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Neue Handwerksordnung: Schikane oder Chance?

Dietmar_Zwerger_200.jpgEndlich scheint sie abgeschlossen zu sein – die lange Odysse der neuen Handwerksordnung. Noch ist sie ja nicht unter Dach und Fach, doch das Wesentliche ist durch. Was als erstes ins Auge fällt, sind die Kriterien, welche vorgeschrieben sind, um sich als Handwerker bezeichnen zu dürfen und um einen Handwerksbetrieb anmelden zu können.

Um sich Handwerker nennen zu dürfen, müssen drei von fünf vorgeschriebenen Kriterien erfüllt werden. Für die Süd-Tiroler Handwerker ist dies eine absolute Minimalanforderung und ein schwacher Kompromiss.

Genauer definiert sind nun die Voraussetzungen, sich selbständig machen zu dürfen. Entgegen gängigem Trend in Europa, diese aufzuweichen, wurden sie in Südtirol verschärft. Dies ist sehr zu begrüßen. Dadurch wird den Kunden ein gewisses Maß an Qualifikation und Kompetenz garantiert. Ein Wermutstropfen ist hingegen die Tatsache, dass die Vorgaben für Betriebe aus Italien und aus den EU- Mitgliedsländern NICHT gelten. Gerade Betriebe aus diesen Ländern sind es oftmals, welche den Ruf des Handwerks durch Pfuscherei stark beschädigen.

Es liegt nun an den Handwerkern selbst, sich durch ihre höhere Qualifikation   gegenüber der auswärtigen Konkurrenz durchzusetzen. Südtirols Handwerker haben ja schon lange gelernt, sich mit den Steinen, welche ihnen von der Verwaltung in den Weg gelegt werden, ihren Weg zu pflastern.

Dietmar Zwerger
Wirtschaftssprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT
29.02.08

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