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Neubau Kellereigenossenschaft Tramin: JA zum Ausbau, NEIN zur Architektur

kellerei_tramin.jpgDie Bewegung SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin begrüßt den geplanten Neubau der Kellereigenossenschaft, kritisiert aber zugleich die architektonische Gestaltung, die das Dorfbild im Norden nachhaltig verändern wird.

Die Gemeinderatsfraktion der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Tramin begrüßt die geplante qualitative und quantitative Erweiterung der Kellereigenossenschaft. Gerade die Weinwirtschaft ist ein Zugpferd für den Tourismus und die Dorfentwicklung; sie ist mit der Geschichte und Kultur Tramins untrennbar verbunden. Die einzigartige Rebenlandschaft und Umwelt lockt Jahr für Jahr tausende Gäste aus ganz Europa nach Tramin.

Doch gerade dieses so wichtige Ambiente sollte durch schonende, an die Landschaft angepasste Baumassnahmen geschützt und erhalten werden. Eigenschaften die man dem geplanten Neubau der Kellereigenossenschaft nicht nachsagen kann. „Gerade die meterhohen Betonaufschüttungen an der neuen Einfahrt im Norden zerstören das Landschaftsbild nachhaltig und unwiederbringlich und fügen sich nicht im Geringsten in die Umgebung ein", weiß Peter Geier, Gemeinderat und Mitglied der Traminer Baukommission. „Die Stahlkonstruktion ähnelt eher dem neuen Olympiastadion von Peking als einer Rebe, die sie eigentlich darstellen soll" so die vier Gemeinderäte. 

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT würde sich bei derartigen Objekten mehr Sensibilität von Seiten der Bauherren und Architekten wünschen und kritisiert in diesem Zusammenhang auch die Mitglieder der Traminer Baukommission. Bis auf zwei Gegenstimmen (SÜD-TIROLER FREIHEIT und Verein für Kultur und Heimatpflege) und einer Enthaltung hatten nämlich alle Mitglieder dem Bauvorhaben in dieser Form zugestimmt.

Stefan Zelger, SÜD-TIROLER FREIHEIT
Gemeinderatsfraktion Tramin

 

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Mein Gott seid ihr borniert. Das zeitgenössische Bauen in Südtirol erreicht europaweite Anerkennung und Beachtung, ist aktuell sogar Vorreiter der italienischen Architektur, auch und gerade weil sie sehr von Österreich und den dortigen Architekturschulen und -richtungen beeinflusst ist. Und ihr wollt zurück zu einem peinlichen und bornierten Bauen, den man nocht nicht einmal als 'Heimatstil' bezeichnen mag. Erkennbar an der mißlungenen Hotelarchitektur der 70er, 80er und 90er Jahre, die in Südtirol analog zum übrigen Alpenraum herumsteht. Die gibt sich heimatlich, ist aber nur krampfiger 'Jodlerstil'. Südtirol ist kein Bauernland mehr, sondern ein hochgradig urbanisierte und modernisierte Region, die was Wachstum und Wohlstand angeht, europäische Spitze ist. Das geht einher mit einem ökonomischen Aufstieg des gesamten Alpenraums und des deutschen Südens (Bayern, Baden-Württemberg). Für diese Wachstumsräume angemessene Formen des Städtebaus, der Landschaftsgestaltung und der Architektur zu finden, ist aktuell die Aufgabe und nicht das Schwelgen in überlebten und nachgeäfften Formen. Wie man sich in Südtirol dieser Aufgabe annimmt, ist vorbildlich und findet weit über den deutschsprachigen Raum hinaus Anerkennung!