit zu Italien, gegen den Willen der Bevölkerung und unter Anwendung von Gewalt erfolgte.

Die Tatsache, dass diese Tafel, seit ihrer Aufstellung am 11. November 2007, immer wieder der brachialen Zerstörungswut neofaschistischer Gruppierungen zum Opfer fiel, beweist, wie entfernt sich Süd-Tirol von einer entspannten politischen Normalität befindet.

Historische Wahrheiten, wie die Tatsache, dass Süd-Tirol nie ein flächendeckend italienisch besiedeltes Gebiet gewesen ist, und dies auch nach 90 Jahren Fremdbestimmung noch nicht geworden ist, werden einfach geleugnet, als Provokation abgestempelt, oder gar als Anschlag auf die Einheit des Staates interpretiert.

Bis heute ist es nicht möglich, sachlich die Geschichte aufzuarbeiten und dabei auch die Verbrechen des Faschismus aufzuzeigen, ohne dass dies zu wüsten Protesten weiter Teile der italienischen Bevölkerung führen würde, welche in gewaltsamen Ausschreitungen, wie der Zerstörung dieser Tafel enden.

Als besonders beschämend, aber sinnbildlich für die politische Situation in Süd-Tirol, ist dabei der Umstand zu bezeichnen, dass der Sohn eines ranghohen Carabinieribeamten auf frischer Tat dabei ertappt wurde, als er mithalf die Tafel zu zerstören, von Seiten der Justiz, trotz Anzeige, aber nichts gegen diese unbestreitbare Straftat unternommen wurde.

Es drängt sich daher die Frage auf, ob sich die italienische Justiz wohl ebenso untätig zeigen würde, wenn umgekehrt einige Süd-Tiroler das faschistische Siegesdenkmal, oder das Mussolinirelief in Bozen beschädigen würden? 

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT wird sich trotz der blinden Gewaltbereitschaft faschistischer Gruppierungen auch weiterhin nicht davon abbringen lassen, die Wahrheit auszusprechen und diese, durch die SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN Tafel am Brenner, auch einer breiten, internationalen Öffentlichkeit mitzuteilen.
Die Tafel am Brenner dient somit nicht nur der Aufklärung ortsfremder Menschen über die Situation in Süd-Tirol, sondern ist auch zu einem unverzichtbaren Symbol des Widerstandes, gegen rechtsextremes Gedankengut geworden.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

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58 Kommentar(e)

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1
Josep Maria Calabuig

Süd-Tirol ist nicht Italien
Natürlich nicht!
Ich bin Katalane, ich wohnte 18 Monate in der Stadt Bonn, und ich bin der Meinung dass die Einwohner Süd-Tirols ihre Zukunft frei entscheiden muss. Für mich, hat kein Sinn, dass Süd-Tirol zu Italien gehört. Genau passiert in Katalonien, vor 1000 Tausend Jahren waren wir frei, und später (1714) haben die Spanier (Kastilien) und die Franzosen uns erobert. Wir wollen nochmal unsere unabhängigkeit und unsere Land frei, genau wie für die Südtiroler.
Freiheit für SüdTirol!

2

Einig Italien
1. Entscheiden WIR (Südtiroler) zu wem wir gehören möchten
2. Fragt sich WER hier der Faschist ist
3. Bin ich und der Großteil meines Volkes gerne ein Stück Italien. Wir wollen nicht zu Österreich gehören und schon gar nicht von Deutschen Unfreiheiten und Bauernmentalität geprägt werden.
4. Ist Euer Schild eine Lachnummer, International! Die letzten Umfragen ergaben 69% pro Italia und 22% Enthaltung, der Rest darf gerne nach Österreich oder Polen auswandern, niemand hält Euch auf.
5. Ihr sprecht für eure Minderheit, nicht für uns Südtiroler. Hört auf mit Eurem zum Scheitern verurteilten Versuch, unser Land spalten zu wollen.

DANKE!

3

SÜDTIROL zurück zu Österreich
Jeder kann sich für das einsetzen was er glaubt - und ich finde dass südtirol wieder österreichisch werden sollte.
Die italiener hatten ohnehin nie recht auf südtirol. Ausserdem ist südtirol deutschsprachig(und hat in Ital absolut nix verloren) und sollte daher zurück zum Vaterland Öst.!
Ein vereintes Tirol unter ösaterreichischer fahne - viele österreicher wollen einen südtiroler anschluss(auch n-tiroler - letzte umfragen 2008 hatten ergeben dass die mehrheit der Ö tiroler südtirol zurückwollen).
Also aufhörn mim deppat discutieren und revoluzn gemeinsam mit n-tiroler kompanen zusammenreden.
Die masse kann was erreichen. Wer will kann, sag ich immer

Lg aus oö

4
Hemminger Artur

Ich bin nur Deutscher ,aber ich bin der meinung das Süd Tirol auch Süd Tirol bleben soll und das Denkmal von Andreas Hofer was die Italiener in den 70igern gesprengt haben wieder errichtet werden sollte denn so ein Land wie Tirol haben die Italierner NICHT verdient

5

Italien
@couronne5

Die Betonung liegt auf: NOCH!!! Alles geht einmal vorbei...

6

Mein Alto Adige / Südtirol
Nach 10 Tagen Urlaub bin ich wieder daheim in meinem Alto Adige / Südtirol und stelle frohen Herzens fest dass ich zum Glück immer noch in Italien bin, trotz den Tafeln am Brenner.
Und vielleicht bin ich nicht der einzige........

7

Grenzübergänge
Die Tafel ist die beste Art und Weise um Touristen und (leider) auch uns Südtiroler darauf aufmerksam zu machen dass wir immer noch unter Fremdherrschaft leben. Daher wünsch ich mir solche Tafeln auch an den anderen Südtiroler "noch Grenzübergängen"!

8

Nicht nur Wahlkampf
Diese Tafel ist für auch im Wahlkampf wichtig. Durch derartige Aktionen und Reaktionen darauf z.B. der FI, AN direkt, oder der Frau Biancofiore, werden alle auf die STF als neue Partei der Selbstbestimmung aufmerksam und sehr viele werden auch aus diesem Grund diese Liste bei der LW am 26.10.2008 auch wählen. Etwas besseres als indirekte gratis Wahlhilfe von der italienischen Seite kann der STF jetzt nicht passieren, würde ich meinen.

9

Stimmberechtigte
mf hatte die Frage über die Stimmberechtigung bei einer Abstimmung über Verbleib Südtirols bei Italien oder nicht gestellt. Grundsätzlich stimmen nach gängigen UNO- Regeln alle im Land Geborenen und eventuell die seit einem gewissen Zeitraum ansässigen Bürger (50 bzw. 30 Jahre Ansässigkeit)mit. Wäre im Falle Südtirols sicher speziell auszuhandeln. Ex- Staatspräsident Cossiga spricht davon auch in seinem Selbstbestimmungentwurf für Südtirol. Dieser kann entweder in ital. Originafassung oder in deutscher Übersetzung bei uns auch über mail angefordert werden. Eva Klotz

10

Jetzt aber...
...hat leider nicht funktioniert... unter dieser Adresse kann mans sehen...

http://www.picoodle.com/view.php?img=/4/6/19/f_tricolore71m_cdf4d2d.jpg&srv=img34

11

Ins Schwarze getroffen
Das Logo der STF ist u.a. auch eins, das an eine Bogenschützenscheibe erinnert. Die Schweiz hat einmal die mythische Gestalt des Wilhelm Tell gehabt, das Land Süd-Tirol hat dafür in unserer Zeit die Frau Eva Klotz und eine Selbstbestimmung stiftende politische Partei dazu. Der STF ist es mit dieser Aktion gelungen, wieder einmal ins Schwarze zu treffen. Was für eine Resonanz überall im In- und Ausland, Radio, TV- und Zeitungsberichte, Eintrag in Wikipedia, tausende Besucher auf der Website und unzählige Kommentare, die meisten doch wohlwollend. Das beweist nur eins, die STF liegt vollkommen richtig mit der Behauptung, "Süd-Tirol ist nicht Italien", historisch, sprachlich, ethnisch, kulturell auf jeden Fall, politisch gibt es in dieser Frage immer noch einen gewaltigen Klärungsbedarf nach 89 Jahren und 8 Monaten der seinerzeit mit Gewalt und diplomatischen Betrung am Vaterland Österreich aufgezwungener Fremdbestimmung in Tirol südlich des Brenners zwischen Brenner und Salurn. Erst wenn das einmal z.B. in einer freien und unbehinderten Volksabstimmung der Zukunft restlos und demokratisch geklärt ist, würde man diese Tafel als Denkmal der Zeitgeschichte stehen lassen können. Heute ist sie aktueller denn je! Anderswo in der EU von gestern und heute hätte man schon längst ein Selbstbestimmungreferendum unter solchen Vorzeichen wie in Süd-Tirol abgehalten, falls das der unverrückbare repräsentative demokratische Wille der Parteien und der davon direkt betroffenen Bevölkerung gewesen wäre. Aber bereits schon damals zum Zeitpunkt der Annexion 1918 bar bereits im Völkerrecht ein Grundsatz verankert, wonach kein Volk gegen seinen Willen vom Vaterland ohne Abstimmung abgetrennt werden darf. Daraus haben schon damals sehr viele Volksgruppen von 1918 bis 1922 Gebrauch gemacht und ihre Fragen der Selbstbestimmung frei klären können. Das, was Italien mit diesem Land zwischen 1918-1972 gemacht hat, das würde man im Wiederholungsfall in unserer Zeit gemessen an heutigen demokratiepolitischen Standards vor dem internationalen Gerichtshof in Den Haag behandeln, wo gerade die Konflikte in Ex-Jugoslawien in den 90er Jahren vor dem Völkerrecht abbehandelt werden, und die Übeltäter hätten genug Zeit gehabt, über ihre Heldentaten auf dem Felde der Italianità nachzudenken. Die Geschichte der demokratischen Respekrierung des Volkswillens in der Frage der Selbstbestimmung hat eine lange Geschichte und ist gar nicht so neu, wie man vielleicht meinen würde. Das hat es bereits in Skandinavien vor über 100 Jahren gegeben, als Norwegen Aufgrund einer Volksabstimmung zur Frage der eigenen Selbstbestimmung im jahre 1905 die staatliche Zugehörigkeit zu Schweden 1907 gekündigt hat. Das hat es auch im Falle von Island und Dänemark im Jahre 1945 gegeben. Eine diesbezügliche freie Abstimmung scheiterte allerdings in den 70er Jahren (1975?) auf den dänischen Färöerinseln im Nordatlantik. Auch am demokratiepolitisch noch so unterentwickelten Balkan in Süd-Ost Europa durfte das Land Montendgro 2006 über seine Selbstbestimmung abstimmen und diese wurde von der Bevölkerung klar bejaht. Nur in Italien gehen die Uhren immer noch anders, in Süd-Tirol deswegen, weil vor allem die grösste politische Partei der Süd-Tiroler es nicht anders will. Daher es ist eine für das Land Süd-Tirol sehr verdienstvolle Aufgabe auch der STF, auf die politischen Alternativen in dieser so wichtigen Frage hinzuweisen. Selbstbestimmungrecht ist ein Menschenrecht, von diesem Recht stammen weitere Rechte ab, ohne die kein Land und kein Volk zur Gänze in Freiheit und ohne Einschränkung oder Verweigerung der ethnischen Selbstbestimmung auf die Dauer leben kann. Wohin das führt, das zeigen einige Beispiele von gewesenen ethischen Mehrheiten im eigenen Land im Elsaß oder in früheren Teilen des Baskenlandes usw. Mit Süd-Tirol ist es noch nicht so weit. Die nächsten Jahre werden für die Selbstbestimmung des Landes geopolitisch eine gute Zeit sein, die man in der Politik zum Wohle des Landes nutzen sollte. In diesem Sinne, "Süd-Tirol ist nicht Italien".

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Wikipedia
An der Bevölkerungskurve des Dorfes Brenner läßt sich gut das Italienisierungsvorhaben des Staates ablesen:
bis 1961 war die Einwohnerzahl kontinuierlich angestiegen. Ab 1961 kontinuierlich gesunken.

Daraus kann man schließen, dass der Süd-Tiroler Freiheitskampf anfang der 60er Jahre erfolgreich war und durchaus seine Berechtigung hatte.

13

Ich kenne ein junges Mädchen, ugf. 19 Jahre jung, Vater (Carabiniere, seit Jahren in Südtirol stationiert) und Mutter aus Genua.
Ihre Einstellung zu Süd-Tirol?
TIROL ISCH LEI OANS!!!

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Manuela,

ich finde , Markus hat gut argumentiert, was meinst du? Und welche Gegenargumente würdest du jetzt vorbringen?

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Ottokar König

Wikipedia - Brenner/Brennero

Interessantes Detail auf Wikipedia:

Bei Aufrufen von Brenner/o auf Italienisch gibt es ein Foto mit der SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN - Tafel mit kurzem Kommentar:
http://it.wikipedia.org/wiki/Brennero

Bei Aufrufen desselben Seite auf Deutsch wird davon nichts erwähnt. Was das wohl bedeuten mag...?

Davon abgesehen: Weiter so !!

Liebe Grüße aus Wien nach Süd-Tirol !

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andreas hofer

eis tummen leit!
sittirol isch net italien. sell wisst es jo olle. gleich wia boazn net sittirol isch! boazen isch a stodt und sittirol isch a lond. sittirol geat fan brenner bis salurn und italien geaht fa sizilien bis zan brenner... also konn sittirol net italien sein, weil sem warmer in neapel jo olm nou in sitirol...

i hon enkern slogan wirklich nou nia verstonden. echt net. ober i glab, die heintige politk isch nett zu verstiahn.. kaone.

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Winfried Matuella

Ing.
Begriffsverwirrung
Da bemüht Herr Georgos Egger die Geschichte Tirols und schreibt unter anderem: Der Name"Tirol" steht historisch dem Trentino zu, da die Grafen von Tirol vom Trienter Bischof als Vögte eingesetzt wurden: Natürlich und das zu erwähnen hat Herr Geogos Egger vergessen waren die Grafen von Tirol auch Vögte des Bischofs von Brixen.
Bemühen wir auch ein bischen die Geschichte: In der Spätantike 8ab 476 n. Ch.) gehörte Tirol zum Reich der Ostgoten. In den Jahren 550 bis 553 erfolgte von Norden her die Einwanderung der Baiern. Seither gehörte der weitaus größte Teil Tirols zum Herzogtum Bayern. Die neue bayerische italienische Grenze lag unmittelbar südwestlich von Bozen. Kaltern und Salurn blieben italienisch, das Fassatal wurde bayerisch. Die Christianisierung erfolgte durch die Bischöfe von Brixen und Trient. 1027 trennte Kaiser Konrad II. zwecks Sicherung der Brennerroute das südlich angrenzende Bistum Trient von Italien ab und schlug es dem deutschen Reichsteil zu. In der Folge fiel auch das Etschtal zwischen Meran bzw. Bozen im Norden und Deutschmetz im Süden an Bayern. Im 12. Jahrhundert entstanden im südlichen Teil das Herzogtums Tirol, ausgehend von Schloss Tirol bei Meran.
Die Grafen von Tirol waren zunächst Vögte ( Rechtvertreter eines nicht Rechtfähigen)der Bischöfe von Trient und Brixen, erweiterten aber ihr Land bald auf Kosten der Bischöfe und konkurrierener Adelsfamilien, wie der Eppaner und machten sich von ihnen wie auch vom bayerischen Herzog unabhängig
( Absetzung Heinrich des Löwen 1180). 1228 traten sie die Saalforste an die Wittelsbacher ab; dieses Gebiet gehört noch heute zum Freistaat Bayern. 1253 wurden sie von den Grafen von Görz (Meinardiner) beerbt, nach dem Aussterben ihrer männlichen Linie 1335 kam das Land abwechselnd an die Luxenburger und an die Wittelsbacher. 1363 vermachte die Tochter des letzten Meinhardiners, Margarete von Tirol (Margarete Maultasch) ihr Land dem Habsburger Rudolf IV..Doch erst durch den Frieden von Schärding 1369 gewannen endgültig die Habsburger die Herrschaft über Tirol und zwar bis 1919. Was dann geschah weis ein jeder.Und jetzt wollen einige südliche Tiroler wie es scheint lieber Italiener( dabei sind sie genau genommen eine österreichische Minderheit die gezwungen ist in Italien zu leben) sein und andere glauben der Name Tirol gebühre dem Trentino (früher Welschtirol) das bereits 1860 nicht mehr Tirol sein wollte. SÜD-TIROL IST NICHT ITALIEN
denn "Tirol isch lei oans"

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Für Europa
Ein Freund von mir aus Schenna kennt gut eine Frau mit einem in diesem Forum vorgekommenen Vornamen. Der Papa ist italienischer Carabinieri, die Mutter Südtirolerin. Das bedeutet nicht, dass man sich als gemischtsprachiger/e so fanatisch nur für eine Sprachgruppe entscheiden muss, sondern man sollte beide Seiten beachten. Manche Leute leben scheinbar in einem parallelen Universum in Süd-Tirol und können es nicht erwarten, bis der letzte Funke an Tirol-Patriotismus verschunden, und durch Altoatesi-Mentalität ersetzt wird. Dafür braucht es bestimmt noch sicher über 300 Jahre! Wer mit Untergriffen und Beleidigungen an die Adresse der patriotischen Kräfte in diesem Forum um sich herumschmeisst, der zeigt, dass er/sie nicht für die Rechte der Süd-Tiroler eintritt, sondern für den Fortbestand der Macht der Fremdbestimmung ist. Mit solcher Einstellung wäre anderswo in EUROPA ganz sicher keine Deutsche Einheit, keine demokratische Wende in Ost-Europa, keine Freiheit fürs Baltikum, keine Selbstbestimmungen auf dem Balkan möglich gewesen. Mit dieser Einstellung wäre in den 50er, 60er, 70er Jahren auch keine Autonomie für Süd-tirol möglich gewesen, sondern das Land wäre heute eine relativ arme, weitgehends italianisierte und politisch entmündigte stinknormale italienische Provinz geworden. Alles was das Land Süd-Tirol an erkämpften Rechten und wirtschaftlichen Wohlstand bis heute zurecht erreicht hat, das verdankt man nur mutigen Menschen, die bereit waren für die nähere Heimat sogar die grössten Opfer zu bringen. Die Nutznießer der Früchte der Autonomie können heute in einem Land leben, das wir alle gut kennen. Würde es damals wie heute nach dem Willen der Verteidiger der Italianità gehen, würde es in diesem Land ganz sicher ganz anders aussehen, aber das kommt vielleicht noch, wenn dieser Staat einmal seine Politik gegenüber der AP Bozen ändert, bzw. wenn die Zukunft weiteren Niedergang des Stiefelstaates bringen wird. Heute ist Italien das Schlusslicht der alten EU-Länder, morgen vielleicht auch von Europa, es würde niemand sehr verwundern. Ein Bildungsurlaub in Mezzogiorno würde diesen Leuten aus Süd-Tirol, die die angeblichen Vorzüge der Fremdbestimmung so sehr schätzen, ganz sicher nicht schaden. Auch wenn man als Italiener/in in eine deutsche Schule gegangen ist, heisst es noch lange nicht, dass solche Meinungen allgemein für Süd-Tirol repräsentativ sind. Ich allein kenne über zehn verschiedene Italiener/inen, die so gut Deutsch beherrschen, wie Eingeborene Süd-Tiroler. Manche von ihnen sind politisch neutral, manche fanatische Nationalisten im Sinne der Italianità. Manche sind weder das noch das, vor allem wenn ein Elternteil süd-tiroler Herkunft ist, sondern fühlen sich "nur" als Südtiroler ohne jegliche Bindung zu Tirol oder zu unserem Vaterland Österreich. Das ist 100% keine Einstellung der Mehrheit der Bevölkerung, das ist so sicher wie ein Amen in der Kirche. Darauf weisen eindeutig noch heute oder für die nächsten 20 Jahren immer wieder repräsentative Meinungsumfragen ohne Wenn und Aber. Daher, Herr, lass Deine Gnade über diese Menschen walten, und gewähre ihnen die Gnade der Einsicht, damit sie Landsleuten in diesem mühsamen Kämpf um die verbrieften Rechte kein Unrecht antun, Amen.

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Selbstbestimmung als legitimer Ausweg, .
... keine Animositäten! Die vielen Kommentare zeigen doch, dass das Thema bewegt. Die STF will hier sicher nicht provozieren, sondern vielmehr aufrütteln! Weisen nicht verschiedene Äußerungen von italienischer Seite in der letzten Zeit (zuletzt von Brunetta) darauf hin, dass schön langsam wieder ein rauerer Wind von Süden her weht? Sind nicht gerade viele Aktionen von Italienern eine bewusste Provokation, ob es sich nun um das Hochhalten von „Sieges“Symbolen, das Anpöbeln von dt.-sprachigen Süd-Tirolern beim Fußball oder um das Kaputtmachen des Schildes am Brenner handelt? Warum ertragen es diese Italiener nicht, wenn sich eine nicht-italienische Bevölkerungsgruppe, die es ja gibt, als solche deklariert? Es ist doch verständlich, wenn sich manche Gruppe wieder mehr auf die eigenen Füße stellen will, um nicht inhaliert zu werden oder gar unterzugehen. Das kann man doch nicht als Provokation sehen. Es gibt aber auch manche Vertreter beider Sprachgruppen – das zeigen einige Reaktionen hier –, die die Sensibilität schon verloren haben, denen schon alles wurscht ist oder die einfach überall Reaktionäres wittern. Der zivilisierte Ausweg scheint nun tatsächlich das Selbstbestimmungsrecht mit einer gut vorbereiteten und verbindlichen Abstimmung zu sein! Dann herrscht endlich Klarheit und man muss sich nicht weiter mit kleinlichem interregionalem Gezänk herumschlagen. Dass es auch unter den Tiroler Landesteilen Rivalitäten gibt, mag stimmen – manches geht halt einfach auf eine unterschiedliche Behandlung in manchen Dingen zurück. Es sind aber auch die Bewohner des Vinschgaus und des Pustertales etwa nicht immer und überall einer Meinung. Tatsache ist jedenfalls, dass sich alle am Riemen reißen und persönliche Animositäten zurückstellen müssen, wenn sie ein großes Ziel erreichen wollen. Es ist z. B. nicht angebracht, Italien nur anzuhimmeln und die Österreicher geringzuschätzen (so ein die Welt bewegender Staat ist Italien auch wieder nicht; wenn man so weiter macht, wird es sogar bald mit der Fußball-Vormacht oder dem G7-Status vorbei sein, während Ö in vielen Belangen im Aufschwung und eher vorbildhaft ist). Die Mehrheit in Ö schätzt die Süd-Tiroler jedenfalls (das beweisen manche Privilegien) nach wie vor außerordentlich und würde das Land gern wieder aufnehmen! Doch warum sollte es sich auf Dauer Schmähungen gefallen lassen? Summa summarum gilt: Das Selbstbestimmungsrecht ist ein so großes Ziel, für das es sich lohnt, zusammenzustehen, das ist außer Zweifel! Ein legitime Chance, wenn das Süd-Tiroler Volk so will, das die Politiker fordert.

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Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Herr lass es Hirn regnen...
Mittleid und Trauer darüber, dass anscheinend immer ncoh soviele Menschen in meiner Heimat so wenig Sensibilität beweisen. Ja bitte provoziert doch wieder, statt mit konstruktiven Argumenten auf angemessenen Ebenen diplomatisch für die Merheit Südtirols zu argumentieren.

Trauer und Mittleid auch für jene die noch dierekt mit solcher Ignoranz konfrontiert sind und nicht schon längst das Weite gesucht haben.

FÜR EIN EUROPA

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Karin und Manuela: Ihr könnt ruhig alle freiheitsliebenden Tiroler als Hirnlose und Ewiggestrige bezeichnen. Ihr bevorzugt ja lieber diese faschistoide Regierung und lasst Euch vom "hinc ceteros...." weiterhin gerne beleidigen.
Wir werden die Freiheit von diesem maroden und rechtslastigen Staat in friedlicher Weise erreichen, auch ohne Euch.
Ob zu Österreich oder eigenständiger, dreisprachiger Staat ist dann nicht so wichtig. Nur die Freiheit zählt.

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Das Wunder von Südtirol
Das Wunder der Selbstbestimmung von Süd-Tirol ist möglich. Genau so einfach ist es! Wir haben durch die vielen Reaktionen auf das Aufstellen des Schildes "Süd-Tirol ist nicht Italien" der SF direkt an der Grenze am Brenner eine sehr wertvolle Orientierungshilfe gewonnen. Das Thema der Selbstbestimmung Süd-Tirols bewegt weiterhin zum Glück tief im Herzen und in Köpfen sehr viele Menschen. Alle Umfragen deuten darauf hin, dass die Bürger eine Klärung dieser Frage in absehbarer Zukunft haben wollen. Die meisten würden wohl aus heutiger Sicht im Sinne der Selbstbestimmung abstimmen. Aus diesem Grund sind sich die Verteigiger der Fremdbestimmung der italienischen Zukunft des Alto Adige nicht mehr so sicher, dass alles zwischen Brenner und Salurn so bleibt wie es bis jetzt war. Es könnte einmal auch heissen, Italia fino al Salorno - Italien endet bei Salurn. In sprachlicher, ethnischer, historischer, und kultureller Hinsicht war es schon immer der Fall. Süd-Tirol ist endlich Dank der unermüdlichen Arbeit auch der SF auf dem richtigen Weg, der Freiheit der Wahl entgegen. Sollte bald einmal Schottland, Baskenland, Katalonien über dortige bereits fix eingeplante Frage der eigenen Selbstbestimmung abstimmen, wird es auch so eine Abstimmung früher oder später endlich einmal zum ersten mal seit dem Beginn dieser Fremdherrschaft seit fast 90 Jahren auch in Süd-Tirol geben. Diese Mauer, die Süd-Tirol vom Vaterland trennt, bröckelt bereits gewaltig und ist vielleicht bald schon gefallen! Wie es mir scheint, die Selbstbestimmung Süd-Tirols ist nur die Frage der Zeit, wenn alle Entscheidungsträger ab sofort in diesem Sinne richtig handeln, d.h. die Landespolitik der AP Bozen Südtirol, die Schutzmacht der süd-tiroler Interessen das Vaterland Österreich und das Bundesland Tirol mit seiner Landesregierung. Dazu im oder um das Andres Hofer Jahr 2009! Wird man einmal über diese Frage abstimmen können, wird das aber nur ein Etappensieg werden, da man jede Abstimmung erst klar gewinnen müsste. Als Beobachter des politischen Geschehens in Europa stellte ich damals 1992 fest, das Slowenien bei der ersten grossen realen Chance auf die eigene Selbstbestimmung sofort die Initiative ergriffen und unverzüglich in diesem Sinne klar und sichbar gehandelt hat. Die alte Macht der Fremdbestimmung ist nach einer Woche bereits abgezogen. Der italienische Altpräsident Francesco Cossiga hat, wenn ich richtig informiert bin, in seinem im Senat im Mai 2008 eingebrachten Gesetzesentwurf zur Frage der endgültigen Klärung der staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol vorgechlagen, dass direkt nach einer im Sinne der Selbstbestimmung gewonnenen Abstimmung, die italienischen Streitkräfte und die Zollwache die AP Bozen binnen 48 Stunden zu verlassen hätten, die Ordnungskräfte wie Carabinieri und Stadtpolizei wären dann ohne Zeitlimit direkt der Landeregierung unterstellt. Die Allgemeine Diskussion um die Abstimmung in Montenegro z.B. dauerte auch über ein Jahr. Dortige Landesregierung hat die Selbstbestimmung für das Land gefordert und die EU machte da sehr direkt klare Vorgaben. JA wir in Brüssel, bei der EU und bei der Nato sind dafür, falls diese Selbstbestimmung friedlich und demokratisch abläuft und wenn nicht weniger als 55% der Wahlberechtigten bei dieser sehr genau auch international überwachten Abstimmung dafür stimmen. Der Rest ist Geschichte der Fremdbestimmung in diesem wunderschönen Land zwischen 1918 und 2006, und endlich einer glücklichen Selbstbestimmung nach so vielen Jahren der Bevormundung aus einer diesem Land fremden Hauptstadt. Das Land Süd-Tirol befindet sich langsam auch auf dem besten Wege dorthin. Dieses Wunder der eigenen Selbstbestimmung von Süd-Tirol kann aber allein nur die Landesregierung in Bozen zuerst ermöglichen, erst dann wird es andere völkerrechtliche Schritte in diesem Sinne Zug um Zug geben können, dazu vielleicht nicht anders als bei Slowenien oder Montenegro. Auch aus dem Beispiel der Deutschen Einheit 1989/90 kann man vieles lernen, wie ein geteiltes Land auf einem friedlichen und demokratischen Wege von der Aussenwelt unterstützt wieder zusammenwächst.

23

Italia-Provokationen
In einem Land in dem 74% der Bevölkerung keine Italiener sind, empfinde ich nicht das STF-Schild, sondern das ITALIA-Schild und die italienische Fahne am Brennerpass (Bildhintergrund) als eine echte Anmaßung und Provokation.
Leider haben sich die Südtiroler haben schon daran gewöhnt, dass Italien ihnen alles vorschreibt und schlucken, was man ihnen vorsetzt.

@Walter P.
Das mit der Reisepassidentität ist ein emotionale Unsinn. Wenn ich dir einen chinesischen Pass schenke, bist du dann Chinese? Dieser Staatslappen ist den Süd-Tirolern ebenfalls aufgezwungen worden.

24

brodeln...
Wie muss es in einem Land unter der Oberfläche brodeln, wenn so ein kleines(!) Schild schon solche Reaktionen hervorruft. Liebe italophile Kommentatoren: nur weiterhin den Deckel zuhalten und so tun, als ob nichts wäre...

25

Frühe Reue
Zutiefst bereue ich es mich überhaupt auf diese sinnlose "Diskussion" eingelassen zu haben... Möchte mich aber für alle persönlichen Angriffe herzlich bedanken! 🙂

@hans: Upps...da habe ich mich wohl in der Seite vertan - wollte es auf die Seite der Südtiroler-Freiheit schreiben, da müsste es ja passen... Zwecks Geschichteunterricht: Die Farbe braun gehört den Nazionalsozialisten (auch Braunhemden genannt)und Schwarz ist die Farbe der Faschisten!
@doppelbürger CH&I: Fern der Realität - das heisst ausserhalb der ach so wünschenswerten Staatsgrenze von Salurn bis Brenner
@STF-whatever: So oft dieses Schild augestellt wird, so oft wird es auch wieder abgerissen werden - daran wird sich nichts ändern, und auch nicht an der Tatsache das Südtirol italienisches Staatsgebiet ist und wir Italiener mit deutscher Muttersprache sind! punto e basta

Für EUROPA

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Die Geschichte anerkennen
Eine Zugehörigkeit Süd-Tirols zu Italien geografisch(!) zu begründen ist reiner Imperialismus. Es gibt keinen Rechtsanspruch Italiens über andere Völker drüberzufahren und alles bis zum Alpenhauptkamm zu kolonialisieren.
Politisch ist Süd-Tirol ebenfalls NICHT Italien. Die SVP erhielt immer die meisten Stimmen und die ist, zumindest nach außen, eine deutsche Partei.

Die STF lebt nicht im Gestern. Sie will eine Zukunft für Süd-Tirol und für die Süd-Tiroler schaffen.
Demütigende Faschistenrelikte und –dekrete sowie italienische Wachhunde sind keine Zukunft für eine deutsch-ladinische Volksgruppe.

Wenn du die Geschichte kennen und vor allem anerkennen würdest, dann würdest du den von Österreich abgetrennten und überfahrenen Süd-Tirolern heute nicht Hass unterstellen, sondern ihr das Recht auf Selbstbestimmung zugestehen.
Auf der ganzen Welt wehren sich Minderheiten gegen Fremdbestimmung und für ihre Rechte. Dieses Recht steht auch den Süd-Tirolern zu.

27

@ hp
"Einerseits meine ich dadurch, dass der wirtschaftliche Unterschied zwischen Südtirol und Österreich doch sehr gering ist. Österreich müsste keine Aufbauhilfe in Südtirol leisten"

Österreich hat ja auch schon Aufbau geleistet. 417 Millionen €

28

Immer diese PROVOKATION finde ich eine
Ich bin mit euch nicht einverstanden und kann mit Euren dauernden Provokationen nicht leben. Bis heute war ich immer ein Anhäger der Südtiroler Freiheit, aber werde ich im Herbst wohl anders entscheiden müssen. Provokationen hilft niemanden, sondern bringt nur böses Blut unter den Sprachgruppen.
Schlussendlich trägt jeder von Euch einen italienischen Pass, ob ihr es wollt oder nicht! Ich möchte auch niemals ein Österreicher sein, NEIN DANKE!!

29

@hp

Ich würde es mir wünschen würde alles wirklich so sein wie du beschreibst, aber wenn ich mich in meiner näheren Umgebung umhöre und umsehe, dann ist dem halt nicht so.

Vielleicht sehe ich es wirklich pessimistisch, aber es sind halt die Erfahrungen/Eindrücke die ich hier tagtäglich bei uns sehe und warum ich den Charakter vieler Südtiroler anprangere. Bei vielen habe ich geradezu die Meinung, daß das beste was Südtiroler können schimpfen ist, egal gegen wen. Die "Pieff" sind ihnen zu arrogant und hochnässig (obwohl sie einen Großteil der Gastronomie ausmachen und viel Geld dalassen),den Österreichern ziehen sie "den Landstreichern" vor und das ganze Jahr schimpfen alle über die "Walschen" aber kaum ist Fußball sieht man sie mit italienischen Fahnen und Trikots herumlaufen. Das ist doch alles heuchlerisch.
Ich wünsche mir auch sehr oft eine Abtrennung von Italien aber ob ich gewillt bin mit diesen Mitbewohnern auch zu gehen, habe ich sehr oft Zweifel.

30

Brunetta
Die neuerlichen Vorstöße von Minister Brunetta, welche unsere Autonomie bedeutend schwächen würde, geben uns Anlass, erneut für ein unabhängiges Südtirol zu kämpfen. Süd- Tirol ist nicht Italien.

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Ins Schwarze getroffen !
Die vielen Reaktionen und Kommentare zeigen ganz deutlich, dass die SF wieder einmal mit dieser Aktion den im Lande herrschenden Zeitgeist widerspiegelt. Süd-Tirol - Italien 1:o !

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@manni
zu 1) ich denke das siehst du zu pessimistosch. Sicher gab und gibt es zwischen West- und Ostdeutschland Probleme, aber es gab und gibt auch viel grössere Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland als zwischen Österreich und Südtirol.
Einerseits meine ich dadurch, dass der wirtschaftliche Unterschied zwischen Südtirol und Österreich doch sehr gering ist. Österreich müsste keine Aufbauhilfe in Südtirol leisten. Zum anderen war die Grenze zwischen Südtirol und Österreich doch immer recht offen. Auch wenn sie in unseren Köpfen viel stärker ausgeprägt ist als sie sein müsste und sollte.
Ausserdem darfst du die Innsbrucker nicht als die Meinung der Österreicher bezeichnen. In Innsbruck gibt es sehr viele Südtiroler Studenten, die in gewissen Bereichen auch den österreichischen bevorzugt werden (z.B. Heimplätze). Und das finden viele Innsbrucker nicht wirklich gerecht. Davon abgesehen dass ich in Osttirol (nicht in Innsbruck) viele kennen gelernt habe die Südtirol sehr gerne wieder zurückhaben möchten.

zu 2) Prinzipiell gebe ich dir schon recht. Ich kann aber deine Argumentation nicht nachvollziehen. Die italienische Bevölkerung ist in Bozen nun mal die deutliche Mehrheit. Das Abstimmungsergebnis ist somit hauptsächlich die Meinung der italienischen Bevölkerung.
Fanatismus hat es sicherlich gegeben. Aber nicht diesen den du beschreibst...

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Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Lächerlich mein erster Gedanke Traurig mein zweiter!
Besser ohne Nation und Nationalität als Italiener??? Könnten wir uns überhaupt noch in Österreich einfügen und Heimat-Nationalbewusstsein entwickeln? Macht euch doch nichts vor!
Mit Scham und Trauer betrachte ich solche Aktionen und wandere aus...

Mitleid mit all denen die solche Menschen, Ansichten und Aktionen noch ertragen müssen.

@Karin wie immer auf den Punkt

EIN EUROPA

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Lieber Markus A. ich bin ja als Gemischtsprachiger aufgewachsen aber ich kann dir garantieren dass ich kein Staatsbeamter bin oder einer der von diesem System abhängig ist, ich kenne die Geschichte Südtirols recht gut und kann sagen dass ich weiss was passiert ist. Ich kann dir jedoch garantieren dass die große Mehrheit der Leute mit denen ich zu tun habe, dh. junge, alte, deutschsprachige, italienischsprachige, gebildete und nicht gebildete der Meinung sind dass Südtirol (mittlerweile) sehr wohl zu Italien gehört und das nicht nur geografisch sonder politisch und (teils) auch kulturell. Die Zeiten haben sich geändert, wir können nicht ewig im Gestern leben, die Menschen entwickeln sich weiter, kommen zusammen und dadurch entsteht eine neue Kultur ja sogar ein neues Volk. Dass solche Entwicklung den einen und den anderen nicht Recht sind kann ich voll und ganz nachvollziehen. Man brauche nur zu beobachten dass mittlerweile der Fokus des Hasses sich immer mehr weg von den "Walschen" in Richtung "Einwanderer" bewegt. Es gibt eben politische Gruppen (wie die Der STF oder UFS) die genau auf solchen Gefühlen bauen, Gefühle des Hasses, Intolleranz und Trennung, solche Gefühle sind tief in jedem Menschen verwurzelt und können am leichtesten angesprochen werden.

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Also ich würde eine "Abnabelung" von Italien durchaus befürworten. Bleibt für mich nur die Frage ob zurück zu Österreich (was ich mir durchaus vorstellen könnte) oder ein eigener Staat (und das denke ich ist möglich).
Aber trotzdem machen sich in meinem Kopf folgende Probleme/Fragen breit:

1. Zurück zu Österreich? Ok, aber wollen uns die Österreicher überhaupt "noch"? Ich nenne nur das Beispiel Deutschland/DDR. Die waren "nur" 44 Jahre getrennt und trotzdem wächst da auch noch immer nicht zusammen "was eigentlich zusammengehören würde". Nach wie vor gibt es dort massive Probleme zwischen Wessis und Ossis. Kenne genug Westdeutsche die über Ossis mehr schimpfen als über Türken. Und wir sind schon ewig weg von Österreich und uns trennt nicht nur eine Mauer sondern ein ganzer Berg. Und letztes Wochenende als ich in Innsbruck war habe ich auch genügend Stimmen von Innsbruckern gehört, daß es denen überhaupt nicht recht wäre wenn Südtirol wieder zu Nordtirol dazustösst.

2. Ich schätze die Mehrheit der deutschsprachigen Südtiroler von vornherein eher als Duckmäuser bzw. Leute ein, denen es scheissegal ist was morgen ist. Typisches Beispiel war die Abstimmung von Bozen über die Umbenennung des Siegesplatzes in Friedensplatz. Der Ausschlag daß diese Abstimmung gescheitert ist doch nicht darauf zurückzuführen,daß die Mehrheit so fanatisch war den alten Namen zu behalten, sondern weil der Großteil der Bozner Bevölkerung (und damit meine ich die Mehrheit der deutschsprachigen Bevölkerung) es scheissegal war, wie der Platz heisst.

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dieses schild scheint wohl genau wiederzuspiegeln was viele von uns halten.. ->hinterwäldler.. danke an alle beteiligten!
habt ihr wirklich keine anderen probleme? .. und für jene unter euch die zeit haben einen ewig langen dialog mit sich selbst (also egtl monolog) zu führen.. sucht euch eine arbeit! .. (oder braucht man dafür eine (aus)bildung?)

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karin
ein gutes Zitat von Josef Rampold, der sagte: "Ich arbeite nicht gegen, sondern für etwas, für unsere Muttersprache zum Beispiel, denn sie geht den Eisack, die Rienz und die Etsch hinunter. Noch schlimmer ergeht es hierzulande dem Geschichtsbewusstsein, akuter Wahnsinn, Hoffnungslosigkeit! Entsprechend ist das Verhältnis zum Vaterland Österreich, denn wir haben höchstens einen Witz parat, wenn es um Österreich geht, mehr nicht. Aber wenn uns jetzt die Alpenrepublik in ihrer Verfassung mit der gleichen Geringschätzung strafen sollte, dann ist die Aufregung, die Empörung groß. Recht geschieht uns, wenn ein Stück Schutzmacht bröckeln sollte! Recht geschieht uns, wenn der ORF Tirol unsere Spitzensportler als Italiener ins Rennen schickt! Wir wollen es so. Recht geschieht uns, wenn wir irgendwann nicht mehr wissen, wer wir sind und woher wir kommen. Wollen wir es denn wirklich so?“.

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Georgos Egger

Begriffsverwirrung
Der italienische Staat hat sich als Bezeichnung einen geographischen Begriff gewählt. Italien ist von jeher geographisch der „Stiefel“ südlich des Apennins. Demnach gehört weder Venetien noch Mailand noch Verona geographisch zu Italien, noch viel weniger „sind“ diese Gebiete Italien. Man muß politische Hoheit und Geographie auseinanderhalten.

Der Name „Tirol“ steht historisch primär dem Trentino zu, da die Grafen von Tirol vom Trienter Bischof als Vögte eingesetzt wurden. Bekanntlich war dieses Gebiet schon damals von italienischsprachiger Bevölkerung besiedelt, daher „Welschtirol“ genannt. Das betreffende Gebiet wurde durch Konrad II. (1024 – 1039) von der Mark Verona abgetrennt und reichsunmittelbar. Der italienische Staat, wie er sich heute darstellt, ist ein relativ junges Gebilde, das erst im 19. Jahrhundert entstanden ist.

Aus dem und noch anderem zeigt sich, daß ein Name wie „Italien“ vielschichtig ist, und ich halte es nicht gerade als Zeichen besonderer Bildung, einen vielschichtigen Begriff in polemischer Weise in den Vordergrund zu schieben.

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Südtirol`Italien! Südtirol=Afrika!
Mein liebes Kasperltheater,
schaut's doch mal über die Grenzen…

http://geologen-ohne-grenzen.blogspot.com/

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abstimmung
wenn es zu einer abstimmung kommen würde, ob südtirol wieder zu österreich kommt, dürften dabei auch die italienisch sprachigen "Südtiroler" mitstimmen?

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“Hass zwischen den Ethnien”
@Braito G. @David Tomasi

Für den “Hass zwischen den Ethnien” sorgen schon der Faschistentempel, die faschistischen Ortsnamen und Gesetze und die Italiener, die nicht einsehen wollen, dass das unsere Tiroler Heimat ist.

Die Italiener gehören zum Staatsvolk und profitieren noch von der Autonomie.
Die Südtiroler sind aber die Minderheit, für die die Automomie existenziell ist.
Wenn es so toll wäre eine Minderheit (mit z.B. fremdstaatlicher Polizei) zu sein, dann würde man alle Nationen auf der Welt zerstückeln und sie fremden Herrschaften unterordnen.
Was für ein Unsinn.

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SUD-TIROL IST ITALIEN!!!
IL SUD-TIROL è ITALIANO!

non è possibile fare una politica del genere.abbiate rispetto per il nostro tricolore. se non volete essere italiani andate in austria.

è inammissibile tutto ciò.

il sud tirolo è italiano e rimarrà tale per sempre.

http://www.claudiolandi.blogspot.com

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Giorgio Milanta

Ottima manifestazione identitaria e indipendentista.
Viva il Sudtirolo.
Complimenti ai patrioti del Süd-Tiroler Freiheit.
Tschüs.

Georg aus Piemont.

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Jeder/e soll einmal darüber abstimmen.
An alle, die an Stockholmsyndrom in Süd-Tirol leiden: wenn alles so wunderbar zwischen den Sprachgruppen wäre, wie ihr in einem Parallel-Universum lebenden vielleicht glaubt, dann warum unterzeichnen 2006 fast alle Bürgermeister aus Süd-Tirol eine Selbstbestimmungpetition, d.h. einen Hilferuf sodergleichen an das Vaterland Österreich? Aus Jux und Tollerei etwa??? Warum hat der Landeshahauptmann Luis Durnwalder eine Selbstbestimmung der AP Bozen in einer Landtagsdebatte im Februar 2007 ausdrücklich nicht ausgeschlossen? Warum hat sich damals der Landtag in Bozen gegen die von den italienischen Parteien geforderte endgültige Festschreibung der Zugehörigkeit der AP Bozen zu Italien ausdrücklich ausgesprochen? Warum meinte einmal der LH von Süd-Tirol in einem Gespräch mit einem Dolomiten-Journalisten, Italien sollte uns ein halbes Jahr für die Vorbereitung einer Abstimmung geben und er wäre sich sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung aller Sprachen für die Rückkehr des Landes zu Österreich in diesem Referendum stimmen würde. Italien möge also dann dem Land diese Zeit geben und es wird sich schwarz aud weiss zeigen, ob die Bürger "Los von Rom" wollen oder nicht. Warum hat der Altpräsident Cossiga wiederholt einen Gesetzesentwurf zu dieser Frage im Senat in Rom eingebracht? Wenn es bereits keinen Klärungsbedarf in dieser Frage mehr gäbe, würde er das sicher nicht mehr machen. Diese "Altoatesini Stimmen" in diesem Forum, die meinen Süd-Tirol wäre Italien, stammen meiner Meinung nach von Menschen, die gemischtsprachig aufgewachsen sind, oder in deutsche Schulen gegangen sind, bzw. für den Staat arbeiten und von ihm abhängig sind. Sie kennen und haben nichts anderes in ihrem Leben als Italien in Alto Adige gekannt und sie können sich nur schwer einen Wechsel zu einem anderen und neuen Status vorstellen. Das war anderswo in Europa in einem geteilten Land 1989/90 auch nicht anders. Die grössten Gegner der Wiedervereinigung waren die Systemverwalter, d.h. offiziellen und inoffiziellen Mitarbeiter des Staates und seiner Organe. Die Geschichte hat Gott sei Dank anders entschieden und dieses Land ist bereits seit fast 20 Jahren wiedervereint. Diese damals erreichte friedliche Einheit hat die Teilung in Europa zu überwinden geholfen, und erst weitere damals notwendige Selbstbestimmungen von weiteren danach strebenden Ländern in Europa ermöglicht. Sollte einmal allen die daran glauben die Einheit in Tirol zwischen Salurn und Kufstein glücken, wird das ebenfalls ein Ereignis von epochaler Bedeutung sein, und zwar in globaler Hinsicht für all die Völker in der breiten Welt, die ebenfalls unter einer Fremdbestimmung leben müssen, und die nie aufgeben werden, auf die Freiheit der demokratischen Wahl zwischen Fremd- und Selbstbestimmung zu hoffen und zu beharren. Wer sich gestern heute und morgen für die Klärung der Selbstbestimmungfrage der Süd-Tiroler einsetzt, der macht einen konstruktiven Beitrag für Menschenrechte überall auf der Welt. Nur solche Menschen bringen die Menschheit als zivilisatorische globale Gemeinschaft weiter, und ganz sicher nicht die Verteidiger der Fremdbestimmung. Das Recht auf die eigene Selbstbestimmung ist ein grundlegendes und erstes Menschenrecht und steht jedem Menschen und jeder Ethnie zu, falls man auf dieses Recht sichtbar und hörbar lokal, national und international besteht. Von diesem wichtigsten Recht auf die eigene Selbstbestimmung der Bürger und ihrer Ethnie hängt alles andere in jeder Gesellschaft un in jeder Hinsicht ab. Die Tiroler werden immer wieder damit konfrontiert, viel mehr als andere Völker, z.B. auch 1809 bei der Freiheitsbewegung des Landesvaters Andre Hofer, für ein Land Tirol und für das Vaterland Österreich und gegen die mit Gewalt aufgezwungene Fremdherrschaft. Die Geschichte hat ihnen Recht gegeben. Um dieses Menschenrecht der eigenen Selbstbestimmung als Ethnie in eigener seit Menschengedenken angestammten Tiroler Heimat kämpft heute mit friedlichen und demokratischen Mitteln die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit, nicht anders, als unzählige mutige Menschen in ganz Tirol seit dem Beginn dieser Fremdherrschaft 1919 zwischen Brenner und Salurn, die für die Selbstbestimmung der eigenen Heimat ihr Leben in den Folterkammern gelassen haben oder grausam gefolter wurden, bzw. um ihre Freiheit, Gesundheit und um ihre Berufschancen von diesem System der Zwangsbeglückung gebracht wurden. Dieser Staat hat sich nie für das den Süd-Tirolern seinerzeit angetane furchtbare Unrecht entschuldigt, und er denkt nicht einmal daran. Er hat die Verursacher dieses Unrechts immer gedeckt und sogar grosszügig belohnt, und bis heute wendet er gerade in Süd-Tirol Methoden an, die im höchsten Grade totalitär und antidemokratisch waren oder noch sind, die aber vor allem nur den Fachleuten in bestimmten Wissenschaften bekannt sind. Dazu gehörte z.B. einmal in den 60er Jahren sogar bis 1989 dauernde Einladung nach Alto Adige durch diese "italienische Demokratie" für die totalitäre und verbrecherische ost-deutsche Stasi wegen ihrer sprachlichen Nähe und der berüchtigten Schlagkraft, um sie auf die Süd-Tiroler in ihrem damaligen verzweifelten Kampf um die echte Autonomie und um die Einhaltung der verbrieften Menschenrechte durch Italien zu hetzen. Diese Liste könnte man noch sehr lange fortsetzen. Alle Völker haben fast ausnahmslos ein sehr langes Gedächtnis und sie vergessen nie so leicht lange Zeit schuldlos erlittenes und angetanes Unrecht, vor allem, wenn die Seite der Fremdbestimmung nie ernsthaft Vergangenheitsbewältigung betrieben hat und niemals um Verzeihung die davon in vielen Generationen direkt betroffenen Menschen gebeten hat. Auch aus diesem Gründ verdient das Land Süd-Tirol ohne jede Einschränkung heute und morgen die Klärung der Selbstbestimmungfrage. Diese wird früher oder später kommen, aber nur Dank Europa, und vor allem, wenn die Süd-Tiroler es wollen und laut und deutlich von der Völkergemeinschaft entschieden fordern werden!

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Süd-Tirols Zukunft
Wer kämpft, kann verlieren.
Wer NICHT kämpft, schon verloren.

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Südtirol ist Italien...
Lieber "mf", Fakt ist, dass Südtirol zu Italien gehört, hier fühl ich mich zu Hause, als Südtiroler und als Italiener, deshalb muss ich auch nicht unbedingt nach Neapel.

Ich stimme Herrn Tomasi außerdem vollkommen zu, dass unsere Privilegien die wir als italienische Autonomie und Minderheit haben bei solchen Diskussionen viel zu oft vergessen werden.

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Südtirol ist und bleibt Italien
"gegen den willen der Bevölkerung und unter anwendung der Gewalt" Wer sagt das und wer seid ihr um das zu sagen? Würden im Falle einer Selbstbestimmung auch italienischsprachige Bürger befragt werden? Denn sollte dies der Fall sein, wäre es besser eine solche Volksbefragung gar nicht zu inizieren denn ich glaube dass sich jeder italienischsprachiger Südtiroler für Italien entscheiden würde (und viele deutschsprachige auch) Ich glaube wer solche Thesen vertritt lebt in einer anderen Welt. Ich sehe solche Gewaltanwendungen und Willensverweigerungen gegenüber der Bevölkerung nicht aber wer sie sehen will der sieht sie auch. Parteien wie die Süd-Troler Freiheit bestehen politisch nur dank ethnischer Konflikte welche im alltäglichem Leben mittlerweile nicht mehr bestehen. Dass schlimmste für eine solche Partei wäre wenn die deutsch- und italienischsprechenden Südtiroler zueinanderfänden, denn dann hätten sie keinen Grund mehr zu bestehen. Deswegen muss der Hass zwischen den Ethnien weiterhin bestehen. Ich bin und bleibe für Italien, denn Italien gibt uns mehr alls vielen Recht ist und das obwohl es ein maroder Staat ist. Wären wir keine Minderheit hätten wir viele Priviliegien nicht das vergisst man leider allzuoft und dass wir uns über solchen Themen noch auseinandersetzen zeugt eigentlich nur dass wir keine größeren Probleme haben.

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Mal ne Frage: steht das Schild eigentlich auf der italienischen oder der österreichischen Seite?

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@Karin
Die Brennergrenze ist und bleibt eine Unrechtsgrenze! Wer hier mit Parolen wie "heim ins Reich " herumschmeißt der hat wohl selber eine Menge Hirn nötig! Südtirol
wurde von Hitler verraten !! Also ein bißchen Nachhilfeunterricht in
Geschichte würde nicht schaden und bitte schreibe deinen braunen Dreck bei den Neofaschisten nieder!!

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Nichts erzwingen...
Mun steht die Tafel wieder, stört mich nicht, es kann jeder nseine eigene Kultur leben und danach handeln.
Ich persönlich bin für eine stärkere, griffigere Autonomie etwa
wie Bayern oder die CH - Kantone.
Es steht jedem frei seine Meinung
dazu frei zu äussern und danach zu leben und zu hoffen.
@Kkarin: Wo lebst du? Glaub Italien war ja auch im Reich?
Wichtig ist es zusammen zu leben und sich zu vertragen!
Vielleicht kommt ja eines Tages eine Lösung für die lad. & deu- Tiroler.......
Bun notsch....

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Georgos Egger

Rechtschreibung
Wenn man schon — von bestimmten Absichten geleitet — „Südtiroler“ getrennt, also Süd–Tiroler“ schreibt, dann bitte korrekt. Daß man als Personenbezeichnung die Großschreibung anwendet — bei Getrenntschreibung selbstverständlich sowohl beim Grundwort als auch beim Bestimmungswort — wird wohl hoffentlich klar sein. Doch auch in Verwendung als Eigenschaftswort schreibt man bei getrennter Weise beide Wörter groß: die Süd–Tiroler Bevölkerung.

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Fern der Realität?
@Karin
Leider bist du "fern der Realität".
Als Argumente bringst du:
ein Haha, einen Nazi-Spruch und nennst anerkanntes Völkerrecht als "längst überholte Denkweise".

Die STF weißt hier auf ein Unrecht hin. Es sollte mehr Toleranz und politische Bildung regnen.

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Südtirol ist und bleibt ITALIEN
Herr lass es Hirn regnen auf ALLE die immer noch irrtümlicherweise auf ein unabhängiges Südtriol (haha) hoffen! Fern jeder Realtät und im Jahre 2008, nach 90 Jahren ewigem beharren auf "Heim ins Reich"-Parolen schlicht und einfach von vorgestern sind. Erstaunlich dass dieses Thema immer noch aktuell zu sein scheint und die von sogenannten "freiheitlichen" Gruppen angeheizten Diskussionen immer noch Anhänger finden. TRAURIG!
Ich würde mich glücklich schätzen wenn ich zu diesen (schlimmen) "Unbekannten" zählen würde, die sich aktiv gegen längst überholte Denkweisen wehren.

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"und außerdem ist jeder der kein Italiener sein will frei das Land zu verlassen um irgendwoanders wo er sich wohlfühlt, sei es mit Spache und Kultur, zu leben."

Warum soll ich das Land verlassen wo meine Vorfahren dokumentiert seit 700 Jahren leben? Ich würde mal sagen jeder der sich als Italiener fühlt kann genau so gut wegziehen, z.B nach Neapel, ist doch auch schön oder? XD

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Unsere einzige Hoffnung ist die Selbstbestimmung Südtirols.
Italien ist fertig.

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Tirol den Tirolern
Im Londoner Geheimvertrag von 1915 hatte England/Frankreich das Land Tirol zerrissen und den südlichen Teil an Italien verkauft.

Seit dem Jahr 1918 hat sich in Tirol südlich des Brenners in dieser Sache nichts geändert. Die Italiener betrachten die Süd-Tiroler noch immer als (österreichische) Kriegsbeute.

Ich denke, man sollte auch die französische und englische Regierung über dieses Schild informieren, dass beide Länder mit diesem Geheimvertrag gegen das Völkerrecht verstießen, und dass dieses Unrecht noch immer anhält.

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Braito Gunnar

Südtirol ist und bleibt Italien
... mal sehen wie viel % der Bevölkerung bei den Wahlen den "Willen der Bevölkerung" wiederspiegeln... Südtirol ist und bleibt ITALIEN.
Gibt es überhaupt eine rein italienische Kultur, sind Kulturen und Bräuche im Rest Italiens gleich??? Nein... jede Region, Provinz, Stadt hat ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Bräuche, gleich wie wir.
Und wenn man von Geschichte spricht, wie weit darf und muss man zurückschauen, immerhin waren wir mal alle Teil des römischen Reiches...
Das mit der Gewaltanwendung ist mir auch neu, das klingt ja fast als ob wir im Käfig leben würden und man uns verbietet rauszugehen... und außerdem ist jeder der kein Italiener sein will frei das Land zu verlassen um irgendwoanders wo er sich wohlfühlt, sei es mit Spache und Kultur, zu leben.

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Süd-Tirol ist nicht Italien
Auch durch solche Aktionen wird das Land Tirol seine Teilung in Süd-Ost-Nord in absehbarer Zukunft endlich überwinden können. Das heutige Land Süd-Tirol ist ethnisch, sprachlich und kulturell nicht Italien, daher verdient es eine völkerrechtliche Neugestaltung des status quo, und zwar nur auf einem zur Gänze friedlichen und demokratischen Wege, vorausgesetzt, das wäre der Wille der überwiegenden Mehrheit der süd-tiroler Bevölkerung. Alle Patrioten in Süd-Tirol, Rest-Tirol und im Vaterland können auf die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit nur sehr stolz sein, dass ihr den Mut habt zu sagen, "der Kaiser ist nackt". Auch wenn die Wahrnehmung des Selbstbestimmungsrechtes in diesem Staat der Fremdbestimmung immer noch von vorgestern zu stammen scheint, bitte nicht vergessen, wir leben alle in einer EU, wo alle Institutionen peinlichst darüber wachen, dass alle Menschenrechte und alle Regeln des Vertragwerkes von allen Staaten auch eingehalten werden. Aus diesem Grund werden heute die verbrieften Menscherechte der Süd-Tiroler in der Frage der Selbstbestimmung von Italien nur geduldet, aber sie werden zumindest offiziell nicht in Frage gestellt oder behindert. Es ist heute ein Glück für die Süd-Tiroler und Pech für die ewiggestrigen Verteidiger eines überkommenen Potemkinschen Konstruktes der Italianità des Alto Adige, dass man heute in einem freien Europa überall offen von der so lange aufgeschobenen und mit grosser Sehnsucht erwarteten Klärung dieser Frage überall frei schreiben und reden kann. Eine von Senator Cossiga vorgeschlagene Abstimmung zur Klärung der endgültigen staatlichen Zugehörigkeit Süd-Tirols zwischen Italien und Österreich kann man aber noch nicht vorbereiten und abhalten, weil man die Menschen noch an der direkten Ausübung der Selbstbestimmung erfolgreich hindert. Das muss aber nicht immer so bleiben, wenn die Befürworter der Selbstbestimmung dieses Ziel konsequent weiterhin verfolgen. Die EU mit allen ihren Institutionen machte da oder macht immer noch die ganze Arbeit der Durchsetzung der Menschenrechte, der Demokratie und der Selbstbestimmung der Völker, von Griechenland, Portugal, Spanien in den 70er Jahren, bis zur Überwindung der Teilung in Europa 1989/90, Realisierung der vielen notwendigen Selbstbestimmungen bis 2008, und heute als vorläufig letztes Kapitel wird man auch mit Gottes und EU-Hilfe die anstehenden Selbstbestimmungen in der alten EU noch zufriedenstellen mit der Zeit lösen oder klären können. Ein Europa der freien und der selbstbestimmten Völker der EU von heute und morgen ist kein Völkerkerker, egal ob das den Verwaltern der Fremdbestimmung passt oder nicht. Die Süd-Tiroler haben dem italienischen Herrschaftsanspruch im eigenen Land trotz massivster Behinderung durch diesen Staat immer wieder bei passenden Gelegenheiten entschieden und geschlossen klar widersprochen, das letzte mal 2006 bei der Selbstbestimmung-Petition der süd-tiroler Bürgermeister an den Österreichischen Nationalrat in Wien, die so gut wie von allen unterzeichnet wurde. In diesem Sinne, "Süd-Tirol ist nicht Italien", Glück auf!