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Postamt Meran schließt wieder an den Nachmittagen im Sommer – Kritik der SÜD-TIROLER FREIHEIT

reinhild_campidell.jpgAb Montag, 30. Juni bis zum 31. August bleibt das Meraner Hauptpostamt wie bereits in den Vorjahren nachmittags geschlossen. Seit Jahren kritisiert die Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Meran, Reinhild Campidell, auch heuer zum wiederholten Mal die Nachmittagsschließung der Postämter während der Sommermonate. Damit verliert Meran einen wichtigen Dienst während des Sommers zum Nachteil der BürgerInnen und der zahlreichen Gästen in Meran.

Immer wieder setzt die italienische Postverwaltung ihren Sparstift am falschen Ort an, bemängelt Campidell, und verärgert somit die Kundinnen und Kunden. Trotz mehrerer Anfragen und Interventionen gegen die Nachmittagsschließung der Postämter in Meran setzt die Postverwaltung die Nachmittagsschließung auch heuer wieder um.

Reinhild Campidell ist der Meinung, dass Meran als Hauptort des Burggrafenamtes nicht auf die Dienstleistung eines Postschalters an den Nachmittagen während der Sommermonate verzichten kann. Zumindest ein Notdienst mit einem geöffneten Schalter müsste möglich sein. Aber allen Anschein nach fehlt der Wille bei der Postverwaltung zur Gänze.

Auch für den touristischen Aspekt ist ein Postamt mit ganztägigen Öffnungszeiten von großer Bedeutung und eine zusätzliche Dienstleistung.

Reinhild Campidell
Meraner Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT

postamt_meran.jpg

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5 Kommentar(e)

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1

Qualität der Postdienste
Ich habe gehört, eine Firma aus Eppan, wenn ich mich recht erinnere, hat einen Auftrag für LKW-Planen in Milano nicht bekommen, weil die Firma "Poste Italiane" sich Wochen genommen hat, um den Angebotbrief dieser Fitma aus Süd-Tirol dem Auftraggeber zuzustellen. Verlust für diese Firma: nach eigenen Angaben 150.000 Euro! Das ist auch kein Einzelfall im Wirtschaftsleben in Italien wie man längst schon wissen müsste. In Zukunft will diese Firma, die den Auftrag unverschuldet versäumt hat, in solchen Fällen so wichtige Briefzustellungen selbst in die Hand nehmen und die Post in Italien selbst zustellen, damit ihr so etwas nicht noch ein zweites mal passiert. Was das für das Wirtschaftsleben, aber nicht nur, bedeutet, egal für wen und für welche Unternehmen, dass kann man sich wohl leicht denken. Bei Briefsendungen über 50g ist der Postmarkt bereits völlig liberalisiert, glaube ich. Aber dass es bei der PI schon immer so schlecht läuft, das hat vielleicht nicht einmal mit der schlechten Arbeitsmoral der Mitarbeiter zu tun, das glaube ich persönlich eher nicht, sondern mit der allgemeinen Organisation solcher Monopolunternehmen, die zuerst an die saftigen Gehälter in den Etagen der Chefs denken, dann auf der Ebene dazwischen und erst zuletzt denkt man an die einfachen Postboten, die diesen harten Knochenjob tagtäglich machen wollen. Dass man hier die Postbediensteten nicht gerade verwöhnt, ist wohl klar. Warum sollten sie sich dann überhaupt noch anstrengen wollen und beim gleichen Lohn, beim Personal- und Serviceabbau, bei sinkender Kaufkraft des Monatslohns immer mehr leisten wollen? Die einzige Lösung, auch das Land übernimmt schon jetzt die Post und es wird alles rund laufen, so wie in anderen Bereichen, wo das Land das Sagen hat, nach dem Motto, wer zahlt, der schafft an. Die Tatsache, dass wirklich alle Mitarbeiter vom Arbeitgeber AP Bozen Südtirol anständig und fair behandelt werden, die müsste auch gut bekannt sein. Ein Grund mehr nach einem Post-Landesdienst laut zu rufen.

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Wo ein Wille, da ein Weg
@Markus

Du hast da absolut Recht.
Das Postmonopol, das nur die Poste Italiane berechtigt, Briefe bis zu 50gr zuzustellen, läuft am 31.12.2010 aus. D. h. dass frühestens dann auch andere Postdienste und Konkurrenten in Italien geben wird. Ich verstehe daher nicht, dass die italienische Post nicht mehr Qualität strebt. Derzeit arbeitet sie einfach katastrophal und wenn sie ihre Kunden dann ab 2011 verlieren möchte, sollte die Post bereits Maßnahmen ergreifen, einen reibungslosen Dientst gewährleisten. Stattdessen aber bauen sie Stellen ab und die Angestellten intern (Sortierer) und extern (die Briefträger) sind sehr überfordert. Diese Sparmaßnahmen der Poste AG aber könnten sich daher 2011 noch mal als Fehler erweisen.

3

Wo ein Wille, da ein Weg!
Zu den Grundprinzipien der Europäischen Union gehört auch Persnen-, Kapital- und Dienstleistungsfreiheit. Die Personen- und Kapitalfreiheit ist schon längst Realität. Für Diensleistungen wie Post oder Bahn (FS) gibt es da noch Übergangsfristen im EU-Vertragswerk, die aber schon bald alle abgelaufen sein werden, dann herrscht auch in diesem Bereich freier Wettbewerb. Erst dann wird sich die Fima "Poste italiane" einem harten Wettbewerb um zufriedene Kunden stellen müssen. Theoretisch könnte dann auch Estnische Post ihre Dienste in Süd-Tirol anbieten. In dem Fall wäre es aber doch am sinnvollsten, wenn diese postalischen Aufgaben für alle Süd-Tiroler oder alle Altoatesini die Österreichische Post übernehmen würde, die ja mehr oder weniger wie immer klaglos funktioniert.

4

Post
Es ist höchste Zeit dass unsere Landesregierung prüft ob es nicht jetzt schon möglich ist den Postdienst von der ital Posta auf die österreichische zu übertragen. Somit wäre schon eine Vorbereitung für einen Staatenwechsel getroffen. Nach und nach könnte man andere Dienstleistungen ebenfalls an die Österreichischen Anbieter übergeben und damit mit dem italo Missständen endlich aufräumen!! Das gleiche Recht wäre natürlich auch für uns Privatwirtschaftler sehr nützlich um an deutschsprachige Produkte, Werbematerial und Servicedienste zu kommen, das unsere italienischen Ketten nicht bieten können!

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katastrophe
Bei der Post geht es schon chaotisch zu. Die Qualität ist aufgrund des akuten Personalmangels nicht gewährleistet. Fallen mehrere Leute aus, werden ortsunkundige Postboten aus dem Trentino aushilfsweise hergeholt. Sie bekommen einen Dorf-/ Stadtplan in die Hand und auf Glück müssen sie dann die Post zustellen. Massenhaft Post mehrerer Zonen sind somit liegengeblieben.So geschehen in einem Ort in Pustertal. Wahnsinn. Es wird Zeit, dass sich das Land darum kümmert. So kann es nämlich nicht weitergehen.