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Leserbrief: Zeitgeschichte – Faschismus

Ivo_Hechensteiner_Wahl_2008.jpgGedenken an ermordete Soldaten ("Dolomiten" vom 14. September): Zu hinterfragen wäre, warum diese Gefangenen erschossen wurden. Es waren wohl Soldaten, die vor dem italienischem Umsturz (Sept. 1943) für Mussolini und Hitler (Achse Rom- Berlin) gekämpft hatten. Der Schwenk Badoglios zu den Alliierten wurde diesen Männern zum Verhängnis. Also waren nicht allein die Deutschen, sondern auch die italienische Heeresführung (Bündnisbruch) mitschuldig am Tod dieser Soldaten.

Wo bleibt also hierzulande die antifaschistische Gesinnung (außer bei
Gedenkreden) inmitten faschistischer Wahnbauten und Relikte? Dazu etwas
Geschichtliches: Präfekt De Angelis hat mit betrügerischen Argumenten
1945 den Amerikanern die Provinzverwaltung abgeluchst und die
faschistische Verwaltung wieder eingeführt. Als Präfekt hat er damals
abertausenden Faschisten Zuflucht in Südtirol verschafft
(Fluchthelfer), die andernorts verfolgt und auch ermordet wurden. Wen
wundert’s also, dass Südtirol zur Faschistenhochburg Europas geworden
ist? (nachzulesen Band 7 zur Zeitgeschichte Tirols)

Das Festhalten der SVP an diesem Staat steht im krassen Widerspruch zur
Zeitgeschichte und dem Freiheitswillen der Tiroler. Ein Freistaat
Südtirol würde alle Volksgruppen befrieden und auch den Wohlstand
sichern.

Ivo Hechensteiner, SÜD-TIROLER FREIHEIT, St. Pauls

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Zitiere: "Gedenken an ermordete Soldaten ("Dolomiten" vom 14. September): Zu hinterfragen wäre, warum diese Gefangenen erschossen wurden. Es waren wohl Soldaten, die vor dem italienischem Umsturz (Sept. 1943) für Mussolini und Hitler (Achse Rom- Berlin) gekämpft hatten. Der Schwenk Badoglios zu den Alliierten wurde diesen Männern zum Verhängnis. Also waren nicht allein die Deutschen, sondern auch die italienische Heeresführung (Bündnisbruch) mitschuldig am Tod dieser Soldaten."

Bei aller Sympathie für die Südtiroler Freiheit finde ich, dass diese Aussage, Herr Hechensteiner, ein starkes Stück ist.
Sie werden doch wohl nicht ernsthaft behaupten, dass die Mörder der Soldaten einen Teil ihrer Schuld auf die italienische Heeresführung abladen können. Die Ermordung der Soldaten war doch, wie viele anderen Aktionen der SS, der Waffen-SS, der Gestapo, der Wehrmacht usw. auch, ein schwer völkerrechtswidriger Akt. Man kann doch nicht reguläre Soldaten (die übrigen die Letzten in der Befehlskette sind) ermorden, nur weil plötzlich deren Heeresführung und politische Führung einen Schwenk macht. Die Schuld trifft allein die feigen Mörder. Punkt.
Lesen Sie sich doch einmal die einschlägigen Völkerrechtsquellen über den Schutz von Kriegsgefangenen durch, auch jene, die damals schon Geltung hatten.

Schade, dass die SF eine solche Behauptung auf ihrer Internetseite stehen lässt, denn dieser Aussage Hechensteiners ist wirklich nicht würdig für eine Partei, die das Wort "Freiheit" in ihrem Namen trägt.

Herr Hechensteiner, bei allem Respekt für ihre sonstige Tätigkeit: Hier irren Sie gewaltig.

Tiroler

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Ermordete Soldaten
Eine Frage: Um welchen Massaker handelt es sich?