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Stadt Meran soll sich mit der Beseitigung faschistischer Relikte befassen

reinhild_campidell.jpgDie Meraner Gemeinderätin der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, Reinhild Campidell, begrüßt die Entscheidung des Meraner Stadtrates, 7.500 Euro für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen, die im kommenden Jahr in Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und des Faschismus stattfinden werden. Darunter sind Ausgaben für eine Fahrt von Mittel- und Oberschüler zur Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau und zum zum früheren Durchgangslager Fossoli bei Carpi. Gleichzeitig ruft Reinhild Campidell aber die Stadtverwaltung dazu auf, faschistische Relikte in Meran endlich zu entfernen.

So lobenswert die Bereitstellung von finanzielle Mitteln für den Besuch
von Gedenkstätten gegen Faschismus und Nationalsozialismus auch ist, so
notwendig ist auch die Beseitigung faschistischer Relikte in Meran.

Im Eingangsbereich des Meraner Rathauses gibt es noch immer die
„Armando-Diaz-Tafel" aus der Zeit des Faschismus, welche den
vermeintlich glorreichen Sieg Italiens über Österreich verherrlicht.
Zwar wird seit geraumer Zeit mit einer unzureichenden Erklärungstafel
versehen, jedoch wird nach wie vor eine Lügengeschichte erzählt.

In Meran ist auch noch immer eine Straße nach dem faschistische Held
„Otto(ne) Huber" benannt, welche sich an den italienischen
Kolonialkriegen beteiligt hat.

Auch das gesamte Rathaus birgt in sich eine Verherrlichung des
Faschismus, ist es doch bewusst der größte Bau der Lauben und besitzt
viele Relikte aus der Zeit des Faschismus. Neben der "Armando Diaz"
Tafel am Eingang, befindet sich am Turm auch eine Tafel mit der
Inschrift: CIVIVM HONORI REI PUBLICAE LABORI VRBIS DECORI MCMXXIX ANNO
VII (Den Bürgern zur Ehre – Dem Staat zu gedeihlichem Wirken – Der
Stadt zur Zierde – 1929 (Jahr VII nach faschistischer Zeitrechnung)

Auch die "künstlerische" Gestaltung des Rathauses entlang der
Ostfassade bringt einiges in sich. Eine der Figuren hält in ihrer Hand
ein Liktorenbündel, eine andere eine Art Zepter, gemeinsam ist ihnen
die Verherrlichung des überlegenen Faschismus.

Diese Liste ließe sich, so Reinhild Campidell, mit weiteren Relikten
(Straßennamen, Aufschriften auf öffentlichen Gebäuden, Straßensteinen,
usw.) weiter fortführen.

Reinhild Campidell
Meraner Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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1 Kommentar

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1

Ach ja, wirklich???
Das ist doch eine reine Alibi-Handlung und Heuchelei.

Man organisiert Maiausflüge AUSSERHALB Süd-Tirols und interessiert sich für Probleme, die weit weg sind und mit denen man nichts zu tun hat.
Die faschistische Vergangenheit im eigenen Land kehrt man unter den Teppich oder man schweigt sie tot.
Warum organisiert man nicht Schülerfahrten zum Mussolini-Tempel in Bozen oder zu den Beinhäusern am Reschen und in Toblach? In Südtirol gibt es Faschismus in Massen.
Am günstigsten fahren die Schüler, wenn sie ihr Fahrrad nehmen und an die Ortseinfahrt ihre Heimatdorfes radeln. Dort steht nämlich in den allermeisten Fällen eine faschistische Bezeichnung ihres tiroler Dorfnamens.