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Offener Brief an Herrn Dall’O

guenter_andergassen_350.jpgIhr "Gartenzwerg-Artikel" hat
viele Menschen sehr betroffen gemacht. Dazu sind Ihre Auslassungen
leider nicht einmal billige Literatur: Zu vordergründig, zu grob
sarkastisch und höchstens als Ironie tragbar! Man merkt es jeder
Zeile an: Sie haben 1922 (Marsch auf Rom) nicht erlebt und nicht die
Folgen mit dem Verbot der deutschen Sprache an öffentlichen Schulen und
Ämtern im politischen Alltag. Ihnen geht es um einseitige Polemik gegen
den "Wastl" und die "ANA".

 

Sie übergehen geflissentlich die lauten "Duce"-Rufe im heutigen Rom.
Ohne
mit der Wimper zu zucken üersehen Sie die erzfaschistischen Polemiken
gegen Südtirol auf dem sogenannten "Siegesdenkmal in Bozen", das auch
noch restauriert wird, damit ja nichts verloren geht von jenem bösen
Geist übelster Vergangenheit.

Es erschrecken Sie offenbar nicht
einmal jene 400.000 Giftgastoten der Jahre 1935 bis -41 im
Abessiinienkrieg jenes auf dem Relief verewigten
Kriegsverbrechers Mussolini samt seinen Liktorenbündeln und "schneidigen"  "credere-obbedire-combattere-

Sprüchen"!

Sie
würden besser jene unverbesserlichen faschistoiden Italiener in
Südtirol dazu ermahnen, ihre faschistische Vergangenheit  für immer
 abzulegen, damit das Unrecht, das jener Terrorist über unsere Heimat
gebracht hat und endlich eine Entschuldigung Italiens wert wäre, um
schließlich mit der bösen Vergangenheit einen endlichen Abschluss zu
finden wie im übrigen Europa, wo es zu unser aller Glück kein einziges
Nazidenkmal mehr gibt.

In der Praxis gibt es in Südtirol längst kein ethnisches Hickhack mehr wie, Sie Herr Dall’O, es immer noch wittern.

Es
bleibt Ihnen unbenommen, all jene kitschigen Denkmäler faschistischen
Ursprungs erhalten zu wollen. Aus der Südtiroler Vergangenheit gehören
sie "geschleift" und für immer in die Vergangenheit geschickt, damit
sie nicht einmal mehr als Relikt lebendig bleiben.

Hochachtungsvoll
Dr. Günther Andergassen

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Anmerkungen
Die Brennergrenze hat für Italien keinen kriegerischen Sinn mehr wie vielleicht noch 1918.
Daher können die Grenzen wieder dahin rücken, wo sie von Natur aus sein sollten: So, dass jeder Stamm bzw. jedes Volk sich und sein Geschick selbst verwaltet.