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Sind Straßenbenennungen nach Mussolini-Verehrern und Kampfpiloten noch sinnvoll?

Für die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit Burggrafenamt ist es unglaublich, wie naiv der Faschismus in all seinen Facetten verharmlost und salonfähig gemacht wird. Dazu tragen wesentlich die Beibehaltung von faschistischen Orts- und Straßennamen bei. In Meran gibt es Beispielsweise eine Otto Huber Straße. Der aus Meran stammende Kampfpilot wurde 1929 in Libyen abgeschossen und durch den Faschismus zum Helden stilisiert. Auch der amerikanische Lyriker und brennende Mussolini-Fan Ezra Pound wird in der Gemeinde Tirol mit einer Nebenstraße namentlich bedacht. Ebenso sind die faschistischen Falschnamen für die Gemeinden wie z.B. Parcines für Partschins nach wie vor gültig.


Mussolinis Ende war anstoßend, ganz und gar öffentlich und für die aufgebrachten Italiener ein befreiender Akt. Die Bezirksgruppe der Süd-Tiroler Freiheit im Burggrafenamt ist überzeugt, das nach dem Ende des Faschismus vor über 70 Jahren, es auch im Burggrafenamt höchst an der Zeit wäre endlich ganz und gar öffentlich mit dem Erbe Mussolinis aufzuräumen. Die Bezirksgruppe wird sich deshalb in nächster Zeit intensiv mit der Lösung der belastenden Thematik befassen, so der Bezirkssprecher Dietmar Weithaler.

Dietmar Weithaler
Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit im Burggrafenamt

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