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Postbeamter droht einem Kunden die Carabinieri zu rufen, weil er deutschsprachiges Formular wollte

Sven_Knoll_200_02.JPGAls skandalös bezeichnet der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll, das Verhalten der Beamten auf der italienischen Post in Bruneck. Bereits im Juni wurde einem jungen Mann auf der Hauptpost in Bruneck das Recht verweigert, ein deutschsprachiges Formular für das Ansuchen der aufladbaren Kreditkarten „postepay“ der Postbank (Banco Posta) zu erhalten. Als derselbe junge Mann nun wieder um ein deutschsprachiges Ansuchen anfragte, wurde er beschimpft, von einem Postbeamten sein Personalausweis abgenommen und ihm damit gedroht, die Carabinieri zu rufen.

Dieses Verhalten des Postbeamten ist inakzeptabel, da es diesem nicht erlaubt ist, sich eines Personalausweises zu bemächtigen und die Post zudem gesetzlich dazu verpflichtet ist, deutschsprachige Formulare anzubieten.

Es ist erschreckend, dass das Recht auf Gebrauch der Muttersprache von der italienischen Post nicht nur konsequent missachtet wird, sondern dass inzwischen sogar schon zu Einschüchterungsmaßnahmen übergegangen wird, indem man damit droht die Carabinieri zu rufen, wenn jemand darauf besteht, von seiner deutschen Muttersprache Gebrauch zu machen.

Erst als der junge Mann mit Nachdruck darauf bestand, ihm unverzüglich den Ausweis wieder zurückzugeben und er darum bat die Carabinieri doch ruhig zu holen, da man dann sehen werde, wer im Recht sei, zeigten sich die Beamten der Post plötzlich von ihrer freundlichen Seite.

Vorfälle wie dieser zeigen leider nur zu deutlich, dass das Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache in Süd-Tirol noch immer keine Selbstverständlichkeit ist, sondern ein täglicher Kampf.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

 

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9 Kommentar(e)

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1

Zur österreichischen Post?
@Puschtra
Zu welcher Post hätte dieser Süd-Tiroler gehen sollen?
Zur österreichischen Post? Diese hat Italien nach der Annexion in Süd-Tirol abgeschafft.

2

Komisch dass das Vorgefallene gerade jetzt so kurz vor der Wahl von euch veröffentlicht wird, wo es das erste mal ja schon im Juni passiert ist!
Sonst habt ihr wohl keine Wahlkampfthemen, dass ihr solche Vorfälle medial breittreten müsst? Wieso erwähnt ihr nicht dass es sich bei der Person um ein "führendes Mitglied einer Pustertaler Schützenkompanie" handelt? Ist es etwa die selbe Person die damals den Vorfall mit den Carabinieri in Vintl "erlebt" und per Handy aufgezeichnet hat?
Ich frage mich auch wieso ein Mensch der sooooo auf Heimat und sein Recht auf deutscher Sprache pocht sich für ein Zahlungsmittel der italienischen Post entscheidet? Irgendwie riecht das doch alles nach vorwahlzeitlicher Inszenierung!!

3

Aber so nicht Mr. Postmann
1) Bezweifle ich, dass der überhaupt geistig gesund ist!
2) Ab nach Süditalien!
3) Pech hätte dieser alberne Spassvogel ja schon, wenn ein deutschprachiger Carabiniere oder
Polizist gekommen wäre!
4) Recht ist Recht und Unrecht bleibt Unrecht!

4

Hoffentlich bald ein wiedervereintes TIROL!!! Dann werden die Südtiroler gern auf die allerbeste Autonomieder Welt verzichten!!!!!!!!

5

Umgehende Anzeige
Da sich der Postbeamte sich anmaßte ohne Berechtigung das Dokument eines anderen "Staatsbürgers" anzueignen würde ich empfehlen diesen anzuzeigen da hier ein Gesetztesverstoss vorliegt welcher auch für Beamte der Poste Italiane gilt. Ein solches Vorgehen kann sich nicht einmal die exekutive Staatsmacht wie Polizei und Carabinieri leisten.

6
Ein von Euch überzeugter Wähle

Nur eine bescheidene Anregung
Ich glaube Pius Leitner und seine Partei hätten ein fürsprechendes Wort von Euch, und besonders Eva Klotz, durchaus verdient. Diese Hetzkampgane wie die dolomitische SVP sie nun betreibt, ist doch völlig unangebracht und vor allem unglaubwürdig! Bei aller Kritikwürdigkeit, das haben sich Eure "Konkurrenten" nicht verdient!

7

Italienisches Kolonialherrengehabe
Ich hätte den Postangestellten wegen Diebstahls angezeigt und weiterhin auf ein deutsches Formular bestanden.
Da sieht man wieder wie frei und autonom die Süd-Tiroler in dieser Provinz sind und wieviel Recht uns einige Italiener nach 90 Jahren Annexion zugestehen.

8

Die allerbeste Autonomie...
Das ist also die "allerbeste Autonomie der Welt", auf die die größte Partei oft so stolz ist. In anderen europäischen Ländern, wo es ebenfalls andere vergleichbare Situationen und Modelle der Autonomien gibt, würde man nach so einer freundlichen "Behandlung" eines Kunden bei der Post schon viel eher die Polizei rufen, um den Postbeamten zu disziplinieren und er würde wahrscheinlich nicht mehr danach seinen Beruf an gleicher Stelle ausüben können. Abgesehen davon ist die Abnahme eines Personenausweises in dieser geschilderten Situation eine ungesetzliche Anmaßung einer Autorität verbunden mit einer Drohung, die in diesem konkreten Fall sogar für den Postbeamten strafbar wäre. Wie gesagt, anderso in anderen Autonomien der Welt, aber nicht in der "allerbesten der Welt" in der AP Bozen, vulgo Südtirol. Nur weil man so oft die autistische Märchenstunde von der allerbesten Autonomie in Alto Adige/Ober-Etsch immer wieder und immer wieder wiederholt, glauben manche, diese uneingeschränkte Autonomie gibt es in Süd-Tirol auch tatsächlich. In Wirklichkeit ist das leider nur eine verklärte Wunschvorstellung mancher Politiker. Sie wird in der heutigen schon längst veralteten und ziemlich begrenzten Form von Italien nur gestattet, weil es politisch heute in Europa in einem Staat der EU nicht anders geht und weil man in Italien ganz genau weiß, dass viele Menschen in Alto Adige das gerne so glauben wollen. Die Autonomie, die man in Süd-Tirol ab 1992 erst gestattet hat, die gibt es anderswo in Europa bereits seit den 40er Jahren, wenn man an Finnland oder Dänemark, Belgien oder Großbrittanien denkt. In solchen Ländern ist die Zweisprachigkeit in allen Bereichen der Gesellschaft zu 100% gewehrleistet und sogar die Möglichkeit der Ausübung der Selbstbestimmung steht manchen Minderheiten offen, die im eigenen historisch angestammten Siedlungsgebiet gar keine Minderheiten sind, wie z.B. jetzt in Schottland, Flandern aber langsam sogar auch in Katalonien in Spanien. Die Geschichte der gewesenen Autonomien in Ost-Europa der letzten 20 Jahre in der ex-DDR, Baltikum, Moldowa, Slowakei und Tschechien, Ex-Jugoslawien, in Montenegro und Kosovo, wo zum Schluß diese Autonomien den Weg der eigenen Selbstbestimmung gewählt haben und auch erfolgreich bis zum Schluss gegangen sind, möge auch ein Lehrbeispiel in dieser Hinsicht für alle Träumer in der Politik der AP Bozen von der angeblich perfekten eigenen Autonomie sein. Die Beziehung der seinerzeit mit Gewalt und Betrug aufgezwungenen italienischen Staatsmacht in Südtirol war schon immer und ist leider immer noch eher mit der einer Kolonialmacht zu einer in der Geschichte unterworfenen Ethnie zu vergleichen, wo man sich alles an Rechten als Minderheit erst hart und mühsamst mit der Zeit mit allen Mitteln erkämpfen muß, wo man sich dabei auch nicht des Eindrucks erwehren kann, man hat auf der Gegenseite permanent mit Hütchenspielern zu tun. Gelingt es der Landespolitik in der Autonomiefrage doch bescheidene Erfolge zu erzielen, wird das später als eine großartige Leistung dieser Staatsmacht allgemein verkauft. In Wirklichkeit ist die Autonomie der AP Bozen Südtirol bis heute das geblieben, was sie am Anfang ihrer Geschichte 1946 war, ein Versprechen ohne wirklich zu 100% gesicherten Gegenwert. Ohne die Schutzmachtrolle des Österreichischen Vaterlandes für Süd-Tirol in der ganzen Geschichte, ohne Pariser Autonomievertrag von 1946, ohne die demokratische Außenwelt und ohne die EU und UNO wäre die Provinz Bozen schon längst eine stinknormale und keine bescheiden autonome italienische Provinz geworden. Die Autonomie wurde verwässert, schlampig, herzlos und sehr lückenhaft mit über 40 Jahren Verspätung bis 1992 eingeführt. Das Land Süd-Tirol hat aber für seine Zukunft etwas besseres verdient, als diese ewige Zitterpartie in allen nur möglichen Autonomiefragen vor dieser Macht der Fremdbestimmung. Das Recht auf die eigene sprachliche, kulturelle und ethnische Autonomie bis hin zu Selbstbestimmung ist und bleibt für alle freiheitliebenden Menschen ein erstes und wichtigstes Menschenrecht und keine Spekulationsmasse für die Macht der Fremdbestimmung in Süd-Tirol. Die Träger des "Stockholmsyndroms" in Alto Adige, die an die Zukunft des Landes bei Italien festhalten, die werden schon freiwillig oder bestellt dafür sorgen, dass die Märchenstunde von der vorbildhaften "Allerbesten Autonomie der Welt" in diesem Land weiter schamlos fortgeführt wird. Mag sein, gemessen an Zuständen und demokratiepolitischen Standards in der sog. Dritten Welt ist die Autonomie Südtirols ein Vorbild für manche Regionen dieser Welt, aber ganz sicher nicht mehr in der demokratiepolitisch entwickelten westlichen Welt, vor allem in Europa nicht. Der auf dieser Seite aufgezeigte Vorfall am Postamt in Bruneck kann diese These somit leicht und klar für alle Zweifler belegen.

9

Ja besonders so kurz vor dem Wahlen :/