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Outletcenter ändert seinen Namen von Brennero in Brenner

sven_knoll1.jpgErfreut über die Umbenennung des „Outletcenters Brennero“, in „Designer Outlet Brenner“, zeigt sich der Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT, Sven Knoll.
Die Benennung des Fabrikverkaufes mit dem italienischen Ortsnamen „Brennero“ anstelle des historischen Ortsnamen „Brenner“, hatte bei der Eröffnung für großen Unmut in Süd-Tirol gesorgt und in der Folge dazu geführt, dass viele Bürger bewusst auf einen Einkauf dort verzichten haben.

 

Die alleinige Verwendung des italienischen Ortnamen „Brennero“, sowie das propagierte „Dolce Vita Gefühl in der italienischen Ortschaft Brennero, am Eingang Italiens“ hatte ein völlig verzerrtes Bild von Süd-Tirol wiedergespiegelt und in die Hände jener faschistoiden Kreise gespielt, die immer wieder darum bemüht sind, die Tiroler Identität des Landes zu leugnen und Süd-Tirol als flächendeckend italienisch besiedeltes Land darzustellen.
Tatsache ist jedoch, dass Italien trotz der Unrechtsgrenze, weder historisch, noch sprachlich-kulturell am Brenner, sondern in Salurn beginnt.
Daher war der starke Protest gegen das aufgezwungene italienische Image absolut notwendig und wie sich nun zeigt, auch erfolgreich.

Es ist daher sehr erfreulich, dass die Geschäftsleitung des Outletcenters diesen Fehler nun eingesehen hat und eine Umbenennung zugunsten des historischen Ortsnamen „Brenner“ vorgenommen hat.
Es bleibt somit zu hoffen, dass die gesamte Marketingstrategie nun dahingehend ausgerichtet wird, dass dieses Einkaufszentrum zu einem Treffpunkt im Herzen Tirols wird.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

 

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19 Kommentar(e)

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1

@Herrn Morat
Die Karte war von Touring Club Italia.
Fürderhin besitze ich eine Karte, die von italienischen Nationalisten um Carlo Matteo Imbriani gezeichnet wurde: In diese kommt deutlich ihre Weltanschauung vor: Italien hätte bis zum Brenner reichen müssen, und hätte noch dazu den Tessin, die italienisch- und romanischsprachigen Gebiete Graubündens, Korsika, den Raum um Nizza, Savoyen, Istrien, den größten Teil Dalmatiens, Südalbanien und die Jonischen Inseln, sowie Malta, Zypern, Tunesien und Libyen.
Das slowenische Sprachgebiet war auf der Karte zw. Italien und ein phantomatisches Großdeutschland geteilt.
Deutschland hatte man den geschlossenen deutschsprachigen Gebiet Österreich-Ungarns zugeteilt, sowie die Deutschschweiz und die deutschsprachigen Gebiete Graubündens.
Ungarn hätte bis zu den Karpaten gereicht, Kroatien wäre ein kleiner Pufferstaat zw. Ungarn und Italien gewesen; Böhmen ein Pufferstaat zw. Deutschland und Ungarn; Serbien hatte man ganz Bosnien zugeteilt, sowie Montenegro und Nordalbanien, Rumänien hätte ungefähr die Grenze von 1918 gehabt.
Die hatten einfach wahnwitzige Vorstellungen, besonders bezüglich der "Assimilierung oder Eliminierung" der "grauen Zonen".
Graue Zonen wurden die gemischtsprachigen Gebiete genannt.
Laut Imbriani, war die Assimilierung bzw. Eliminierung der grauen Zonen für die Erhaltung des Friedens in Europa notwendig: So hätten die Italiener die deutschen, slawischen und französischen Minderheiten assimilieren bzw. eliminieren müssen; die Deutschen das Gleiche mit Slowenen und Polen, die Ungarn das Gleiche mit Slowaken und Polen, die Rumänen mit Ungarn und Deutsche.
Leider ist es einige Jahrzehnte später zu solch ethnischen Säuberungen gekommen.

2

DOB
Ein kleiner Erfolg, aber ein schöner Erfolg!

Hatten die Verantwortlichen des DOB anfangs die Kritik, unter anderem von den Schützen, noch abgetan und behauptet, das wäre die Beste Werbung für das DOB, kann man jetzt einen erfreulichen Sinneswandel feststellen.

Aber vergessen wir bitte eines nicht: Das DOB befindet sich im Eigentum von (deutschsprachigen) Nord- und Südtirolern und das ist eigentlich das Perverse. Der Name "Designer Outlet Brennero" ist ja nicht von Italien aufgezwungen worden.

Man kann sich jetzt darüber streiten, ob die Italiener den Namen "Brennero" ein paar Jahre früher oder später verwendet haben, aber für die oben angesprochenen Geschäftsleute sollte der Brenner schon der Brenner sein! Und des Profites wegen die Heimat zu verkaufen ist schäbig!

3
Günther Morat

Hoffen wir dass es nicht so kommen wird.

an Herrn Corvaja: Es liegt mir fern, Sie in irgendeine Ecke zu schieben. Jeder soll dort bleiben wo er sich wohl fühlt. Waere interessant, wer der Zeichner dieser Karte ist. Ich interessiere mich auch für historische Dokumente, Karten, usw.

4
achim baden-württemberg

Sprachenstreit
Liebe Südtiroler aller drei Sprachgruppen passt auf !

Wenn es nach dem Willen von EU, Werbefuzzies und weltweit operierenden Geschäftlhubern ginge (heute sagt man global players), wird der Sprachenstreit in Südtirol ohnehin bald der Vergangenheit angehören.
Warum ?
Dann müssen wir alle eh nur Englisch reden.
Man würde dann nicht mehr den Brenner passieren, sondern den Burner-Port, man wohnt dann nicht mehr in Ehrenburg, auch nicht in Casteldarne, sondern in Honour-Castle, nicht mehr in Neumarkt oder Egna, sondern in New Market. Es heisst dann German-Nofen und Latin-Nofen, nicht mehr Siebeneich oder Settequerce sondern allein zugelassener Ortsnabem wird Seven Oaks.

5

Hallo Herr Morat, muss eine Lanze für Matteo Gesualdo Corvaja brechen (obwohl er durchaus in der Lage ist, sich selbst zu verteidigen): Ihn in eine nationalistische Ecke zu schieben, wäre sicher falsch und auch m.E. auch ungerecht.

6

Ital.Geografie-Gesellschaft 1900
Wahrheitshalber sollte man in diesem Zussammenhang erwähnen, dass die italienischen Irredentisten und Nationalisten vor allem im Trentino in der österr. Monarchie lange vor der Jahrhundertwende 1900 über die besten Kontakte zu der italienischen nationalistisch eingestellten Geografie-Gesellschaft verfügt haben, und vor allem unter der Führung und direkten Einflussnahme Ettores Tolomei eben lange Zeit vor der Jahrhundertwende solche Neuschöpfungen an Flur- und Ortsnamen in die offziellen italienischen Karten des Alpenraumes gezielt mit der Fälschungsabsicht haben einfliessen lassen. Die Annexionsabsicht Italiens in Hinblick auf Süd-Tirol bis zum Brenner ist lange vor dem diplomatischen Betrug an Bündnispartner Österreich von 1915 geboren und konsequent bis zu deren Verwirklichung politisch durch die offizielle Politik des Königreich Italien verfolgt worden. Dazu gehörte auch die gezielte Verwendung von italienischen Orts- und Flurnamen im rein deutschsprachigen Land Tirol südlich des Brenners vor 1918 in italienischen Atlanten. Mit solchen gefälschten Karten des heutigen Landes Süd-Tirol hat man bei den Freidenskonferenzen nach 1918 auf der italienischen Seite gegen das kleine und am Boden liegende Land Österreich "gearbeitet", damit die Beute des Ersten Weltkrieges Alto Adige den "Eroberern", die im Krieg selbst keine Handbreite des Bodens in Tirol wirklich militärisch erobert haben, nach diesem Verrat und Betrug nicht entkommt. Was später folgte, das wissen wir alle.

7

@Morat
Wenn Sie mich in der nationalistischen Ecke schieben wollen, liegen Sie völlig falsch, ich bin nämlich genau das Gegenteil.
Ich halte persönlich nichts von einem getrennten Schulsystem und weiss nicht, was gegen ein bilinguales Schulsystem einzuwenden sei.
Die ständigen Vergleiche mit dem Aostatal finde ich für fehl am Platz, da diese Region immer Teil eines italienischen Staatsgebilde war, nämlich Piemont-Sardinien, und die Italianisierung begann dort schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Außerdem ist es einfacher eine romanische Minderheit zu italianisieren, als eine deutsche, die erst seit 90 Jahre Teil des italienischen Staates ist.
Gleiches Beispiel könnte man für die Region um Nizza erwähnen, wo die italienische Sprache so gut wie ausgestorben ist.
Was as Thema Brenner betrifft, und seine Bezeichnung auf italienisch: Ich bin leidenschaftlicher Antiquitätensammler, und ich besitze einige alte Bücher und Karten.
Auf einem alten ital. Atlas aus den 1880er Jahre wird Brenner als "Brennero" bezeichnet, sowie Sterzing "Sterzen", Deutschnofen "Nova Tedesca" und Welschnofen "Nova Italiana".
Ich finde es schön, daß Sie mich shcon seit einiger Zeit folgen. Lesen Sie sich bitte mal alles durch, und dann werden Sie sehen, daß man von mir wahrlich alles bhaupten kann, außer daß ich ein Nationalist oder gar Faschist sei.
Stellen Sie sich mal vor, auf italienischen Foren wude ich sogar der Deutschtümelei und des Pangermanismus bezichtigt.
Funny, isn' t it?

8

Wachsen
Zitat:
"Und vor allem sollen sie als Südtiroler Patrioten aufwachsen".

Und wenn sie "nur" als Menschen wachsen würden, vielleicht besser als ihre Väter?

Wäres es für Sie eine Schande?

9
Günther Morat

Aber Herr Corvaja
@ Corvaja "Meines Wissens, wurde in Italien schon lange vor dem Faschismus der Name Brennero benutzt."

Bitte belegen Sie Ihr "Wissen" wie es auch Herr Lang mit der Angabe der Recherche von Dr. Egon Kühebacher getan hat "im Jahr 1328 Prenner, 1600 Brenner, erst 1923 Brennero. 1922 kamen die Faschisten an die Macht...! "

Sie schreiben ja schon langsam wie die Frau Faila, bei der Sie auch regelmässig anwesend sind.

Zitat aus dem Faila-Blog "Pare che a Ortisei, in Gardena, da qualche finesettimana sia in atto una vera e propria guerra tra forze dell’ordine e popolazione."

Sie merken dass man mit "nur vom Sagen hören" und "ich glaub zu wissen" nicht weit kommt.

Weiters geht es darum, dass der erste Eindruck am Brenner eben ausschliesslich ein italienischer Namen stand. Dies ist irreführend. Damit wird unterschwellig versucht, (auch wenn ich nicht Absicht dahinter verstehe, sondern eher nur Geschäftsabsicht) dem Besucher (Tourist, Geschäftsmann usw.) eine hauptsächlich italienisch-sprachige Provinz vorzutäuschen. Er müsste aber effektiv noch eine längere Strecke weiterfahren.

Noch was aus Ihren Auesserungen im Faila-Blog:

"Io credo che un sistema d’ istruzione bilingue sia il modo migliore per tutti i gruppi etnici in Sudtirolo per meglio comprendere l’ altro, non solo foneticamente.
I Sudtirolesi sono troppo attaccati e legati al mondo tedesco, non perderebbero mai l’ uso della loro madrelingua o la loro identità, dato che fanno parte solo da 90 anni dello Stato italiano.
Dal mio punto di vista, sarebbe anche l’ ora di finirla con le scuole separate ecc. Vivere da separati in casa non è una soluzione felicie per entrambe le parti in causa."

Unglaublich aber wahr. Ja wir hängen an unserer Sprache, Kultur, Heimat. Etwas was Sie als gemischtsprachiger europäischer? oder eher doch italienischer Bürger vielleicht schwer verstehen können. Ich sag Ihnen eins. Meine Kinder lernen zuerst einmal richtig deutsch. Mit über 100 Mio deutschsprachigen in Europa sicher eine nicht schlechte Wahl. Dann sollen sie selbstverständlich italienisch lernen. Braucht man im Beruf (je nach dem welchen man wählt). Und noch wichtiger als italienisch wird das Englisch sein. Und vor allem sollen sie als Südtiroler Patrioten aufwachsen. Für etwaige Fehler entschuldigen Sie mich bitte, aber die Knödel sind fertig. Mahlzeit!

10

So viel Lärm wegen eines blöden Outletcenters! Da kann man doch nur den Kopf schütteln.
Und wenn, dann richtig: Prener (ladinisch), Brennero (italienisch), Brenner (deutsch).
Meines Wissens, wurde in Italien schon lange vor dem Faschismus der Name Brennero benutzt.

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Schön und gut...
Super, wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Aber solange in einzenlnen Geschäften im Outlet keine oder fast keine Angestellten mit Deutschkentnissen arbeiten gibt es noch sehr viel zu tun!

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Outlet - Auslass?
Ich begrüße die Umbenennung.
Aber: zuerst Englisch-Italienisch, dann Englisch-Deutsch.

Rechnet diese Gesellschaft mit so vielen englischen Kunden???
Sicher ist Outlet kürzer als Fabrikverkauf. Aber mitten in Tirol wäre eine deutsche Bezeichnung doch glaubwürdiger.

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Erfundene Ortsnamen
@sarah
Erfundene Ortsnamen und faschistische Dekrete als Chance wahrnehmen? Das ist gelinde gesagt sehr unkritisch.

Süd-Tirol ist namentlich ein italienisch-plattgewalztes deutsches Siedlungsgebiet.
Es wird „im 21. Jahrh.“ Zeit zur Wahrheit zurückzukehren.

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Roland Lang

Ortsnamenfälschung ist Kulturverbrechen!
Wenn wir im 21. Jahrhundert leben, sollte der Nazifaschismus der Geschichte angehören. Also gehört der faschistische Name Brennero abgeschafft!
Dr. Egon Kühebacher, pensionierter Fachmann für Ortsnamen beim Land Südtirol, fand im Jahr 1328 Prenner, 1600 Brenner, erst 1923 Brennero. 1922 kamen die Faschisten an die Macht...!
Nebenbei, wer Tolomeis Buch zur gewaltsamen Italianisierung der Familiennamen liest (siehe auch "Tirol Bücher lesen online" auf dieser Hompage) findet unter dem Familiennamen Brenner:Carbonari!
Ortsnamen sind wie Familiennamen Eigennamen. Sie gewaltsam zu überetzen ist ein Kulturverbrechen!
Dies steht auch in den UN- Richtlinien zu den Ortsnamen. Geschrieben im 21. Jahrhundert.
Roland, Terlan ohne o

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Genau ...
... weil wir im 21. Jh.! leben ist es höchst an der Zeit gewesen, dass das"DOB" am Brenner nicht nur den einsprachigen italienischen Namen (Brennero) trägt.

16

Ob Brennero oder Brenner, ist dieses -o- so wichtig??

Man sollte die zweisprachigkeit Südtirols als Chance sehen und sie nicht als Problem darstellen, man sollte den ethnischen Austausch wahrnehmen.
Wir leben im Europa des 21. Jh.!!!
Ich bin sprachlos über solche Meinungen und Äußerungen, ich hoffe, dass DAS nicht Südtirol ist, denn das ist einfach nur lächerlich!!!

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>Tatsache ist jedoch, dass Italien
>trotz der Unrechtsgrenze, weder
>historisch, noch sprachlich-kulturell
>am Brenner, sondern in Salurn beginnt

Lieber Sven pass auf! vielen Welschtirolern werden net mit dir einverstanden sein... ausserdem zweifle ich auch sehr dass, wie du gesagt hast, der Name "Brennero" vor dem ersten Weltkrieg nie gegeben hat...

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Na seht es gehht doch..
Nun weiter im Schritt und Tritt,
von Ort zu Ort, von Pass zu Pass und die Flurnamen nicht vergessen.

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Brennero-Brenner
Wie aus den Medien zu erfahren war, hat die Südtiroler Freiheit einen Gesetzentwurf zur Toponomastik eingereicht. Mich würde interessieren, ob nach dessen Entwurf Brenner oder Brennero oder beides verwendet werden sollte. Denn meines Kenntnissees ist auch Brennero ist eine alte Bezeichnung des Passes und folgedessen Historisch richtig.