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Regierungskommissariat soll Einhaltung der Sprachbestimmungen in Postämtern prüfen

post_200.jpgMit nur einer Gegenstimme (Alessandro Urzí) wurde heute ein Beschlussantrag der Landtagsabgeordneten der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Dr. Eva Klotz, vom Landtag angenommen. Damit wurde die Landesregierung verpflichtet, auf das Regierungskommissariat einzuwirken, damit dieses prüfen und erheben lässt, in welchen Postämtern welche "Postprodukte" nicht in deutscher Sprache verfügbar sind.

Der Beschluss im Wortlaut: 

"Seit Jahren weisen Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass in Postämtern in Südtirol das Recht auf Gebrauch der Muttersprache gröblich verletzt wird. 

Einmal sind es die Vordrucke und Zahlungsscheine, ein anderes Mal die Poststempel. Es kommt sogar vor, dass sich ein Postamt ein Jahr lang darauf herausredet, die deutschen bzw. zweisprachigen Formulare seien ausgegangen, und auch im Magazin seien keine mehr vorhanden) Postamt Bruneck). 

Viele Bürger sind verärgert und ungeduldig angesichts solcher Ausreden und fragen sich zu Recht, was passieren würde, gingen die italienischen Formulare einmal aus.

DER SÜDTIROLER LANDTAG
verpflichtet
die Landesregierung 

auf das Regierungskommissariat einzuwirken, damit dieses prüfen und erheben lässt, in welchen Postämtern welche "Postprodukte" nicht in deutscher Sprache verfügbar sind." 

Eva Klotz unterstreicht die Notwendigkeit, die ständigen Verletzungen der Sprachbestimmungen gerade bei den Vordrucken und dergleichen streng zu ahnden."

Lt. Abg. Dr. Eva Klotz
27.Mai 2008

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3 Kommentar(e)

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1

Danke Eva!
Herzlichen Dank Eva für Deine Unterstützung. Nach meiner Einreichung der Sachverhaltsdarstellung "Verletzung der Zweisprachigkeit bei der italienischen Post" beim Regierungskomissariat ist der von Dir, von der Mehrheit der Landtagsabgeordneten angenommenen Beschlussantrag ein weiterer wichtiger Schritt für unser Recht. Die Herren sollen endlich Farbe bekennen müssen und die eigenen Gesetze auch anwenden!
In diesem Sinne,
DANKE EVA!

2

Österreichische Post
Man könnte, anstatt untätig zu sein, dieser von Markus A. geschilderten Entwicklung zuvor kommen und mit der österreichischen Post zusammenarbeiten.
Nichts gegen Finnen, aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt.

3

Dienstleistungsfreiheit
Einer der wichtigsten Grundsätze und Ziele der Europäischen Union ist die Dienstleistungsfreiheit. Poste Italiane können ihre Dienste auch nördlich der Brennergrenze anbieten, genauso wie die Österreichische Post südlich davon. Dieser Markt wird Zug um Zug zur Gänze liberalisiert. Ich weiss nicht wie die allgemeine Verfassung der PI ist, aber grössere Expansionsgelüste wird es da wohl nicht geben. Bevor die Italiener einen Schritt über die eigene Schwelle egel in welche Richtung setzen, wird die Finnische Post, oder die Post aus Lettland und von anderswo diesen lukrativen Markt in Italien erobern. Bei Al Italia ist das nur die Frage der Zeit bis sie aufgelöst oder übernommen wird, bei der Eisenbahn schaut es nicht viel besser aus. In diesem Staat kommen alle permanent und aus Prinzip zu spät und dürfen in der alten EU die rote Schlusslichtlaterne tragen. Eine hochentwickelte Gesellschaft braucht, um einwandfrei zu funktionieren, eine moderne Post. Die wird man sich schon bald auch in Südtirol aus mehreren Anbietern aussuchen können, wenn vor allem die Landesregierung es wollen würde, z.B. die Post aus dem Bundesland Tirol. Auch das gehört Dank der EU zum Zusammenwachsen der geteilten Landesteile in Tirol zwischen Salurn und Kufstein.