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Podiumsdiskussion: SÜD-TIROL – WO LIEGT DEINE ZUKUNFT?

podiumsdiskussion_schlanders.jpgAm kommenden Freitag, 29. Feber 2008, organisiert die ARBEITSGRUPPE FÜR SELBSTBESTIMMUNG, ab 20 Uhr, eine Podiumsdiskussion im Vereinshaus Karl Schönherr in Schlanders.
 
Süd-Tirol steht heute an einem Wendepunkt der Geschichte, doch wie sieht die Zukunft unserer Heimat aus?

 

 

 

 

–         Hat unsere Wirtschaft in diesem Staat noch eine Zukunft?
–         Werden die ausländischen Arbeitskräfte unsere Gesellschaft verändern?
–         Ist unsere kulturelle Identität gesichert?
–         Gibt es eine schleichende Italienisierung,
                  oder
–         Selbstbestimmung?
 
Diskutieren Sie mit, bei der großen Podiumsdiskussion mit:
 
–         Sven Knoll
–         Karl Zeller
–         Pius Leitner
–         und Thomas Winnischhofer

 

podiumsdiskussion_schlanders.jpg

 

 

 

 

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3 Kommentar(e)

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1

Demographisches Problem
Das demographische Problem (weniger Jugendliche) gibt es nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Soweit ich weiß ist dieses demographische Problem in Italien aber noch größer. Und wenn Süd-Tirol bei Italien bleibt wirkt sich dieses Problem für Süd-Tirol womöglich noch negativer aus.
Dann kämen halt die Ausländer von Italien rauf. Und die sprechen dann nicht Deutsch wie in Österreich, sondern Italienisch.
Damit wäre eine Wiedervereinigung mit Österreich doch noch besser.

Ich bezweifle allerdings, dass das Herholen von Ausländern die Lösung sein kann.
Das würde sehr schnell soziale und Sicherheitsprobleme schaffen.
Zudem wären das fast ausschließlich Menschen aus Entwicklungsländern. Ob die für den unseren hochqualifizierten Arbeitsmarkt geeignet sind, bezweifle ich sehr.
Wer kann hier garantieren, dass wirklich gebrauchte Arbeitskräfte kommen und nicht Sozialhilfeempfänger?
Döner-Buden und Gemüseläden brauchen wir doch nicht mehr. Damit wird man sicher nicht wettbewerbsfähig.

2

Zuwanderung
Die Tiroler Wochenendzeitung Echo am Freitag schreibt in ihrer jüngsten Ausgabe, daß in den nächsten Jahren in Tirol eine dramatische Abnahme an Jugendlichen zu erwarten sei, was insbesondere zu einem verhängnisvollen Mangel an Lehrlingen führen, also auf Tirols Wirtschaft sich nachhaltig auswirken werde. Das ist aber nicht allein ein Tiroler Problem, sondern auch in anderen österreichischen Bundesländern zu finden. Der Bundesregierung ist das selbstverständlich bekannt, und es ist schon seit geraumer Zeit geplant, etwa siebenhunderttausend neue Zuwanderer nach Österreich zu schleusen, nicht zuletzt um das Sozialsystem zu stützen. Der primäre Grund für diese Lage ist natürlich der Mangel an heimischem Nachwuchs. Angesichts dieser und anderer alarmierender Zustände in Österreich hat sich hier eine neue Partei formiert, die viel Interesse und Zuwendung verzeichnen kann, nämlich die Partei Die Christen. Ich habe schon mehrmals angedeutet, daß für Südtirol der Anschluß an Österreich derzeit keine vernünftige Lösung sein kann. Dafür gibt es mehrere triftige Gründe. Sollte z. B. Südtirol seine Selbstbestimmung erreichen, würde es dieses Privileg durch einen Anschluß an das jetzige Österreich sofort wieder verlieren. Aber auch von der Zuwanderungspolitik Österreichs würde Südtirol so getroffen werden. Ich bin nicht grundsätzlich gegen einen Zusammenschluß Südtirols mit Österreich, aber unter den derzeitigen Umständen halte ich einen solchen für äußerst unklug. In Österreich selbst formieren sich Freiheitsbewegungen, weil die angestammte Bevölkerung sich nun doch mehr und mehr bewußt wird, daß Österreich dabei ist, von einem EU-Totalitarismus überschattet zu werden und sowohl Rechtsstaatlichkeit (Gewaltentrennung) sowie eine vom Volk ausgehende Gesetzgebung schrittweise zu verlieren. Durch einen Weg Südtirols von der Autonomie in die Souveränität würden die österreichischen Freiheitsbewegungen indessen wirksamen Rückenwind erhalten und sich die Chancen für Veränderungen erhöhen, Voraussetzungen zu erreichen, die eine Vereinigung Südtirols mit Österreich wieder erwägenswert machte.

3

Gesellschaft und Zuwanderung
In Süd-Tirol leben heute über 30 Tausend Menschen mit einer anderen Staatsangehörigheit. Nach Meinung von Fachleuten wird sich diese Zahl aus heutiger Sicht pro Jahr um cirka 2-3 Tausend neue Zuwanderer erhöhen und zuerst auf grössere Städte konzentrieren. In über 10 Jahren wird sich wahrscheinlich diese neue Bevölkerungsgruppe mehr als verdoppeln auf 60-70 Tausend. Daher darf man sich von einer kompetenten Runde erwarten, dass diese Frage der Zuwanderung fernab von Ressentiments und unbegründeten Ängsten in der Diskussion berücksichtigt, in erster Linie in Hinblick auf den Sprachfrieden und ethnischen Proporz. Die Autonomie Süd-Tirols ist eine sehr sensible völkerrechtliche Schöpfung, daher kann es dem Land nicht egal sein, wenn im Laufe von Jahrzehnten eine neue "Volksgruppe" in Süd-Tirol dazukommt. Dass die Menschen mit der Zeit auch Staatsangehörigkeit und Wahlrecht bekommen würden, das versteht sich von selbst, dass ist heute Standard in einer europäischen Demokratie. Manche dieser neuen Minderheiten kommen aus einem nicht europäischen Kulturkreis und wissen mit unserer Kultur und Zivilisation nichts anzufangen, ausser dass man in Europa sich eine wirtschaftliche Existenz schnell aufbauen kann, im Kopf aber bleiben diese Einwanderer oft über viele Generationen Zuhause in Asien oder Afrika, vor allem was die Rolle der Frau in der Gesellschaft betrifft. Die Familienzusammenführung wird sehr oft exzessiv praktiziert und nur so kann man das erklären, dass überall in Europa neue Minderheit entstehen, von denen man noch nie etwas gehört hat. Diese Trends werden sich in der Zukunft sogar verstärken und wir werden höchstwahscheinlich in den nächsten Jahrzehnten zwar noch in Europa leben, aber mit sehr starken neuen ethnischen und religiösen nicht europäischen Minderheiten, die auch ihre Rechte einfordern werden. Der Staat egal wo in Europa vertschüsst sich so gut wie immer aus seiner Verantwortung wenigstens für die nötigen Jobs für all die neuen Zuwanderer und ihre Kinder zu sorgen, und so entstehen aus verständlichen Gründen neue soziale Spannungung zwischen den Einheimischen und Zuwanderern wegen Lohndumping und weitere Konfliktherde und Sprengstoffe in der Gesellschft, auch in so kleinen aber dafür wirtschaftlich sehr atraktiven Ländern wie gerade Süd-Tirol.