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Leserbrief: Wahlempfehlung SVP – „Alto Adige“

alto_adige_zoeggeler.gifAufmerksamen Wählern ist bestimmt nicht entgangen, dass die Südtiroler Volkspartei das Thema Toponomastik aus dem Wahlkampf möglichst heraushalten möchte. Der Grund dafür ist wohl, dass es der SVP an Argumenten fehlt, denn auf meine Leserbriefe kam bis heute keine Reaktion. Für einen Wahlkampf der Argumente ist die Südtiroler Volkspartei anscheinend nicht zu haben, dafür für einen Wahlkampf mit scheinbar beeindruckenden Sprüchen und prominenten Gesichtern.

Zu diesen gehört auch jenes von Armin Zöggeler, der eine Wahlempfehlung
für die SVP abgibt. Als wäre es eine Selbstverständlichkeit, thront auf
der Schirmkappe von Herrn Zöggeler ganz stolz „Alto Adige“, während er
für Durnwalder wirbt! Ob das Ganze nur Zufall ist? Wenn ja, dann halt
ein peinlicher Zufall!

Oder soll dieses „Alto Adige“ eine zumindest indirekte Botschaft
vermitteln? Nicht nur „Stolz auf Südtirol“, sondern auch „Stolz auf das
Alto Adige“? Nicht nur „Mit euch für Südtirol“, sondern auch „Mit euch
für das Alto Adige. Mit euch für Rom und Italien“? Ich kann nur sagen:
„Alto Adige“ – ich schäme mich für dich! Sie sich nicht, Herr Zöggeler?
Na dann sind bei der SVP und Herrn Durnwalder in der Tat am besten
aufgehoben.

Cristian Kollmann, ehemaliger Landestoponomast und Landtagskandidat der SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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4 Kommentar(e)

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1

1. "..denn auf meine Leserbriefe kam bis heute keine Reaktion."
Obgsegn fan thema, find is wirklich absurd, wia gewisse subjekte die leserbriefe für politische zwecke missbrauchn. Inwiefern sollte a partei verpfichtet sein, Leserbriefe zu beontworten?
2. Wahlpropaganda isch für jeder Partei überlebenswichtig. Wia nor um stimmen geworben werd, werd jeder Partei selber überlossn. Zem kannt man gleich guat in "Fanatismus" der Freiheitlichen oder die "unrealistischen Ziele" der Süd-tiroler Freiheit kritisiern. Des isch oanfoch koa Argument.

2

Werbung für faschistische Gesetze?
"Langweilig" sind genau die Leute, die sich immer noch an die faschistische Zeit klammern und Kulturschädnung und Kulturvernichtung als Recht und Gesetz anerkennen wollen.

Macht hier ein Südtiroler Sportler Werbung für Durnwalder und für faschistische Gesetze?

3

Die Wahl zwischen ST und AA
Die Wahl am 26.10.2008 wird wie keine andere die Zukunft des Landes entscheiden. Hoffentlich sind sich die Menschen auch dessen bewußt. Es wird auch eine Entscheidung des Wählers für Erneuerung oder Stillstand sein, für die Zukunft des Landes, gegen oder für Südtirol-Sudtirolo oder gegen oder für Alto Adige-Hoch/Etsch. Den Landesnamen Südtirol kann man nicht für alle Zeiten im Tolomeischen Geiste als Alto Adige übersetzen und was noch viel schlimmer ist, freiwillig in einer Demokratie und dazu in der AP Bozen auf der Ebene der Landesregierung daran festhalten. Im Pariser Autonomievertrag von 1946 ist da nur von der Autonomen Provinz Bozen die Rede. Wie man sich selbst als ethnische Volksgruppe nennen lässt, das gehört zu den wichtigsten Menschenrechten in einem demokratischen und zivilisierten Land, bzw. auch wie man genannt werden will oder wie eine andere viel grössere Sprachgruppe eine Minderheit in diesem Staat benennen will und soll. Daher wird noch erlaubt sein, dass sich die Tiroler südlich des Brenners Süd-Tiroler oder Südtiroler nennen. Wie sich die Italiener zwischen Salurn und Brenner nennen wollen, das ist dann schon ihre Angelegenheit. Es gibt zu Altoatesini/Hochetscher auch die Alternative Italienische Südtiroler, wenn man nur daraus Gebrauch machen will. Die Menschen in diesem Land Tirol südlich des Brenners in ihrer eigenen seit Menschengedenken angestammten Heimat haben bereits einen Namen für sich selbst und für das Land in dem sie sein unzähligen Generationen leben, nur viele in diesem Staat der Fremdbestimmung seit 89 Jahren und fast elf Monaten wollen davon immer noch nichts wissen, heute in dieser angeblich allerbesten Autonomie der Welt.

4

langweilig
immer wieder das selbe Thema - Sport/Politik! Fällt euch nichts anderes mehr ein?