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Nein zum Abriss des Jugendstilhotels „Bayrischer Hof“ in Meran

bayrischer_hof_postkarte_aus_50er_jahren.jpgEntsetzt von dem durch die Gemeinde Meran genehmigten Durchführungsplan, das Jugendstilhotel „Bayrischer Hof“ in Meran abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, zeigt sich die SÜD-TIROLER FREIHEIT im Burggrafenamt.
Das Hotel „Bayrischer Hof“ ist ein einzigartiges Zeugnis Meraner Hotelarchitektur der Jahrhundertwende, dessen Jugendstilelemente nicht nur die Fassade des Hauses, sondern sogar die schmiedeeisernen Balkongeländer prägen. Auch der angebaute Tanzsaal, mit seinen lorbeerumrankten Fensterstuckaturen, ist für die Meraner Hotelarchitektur einzigartig und ein Abriss dieses Gebäudes somit ein unwiederbringlicher Verlust für die gesamte Stadt, der absolut inakzeptabel ist.

 

Es ist eine Schande, wie verantwortungslos die Stadtverwaltung von Meran mit dem architektonischen Erbe der Stadt umgeht und scheinbar völlig gedankenlos, immer wieder historisch wertvolle Bauten zum Abriss freigibt, so Sven Knoll, Landesjugendsprecher der SÜD-TIROLER FREIHEIT.
In den letzten Jahren wurden bereits mehrfach schützenswerte Gebäude in Meran dem Erdboden gleichgemacht und durch gesichtslose Neubauten ersetzt. Der geplante Abriss des „Bayrischen Hofes“ setzt diese Serie der blinden Zerstörung nun fort.

Die Meraner Hotelarchitektur der Jahrhundertwende bildet ein in Süd-Tirol einzigartiges Architekturensemble, das endlich unter Schutz gestellt werden muss, damit nicht noch weitere Gebäude dieser Epoche einfach zerstört werden.

Die SÜD-TIROLER FREIHEIT spricht sich daher entschieden gegen den Abriss des Jugendstilhotels „Bayrischer Hof“ aus und kündigt Maßnahmen zu dessen Erhalt an.
Die Gemeinderätin der SÜD-TIROLER FREIHEIT in Meran, Reinhild Campidell, wird das Thema im Gemeinderat zur Sprache bringen und beim Landesdenkmalamt intervenieren, damit das Gebäude, oder wenigstens dessen Fassade, unter Denkmalschutz gestellt wird.
Gleichzeitig wird man auch die Bürger von Meran mit einbinden und durch eine Unterschriftenaktion die Forderung zum Erhalt des „Bayrischen Hofes“ und zur Unterschutzstellung der Jahrhundertwendearchitektur bekräftigen.

Sven Knoll
Landesjugendsprecher der
SÜD-TIROLER FREIHEIT
und Gemeinderat in Schenna

 

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2 Kommentar(e)

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1

Kulturwandalismus
Die alten tiroler Bauernhäuser aus Holz stehen manchmal schon seit 300, 400 oder noch mehr Jahren und sie sind eine einmalige Zierde in der Landschaft. Die neuen Zweckbauten werden manchmal bereits schon nach Jahrzehnten wieder abgerissen, wenn der Mamon lockt. Daran erkennt man den einmaligen Wert der gesamttiroler Baukultur gestern und heute. Was Kriege oder andere Ereignisse nicht zerstört haben, machen die Landschaft-Schreibtischplaner kaputt. In Deutschland wurde nach dem Zweiten WK Berliner Schloss angeblich als Symbol des Imperialismus von den Kommunisten in die Luft gesprengt. An dieser Stelle baute man ein Palast der Republik. Das störte wiederum die Demokraten nach der Wende 1989 und sie sind gerade dabei diesen Betonklotz abzureissen, um einen neuen Bau des Berliner Schlosses wie in Las Vegas als neue schöne Baukulisse an alter Stelle zu errichten. Die "Sieger" bauen überall ihre Mahnmal-Bauten, natürlich auch in Süd-Tirol. In Bozen steht zum Beispiel aus der Sicht der Hüter der Italianità des Alto Adige der noch so "historisch wertvolle" Mussolinitempel, wo jedes Jahr die Süd-Tiroler an die mit Betrug und Gewalt erzwungene Fremdhersschaft vor fast 90 Jahren in Süd-Tirol, damals in einem Land so gut wie ohne Italiener, meistens von den italienischen Neofaschisten erinnert werden. Auch das ist ein unerträglicher ideologischer Kulturwandalismus, dazu noch in unserer angeblich so demokratischen und aufgeklärten Zeit.

2

Einzigartige Architektur
Ist das ein Aprilscherz?
Ist unglaublich wie die Leute mit einzigartiger Architektur und historischem Erbe umgehen.
Mir fällt da das Berliner Stadtschloss ein. Das hat die DDR Regierung einfach abgerissen und einen Palast der Republik, einen Klotz aus Stahlbeton hingesetzt.