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Leserbrief: Studentenfeindliches Italien

GudrunKofler1Die italienische Regierung will keine Studenten mehr an ihren Universitäten haben, die die Regelstudienzeit überschreiten. Mit dem sog. "Bologna-Prozess" wurden die Studienpläne so voll gepackt, dass es für Studenten schwierig ist, sich auch um Praktika und Auslandserfahrung zu bemühen. Die Umstellung auf das Bachelorstudium brachte mit sich, dass der Stoff des 4/5-jährigen Diplomstudiums in dieses 3-jährige gepackt wurde, ohne zu bedenken, dass der Druck auf die Studenten steigt und die Qualität des Studiums darunter leidet.

Aufgabe einer Uni muss es aber sein, dafür zu sorgen, dass Studenten zu guten Wissenschaftlern werden. Dass einige länger als vorgegeben studieren, ist nicht immer mangelnder Motivation oder Faulheit zuzuschreiben. Vielmehr ist es oft auch ein Problem der Reglements der Unis. Außerdem ist es nicht für jeden Jugendlichen, aufgrund der finanziellen Situation, selbstverständlich, ein Studium absolvieren zu können. Es sollen also nicht jene bestraft werden, die neben dem Studium einer Arbeit nachgehen. Auch hier ist die Politik gefordert, mit Förderungen dafür zu sorgen, dass sich Bildung jeder leisten kann.

Gudrun Kofler
Studentin an der Universität Innsbruck
Landtagskandidatin der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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12 Kommentar(e)

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1

Sarkasmus
Stets Italiener schikanieren und für alles reklamieren! Den ihr wisst nicht was ihr tut!

2

komisch....
komisch, dass trotzdem mehr südtiroler in italien als in österreich studieren....

nebenbei... studieren heißt auch selbstständig werden.... 67% der südtiroler die in österreich studieren, sind an der uni innsbruck eingschrieben.
das typische "werktags-studieren" der südtiroler, am wochenende dann heim zur mamma die waschen und was ordentliches zum essen machen muss. das ist von mir aus gesehen kein prozess des selbstständig werdens...
eine uni in bologna, mailand oder rom hat - und da kann man sagen was man will - doch noch immer mehr anerkennung international als eine uni innsbruck!

3

Daß die Studienbedingungen in Italien katastrophal sind, ist keine Neuigkeit.
Vor fast genau 10 Jahre packte ich meine Sachen und ging nach Deutschland zum studieren.
Klar, der Bologna-Prozeß hat auch hier Probleme mit sich gebracht: Wir haben unsere jahrhunderte alte akademische Freiheit aufgegeben, um eine schlechte Kopie des angelsächsischen Systems einzuführen, siehe Bachelor und Master.
In USA und Großbritannien hast du Vorlesungen mit 20 bis 30 Leute, in Deutschland mit 200 bis 300, am Semesteranfang.
Der bürokratischer Aufwand ist er gleicher geblieben.
Wie kann man in 6 Semester fertig werden, wenn man noch gleichzeitig arbeiten muss, um seinen Studium zu finanzieren?
Es sei, es gibt genug Kohle von zuhause oder man beantragt einen Studienkredit, um mit einen Berg voll Schulden ins Berufsleben zu starten.
Ich beneide die jetzige Studentengeneration überhaupt nicht.

4
achim.baden-württemberg

Europa, Europa
@georgos egger

Lieber Herr Egger,

nichts für ungut, das mit dem Piefke tut mir leid.
Was mich an den EU-Kritikern aber stört ist Folgendes: Statt einen Gegenentwurf zur EU in der jetzigen Form vorzulegen, in dem so elementare Dinge wie Bewegungsfreiheit berücksichtigt sind, beschränkt man sich auf Neinsagen.
Ich wünsche mir jedenfalls zwischen Rosenheim und Kufstein wie einst an der innerdeutschen Grenze und selbstverständlich sollen österreichische Studenten weiterhin an deutschen Unis willkommen sein.
Ich sehe das Problem auch weniger zwischen unseren beiden Staaten. Hier wie dort haben ultranationale Kreise in Uniform und andere Gralshüter des Vaterlandes nichts oder nur wenig zu sagen. Wie stehts aber mit süd- und osteuropäischen Ländern ?
Wissen Sie, ich bin in dieser Richtung ein gebranntes Kind, denn ich musse in Spanien ein Jahr auf eine Arbeitserlaubnis warten, die ich dann auch bekan.

Aber der langen Rede kurzer Sinn: Hätte ich sie ohne die Existenz einer übergeordneten Macht überhaupt bekommen, in diesem Falle der EU?
Bei Ihnen und bei uns haben die Siegermächte lange Zeit nationalistische Kräfte gebannt, anderswo in Europa war das nicht der Fall und dort besteht bis heute, ähnlich wie in Südamerika, ein Ungleichgewicht in der Macht zu Ungunsten von Parlament und Regierung. Die EU mildert dies ein wenig.

5
Georgos Egger

Deutschland
@ achim.baden-würtemberg: „Lieber Herr Egger,,
ich muss sagen, ich beneide Sie. Schuld an allem sind immer die EU
und die Piefkes.“

Was soll das? Den Ausdruck „Piefke“ gibt es in meinem Vokabular nicht, ebensowenig nationale Pauschalurteile (im Sinne von Kollektivschuld). Da hat wohl wieder einmal ein Vorurteil durchgeschlagen. Der EU liegt ein irriges, reduktionistisch–materialistisches Menschenbild zugrunde, auf dem eine Art pseudomessianischer Anspruch aufgebaut wird, ebenso, wie das einst in der Sowjetunion geschah, nur mit etwas anderen Akzenten — das ist es, was ich kritisiere. Die EU selbst ist sekundär. Vergleichen Sie doch einmal die Programme der Deutschen Zentrumspartei mit dem EU–Verfassungsentwurf — vielleicht erfolgt dann ein Aha–Erlebnis!

6

Diverses zum Thema..
@ff Vorallem viele Oesterreicher die lieber in der Schweiz studieren?
@achim. Was zum Himmeldeut findest du an dem Beamtenapperat
EU noch toll? Die "Baldaussengrenze" Iran?
@an alle: Warum kommen Oesterreicher, Italiener und deutsche zu uns studieren`?
Antwort: Weil jeder dort studiert wo er es am besten findet, egal wo, warum nicht in Russland?

7

Tatsoch isch dass in Europa lernt man um Orbeit zu finden, in Italien, im Gegentoal, muas man orbeiten um studieren zu koennen...

8

Wozu Italien?
@Stefan R.
So einen Unsinn wie du behaupte ich nicht. Ich scheue keinen praktischen Vergleich der Unis!

Geisterfahrer gibt es in Österreich mehr. Ich würde trotzdem nie in Italien studieren.
Weil mir das fremd wäre. Mit oder ohne Feindbild.

9
achim.baden-württemberg

klare Feindbilder
@georgos egger

Lieber Herr Egger,,

ich muss sagen, ich beneide Sie. Schuld an allem sind immer die EU
und die Piefkes. Das ist wie bei der Straßenverkehrsordnung. Paragraph 1: Die StVO gilt immer.
Die Probleme der Welt sind gar nicht so schwer zu begreifen, es sind ja immer die Gleichen schuld !
Übrigens: Italien träumte seinerzeit von der Nordgrenze an der Donau.
In diesem Sinne: Grüße nach Pontena.

10
Georgos Egger

Studieren
Amüsanter Sarkasmus, Stefan R.! Berechtigt, in der Tat. Ich krieg einiges mit beim ”Studieren in Österreich“, weil drei meiner Kinder Studenten sind und meine Frau beruflich täglich mit einer Vielzahl von Studenten zu tun hat. Ein Chaos mit Eigendynamik, dank der österreichischen EU–Politik. Unter Gehrer wurde Druck auf die Studenten als ”Heilmittel“ eingeführt, um schnellere Abschlüsse zu erreichen. Das ist dann besonders wirksam, wenn die nötigen Lehrveranstaltungen nicht angeboten werden oder in vorgeschriebenen Praktika kein Platz zu bekommen ist. Aber alles muß immer schneller gehen, wie eine Zwirnspule sich umso schneller dreht, je mehr davon abgewickelt ist. Das ist nicht nur in Italien so.

11

@ff
ja, alles ist in Oesterreich besser, das Essen, die Autos, die Frauen und auch die Fussballspieler; Rechtsverkehr auf der Schiene, Wechselstrom in der Oberleitung, ein starkes Land!

12

Studieren in Österreich
Studieren in Österreich ist sowieso besser, jedenfalls organisierter und man bekommt eine bessere Ausbildung.