Start / Leserbriefe / Leserbrief: Vor dem Richterstuhl der Geschichte

Leserbrief: Vor dem Richterstuhl der Geschichte

Roland_Lang_500_2_002.jpg„Es ist nicht denkbar, dass Italien dem Volke von Tirol aus sich heraus eine Sühne für die Verbrechen geben kann, welche es in diesem Lande begangen hat. Mögen sich die Italiener auch selbst aus dem furchtbaren Banne des Faschismus lösen, niemals werden sie imstande sein, das Übermaß des Unrechtes in Tirol auszugleichen, das weit über jeden politischen Begriff hinausgeht. Die Qual dieser Zeit der Verfolgung, die Not der Vertriebenen,  die Bedrängnis der Verbliebenen, die Zertrümmerung der guten alten Einrichtungen, die Zersetzung der Volksgemeinschaft, die Vergiftung der Jugend, den Missbrauch des Gebetes, die Schändung der Friedhöfe, dies alles kann auch ein freies Italien nie mehr gut machen.“ so der Abgeordnete Eduard Reut Nicolussi in seinem Buch „Tirol unterm Beil“.

Darum, Süd- Nord und Osttiroler: „Gegen Faschismus – Für Tirol“ am Samstag, 8. November in Bozen!

Roland Lang
SÜD-TIROLER FREIHEIT

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

7 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

herz, aber auch vernunft
wozu soll solch ein artikel gut sein, außer zur hetze? hat die forderung nach selbstbestimmung etwas mit der unterdrückung zu tun, die uns widerfahren ist? leitet die südtiroler freiheit daraus ihre forderungen ab? ich dachte immer hier gehts ums prinzip... hätten die italiener uns von anfang an vorbildlich behandelt (außer der verwehrung des selbstbestimmungsrechtes), gäbe es dann die südtiroler freiheit nicht?

2

@ marco - mahnmal
Hallo Marco!

Denkmäler können sicher auch Mahnmäler sein.

Aber wenn das Siegesdenkmal auf einem Friedensplatz steht, der dann mittels Abstimmung wieder zum Siegesplatz wird, bekommt das ganze eine schiefe Optik.

Also, am besten,
weg mit dem faschistischen Dreck.

3

Wahre Worte
Wahre Worte von Eduard Reut Nicolussi.

Marco, wenn du nichts übrig hast, warum nennst du dann die die auch dagegen sind Ewiggestrige?
Du hast einfach gar kein Rechtsgefühl.
Man muss faschistische und beleidigende Denkmäler entfernen, genauso wie man es im Ostblock mit Lenin und Stalin machte.
Das ist keine Frage des Alters.

Erniedrigende Monumente fürs Lehrbuch zu verherrlichen, ist doch pervers.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

4

mirko: Klar habe ich nichts übrig für die diese ideologien auch noch verherrlichen ! Da bin ich deiner Meinung. Bei den Denkmälern bin ich eher der meinung dies sind "Mahnmäler"...Sie dienen zu mahnung und Erinnerung was geschehen ist und man sollte sie nicht einfach wegmachen. Besser die Jungend stellt fragen wenn sie diese Mahnmäler sehen, als wenn dort nur ein blumenbet ist...

5

marco: damit die ewig gestrigen faschisten, die jedes jahr in Südtirol vor den faschistischen Denkmälern die ewiggestrige ideologie mussolinis verherrlichen, verstummen, müssen endlich diese ewiggestrigen faschistendenkmäler vernichtet werden!

6

Forderung nach Selbstbestimmung
Die so tragische Geschichte Süd-Tirols bei Italien seit 1918 bis in die späten 60er Jahre, die versprochene und nicht eingehaltene Autonomie im Pariser Vertrag von 1946, die man sich erst von diesem Staat mit so viel Leid, Blut und Tränen erkämpfen musste, die heutigen chaotischen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in diesem Staate der Fremdbestimmung Italien, die unbewältigte Geschichte des italienischen Faschismus, gerade in Süd-Tirol - davon zeugen ja noch so viele Relikte aus dieser Zeit, und das Menschenrecht auf die eigene Selbstbestimmung in der eigenen seit Menschengedenken angestammten Tiroler Heimat zwischen Salurn und Brenner, das sind alles ausreichende Gründe, um gerade jetzt im Jahre 2008 die Klärung der Frage der Selbstbestimmung für das Land Tirol südlich des Brenners zu fordern. Das Menschenrecht auf Selbstbestimmung einer in Süd-Tirol 3/4 starken Tiroler Volksgruppe hat Italien zum Beispiel durch Unterzeichnung und Ratifizierung von entsprechenden Völkerechtdokumenten auch eigenen Staatsbürgern zugestanden und garantiert, sei es in der UNO-Charta, anderen Menschenrechtakten der UNO oder in der Helsinki-Schlußakte über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa von 1975. Die Betonung liegt aber heute meiner Meinung nach eben bei Klärung der immer noch offenen Frage der Selbstbestimmung in der AP Bozen Südtirol, dazu nur auf eine friedliche und demokratische Weise, am besten in einem gleichen, geheimen und streng überwachten Referendum, mit einem für alle Seiten offenen Ausgang. Als das Königreich Italien Süd-Tirol in den Jahren 1918/19 annektiert hat, hat es nicht für notwendig erachtet, im Sinne des schon damals vor allem in Europa bekannten und praktizierten Völkerechtes der Selbstbestimmung der Völker, Rücksichten auf die für die Zukunft der Tiroler zwischen Salurn und Brenner existenziellen Vorstellungen und Wünsche nehmen zu müssen. Man betrachtete das Land Tirol südlich des Brenners inklusive des deutschsprachigen Teiles, damals so gut wie ohne italienischen Bevölkerungsanteil, als Beuteland des Krieges, den man mit Betrug und Verrat an Bündnispartner Österreich gewonnen hat. Nach dem Ersten Weltkrieg hat es überall in Europa in umstrittenen Gebieten Selbstbestimmungreferenden gegeben. So eine Abstimmung wurde z.B. damals in Süd-Kärnten und im Burgenland aus ethnischen Gründen von der damaligen Völkergemeinschaft zugelassen und die Menschen haben sich damals größtenteils und überzeugend für den Verbleib oder Neu-Angliederung an Österreich entschieden. Die diplomatischen "Protokolle von Venedig" aus dem Jahre 1920/21 regelten auch die Modalitäten der Abstimmung zur Frage der Selbstbestimmung der alt-österreichischen Volksgruppe in West-Ungarn auch in den zwischen Österreich und Ungarn umstrittenen Gebieten um die Stadt Ödenburg/Sopron und Umgebung in der Größe des südtiroler Burgrafenamtes vielleicht, damals mit einem 3/4 starken deutschsprachigen Bevölkerungsanteil. Die Aufsicht über die korrekte Abhaltung der Wahl hat man u.a. von der Seite der damaligen Sieger des Ersten Weltkrieges einer Kommission, bestehend u.a. aus italienischen Diplomaten und Generälen überlassen, mit dem Ergebnis, dass durch massive Wahlfälschung und durch direkte Bestechung der Mitglieder der Überwachungskommission durch Budapest die von dieser Abstimmung direkt betroffene Bevölkerung um ihr Recht auf Selbstbestimmung schamlos betrogen wurde. Dass diese Wahl gefälscht wurde, ist heute ziemlich übereinstimmende Meinung der Historiker ausserhalb von Ungarn. Das offizielle Ergebnis lautete damals fast 60% gegen Selbstbestimmung der Alt-Österrreicher und für den weiteren Verbleib bei Ungarn.
Die Wahlen oder Referenden kann man heute nicht mehr so leicht fälschen wie vielleicht damals noch nach dem Ersten Weltkrieg. Sollte aber die AP Bozen jemals in Zukunft in die Rechweite der Freiheit der Wahl in der Frage der eigenen Selbstbestimmung kommen, möge man dann immer daran denken, was dem Vaterland der Süd-Tiroler Österreich an Erfahrungen mit Italien in Fragen der Selbstbestimmungreferenden für die eigene alt-österreichische Volksgruppe widerfahren ist. Die Klärung der immer noch offenen Frage der Selbstbestimmung der Tiroler südlich des Brenners wird es früher oder später geben, wenn man in der Landespolitik in dieser Hinsicht in Jahren oder Jahrzehnten denkt und konsequent in diese Richtung handelt. Früher oder später wird wahrscheinlich auch in Süd-Tirol eine freie Wahl zu dieser Frage möglich sein, ohne dass die Macht der Fremdbestimmung so eine Entscheidung des Volkes erfolgreich hintertreiben kann. Die europäische Politik hat bereits die Frage der Teilung Tirols in seinem deutschsprachigen Teil zu einem wichtigen Teil dialektisch durch eigene Politik der Einheit in der EU zufriedenstellend beantwortet, aber immer noch nicht zur Gänze und nicht ausreichend. Würde man sich ohne Wenn und Aber an die Wünsche und Vorstellungen der Süd-Tiroler in dieser Frage halten wollen, müsste man noch in unmittelbarer Zukunft ein Referendum zu dieser Frage auch in Süd-Tirol abhalten, so vielleicht, wie das in einem entsprechenden eigenen Gesetzesentwurf im Römischen Senat "Selbstbestimmung für AP Bozen Sudtirol" von Altpräsidenten Cossiga seit Mai 2008 wieder einmal vorgesehen ist. In West Europa in den Ländern der alten EU finden jetzt auch anderswo Selbstbestimmungen von Autonomien statt. Wird einmal Schottland oder Flandern in Belgien dieses Projekt der eigenen Selbstbestimmung einigermaßen glücken, wird die Frage der italienischen Fremdherrschaft in Süd-Tirol wahrscheinlich nur die Frage der Zeit sein. Einer demokratischen Entscheidung auch in der AP-Bozen wird dann auf der europäischen Ebene der EU höchstwahrscheinlich nichts mehr im Wege stehen. Bis dahin ist aber noch sehr viel patriotische und demokratiepolitische Arbeit für alle Befürworter der Klärung der Frage der Selbstbestimmung zu leisten, damit man überhaupt einmal als Land sich selbst in die Lage versetzen kann, in einem Referendum Ja oder Nein zu Selbstbestimmung der AP Bozen von und in Italien in einer freien, gleichen, geheimen und streng überwachten Abstimmung sagen darf, und dass diese freie und demokratische Entscheidung des Volkes mit für alle Seiten offenen Ausgang auch später einmal akzeptiert und politisch auch regional, national und international umgesetzt wird.

7

die ewig gestrigen
Wann wird endlich die Zeit kommen wo die "Alten" die Jungen endlich in Ruhe lassen, diese eine eigene Meinung Bilden lassen und nicht den eigenen Hass zu übertragen. Wir sind im jahre 2008 und es sollte endlich mal vorbei sein mit den blöden Nazi und Faschi beleidigungen.... "Die Italiener" sind nicht die Faschischten von gestern. jeder versucht das best möglich aus seinem leben su machen. Egal ob SüdTiroler oder Italiener. Mögen die ewig gestrigen endlich verstummen....