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Ortsnamengebung: Scheinwelt

Cristian_Kollmann_Wahl_2008.jpgDie grüne Studentin Michaela Verena Abate plädiert in ihrem Leserbrief vom 11. Februar einmal mehr dafür, dass alle Orts- und Flurnamen, unabhängig davon, mit welcher Intention sie geprägt wurden und welche Ideologie ihnen bis heute zugrunde liegt, dieselbe Würde und Existenzberechtigung haben sollten. Frau Abate scheint sich immer noch nicht mit der Thematik der Ortsnamengebung ernsthaft auseinandergesetzt zu haben. Ihr diesbezügliches Wissen ist recht oberflächlich, und dementsprechend naiv ist ihr Zugang.

Wer von einer derartigen Unbedarftheit solcher Menschen profitiert, liegt auf der Hand: So lange ein Unrecht nicht als Unrecht empfunden wird, bleibt es aufrecht. In Bezug auf die Ortsnamen fragt Frau Abate regelrecht scheinheilig: „Oder gibt es etwa eine ungeschriebene Regel, wonach entschieden wird, dass "historisch" nur bis 1920 gilt?“

Abgesehen davon, dass wir dieselbe Frage auch aus dem Mund von Urzì & Co kennen, gibt es diese Regel durchaus: Die Wissenschaft! Dank dieser kann durchaus der Nachweis erbracht werden, welcher Name nun im Laufe der Sprachgeschichte gewachsen oder nur scheinbar historisch ist. Aber die Verdi-Grünen-Vërc leben offenbar gerne in einer Scheinwelt.

Cristian Kollmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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7 Kommentar(e)

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1

Nicht wieder Faschismus!
Wer die italienischklingenden und vom Faschismus eingeführten Ortsnamen als historisch bezeichnet, tritt in Fussstapfen Tolomeis und Mussolinis und verteidigt damit imperialistische Ideologien aus der Vor- und Zwischenkriegszeit.

Die Orts- und Flurnamen wurden von Tolomei eben genau für territoriale Gebietsansprüche für Italien erfunden und sind später von den Faschisten eingeführt worden.
Dieses volksfeindliche Machwerk aus der faschistischen Diktatur kann nicht toleriert werden.

2

Anmerkungen
Studentinnen, die sich fürs Gemeinwohl einsetzen - und damit uneigennützig denken -, sind sehr wertvoll. Daher sollte man sie zu gewinnen versuchen. Das ist (doch) sehr wichtig. Frau Abate hat sich mit der Sachlage wohl noch nicht genügend beschäftigt und fällt deshalb den grünen Scharlatanen herein.
Es ist (doch) wichtig, auch solche Studentinnen über die Umstände aufzuklären, die zur eigenen Meinungsbildung geführt haben, damit sie den Weg nachgeht. (Erst, wenn sich herausstellt, dass sie unaufklärbar ist, sollte man sie umgehen. Jeden kann man nicht aufklären.)

Eines ist den führenden Grünen in Österreich, Deutschland wie Süd-Tirol gemein: Sie hassen das Deutschtum. Die Ursachen für diesen Selbsthass sind wohl noch nicht erforscht.

3

achhhh
....sonst keine grössere Probleme zu verzeichnen??

4

Ortsnamen in Süd-Tirol
Es ist eine historische Verdrehung der Tatsachen und eine Realitätsverweigerung der ethnischen Sachverhalte sondergleichen, wenn man heute auf der italienischen Seite unter den historisch gewachsenen Flur- und Ortsnamen in Südtirol das leider immer noch amtlich gültige seinerzeit wirr zusammengeschusterte tolomeisch-faschistische Fälscherwerk für Alto Adige verstehen will. Das Recht auf Gebrauch der sprachlich korrekten Ortsnamen durch die deutschsprachige ethnische 3/4 Mehrheit in Süd-Tirol ist ein grundlegendes Selbstbestimmung- und damit Menschenrecht. Die Italiener in Süd-Tirol haben natürlich auch das Recht die Ortsnamen amtlich zu verwenden, die sie in ihrem Sprachgebrauch für richtig erachten, aber vor allem dort, wo sie eine ethnisch relevante Gruppe darstellen, oder wo das ein Konsens in der breiten Bevölkerung beinhaltet. Wenn es aber um die permanente Beschneidung aller Selbstbestimmungrechte der eingeborenen Bevölkerung gestern wie heute in Süd-Tirol geht, dann sind sich fast immer die meisten Italiener wieder einig. Zu diesem heutigen Staat, also zu Italien, ist das deutschsprachige Land Tirol südlich des Brenners im wahrsten Sinne des Wortes wie eine Jungfrau zum Kind gekommen. Es ist eigentlich heute eine unzeitgemäße kulturelle Nötigung, wenn Bürger dieses Landes fremde Ortsnamen weiterhin verwenden sollten, die keinerlei historische Begründung und Legitimation haben. Das sind eigentlich antidemokratische vormoderne Standards eines autoritären Staates aus dem 19. Jahrundert, nicht einmal aus dem 20. Jhdt, der um jeden Preis eine ihm widerspenstige ethnische Mehrheit in einem Teil seines Herrschaftsgebietes permanent ethnisch umzufärben versucht! Damit sollte der wahre ethnische Charakter eines ganzen Landes verschleiert werden. Solche Zustände gibt es heute nicht einmal in Ost- oder Süd-Europa am Balkan. Es ist wahrlich ein sehr trauriges Zeugnis für die Dialogbereitschaft gerade dieser italienischen Sprachgruppe in Süd-Tirol, wenn man an solchen traurigen Relikten aus der Duce-Zeit immer noch in einem freien Europa in völlig demokratischen Zeiten ohne Zeitlimit weiterhin festhalten will. In Italien gehen halt die Uhren immer noch in solchen Fragen anders, vielleicht ist das die Erklärung für diesen sonderbaren Umstand.

5

Tja, Valentin, wenn das so ist, dann können wir endlich die historisch gewachsene Ortsnamen offizialisieren, und lassen ab jetzt die erfundenen Namen nur mehr "de facto " offiziel. Wo steht das Problem??

6
Valentino Liberto

Südtirol ist nicht Kärnten.
Aber: auch in Südtirol sind die historisch gewachsene Ortsnamen de facto offiziell. Na und? Wo steht das Problem?

7

Zweierlei Maß
Ich finde es interessant wie die Grünen in Österreich und in Südtirol mit zweierlei Maß messen:

"Historisch gewachsene Namen sind wichtig für Identität der Menschen und der Region" - Nein dieser Ausspruch kommt nicht von der Süd-Tiroler Freiheit sondern von den österreichischen Grünen.

Quelle: http://kaernten.orf.at/stories/337420/