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Leserbrief: Siegestempel – Unterjochungssymbol aus der Faschistenzeit

ivo_hechensteiner_500.jpgDer Siegestempel, Unterjochungssymbol aus der Faschistenzeit (wird vom Staat restauriert), soll nach manchem SVP-Exponenten mit oder ohne Gitterzaun ja stehen bleiben, sozusagen als Mahnmal, erinnernd an die gewaltsame Zerreißung Tirols durch Italien. Derselbe Stumpfsinn gilt demnach wohl auch für die tolomeischen Namensfälschungen, die Geschichtslügen der Beinhäuser, das Mussolinirelief am Gerichtsgebäude und alles, was den Südtirolern vom faschistischen Italien Schlimmes angetan wurde.

Was Tolomei und seine Handlanger nicht fertigbrachten, eben die Atesini zu verwelschen, wird nun von den Tricolore-schwingenden Südtirolern eifrig fortgeführt. Die Romtreue unserer Politiker kann weder durch das Abdrehen des Geldhahns noch durch eine eventuelle Aufkündigung der Regionen mit Sonderstatut oder die katastrophalen Wirtschaftsprognosen erschüttert werden. Einmal gab es SVP-Politiker, die den Mut gehabt hätten zu sagen, jetzt reicht’s, wir fordern die Selbstbestimmung. Vielleicht könnte Pahl für ein "Südtirol ohne Italien" in den Hungerstreik treten, so aussichtslos wie gegen den Frosch zu hungern wäre es sicher nicht. Nun, als Stimmenfang für die "Gutgläubigen" dürfte es allemal langen, und somit ist das Froschfasten doch nicht umsonst gewesen.

Ivo Hechensteiner
Landtagskandidat der SÜD-TIROLER FREIHEIT, St. Pauls

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3 Kommentar(e)

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1

Probleme...
Sehr geehrter Herr Rechtsteiner: .. uns verbindet der Vornamen - vorweggesagt und Grüezi wohl! Ich sehe das Problem nicht nur bei der SVP sondern bei allen im Südtirol lebenden.
So kürzt eurem "Rottweiler" mal den Lohn, vielleicht tut dies e`bisserl weh!
Meineserrachtens sehe ich die Südtiroler Kultur nicht gefährdet und die Ortschaften sollten nur deutsch angeschrieben sein!
Ich hoffe aber die ganze Sache läuft friedlich ab... Bhüets...

2

Schaufelt die SVP jetzt unser Grab?
Der größte Feind ist nicht immer der Offensichtlichste.

Für die Süd-Tiroler ist dies wahrscheinlich nicht mehr Italien, sondern die SVP, die das Grab für die deutsche Minderheit schaufelt.

3

Medien
"Was Tolomei und seine Handlanger nicht fertigbrachten, eben die Atesini zu verwelschen, wird nun von den Tricolore-schwingenden Südtirolern eifrig fortgeführt."

Auf der einen Seite versuchen unsere Politiker in der Welt klarzustellen daß wir Südtiroler und nicht Itlaiener sind und in unserer Heimat werden wir von uns Südtirolern selbst als Italiener bezeichnet. Mit unseren Radiosendern (zuletzt Sonntagsfrühstück auf Südtirol 1) betreiben wir eine regelrechte Eigenitalianisierung, unsere Sportler und wir Südtiroler werden als Italiener bezeichnet und dazu kriegen wir immer mehr italienische Musik zu hören...