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Selbstbestimmung: Nicht nur drohen, sondern umsetzen!

Sven_Knoll_200_02.JPGAls wenig zielführend bezeichnet der Landtagsabgeordnete der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, die x-te Androhung nach Ausrufung des Selbstbestimmungsrechtes, welche LH Durnwalder als Reaktion auf die Süd-Tirol-feindlichen Äußerungen des italienischen Ministers Brunetta getätigt hat. Das Selbstbestimmungsrecht ist ein international anerkanntes Menschenrecht, mit dem Süd-Tirol eine Zukunft ohne Italien einleiten kann. Es als reines Druck- und Drohmittel zu verwenden, ohne konkrete Schritte zu dessen Anwendung einzuleiten, lässt es aber zur Farce verkommen.

Die legitime Forderung nach Selbstbestimmung wird dadurch nicht nur unglaubwürdig, sondern die Bevölkerung durch das ständige hin und her auch verunsichert, da niemand mehr weiß, wie die Zukunft Süd-Tirols nun aussehen soll.

Die jüngsten Äußerungen von Brunetta und seinen Regierungskollegen, sowie die desolate wirtschaftliche Situation Italiens zeigen deutlicher denn je, dass es so nicht weitergehen kann.
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht irgend eine neue Hiobsbotschaft aus Rom kommt.
Diese permanente Zitterpartie ist kein Grant für stabile Verhältnisse, sondern veranschaulicht vielmehr, dass es als Teil des italienischen Staates keine gesicherte Zukunft für Süd-Tirol geben wird.

Es gilt daher auf Worte auch Taten folgen zu lassen!

Wenn es Durnwalder ernst ist, soll er den Beschlussantrag zur Selbstbestimmung, der von der SÜD-TIROLER FREIHEIT im Landtag eingebracht wurde unterstützen.
Anstatt nämlich immer nur mit der Selbstbestimmung zu drohen, ist es höchst an der Zeit, die Vorbereitungen für deren konkrete Anwendung treffen.

Das Selbstbestimmungsrecht ist international verankert, bereits mehrfach zur Anwendung gekommen und von Italien selbst im Jahre 1977 ratifiziert worden.

Sogar das faschistische Italien hat mit der Unterzeichnung der Lateranverträge dem Vatikanstaat die Unabhängigkeit zugestanden.
Es kann daher nur recht und billig sein, dass Süd-Tirol dieses Recht nun auch vom inzwischen demokratischen Italien einfordert.

Sven Knoll
Landtagsabgeordneter
und Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT

 

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5 Kommentar(e)

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1

Freiheit
Also, ich bin doch langsam der Überzeugung, es wäre sinnvoll zur Freiheit zu stehen und zu handeln, wenn alles gelöst ist, denke ich ist der Weg frei nach Tirol, ich aber wer auch immer noch aus dem Bellunese mitzieht, bleibe aber Italien treu. Es ist aber auch in Tirol nicht alles Gold was glänzt...., obwohl es vielleicht ein Staatenbund mit
Oberitalien, va. wirtschaftlich
besser wäre, aber wenn die Freiheit ruft...wie Trenker....

2

Das Durnwalder Theaterspiel
Wenn Italien der SVP ein paar Rechte nehmen will, dann droht Durnwalder ganz vollmundig mit der Selbstbestimmung.
Aber wenn die Südtiroler von Durnwalder die Selbstbestimmung fordern, will er plötzlich nicht mehr.

Das Durnwalder Theaterspiel mit dem eigenen Volk: Wie lange lassen sich die Südtiroler noch an der Nase herumführen?

3

und wo bleiben bitte EURE konkreten schritte??? gesehen, gemerkt, ERLEBT hab ich noch nichts.

L E I D E R !!!

4

Lauwarmes flehen ....
Wenn Durnwalder nicht mehr die Kraft hat, über dem Selbstbestimmungsrecht Süd- Tirol eine Zukunft zu sichern, so soll er neue, junge Kräfte ans Ruder lassen!
Noch ist Tirol nicht verloren!
"Denn die Freiheit, die im Himmel hängt, genügt nicht, es braucht Frauen und Männer, die sie herunterholen!"

5

Selbstbestimmungrecht
Auch die SVP mit dem heute amtierenden Landeshauptmann wollen die Klärung der Selbstbestimmungfrage Süd-Tirols, aber nur dann, wenn Italien dem Land dieses Recht wohl in Form einer freien Abstimmung aus freien Stücken einfach so zugesteht. Wenn das so einfach wäre, dann könnten die Menschen in Süd-Tirol bereits seit Jahrzehnten in einem wiedervereinten Land Tirol im eigenen Vaterland leben. Dem ist leider nicht so und das wird sich auch nicht so bald ändern, wenn die demokratisch gewählte legitime Vertretung des Süd-Tiroler Volkes diese Frage der Selbstbestimmung dem heutigen Staat der Fremdbestimmung nicht laut und deutlich stellen wird. Der LH von Südtirol Luis Durnwalder äusserte sich mehrmals in den letzten Jahren zu diesem Themenbereich, seine Position ist danach klar. Die Südtiroler sind Tiroler und damit die Österreichische Minderheit in Italien. Würde Italien (nach Durnwalder) der AP Bozen ein halbes Jahr Zeit für die Vorbereitung eines Referendums zu dieser Frage geben, wäre es sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Wähler die Rückkehr des Landes Südtirol zum Vaterland Österreich dem status quo der Autonomie in Italien bevorzugen würde. Für den LH kann es daher nur diese zwei Möglichkeiten der Beantwortung der Selbstbestimmungfrage geben, entweder status quo als die international anerkannte Autonomie, oder das Land kehrt zu Österreich nach 90 Jahren wieder zurück, also zum eigenen ethnischen, kulturellen, sprachlichen und historischen Vaterland, zudem es gemeinsam mit dem Rest des deutschsprachigen Landes Tirol bis zur seiner gewaltsamen Teilung gegen den ausdrücklichen Willen aus der Bevölkerung selbst 1918/19 über 600 Jahre lang gehörte. Eine Beantwortung der Selbsbestimmungfrage in Form eines neuen Freistaates Südtirol hat der LH bei dieser Gelegenheit ausdrücklich abglehnt. Dabei vergisst der allerseits geschätzte LH von Südtirol, dass die lange Zeit der Abwesenheit Süd-Tirols in Österreich vor allem die jungen Menschen von diesem Land, dem Vaterland der Süd-Tiroler, immer mehr entfremdet, die Zeit arbeitet also gegen diese Lösung der Rückkehr. Die Landesregierung in Bozen tat und tut weiterhin sehr wenig, um diese wachsende Kluft nicht entstehen zu lassen. Es ist natürlich ein Versäumnis der Politik der SVP ersten Rangen, wenn vor allem die jungen Menschen zwischen Salurn und Brenner sich immer weniger als Tiroler und immer mehr nur als Südtiroler fern von Tirol und Österreich definieren wollen. Die Macht ber Fremdbestimmung wird das sicherlich sehr freuen. Die Machteliten der AP Bozen oder im Bundesland Tirol in Österreich glauben oder glaubten, die geistige Einheit der deutschsprachigen Tiroler zwischen Salurn und Kufstein sei ein unverrückbares Kuntinuum in allen Zeiten. Das hat aber vielleicht für die letzten 80-90 Jahre gegolten aber heute stimmt das nicht mehr. Auch die Machtposition der alten Tirol patriotischen Volksparteien ist auch nicht mehr die gleiche wie sie früher einmal war, der SVP in Bozen und der ÖVP in Innsbruck. Die einzige ernstzunehmende Kraft, die heute die geistige Landeseinheit der Tiroler zwischen Salurn und Kufstein zusammenhält und sogar sehr erfolgreich ausbaut, das sind vor allem die Südtiroler Schützen, zusammen mit den deutschen Oppositionsparteien in der AP Bozen. Die ehemalige Sammelpartei der Süd-Tiroler SVP versucht in dieser Legislaturperiode wie in einem letzten Gefecht noch das zusammenzuhalten und zu verteidigen, was diese Partei in Jahrzehnten politischer Arbeit erreichen konnte. Wer weiß, wie es um Südtirol und um diesen Staat Italien in den nächsten Jahren bestellt sein wird. Wenn es jemals eine wage Möglichkeit der Klärung der Selbstbestimmungfrage gegeben hat, dann nur jetzt in diesen Jahren. Diese politische Schönwetterlage wird wohl nicht immer anhalten. Würde die SVP den Weg der Selbstbestimmung gehen wollen, d.h. diese Frage überhaupt Italien einmal deutlich stellen wollen, und eine demokratische Beantwortung in einem Referendum fordern, dann würde das noch vielleicht so stimmen, wie das der amtierende LH von Südtirol einmal geäussert hat, nämlich die Abstimmung wäre noch knapp abver doch im Sinne der Selbstbestimmung und der Rückkher des Landes zum eigenen Vaterland zu gewinnen. Ob Italien das auch wirklich respektieren und umsetzen wollen würde, das ist eine andere Frage. Vor der Geschichte könnte man aber immer damit argumentieren können, dass die Wahlberechtigeten zum Südtiroler Landtag in einer freien und demokratischen Abstimmung in einem Referendum der Landesregierung die Selbstbestimmung mehrheitlich gewählt haben. Sollte die SVP jemals so eine Abstimmung auch gewinnen wollen, so rennt ihr schon lange die Zeit davon, sie merkt nur das nicht oder sie will das nicht wahr haben. Je früher sie diese Frage offizell stellen würde, umso günstiger für die Sache der Selbstbestimmung selbst. In einem neuen Europa der EU gibt es schon langsam keinen Sachzwang mehr, dass so eine wichtige Frage auch in Süd-Tirol nicht demokratisch geklärt werden kann. Dazu gibt es sogar eine eigene Vorlage aus der europäischen Geschichte der EU, wie so eine Beantwortung der Selbstbestimmungfrage auch in Südtirol funktionieren könnte. Das bis 1957 französiche heute deutsche Bundesland Saarland hat sich in einer freien Abstimmung für die Rückkehr zum eigenen historischen Vaterland entschieden und einen geordneten Staatswechsel vollzogen. Sollte man das auch einmal für Süd-Tirol wollen, oder so eine Lösung seitens der Landespolitik-en anstreben, dann wäre aufgrund der sehr komplizierten geopolitischen und lokalen Lage des Landes nach einer im Sinne der Selbstbestimmung gewonnenen Abstimmung wohl nur eine Rückkher des Landes Südtirol zum eigenen historischen Vaterland Österreich nur als neues 10. Bundesland bei Beibehaltung aller Sonderregelungen möglich, die es für dieses Land bereits historisch begründet gibt. Das Land müsste dann für immer dreisprachig bleiben. Die Frage der Tiroler Einheit mit dem BL Tirol wäre dann in einer späteren Abstimmung zu klären. Sollte aber das nicht nur ein Traum der Befürworter der Selbstbestimmung Süd-Tirols weiterhin bleiben, dann müsste langsam auch die Landespolitik in Bozen in dieser Frage etwas tun, sonst wird diese einmalige historische Chance der Selbstbestimmung für das Land ungenutzt verstreichen. Mit jedem weiteren Jahr wird die Selbstbestimmung der Zukunft wahrscheinlich schwieriger werden. Gerade dieses Andreas Hofer Jahr 2009 würde allen patriotischen Lagern eine ausgezeichnete Möglichkeit bieten über diese existentielle Frage der eigenen Selbstbestimmung in ganz Tirol zwischen Salurn und Kufstein und im Rest des Österreichischen Vaterlandes ernsthaft nachzudenken und gegebenenfalls auch politisch zum Wohle der eigenen Heimat zu handeln.