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Minister La Russa – Relikte bleiben

sieges_denkmal.jpgHerr Minister, Sie scheinen ja ein Problem mit der Demokratie und dem Feingefühl einer Minderheit zu haben? In ganz Europa sind die faschistischen und nationalistischen Relikte verschwunden, nur in Südtirol sollen sie bleiben? Und ganz wichtig, das sind keine Denkmäler, sondern Schandmale einer vergangenen Zeit, die bis heute das Deutschtum im Allgemeinen und die Südtiroler im Besonderen zutiefst beleidigen!

Dass nach 90 Jahren Zwangsangliederung an Italien die Wunden größer denn je sind, beweist doch, dass es höchste Zeit ist, uns von Italien loszusagen. Ob dann als Freistaat, was meiner Meinung nach die bessere Lösung ist, oder ein vereinigtes Tirol, soll dann die Mehrheit entscheiden.

Wenn Sie das lächerlich finden, so zeugt das von Unwissen und Wirklichkeitsentfremdung! Wenn Sie meinen, Sie glätten die Wogen mit der Kranzniederlegung am sogenannten Siegesdenkmal (das keines ist), dann werden Sie damit höchstens einen "Tsunami" auslösen.

Was würden Sie wohl machen, wenn am Andreas-Hofer-Denkmal eine Inschrift mit beleidigendem Text gegen die Italiener vorhanden wäre? An einer Antwort wären sehr viele interessiert!

Hermann Taber
SÜD-TIROLER FREIHEIT Burggrafenamt, Schenna

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6 Kommentar(e)

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1

Süd-Tirol unter der Diktatur
Südtirol ist wirklich Mussolinis Freilichtmuseum.
Das Siegesdenkmal wurde von einer Diktatur errichtet und wird heute von Italien diktatorisch erhalten.

Leben die Südtiroler nicht noch immer in einer Diktatur?

2

@Stefan R.
Ich rede von der Sprachgruppenzugehörigkeit und nicht von Zwangsangliederung Südtirols an Italien, die jeder demokratischen Grundlage entbehrt.

Spar dir deine nationalistischen Ideologien.

3

Siegesdenkmal
Die ganze Geschichte dieses faschistischen Mülls aus der leidvollen Vergangenheit ist oft so grausam aber auch so tragikomisch, dass man nicht so genau weiß, soll man da lachen oder lieber weinen. Ein Denkmal für einen Sieg, den es in Italien in Süd-Tirol im Ersten Weltkrieg nie gegeben hat, wird noch heute von Italien gehegt und gepflegt. Dazu von einem Staat, der sich selbst als eine Demokratie ansieht. Bis zum Waffenstillstand im November 1918 hat bekanntlich kein italienischer Soldat jemals eine Handbreite des heutigen Süd-Tiroler Boden erobern können. In diesem Krieg hat auch nicht Österreich Italien, sondern Italien dem ehem. Bündnispartner Österreich aus reiner Eroberunggier den Krieg erklärt, mit allen Folgen, die damit verbunden waren. In diesem Krieg sind Hindertausende Soldaten an allen Fronten südlich der Alpen auf beiden Seiten gefallen. Auch dafür trägt Italien bis heute zuerst die moralische Schuld. Dem eigenartigen "Sieg" haben im Jahre 1928 die Duce-Faschisten dieses Siegesdenkmal in Bozen gewidmet. Es war und bleibt ein Sieg, der nur mit Verrat und Betrug und mit der Vergewaltigung des schon damals bekannten und praktizierten Menschenrechtes auf die ethnische Selbstbestimmung der deutschsprachigen Süd-Tiroler erkauft wurde. So lange dieser Duce-Tempel in Bozen stehen wird, so lange wird das eine permanente Beleidigung und Provokation zugleich der Tiroler Urbevölkerung in ihrer angestammten Heimat bleiben. Es gibt heute in Italien genug ideologische Nachahmungtäter des als überwunden geglaubten Faschismus. Daher sollte man darüber nachdenken, ob man nicht vielleicht diesen Müll des Faschismus Stein für Stein zerlegen, und dieses "Denkmal" den ideologischen Verwaltern des Duce-Faschismus in Italien von heute als Empfänger per Sonderzug auf die Reise schicken könnte. Die können dann diesen geschichtlichen Sondermüll in Empfang nehmen und sich damit daran ewig ergötzen. Es ist bedauerlich genug, dass bis heute eine Demokratie keine adäquate Lösung für dieses Problem gefunden hat. Das sog. "Siegesdenkmal" wird immer das zwischenethnische Klima vergiften, solange man es nicht ideologisch entschärft. Das scheint man aber in der besten Autonomie nördlich der Arabischen Liga wissentlich schon immer in Kauf nehmen zu wollen. Im Duce-Freilichtmuseum des Alto Adige scheint das wenig Italiener zu stören, aber im gleichen Atemzug wird von den Süd-Tirolern auf Schritt und Tritt permanent verlangt, dass sie sich ständig von allen Spuren des deutschen Nationalsozialismus in Süd-Tirol aus der Zeit vor 1945 distanzieren. Wie wäre es damit, wenn sich das offizielle Italien von unzähligen Relikten des Duce-Faschismus zu distanzieren beginnen würde? Die faulen Ausreden mit dem Denkmalschutz dienen nur der Rechtfertigung der Fortsetzung der Fremdbestimmung in Tirol südlich des Brenners. Vielleicht geht es aber darum , dass die Süd-Tiroler nicht so bald vergessen dürfen, dass sie durch diesen "italienischen Sieg" von damals über lange Strecken der Geschichte sogar bis heute einer erbarmungslosen Fremdbestimmung ausgesetzt worden sind, von der sie sich bis heute immer noch nicht restlos befreien können. Wer in Italien so eine sonderbare Visitenkarte des Landes wo die Zitronen blühen den Menschen in Süd-Tirol permanent zeigt, der darf sich auch nicht wundern, dass man sich wahrscheinlich nur eines in der AP Bozen in der breiten Bevölkerung wünscht, Selbstbestimmung, so bald als möglich!

4

Du irrst, in Südtirol gibt es mehr als 90% Italiener. Einige von ihnen sprechen deutsch als Muttersprache oder sind bilingual aufgewachsen. Einige von ihnen wollen nicht als Italiener bezeichnet werden, was aber obige Aussage nicht beruehrt.

5

Faschistische Monumente
Lieber ff,

Auch den Menschen in Mailand oder Bologna ist es nicht zuzumuten mit diesen Monumenten in Verbindung gebracht zu werden. Diese Denkmäler sind nämlich eine Beleidigung für die vielen Opfer des Nazifaschismus in ganz Europa und deshalb einfach pietätslos. Kränze darunter niederzulegen zeugt von Geschichtsunverständnis oder kranker Geisteshaltung.

Der Faschismus wird in Süd-Tirol zeleberiert weil er von den nationalistischen Italienern als "Teil der italienischen Kultur" zelebriert wird. Diese Geschichtslügen werden von den "normalen" Italienern geduldet, da sie zurzeit leider nicht die Zivilcourage haben und sich dagegenstellen. Das nationalistische Lager ist leider historisch zu stark, dies liegt an der sozialen Struktur der italienischen Bevölkerung in Bozen, gerade die Gesellschaftsschiten denen ein Großteil der Bozner Italiener angehört sind sehr anfällig für extreme Ideologien.

Dem müsste man mit Bildung zuvorkommen, aber es ist schwer Wissen aus Geschichtsbüchern zu vermitteln, wenn den Boznern von staatlicher Seite ein falsches Bild von der Geschichte vorgelebt wird, die Monumente sind Teil dieser Geschichtslügen.

6

Faschistischer Müll
Wenn La Russa dieser Steinhaufen so gefällt, kann er ihn ja abbauen und in Rom aufstellen lassen.

Warum wollen die Italiener gerade in Süd-Tirol ihren Faschismus zelebrieren, wo es doch nur 25% Italiener gibt?

Sie können in Bologna oder in Mailand ein faschistisches Zentrum errichten und dort ihren ganzen Müll aufstellen und mit Kränzen zuschütten.