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Leserbrief: Sprache – Fremdsprachen sind ein Reichtum

Hartmuth_Staffler_Wahl_2008.jpgVeronika Steinmayr empfiehlt in einem Leserbrief den Südtirolern, des lieben Friedens willen auf das Recht auf Gebrauch ihrer Muttersprache zu verzichten. Gleichzeitig bezeichnet sie es aber, und dem stimme ich voll zu, als großen Reichtum, Fremdsprachen zu können. Von diesem Reichtum würde allerdings nichts übrig bleiben, wenn wir auf unsere Sprache verzichten und Südtirol zu einem einsprachig italienischen Land machten.

Nebenbei bemerkt: Frau Steinmayr hat vollkommen recht mit ihrer
Feststellung, dass die Italiener nicht lachen, wenn man ihre Sprache
ungenügend beherrscht. Vielmehr können die meisten Italiener,
insbesondere Polizisten und Carabinieri, in diesen Fällen recht
ungemütlich werden. Anscheinend hat es sich bei Beamten und
Uniformierten noch nicht herumgesprochen, dass Fremdsprachen ein
Reichtum sind.

Hartmuth Staffler, Brixen, Landtagskandidat der SÜD-TIROLER FREIHEIT

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4 Kommentar(e)

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1

Peinlich, traurig oder absurd?
Ist die Wortmeldung der Frau Steinmayr nun etwa peinlich oder traurig? Es wäre jedenfalls interessant, zu wissen, was sie zu dieser schwerwiegenden Fehleinschätzung veranlasst hat. Nach ihrer Logik müsste sich ja jeder Unterdrückte der Repression von vornherein bereitwillig beugen, um am Ende glücklich zu sein. Die schnelle freiwillige Assimilierung als Lösung aller Probleme sozusogen? Damit würde man jedenfalls die Schuldigen nochmals belohnen und gleichzeitig die Opfer nochmals bestrafen. Das kann es ja nicht sein! Eigentlich ist der Vorschlag also völlig absurd und daher entbehrlich – damit segelt die Frau Steinmayr auf dem komplett falschen Dampfer, sie hat auch das Phänomen Fanatismus und dessen Verhinderung überhaupt nicht begriffen! Als naheliegende Lösung kann es vielmehr nur den Respekt vor den unfreiwilligen Opfern und das Bemühen, vergangenenes Unrecht so schnell als möglich wieder gut zu machen geben. Konkret bedeutet das im modernen Europa: die Bevölkerung endlich über ihre Präferenzen zu befragen, damit sie dann ihre Zukunft bestmöglich organisieren kann!

2
ing. Winfried Matuella

Wini
Welch ein Armutszeugnis gibt da Frau Veronika Steinmayr ab. Ich möchte sie daran erinnern In Südtirol ist die deutsche Sprache der italienischen gleichgestellt.Nicht der Bürger ist zur Zweisprachigkeit verpflichtet, sondern der Beamte! Wenn er sich nicht an das Gesetz hält, welches das Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache garantiert, macht er sich strafbar. Weigert er sich, deutsch zu sprechen, als erstes nach seinem Namen fragen! In jedem Fall genaue Uhrzeit und Ort merken und der Beschwerdestelle des Landes Melden.

Tel.0471 412 236 oder 412 230

Mach von deinem Recht gebrauch ! Ein Recht, das man nicht gebraucht, stirb!

Frau Veronika Steinmayr will dieses Recht sterben lassen. Möglicherweise kennt sie nicht das Dekret des Präsidenten der Republik Nr. 574 vom 15. 07. 1988 nicht. Durchführungsbestimmungen zum Sonderstatus für die Region Trentino-Südtirol über den Gebrauch der deutschen und der ladinischen Sprache im Verkehr der Bürger mit der öffentlichen Verwaltung und in den Gerichtverfahren.In diesem Dekret ist unter den Punkten a,b,c,d,e,f alles geregett.
Zum Schluß steht ganz deutlich:
Auch für die Polizei, die den Streitkräften angehören, und für das Personal der Staatspolizei, das militärich organisierten Einrichtungen untersteht, gelten für die Sprache die Bestimmungen dieses Dekretes in all den Fällen, in denen Handlungen gesetzt werden, die die Tätigkeit der Polizei im allgemeinen betreffen, die zur Einleitung eines Strafverfahrens bestimmt sind oder die eine sonstige Sanktion nach sich ziehen.

MEINE MUTTERSPRACHE IST DEUTSCH ODER LADINISCH daher mache ich von meinem Recht DEUTSCH oder LADINISCH zu sprechen gebrauch !

3

Reicher Pichler-Rolle
Die "Reichen" machen es vor, den Analphabetismus in Südtirol. Herr Pichler-Rolle kann auch schon nicht mehr Deutsch: "perzentual" gesehen.
So verkrüppelt redet man, wenn man sich auf Gedeih und Verderb "bereichern" will.

4

unter Umständen
Unter Umständen, wenn es um Abkassieren der Doppelsprachigkeitzulage bei manchen Menschen im Staatsdienst geht, dann kann das schon eine Quelle des Reichtums sein, natürlich nur bei manchen nicht bei allen, die sich nicht um die praktische Anwendung ihrer Sprachkenntnisse in ihrem beruflichen Umfeld kümmern wollen. Wenn man aber darauf besteht, bekommt man oft genug ziemlich agressiv zu hören, "In Alto Adige siamo in Italia, si parla italiano". Das ist mir zum Beispiel in Bozen immer wieder passiert, in dieser angeblich noch so vorbildlichen Autonomie, wo man sich fragen muss, ist man da schon in Nord-Afrika, bzw. in Arabien, oder vielleicht doch noch Europa?