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SKANDAL – Malvorlagen mit faschistischem Siegesdenkmal für Kinder – Fotos online! Land Süd-Tirol und Stadtgemeinde Bozen unterstützen geschmacklose Aktion

In der neuen Dokumentations-Ausstellung des Siegesdenkmals wurden Kindern Malvorlagen ausgeteilt, mit denen sie das faschistische Siegesdenkmal ausmalen mussten. Unterstützt wurde die zweifelhafte Aktion von Seiten des Landes Süd-Tirol und der Stadtgemeinde Bozen. Die Süd-Tiroler Freiheit bezeichnet dieseInitiative als geschmacklos und will eine Wiederholung verhindern.

Wie erst jetzt bekannt geworden ist, wurden im Rahmen der letzten langen Nacht der Museen ― unter dem Titel „Christmas Card – Die schönsten Weihnachtskarten zum Basteln und Malen … kreativ-künstlerisch gestaltet mit Kindern“ ― vorgedruckte Karten an Kinder ausgeteilt, auf denen die Umrisse des Siegesdenkmals abgebildet waren, die es auszumalen galt. Die Aktion wurde von einer Kulturpädagogin begleitet, erklärte eine Mitarbeiterin der Dokumentations-Ausstellung gegenüber dem Leitungsmitglied Werner Thaler von der Süd-Tiroler Freiheit. Die „faschistischen Weihnachtskarten“ können noch immer im letzten Abschnitt der Ausstellung besichtigt werden.

Was wußte Stadtarchivar Hannes Obermair?
Die Süd-Tiroler Freiheit fragt sich in diesem Zusammenhang, in wie weit auch der Stadtarchivar Hannes Obermair von der Aktion in Kenntnis gesetzt wurde bzw. ob er diese Aktion toleriert hat. Es ist inakzeptabel, dass Kleinkindern mit Malvorlagen ein spielerisch-positiver Bezug zur faschistischen Diktatur beigebracht wird.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert eine umfassende Aufklärung des Vorfalles. Eine solche Aktion ist durch nichts zu rechtfertigen. Man kann beinahe den Eindruck gewinnen, als ob nicht öffentliche Körperschaften die Dokumentations-Ausstellung leiten, sondern die neofaschistische Bewegung CasaPound.

Falscher Zugang zur Aufarbeitung
Laut Werner Thaler werden Kinder damit spielerisch und unreflektiert an dasSiegesdenkmal „herangeführt“. Welchen pädagogischen Mehrwert soll es bringen, den Faschismus bunt auszumalen und Kinder im falschen Glauben zu lassen, dass es sich beim Siegesdenkmal um ein Kulturgut handle? Faschismus hat jedoch weder mit Kultur noch mit Kunst etwas zu tun, sondern ist und bleibt ein Verbrechen!

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist dies der falsche Zugang zur Aufarbeitung der Geschichte und Bedeutung des faschistischen Denkmales. Das Siegesdenkmal hat noch immer nichts von seiner Bedeutung verloren, es ist eine Beleidigung für die Süd-Tiroler und glorifiziert ein Terrorregime, das tausenden Menschen den Tod gebracht hat.

Anfrage im Landtag
Da die Malaktion mit Unterstützung des Landes Süd-Tirol durchgeführt worden ist, wird die Süd-Tiroler Freiheit den Vorfall im Landtag zur Sprache bringen und eine Anfrage an die Landesregierung richten.

Wiederbetätigung im Dezember?
Laut der Mitarbeiterin im Dokumentationszentrum soll die Aktion bei der kommenden langen Nacht der Museen wiederholt werden. Die Süd-Tiroler Freiheit will dies durch entsprechende Interventionen verhindern.

Werner Thaler
Leitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit

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Die auf den ersten Blick harmlos daher kommende Mal-Aktion für Kinder ist nur die Konsequenz des verhängsnisvollen Aufarbeitungsansatzes der Dokumentation im "Sieges-Denkmal". Dieser Ansatz verharmlost mittels vordergründiger, bemühter Sachlichkeit, was nicht harmlos ist und erklärt Architektur geworde Provokation zum städtebaulichen Akzent. Es kann nicht hingenommen werden, dass Kinder auf subtile Weise daran gewöhnt werden sollen das Stein gewordene Zeugnis imperialen Gehabes, von Bevormundung und Unterdrückung, als ein X-beliebiges Bauwerk wahrzunehmen.

Gerd Naumann