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Neapel und Südtirol – italienische Entsorgungsprobleme!

Roland_Lang_500_2_001.jpgWährend in Neapel mehr als 1.300 Tonnen Müll auf Entsorgung warten, hat Rom, das auf uns Südtiroler ganz genau aufpasst, wieder einmal zugeschlagen: Das italienische Verfassungsgericht hat das Südtiroler Abfallbewirtschaftungsgesetz teilweise annulliert.

Damit, so Roland Lang, Bauer und Funktionär der SÜD- TIROLER FREIHEIT, gelten im autonomen Südtirol wieder italienische Gesetze: Konnten früher leere Pflanzenschutzmittelbehälter beim Wertstoffhof der eigenen Gemeinde abgegeben werden, so müsste jetzt jeder Bauer bei der Handelskammer in einem eigenen Register als abfallproduzierender Betrieb (300 Euro, dann jedes Jahr mehr als 50 Euro) eingetragen sein und folglich eigene Formulare beim Transport der leeren Spritzmittelbehälter mitführen. Selbstverständlich: Strenge Kontrollen, ohne Formulare Anzeige bei Gerichtsbehörde, hohe Strafen!

Damit tritt das Kuriosum ein, dass der Bauer vom Geschäft zur Hofstelle volle Spritzmittelschachteln transportieren darf, aber leere Spritzmittelschachteln nicht in eigens von Sonderabfallentsorgenden Firmen (Hafner) gelieferten Säcken zur Entsorgung transportieren darf.

Somit sind leere Pflanzenschutzpackungen als gefährlicher eingestuft als gefüllte!

In Neapel wird wird man beim Müll nicht Herr der Lage, in Südtirol zeigt man beim Müll, wer die wahren Herren im Lande sind.

Roland Lang
Bauer und Hauptausschussmitglied der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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4 Kommentar(e)

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1

@ ff
Lieber ff!

Ich glaube, dass Österreich immer "bellen" wird, wenn Südtirol Österreich gegen Italien braucht, aber "beissen" wird es Italien (leider) nicht können.

Liebe Grüße

2

10e AT Provinz
@Markus A. Eine 10e AT Provinz? Es wird doch von Tirolern gesprochen, damit erübrigt sich diese Idee..... Tirol und Südtirol sind oans!

3

Südtirol, 10. Bundesland von A.?
Aus dem Parteiprogramm der SVP.

4. SÜDTIROL UND ÖSTERREICH

Südtirol war durch Jahrhunderte Teil Österreichs. Als Folge des Ersten Weltkrieges wurde Südtirol vom Mutterland abgetrennt. Dieses historische Unrecht wird von der SVP und vom Südtiroler Volk nach wie vor empfunden. Der Anspruch auf die geistige und kulturelle Zugehörigkeit Südtirols zum Vaterland Österreich, zum deutschen Sprachraum und zum mitteleuropäischen Kulturraum ist und bleibt ein wesentliches Gestaltungselement unserer eigenständigen Entwicklung. Zitatende.

Am 21. Mai 2008 hat der Landeshauptmann der AP Bozen Südtirol vor dem Österreichischen Bundesrat in Wien gesprochen. Der Präsident ist für dieses Halbjahr der Süd-Tiroler Helmut Krietzinger, der Luis Durnwalder sinngemäß mit den Worten begrüsste, willkommen Zuhause, Landeshauptmann unseres zehnten Bundeslandes. In einem neuen Europa der freien und selbstbestimmten Völker ist meiner Meinung nach vieles zu 100% möglich, auch ein neues zehntes Bundesland Süd-Tirol, aber das kostet Zeit und viel politische Arbeit. Nicht anders als bei der deutschen Wiedervereinigung im Nachbarland der Österreicher. Damals 1989 bezahlte Helmut Kohl an Moskau mehrere Hunderete Milliarden Mark an sog. "Krediten" dafür, dass man den Ost-Deutschen ihre Selbstbestimmung und Wiedervereinigung mit den West-Deutschen erlaubte. Sollte einmal Rom dringend neue Kredite brauchen, dann gäbe es vieleicht auch da einen Weg für die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler, wer weiss. Würde sie einmal gelingen, würde man das fast gar nicht auf der Landkarte Italiens merken, der Stiefelstaat würde nicht einmal seine Form verlieren, da die AP Bozen sehr klein im Verhältnis zum Rest des ital. Staatsgebietes ist. Für die Österreicher wäre das aber eine echte Sternstunde der Geschichte dieses kleinen Alpenlandes und Volkes in Mitteleuropa zwischen Salurn und Kufstein und zwischen Boden- und Neusiedlersee und das Datum der süd-tiroler Abstimmung zu Frage der Selbstbestimmung wohl ein neuer Nationalfeiertag der Republik, vorausgesetzt, die Süd-Tiroler würden sich dafür aussprechen und Italien würde das respektieren. Was wäre für das Land besser, Wiedervereinigung von Süd-Tirol mit dem Bundesland Tirol, oder Südtirol, ein neues zehntes Bundesland von Österreich? Wenn die SVP es einmal wollen würde, dann wäre das unter sehr günstigen aussenpolitischen Bedingungen sogar vorstellbar, wenn nicht, dann hat sie eine historische Stunde verpasst, die nicht so bald wieder kommen wird. Die Signale aus Rom mit dem Gesetzesentwurf des Altpräsidenten Cossiga sind unübersehbar und unüberhörbar, wenn man sie gerade in der Brennerstrasse in Bozen wahrnehmen will. Die Opposition tut das und sie wird wahrscheinlich dafür bei der Landtagswahl im kommenden Herbst vom Wähler belohnt, und falls sie in die Landesregierung kommen wird, wird sich auch in der Frage der Selbstbestimmung vieles an neuen Möglichkeiten und Entwicklungen ergeben.

4

Durnwalders Rede
Es ist eine Schande!

Ich finde allein die Auszüge aus STOL über Durnwalders Rede im Bundesrat mehr als beschämend. Es ist ein Schande für Süd-Tirol.

Der Landeshauptmann wiederholt in seiner Rede die alte Leier von der vorbildlichen Autonomie.
Er bringt das billige Beispiel mit Tibet, welches von einem totalitären Regime massakriert wird, um uns zu sagen: „Da geht’s uns ja noch gut.“

Es gibt in Europa mittlerweile unzählige Beispiele in denen Minderheiten und Volksgruppen ihre Selbstbestimmung erfolgreich durchgesetzt haben und sogar neue Staaten entstanden sind. Nur der Süd-Tiroler Landeshauptmann, kommt noch immer mit dem Tibet Beispiel aus Ostasien. Ist dieser Vergleich Durnwalders einzige politische Vision für Süd-Tirol?

Der Landeshauptmann verweigert sich öffentlich der Realität und dadurch dem Volk sein eigentliches Recht auf Selbstbestimmung.

Bereits zum zweiten Mal bringt Cossiga, als Italiener wohlgemerkt, den Gesetzentwurf zur Selbstbestimmung für Süd-Tirol im italienischen Parlament ein. Was macht die SVP? Sie unterstellt Cossiga mit dem Gesetzentwurf böse Absichten, um selbst eine Ausrede für ihre Untätigkeit zu haben oder besser gesagt den Süd-Tirolern die Selbstbestimmung zu verwehren. Die SVP ist einzige deutsche Partei, die noch immer gegen(!) die Selbstbestimmung ist.

„Wenn uns wirklich etwas Wesentliches genommen wird,...“, Es ist beschämend, dass Durnwalder die Rechte der Süd-Tiroler sogar vor dem österreichischen Bundesrat herunter spielt.
Es wurde den Süd-Tiroler bereits im Jahr 1919 das Recht auf Selbstbestimmung genommen. Selbstbestimmung ist aber der wesentlichste Punkt in der politischen Gestaltungsfreiheit einer Volksgruppe und Bestandteil des Völkerrechts.

Herr Landeshauptmann, man kann die Süd-Tiroler und sein Vaterland Österreich nicht ewig zum Narren halten.

Und Österreich wird nicht auf alle Zeiten den Süd-Tirolern bei Fuss stehen und bellen, wenn es gebraucht wird.
http://www.stol.it/nachrichten/artikel.asp?ArtID=115811&p=4&KatID=fa&SID=71377482248056629