Start / Leserbriefe / Leserbrief: SVP Romtreue

Leserbrief: SVP Romtreue

ivo_hechensteiner_500.jpgWas sich der Polizeistaat Italien zurzeit in Südtirol leistet, hat das erträgliche Maß bereits überschritten. Die Musterprovinz wird als Steuer-Melkkuh ausgenützt und zum Aufmarschgebiet für die Staatsorgane. Das Wohlstandsmodell wird durch schikanöse Gesetze und Kontrollen wirtschaftlich arg gebeutelt, und die Zukunftsperspektive in diesem Staat (Abschaffung der Regionen mit Sonderstatut?) schaut trotz strahlendem Stern düster aus.

Die Wahlwerbung des Landeshauptmannes, die Mehrheit zu retten, da sonst Schule und Proporz verloren gingen, ist geradezu lächerlich (weil schon zerrupft) angesichts dessen, was sonst so alles schiefläuft. Nun, die Romtreue, das deutsche Wort zur Bindung an Italien (im Widerspruch zum SVP-Statut und der Gründerväter), macht sich eben bezahlt. Aber was soll’s, reicht’s bei den kommenden Wahlen für die Mehrheit nicht, wird mit den italienischen Parteien eine Mehrheit gesucht, die deutschen Oppositionen sind für den Landeshauptmann: nicht gefragt. Hand aufs Herz, kann man ehrlich und wirklich, laut Volkspartei, stolz auf dieses Südtirol sein?

Ivo Hechensteiner, Süd-Tiroler Freiheit, St. Pauls

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

9 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

Vergleich
Im Vaterland Österreich gibt es nur eine uniformierte Art der Polizei. Die Österreichische Gendarmerie wurde schon längst mit der Polizei zusammengelegt. Wieviele Arten gibt es davon in Italien? Carabinieri, Polizia, Polizia stradale, Guarda d.f., Zollpolizei, Stadtpolizei und vieleicht kommt bald in Süd-Tirol die Landespolizei auch noch dazu. Habe ich etwas vergessen?

2

selbstbestimmung
mit großer Entschlossenheit werdet ihr es schaffen.Der Weg zur Loslösung von Rom rückt in greifbare Nähe. Berlusconi erweist sich einen Bärendienst! Freiheit für Tirol!

3

liebe ahnungslose
.. dem modell eines polizeistaates kommt österreich wohl viel näher..

4
Georgos Egger

Polizeistaat
Zur Sonnenwende unterhielt ich mich mit einem Geschäftsmann, der in Venedig tätig ist, über Italien. Er meinte, die Italiener (summarisch!) seien ein Volk, das sich an keine Regeln hält und eben tut, was es will. Daran könnten auch Maßnahmen, die man eher einem Polizeistaat zuschreibt, nichts ändern. So könne ein Staat nicht funktionieren und nicht höherkommen.

Wie ist es nun mit den Südtirolern? Wenn sie im Gegensatz dazu sich sehr wohl an gemeinschaftliche Regeln halten wollen, dann ist der Unterschied manifest und die These bewiesen: Südtirol ist nicht Italien.

5

Pressestunde, S0, ORF2, 11H
Morgen am Sonntag, den 22. Juni 2008 stellt sich der Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder in der wöchentlichen ausschliesslich innenpolitischen Fernsehsendung des Österreichischen Fernsehens ORF2 die "Pressestunde" um 11:05 Uhr den Fragen der Journalisten. Es ist also ein Pflichttermin für alle, die mit Politik in Süd-Tirol etwas zu tun haben. In der Ankündigung dieser Sendung konnte man unter anderem lesen: "Heftige Flügelkämpfe in der Südtiroler Volkspartei (SVP). Landtagswahlen im Oktober. Berlusconis Italien und die politische Situation der "Schutzmacht" Österreich. Gast: Luis Durnwalder, Südtiroler Landeshauptmann (SVP). ORF 2, 11:05-12:00 Pressestunde, Sonntag der 22. Juni 2008.

6

Waaaas????
Der Landeshauptmann sorgt sich jetzt(!) um die deutschen Schulen?
Gerade die SVP drängte immer wieder noch mehr Italienisch ins deutsche Bildungssystem einzuführen.
Mit welchen Drohungen will die SVP den Wählern noch Sand in die Augen streuen?

Ich hoffe, dass die SVP soviel Stimmen verliert, dass es auch mit einer ital. Partei nicht ausreicht.

7
Pertoll Patrick

Unzufriedenheit breitet sich aus
alle ja alle Menschen sind immer auf der seite der Gewinner. Zuzeit ist es einmal daß es in der SVP viele kontroversen gibt welche bestätigen daß diese Partei alles mit Worten zerdrückt was gegen diese SVP Denkform ist. Es ist klar zu sagen daß es keinen Weg zurück mehr für die SVP mehr gibt, diesen Herbst sind die Grenzen gebrochen und eine Flut von Protesten wird das Land zerstückeln. Es muss die Digitale Diktatur aufgehoben werden. Alle Polizeiorgane und Behörden zu einer einzigen gefasst werden um Kosten zu sparen. Die Banken müssen die Macht verlieren uns zu dirigieren, Jeder Mensch muss das recht erhalten anderen Menschen Bargeld zu leihen mit 2 % Zinsen um die Euribor Zinsätze zu unterbinden und die Macht der Steuerbehörden auszugleichen. Die Inflation muss so sofort unterbunden werden indem den Banken die Macht der Geldkontrolle entzogen wird. Es müssen freie Geldinstitute geschaffen werden welche mit 0% Zinsen Geld leihen bis 2 % ohne Euribor anbindung. Nur dies beruhigt das Land.

8

Auf die Wähler hören
Warum glauben nur manche Entscheidungsträger in der SVP-Spitze jetz den schwierigsten Weg in der Selbstbestimmungfrage zu wählen. Das wird diese Partei bei der Wahl im Herbst sehr viele Stimmen kosten. Angst vor Rom ist kein guter Berater und ist einer SVP in Hinblick auf ihre grossartige Geschichte und ihre Verdienste für das Land nicht würdig! Wir leben politisch heute im Jahre 2008 und nicht in der Zeit vor 30 Jahren, heute werden alle Fragen friedlich und demokratisch in der Politik geklärt, das gilt auch für den Staat der Fremdbestimmung und darüber wacht die EU mit einem sehr wachsamen Argusauge. Niemand verlangt von der Edelweißpartei, dass sie sofort Wunder macht und eine Selbstbestimmung aus dem Hut herbeizaubert, aber man kann von ihr sehr wohl verlangen, dass sie zumindest den Menschen glaubwürdig erklärt, warum sie diesem Thema so wenig Aufmerksamkeit schenkt und vor allem, wie sie in dieser Frage in Zukunft politisch vorgehen will. In anderen Ländern ist den Parteien mit der Zeit das Wahlvolk abhandengekommen, die Parteien suchten sich dann ein neues Wahlvolk. Ich hoffe nicht, dass das eine für die SVP denkbare Alternative ist. Wird die SVP die kommende Wahl stark verlieren und womöglich noch eine gemeinsame Regierung mit italienischen Parteien bilden, dann ist sie die Sammelpartei der Süd-Tiroler gewesen, und zwar für immer. Alle deutschen Oppositionsparteien sind aber politisch auch stark genug, damit sie eine starke politische Vertretung im Landtag und sogar in der künftigen Landesregierung bilden können. Vielleicht erst dann wird sich die gerade noch Sammelpartei mit Themen beschäftigen wollen, die laut Umfragen die Bürger sehr beschäftigen und dazu gehört ganz bestimmt das Thema der Selbstbestimmung Der AP Bozen Südtirol schon heute und nicht theoretisch irgendwann am St. Nimmerleinstag. Die SVP ist den Menschen immer noch eine klare Antwort schuldig, ob sie in den kommenden Jahren substantielle Fortschritte in der Selbstbestimmungfrage erzielen will. Vertrauen in die politische Klungkeit der Parteien kann auch keine Einbahnstrasse sein, sondern gerade die grösste Partei des Landes müsste sich mit dem in ihrer Politik sichtbar und glaubwürdig beschäftigen, was die Menschen am meisten beschäftigt. Würde die SVP seit Wochen oder Monaten bereits eine klare und glaubwürdige Linie auch in der Frage der Selbstbestimmung vertreten, dann könnte sie womöglich die Stimmen dazu gewinnen. Vielleicht ist es aber besser so, dass auch kleinere Parteien jetzt auch die Chance bekommen haben, in den Landtag nach der LW im Herst reinzukummen, vor allem eine echte Selbstbestimmungpartei, die STF. Sie werden schon dafür sorgen, dass ein frischer Wind in die Landespolitik endlicht Einzug hält.

9

Wofür steht SVP?
Dass das "V" in SVP schon lange nicht mehr für "Volk" steht, dürfte jetzt langsam dem allerletzten Patrioten klarwerden.

Südtiroler Verräterpartei!

Stimmt Ihr im Herbst für die SVP, dann stimmt Ihr gegen Südtirol!