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Replik auf den Leserbrief bezüglich der Gemeindehymne von Frau Elisabeth Weber vom 22. Juli

stefan_zelger_2.jpgSehr geehrte Frau Weber, mit Freuden habe ich vernommen, dass man sich auch in Hamburg mit der Geschichte Tirols befasst. Leider hatte ihre Replik auf meinen Leserbrief bezüglich der Gemeindehymne wenig mit hanseatischer Noblesse zu tun. Sie schrieben, dass ich mir einen Geschichteatlas zulegen sollte, da im fernen Jahre 1831, als „zu Mantua in Banden" geschrieben wurde, Südtirol nicht existierte.

Tatsächlich habe ich das auch in keinem Wort erwähnt sondern geschrieben, dass „hier" kaum Italiener lebten und die heutige Tiroler Landeshymne somit nicht gegen letztgenannte gerichtet sein kann. Kein Wort von Süd-Tirol. Des Weiteren fuhren Sie fort, dass ich behauptete „zu Mantua in Banden" sei von Julius Mosen 1831 als Hymne konzipiert worden. Auch das muss ich widerlegen, habe ich es so doch nie behauptet. Wie konnte er auch? Wurde die Musik doch erst 1844 von Leopold Knebelsberger komponiert. Und eine Hymne ohne Musik ist auch nicht das Wahre meinen sie nicht Frau Weber? Ich habe kein Problem mit Kritik und als geschichtlich interessierter junger Mensch kaufe ich mir auch gerne einen Geschichteatlas, doch bevor Sie das nächste Mal die Verbalkeule auspacken, sollten Sie die Leserbriefe genauer durchlesen.
 
 
Stefan Zelger
Hauptausschussmitglied und Gemeinderat der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin

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2 Kommentar(e)

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Süd und Ost-Tirol
Das deutschsprachige Land Tirol ist in seiner Geschichte vor der Teilung 1918 niemals ein Grenzland sondern immer ein Paßland auf beiden Seiten des Alpenhauptkammes gewesen, so wie vieleicht in der Schweiz Wallis, Uri oder Graubünden. Die absurde Begründung Italiens und Forderung einer "natürlichen" Wehrgrenze zu Österreich etlang des Flußbettes von Po-Strom und der Adria führte dazu, dass das deutschsprachige Land Tirol ohne höhere Not und ohne jeden Sachzwang in drei Teile geteilt wurde. Die Welsch-Tiroler im Trentino haben sich größteteils aus der bis dahin gemeinsamen Tiroler Geschichte verabschiedet und das wird weiterhin wohl auch so bleiben. Nur die Ladiner im Belluno und Trentino wollen zu Tirol zurück, so wie in den Gemeinden in um Cortina d.A. im Belluno, die 2007 zu über 80% für die Wiederherstellung der alten Landeseinheit heute mit Südtirol abgestimmt haben. Seitdem hört man wenig neues über weitere tatsächliche Fortschritte auf diesem Wege. Die neue Regierung wurde am 13. und 14. April 2008 gewählt, es brauchte nur einige Wochen um sie zu bilden, und es brauchte einiger Wochen, um neue Berlusconi-Gesetze zu schreiben und sie auf den Weg im Parlament in Rom in beiden Kammern zu schicken, wo sie in einem Schweinsgalopp in Rekordzeit durchgepeitscht wurden und somit jetzt in Kraft sind. Das zeigt also, dass in Italien in Windeseile Gesetze gemacht werden können, wenn sie nur "von oben gewünscht" oder "bestellt" werden. Die demokratiepolitisch legitimierte und gewünschte Landeseinheit der Gemeinden von und um Cortina d. A. bleibt weiterhin Zukunftsmusik. Wenn ein Provinzwechsel nicht einmal auf dem italienischen Staatsgebiet so funktioniert, wie man das als Demokrat sich wünschen würde, dann kann man sich das leicht ausmalen, wie das nach einem theoretisch gewonnenen Selbstbestimmung-Referendum um die demokratisch legitimierte Landeseinheit zwischen Süd-Nord-Ost Tirol ausehen würde. Dennoch Süd- und Ost-Tirol gehören noch mehr geografisch, sprachlich, ethnisch und kulturell zusammen. Würde man in Zukunft in dieser Frage frei entscheiden können, dann wäre es auch eine denkbare Option für die Süd- und Ost-Tiroler gemeinsam entweder zum wiedervereinten Bundesland Tirol zu gehören, oder ein neues 10. Bundesland gemeinsam zu bilden. In Österreich gibt auch Ober- und Nieder-Österreich, warum dann nicht die Bundesländer Nord- und Süd-Tirol, wenn das natürlich der freie und demokratiepolitisch legitimierte Wille der Bevölkerung sein sollte. Eines ist aber schon jetzt eine greifbare und erlebbare Realität, nämlich die geografische Fortsetzung von Südtirol, nämlich Ost-Tirol befindet sich wie seit Urzeiten im Vaterland Österreich, d.h. die Süd-Tiroler haben schon jetzt in diesem Sinne eine Art eigene Tiroler Heimat im Vaterland frei von jeder ethnischen Fremdbestimmung in Ost-Tirol. Diesen Landesnamen gibt es übrigens auch so lange, so lange man auch einen neuen Namen für deutschsprachige das Land Tirol südlich des Brenners nach der Teilung brauchte und finden musste.

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Falsches Südtirol
Dieses falsche Südtirol existiert erst seit 1919.
Italien annekierte dieses österreichische Gebiet als Kriegsbeute, weil es uns und unserem Vaterland Österreich den Krieg erklärt hatte.
Zu einem richtigen Südtirol gehörte Osttirol dazu.