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Offener Brief an die Bischöfe des historischen Tirol

sieges_denkmal.jpgIn einem offenen Brief an die Bischöfe des historischen Tirol ersucht die Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT, dass sich die Kirche dafür einsetzt, dass die Christusstatue beim Siegesdenkmal in Bozen entfernt wird. Lesen Sie nachstehend vollinhaltlich den Brief:

An die
Bischöfe von Tirol:                                          

Herrn
Bischof Karl Golser                                               
Pfarrgasse 31

39100 Bozen – Süd-Tirol

Herrn
Bischof Manfred Scheuer
Wilhelm-Greil-Str. 7

A-6020 Innsbruck – Nord-Tirol

Herrn
Erzbischof Luigi Bressan
Piazza Fiera 2

38100 Trient – Welsch-Tirol

Offener Brief

Sehr geehrte kirchliche Würdenträger des katholischen Volkes von Tirol,

mit einer Bitte wendet sich der Bezirk Bozen Stadt/ Land der Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT an Sie:

Im Siegesdenkmal in Bozen- Gries befindet sich seit seiner Einweihung (12. Juli 1928) eine Christusstatue. Wir gestatten uns, auf die Grundsteinlegung am 12. Juli 1926 hinzuweisen, bei dem in faschistischem Größenwahn vom Vorsitzenden der italienischen Kriegsinvaliden, Carlo Decroix, ein unerhörter Vergleich gezogen wurde, nämlich dass die fünf von Österreich erschossenen Deserteure mit den fünf Wundmalen Christi gleichzusetzen seien.

Staatssekretär Giacomo Suardo, der bei dieser Grundsteinlegung die faschistische italienische Regierung vertrat, setzte in seiner „Festrede“ sogar den Soldatenhelm mit dem Heiligenschein, das Bajonett mit dem Kreuz, das Komissbrot mit der Hostie, und die Kriegsversehrten mit den Priestern gleich!

Dass ausgerechnet Fürstbischof Celestino Endrici aus Trient das „Siegesdenkmal“ segnete, gereichte auch der katholischen Kirche nicht zur Ehre. Hatte doch der Klerus von Süd-Tirol in einem Schreiben an Papst Pius XI geschrieben „… Die Teilnahme eines Priesters an der Grundsteinlegungsfeierlichkeit würde wie eine kirchliche Sanktion dieser Beleidigung angesehen werden und dem Ansehen des Klerus und der Kirche neuen Schaden zufügen. Wir bitten, Ew. Heiligkeit, darauf hinzuweisen zu dürfen …“

Dass die Christusstatue immer noch in diesem Bauwerk steht, ist uns unverständlich!

Die angestammte, zu 99% katholische Bevölkerung wird mit folgendem Text tagtäglich beleidigt: „Hinc ceteros excoluimus lingua legibus artibus / Von hier aus haben wir die anderen kultiviert in der Sprache, in den Gesetzen, in den Künsten“. Kann das von der katholischen Kirche in Tirol geduldet werden? Das können wir einfach nicht glauben.

Deshalb unsere Bitte:

Befassen Sie sich mit diesem Missbrauch von Glaube und Religion! Beenden Sie dieses Sakrileg, indem Sie dafür eintreten, dass die Christusstatue an einen anderen, würdigeren Ort kommt. Damit würde allen Gläubigen kundgetan, dass die katholische Kirche in Tirol gegen Fremdherrschaft, Nationalismus und Rassismus im Gedenkjahr ein Zeichen setzen will!

Wir hoffen, dass dieser Brief Ihre Zustimmung findet und warten auf eine zustimmende Antwort.

Eine sofortige Entfernung der christlichen Symbole aus dem „Siegesdenkmal“ wäre angebracht.

Mit freundlichen Grüßen

Lorenz Puff
Bezirkssprecher Bozen Stadt/Land der SÜD-TIROLER FREIHEIT

Roland Lang
Leitungsmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

Bozen, am Fest des Landespatrons, den 19. März 2009

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Siegfried Eisele

Kurzlebigkeit
Hier zeigt sich die Kurzlebiglkeit vieler Leute. Wenn ihr Euch mit den Hintergründen und auch heutigen in denUSA und Europa - EU Systemen auseinandergesetzt habt, müsstet ihr erkennen dass es neben Parteien und Kirche noch andere Machtsysteme in Europa gibt. Vo Bedam net al´s aber eppas vo Bedam. Kirche ist nicht immer Kirche! Schon mal was von dem Wolf und den sieben Geißlein gehört, oder besser gesagt von der Geiß und den sieben Wölflein? Von ROT- käppchen mit dem Rünen Strupfbanderl das man gern als Haarbanderl tarnt, ganz zu schweigen!Wer war jetzt der Pfarr? S´Rotköpchen oder das Buzzibärige kleine Wolfer´l? Wir wissen es nicht, daher aufpassen!!!
Zu alle dem gem. meiner Überschrift. Habt Ihrs vergessen? Nach der Schändung des Bumserdenkmals am Trummelplatz von Stegers Siggi hat sich die Insbrucker Diözöse aus dem Fenster gelehnt und ein für alle male jedem Priester verboten, dieses Denkmal einzuweihen. Ich kann mir gewisse Dinge an Logik zusammenreimen im Aha! Erlebnis. Umsonst gibt es nicht Levebre und die Piusbrüder die ich schätze, denn die kennen auch dieses Aha!! Erlebnis.