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Leserbrief: Selbstbestimmungsrecht

eva_klotz_001.jpg Dr. Brunner fordert Ausweitung der Debatte um Rückgliederung Südtirols an Österreich; dieses Thema dürfe man nicht den "Rechten" überlassen (Dolomiten,5.2.08).
Seit Italien die UNO- Menschenrechtspakte unterzeichnete, arbeiten wir für Ausübung unseres Selbstbestimmungsrechtes. Wir sind keine Rechten! Die Menschenrechte stehen über den Ideologien! Meist sind es "Linke", die für Freiheit fremdbestimmter Völker kämpfen; in Südtirol nicht!

1977 erkannte man die Gefahr der Selbstbestimmungsdiskussion für die italienische Herrschaft in Südtirol. Das altbewährte Mittel: Wir wurden als Rechte abgestempelt, um uns und unsere politische Forderung zu verteufeln. Wahrhaft Rechte sind jene, die gegen Selbstbestimmung agitieren, damit sich am derzeitigen Status in Südtirol nichts ändert, und die Altoatesinisierung möglichst schnell voranschreitet!

Fremdbestimmung ist gegen unsere Grundrechte und die Freiheit! Alle, die eine Zukunft Südtirols ohne Italien wollen, sind aufgerufen, für Volksabstimmung, also Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes, zu arbeiten! Der Freiheit entgegen, Südtirol ist nicht Italien!
 
Lt. Abg. Dr. Eva Klotz 

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25 Kommentar(e)

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Selbstbestimmung meine Meinung dazu!
@Eva Klotz
1. Meiner Meinung nach hätten die "Qui-siamo-in-Italia-Grölereien" schon heute nichts im Land Südtirol verloren. Sie stören und trennen. Ich bin gegen "Interethnizismus", da dies für mich eine Vermischung der Volksgruppen bedeutet, jede Volksgruppe sollte ihre Traditionen leben. Ich bin für eine "Entnationalisierung" Südtirols, wo man mit nationalistischen Parolen beiderseits noch Politik machen kann.
2. Sollte Südtirol wirklich unabhängig sein, sollte dies auch vom Großteil der italienischen Volksgruppe mitgetragen werden damit nicht hinterher die Italiener beleidigt den Minderheitenstatus für sich verlangen, und in Südtirol nur eine "Verkehrung" stattfindet.
3. Deutsch, Italienisch und Ladinisch sollten die Amtssprachen sein.Südtirol als mehrsprachiger Staat.
4. Mehr Kompetenzen sollten vom Land auf die Gemeinden übertragen werden. "Wir managen uns selber".
5. Wenn faschistische Relikte geschleift würden, absolut nichts dagegen, da Südtirol unter dem Faschismus und dem Nationalsozialismus auch gelitten hat.
6. Niemand braucht zu behaupten, weil einige Landschaften Südtirols erst seit nicht einmal fünfhundert Jahren deutsch sind (siehe Obervinschgau - Zwangsgermanisierung), weil sie damals "rumantsch" waren, seien die Italiener schon immer da gewesen.
7. Sie sind für mich ein "groder Michl" und ich bewundre Ihren Kampf den Sie für die Selbstbestimmung Südtirols führen.

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SELBSTBESTIMMUNGSRECHT ÜBER DEN IDEOLOGI
@Markus M.
Gerne antworte ich auf Ihre Fragen.
1. Niemand wird vertrieben, wer aber die "Siamo- in- Italia- Mentalität" im Kopf hat, wird kein Betätigungsfeld in Süd- Tirol mehr haben.
2. Möglichkeit der doppelten Staatsbürgerschaft, kulturelle Autonomie, Recht auf Gebrauch des Italienischen,aber kein Sprachimperialismus. Wenn die Italiener möchten, auch Proporz!
3. Die Schweiz ist das beste Beispiel dafür, daß mehrere Ethnien friedlich miteinander leben können. Echter Föderalismus ist Voraussetzung dafür- daß also Zentralismus abgebaut und die Selbstbestimmung überall verwirklicht wird.
4. Wenn das Geld knapper wird und die Wirtschaft in Italien darnieder geht, wird man die Wichtigkeit der Selbstbestimmung verstehen. Cossiga hat einen Entwurf im römischen Parlament eingebracht, wir senden Ihnen den zu! Auch zwei Broschüren, die sich mit wirtschaftlichen Aspekten befassen! Bitte teilen Sie uns Ihre Postadresse mit, damit wir Ihnen diese zusenden können!
5. Wir stempeln niemanden zum Vaterlandsverräter, wenn er nicht faschistischen Absichten in die Hände spielt!
Siehe " Altoatenisierung"!
Mit bestem Gruß, Eva Klotz

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Selbstbestimmung ist neutral
Selbstbestimmung als solche ist weder links noch rechts. Es ist ein Grundrecht eines jeden Menschen und seiner Ethnie in der Gesellschaft, in dem Staat zu leben, den man als ureigenes Vaterland empfindet. Das war bekanntlich Italien in Süd-Tirol noch nie, für die meisten deutschsprachigen Menschen zumindest nicht. Es ist ein Blödsinn sondergleichen, wenn gerade ein "Linker" überhaupt das Wort in den Mund nimmt, man würde nach der Selbstbestimmung jemand "rausschmeissen" wollen. In welcher Welt leben diese "Linken" wenn sie an solche Ungeheuerlichkeiten denken? Die Frage der Selbstbestimmung dürfte man nur auf der Basis der heutigen ethnischen, sprachlichen und politischen Situation in Süd-Tirol stellen, ohne irgendeine Gruppe ausgrenzen zu wollen, auch die eventuelle Mehrheit der Befürworter der Selbstbestimmung nicht. Das deutschsprachige Land Tirol ist heute in drei Landesteile geteilt, wir leben noch in verschiedenen Staaten aber nur in einer EU. Der Wunsch nach Wiederherstellung der Landeseinheit in Tirol ist immer noch Gott sei Dank überall stark vorhanden. Mir persönlich wäre sogar eine Lösung recht, die eine Landeseinheit in zwei EU-Staaten möglich machen würde, und zwar mit einem Landtag zusammengesetzt aus beiden Landtagen und weiteren gesetzgebenden und exekutiven Körperschaften auf der Landesebene, d.h. ein Land Tirol von Salurn bis Kufstein unter einer Fahne und Landesregierung zusammengesetzt aus zwei Lokalregierungen in Innsbruck und Bozen. In der politischen Realität würde dann das Land Süd-Tirol ein Bindeland darstellen und zwar als der mittlere Landesteil in Tirol zwischen dem Trentino und dem Bundesland Tirol in Österreich. Das würde aber zwangsläufig bedeuten, dass in Süd-Tirol sowohl Italien als auch teilweise auch Österreich gemeinsam das Sagen haben müssten, wenn z.B. der neue Über-Landtag neue Landesgesetze beschliessen würde. Würde einmal die Selbstbestimmung dem Land glücken, würde auch Sprachprüfung, Schprachzugehörigkeitsentscheidung, Disagio etc. mit Sicherheit entfallen. Das wäre dann reine Privatsache welche Sprache man Zuhause spricht. Das Land würde aus objektiven Notwendigheiten weiterhin deutsch, italienisch und ladinischsprachig bleiben müssen, und würde so zwangsläufig eine zivilisatorische Brückenfunktion zwischen dem romanischen Süden und dem germanischen Norden in Europa übernehmen. Der heutige Zustand gerade in dieser Frage gleicht eher einer gegenseitigen Blockade und gerade das müsste sich irgendwann ändern. Die Süd-Tiroler sind meistens nur mit sich selbst und aus nachvollziehbaren Gründen mit der Verteidigung der Autonomie beschäftigt, die Italiener versuchen die Reste der Italianità zu wahren. In diesem Fall nach einer geglückten Selbstbestimmung würden nicht weniger, sondern höchstwahrscheinlich viel mehr Italiener nach ganz Tirol kommen wollen. In bestimmten Berufen gibt es heute Fachkräftemangel, da würde man gerade Italiener überall mit Handkuss nehmen wollen, und sie würden auch überall in diesem Land Brot und Beruf und neue Heimat finden können. Sollte man in der AP Bozen Südtirol einmal über die Selbstbestimmung abstimmen dürfen, dann gäbe es folgende Möglichkeiten. Möglichkeit A: Die überwiegende Mehrheit entscheiden sich für status quo und Autonomie bleibt in heute gültiger Form weiterhin erhalten. Möglichkeit B: Die überwiegende Mehrheit der Wahlberechtigten aller Sprachen entscheidet sich für die Selbstbestimmung und Italien würde das auch respektieren. In diesem Falle würde man die Menschen wiederholt fragen müssen: a) Wollen Sie, dass die drei Tiroler Landesteile Süd, Nord und Ost-Tirol in absehbarer Zeit zu einer Landeseinheit vereint werden? b) Wollen Sie, dass das Land Südtirol als eigenständiges, historisch gewachsenes Land erhalten wissen, und in diesem Falle befürworten Sie die Gründung eines neuen Bundeslandes Südtirol auf der Grundlage der Selbstbestimmung der Völker als ein neues 10. Bundesland? c) Wollen Sie, dass die Landesregierung die AP Bozen Südtirol in die nationale Selbständigkeit Abseits der Landeseinheit Tirols in seinem deutschsprachigen Teil und staatlicher Zugehörigkeit weder zu Italien noch zum Vaterland Österreich führt? So eine Vorstellung bleibt aber weiterhin nur ein Wunsch an das Christkind. Italien wird ganz sicher nicht in absehbarer Zeit mit sich gerade über die Sezession einer seiner Provinzen mit Bozen reden wollen. So lange die offizielle Landespolitik sich dieses Themas nicht annehmen wird, so lange wird sich bei der Selbstbestimmung auch nichts wesentliches politisch bewegen. Letztenendes kommt es aber doch wie immer und wie bei jeder Selbstbestimmung auf den politischen Willen der einzelnen Parteien an, auf politisches und diplomatisches Geschick der AP Bozen mit dieser Frage national und international richtig umzugehen, sowie auf die Geduld und den längeren Atem der Süd-Tiroler, eben über viele Jahrzehnte und Generationen. Jede Selbstbestimmung ist früher oder später zur Gänze möglich, wenn ein ganzes Volk in seinem angestammten Gebiet dieses Ziel auch geschlossen und lang genug vor sich selbst, vor der Macht der Fremdbestimmung oder auch vor der ganzen Welt kompromisslos vertritt. Im Falle von Süd-Tirol darf man ausserdem nicht vergessen, dass gerade die AP Bozen und Landesregierung ein treues und hilfsbereites Vaterland in Österreich und in Tirol an ihrer Seite hat, auf das man sich immer und überall verlassen wird können. Tirol Mater Austriae semper fidelis!

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Selbstbestimmungsrecht den Linken!
Selbstbestimmung gut und recht. Vom Baskenland über Katalonien bis nach Schottland sind teils "linke" regionalistische Parteien die sich, hi und da auch im Bunde, mit gesamtstaatlichen linken Parteien für die Selbstbestimmung einsetzen. Für mich ist die Situation in Südtirol viel komplexer (Volkstumskampf, ethnischer Kampf, jeder mit einer anderen Meinung ist gleich Verräter am Vaterland. Aber wenn Selbstbestimmung für Südtirol, dann sollte Frau Klotz mir bittesehr einige Fragen beantworten: Theoretisch stimmten die Südtiroler für die Selbstbestimmung, was tun mit den Italienern im Lande (Rausschmeißen, Integrieren, gar Südtirol teilen), was tun mit drei großen Ethnien im Lande, was tun in der Wirtschaftspolitik (Frau Klotz ich komme aus der Wirtschaft und ich sehe tags für tags wie es nur um das Geld geht, aber nur um das Geld - da klingt christliche Tradition sowie Selbstbestimmung für mich wie Hohn und Spott), eigener Staat, sich Österreich anschließen, neoliberale oder gar sozialistische Wirtschaftspolitik, jeden linken, ich bin ein Linker, zum Vaterlandsverräter stempeln, Wie weiter Frau Klotz? Bitte um Antwort!

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der Freiheit entgegen... Los von Rom!
Ein Volk das um nichts anderes kämpft als sein verbrieftes Recht wird den Herrgott zum Bundesgenossen haben!

6

Selbstbestimmung
Das Ziel der politischen Selbstbestimmung der AP Bozen Südtirol ohne Italien als Staatsmacht findet man in allen Parteiprogrammen der Parteien der deutschsprachigen Mehrheit des Landes und das nicht erst seit gestern. Die kompetenteren Ansprechpartner in dieser Frage sind ohne Zweifel die Politiker der heute regierenden SVP, wie z.B. Landeshauptmann Luis Durnwalder, Parteiobmann Elmar Pichler Roller, Karl Zeller, Völkerrechtsexperte der SVP, die Spitzenpolitiker der Oppositionsparteien, in der S-TF, FP, Union. Das Recht auf Selbstbestimmung unter ähnlichen Voraussetzungen wie heute in Süd-Tirol hat die Republik Italien mehrmals international anerkannt und intern ratifiziert, und auch gelegentlich praktiziert, siehe Menschenrechtscharta der UNO, KSZE-Helsinkischlussakte, usw. Italien hat sich auf dieses Recht auf Selbstbestimmung für eigene italienische Volksgruppe ohne Wenn und Aber in der bis 1948 international verwalteten Zonen A und B in Istrien berufen und zum Teil auch Recht bekommen, zum Teil aber nicht. Italien hat auch seinerzeit die Selbstbestimmung der 1912 italienisch besetzten griechischen Dodekanes-Inseln und die Wiedervereinigung mit dem Vaterland nicht verhindern können, auch nach einem Referendum 1946 Gebiete an Frankreich um die Stadt Menton abtreten müssen.Italien hat de facto und bald de jure das Recht auf Selbstbestimmung einer klassischen Selbstbestimmung gegen den ausdrücklichen Willen der alten Staatsmacht in seiner unmittelbaren Nachbarschaft im Kosovo bereits 2007/08 anerkannt. Daher stellt die Ausrufung der Selbstständigkeit dieses kleinen Balkan-Landes wohl am 17.02.2008 eine grosse Zäsur und Paradigmenwechsel der internationalen Politik und Diplomatie von bis dato ungeahnter Dimension und zwar für weitere vergleichbare offene Fragen der Selbstbestimmungen in ganz Europa. Man hat schon in diesem Zusammenhang des Kosovo lesen und hören können, dass gerade Italien und Spanien bei dieser oben erwähnten Frage früher Bedenken angemeldet hat, Italien natürlich wegen Süd-Tirol. Dort wo eine nach Selbstbestimmung strebende Ethnie eine Autonomie, ein eigenes Land, eine 2/3 oder eine 3/4 ethnische Mehrheit hat, wie im Falle von Süd-Tirol, und dazu noch den erklärten Willen zu Selbstbestimmung besitzt, dort wird diese Selbstbestimmung früher oder später politisch auch möglich sein. Der österreichische Bundeskanzler Leopold Figl glaubte nach dem Pariser Vertrag 1946, die italienische Fremdherrschaft in Süd-Tirol wird nicht mehr noch als 20-30 Jahre andauern. Da hat er sich leider geirrt. Sogar die Einführung der Autonomie dauerte in Italien über 40 Jahre bis 1992, dazu wäre diese ohne die bekannten bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in den 50er und 60er Jahren politisch nicht möglich gewesen. Italien tauschte in dieser Frage politische Ruhe gegen Autonomierechte aber ganz sicher nicht freiwillig und im Zeitlupentempo, mit der Hoffnung wohl, diese Frage könnte man auch vieleicht anders und gegen die Autonomierechte lösen. Diese hart umkämpfte Autonomie wurde bis in unsere Zeit von vielen Italienern nur als Fluch bezeichnet, daher warum sollten wir dem Herrn Sepp jetz auf einmal vertrauen, dass er es diesmal ernst damit meinen würde? Die Frage der süd-tiroler Selbstbestimmung wird so lange offen bleiben, so lange Italien einer Klärung dieser Frage sich in den Weg stellt, und so lange die politischen Parteien der deutschsprachigen Mehrheit des Landes Süd-Tirol Selbstbestimmung nicht nur in ihren Pareiprogrammen festschreiben, sondern wie gerade im Falle der politischen Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit auch in politischer Realität und im Wettbewerb mit anderen Parteien der AP Bozen streben werden, gerade jetzt und wohl auch ganz sicher in den nächsten Monaten und Jahren. Bei der Selbstbestimmung kann man nicht ewig lang nur "a Bisserl schwanger" sein. Entweder wird mit der Zeit dieser Wunsch obsolet, wenn man in der politischen Realität diesen Wunsch auch offiziell aufgibt, oder es werden sich in Zukunft neue, bisher ungeahnte politische Möglichkeiten und Perspektiven für das Land Süd-Tirol dabei ergeben. Der Europäische Einigungsprozess ist eine dieser Perspektiven und Segnungen für die weitere positive Entwicklung der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler. Manche Völker und Länder in Europa wurden in der Geschichte über Jahrhunderte fremdbestimmt, kolonisiert und trotzdem haben sie nach so langer Zeit ihren Selbstbestimmungswillen nicht im Geringsten verloren, z.B. heute sogar in Schottland oder Katalonien, Baskenland, Flandern. Die Geschichte der cirka 20 gelungenen Selbstbestimmungen in Osteuropa bis 2008 bestärkt nur in dieser Hinsicht meine Argumentation. Die Türken haben über 500 Jahre in manchen Balkanländern geherrscht, trotzdem haben die betroffenen nach Selbstbestimmung strebenden Völker, sofern die dafür günstige historische Gelegenheit vorhanden war, sofort nach Selbstbestimmung gegriffen, als eben eine Spur einer echten Chance auf Erfolg am Horizont zu sehen war. In dem Zusammenhang der Osmanischen Herrschaft waren davon so gut wie alle Länder am Balkan seinerzeit davon betroffen. In der Napoleonischen Zeit gab es in Europa sehr viele Selbstbestimmungen, eine davon sogar im Heiligen Land Tirol zwischen Rovereto und Kufstein 1809-1815. Im XIX. Jahrhundert hat es viele neue Selbstbestimmungen gegeben. Im Jahre 1914 wurde nach einem Referendum Norwegen selbstständig, 1944 nach einer Abstimmung Island. Das geteilte Land Polen hat cirka 123 Jahre auf eine nationale Wiedergeburt gewartet und diese trotz widrigster geschichtlicher Umstände auch 1918 bekommen. Das heute dänische Syd-Slesvig gehörte über 80 Jahre zu Preussen, Dank Abstimmungen 1920/21 kehrte dieses Land zurück zu Dänemark. 1921 war das Jahr der Irischen Selbstbestimmung. Unter ähnlichen Voraussetzungen kehrte das Land Burgenland auch damals zurück zum Vaterland Österreich heim. Das Saarland gehörte bis 01.01.1957 zu Frankreich, nach einem Referendum kehrte dieses kleine Land in der Grösse Süd-Tirols wieder zu Deutschland zurück. Dank dem demokratischen Umbruch in der Ex-DDR 1989/90 wurde die Wiedervereinigung dieses Nachbarlandes des Österreichischen Vaterlandes und Tirols politisch möglich. Es gibt also Selbstbestimmungen im klassischen emanzipatorischen Sinne und eine eine andere zweite Art der Selbstbestimmung im Sinne der Wiedervereinigung der geteilten oder ohne Abstimmung vom Mutterland abgetrennten Landesteile, wie z.B. 1957 im Saarland. Die Baltischen Länder haben ihre Selbstbestimmung als politsche Zwerge im Vergleich zur SU und später Russland dieser damaligen Supermacht 1990-93 friedlich und demokratisch abgetrotzt. Die letzte gelungene Selbstbestimmung in Montenegro 2006 auf dem Wege einer freien und demokratischen Abstimmung ist erst fast zwei Jahre alt. Die Geschichte ist manchmal ruhig, manchmal ein reissender Fluss, und das trifft gerade in unserer Zeit zu 100% zu, und zwar in der Frage der immer noch nicht geklärten und offenen Selbstbestimmungen auch in West-Europa. Letztenendes kommt es dabei nicht darauf an, ob Italien dieses Recht dem Land Süd-Tirol irgendwann aus freien Stücken einräumt, sondern in erster Linie auf den politischen Geschick und Ausdauer der Parteien der AP Bozen und den Willen zu Selbstbestimmung des Landes und Volkes ohne Wenn und Aber und über Jahrzehnte und Generationen der Süd-Tiroler selbst.

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Antwort
@Heinz Pichler
Die 90% stammen von deinem "Waffenkamerad" Markus A., siehe sein Kommentar weiter unten
@Markus A.
Ich bitte um eine Antwort, und nicht um ein paar hingeworfene Zitate, in denen es nur um Selbsbestimmung generell geht.
weiters: euer geliebter Cossiga hat sich vor kurzem selbst angeklagt, weil er im Fernsehen einige jungen Damen "empfohlen" hat...sehr achtungsvolle Person, also...

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Forza Italia .. je tiefer sie sinken
Der junge CH/IT Trohnfolger Savoia
kandidiert an den Parlamentswahlen
in Italien für die Forza Italia...
aus Dank, dass die Ex - Monarchen,
oer dekret Berlusconi, der es möglich machte, dass sie wieder einreisen durften und der alte Prinz schon wieder etliche negativ
Quelle Suchmaschine Altavista/München/Sport/Boot
Schlagzeilen 06/07 machte.Pfui...

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Doppelbürger/Yvo

Sorry Verwechslung...
Mein Eintrag betrifft nicht eine Antwort@Sepp
sondern@Tiroler ...
Ich entschuldige mich für die Verwechslung

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// Aber nein... halt mal...
@sepp:Graübünden; vierte -(ladinisch/romanisch)-Landesprache der föderalistischen Schweiz=Bezug
kein Bezug? Und die gute Zusammenarbeit, ZB Fussball etc Regio Sta. Maria Müstair und Vinschgau, ist halt nix, 1960 ca. wollte der Vorarlberg zur CH, leider nahmen wir ihn nicht!
Tirol will euch aber das Burgenland,
oder Kärnten? Wien..
Also bezüglich CH, ihr hättet hier wie jeder andere Kanton sehr grosse Freiheit betr. Sprachen und
Wahlen und Selbstbestimmung(Non EU Land). Zudem könnte man die ital. sprechenden dem Tessin und em ital. Bünden zuteilen. Keinen kulturellen Bezug? Schon ein bisschen daneben. Aber eben ihr nehmt die CH halt nicht ernst, s wie ihr Italien nicht ernst nehmt!
Ein Verbund Bayern,Würtemberg, Baden-Baden, ganze CH, FL- -LIE und Südtirol,(ob mit und ohne Tirol), währe wirtschaftlich ein grosses starkes, wunderbares Gebiet! Aber träumen darf man ja.. oder?
Einfach so etwas zu behaupten, werter sepp, find ich daneben!
Bhüats Euch, "ein ital.(ladin)und CH", grüsst das freie und starke Südtirol. Von Brenner bis....?

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nicht rechts ?
dass ich nicht lache.

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Zitate
Dazu fallen mir mehrere Zitate ein:

"Ein Volk, dem man die Heimat nahm,
gräbt knirschend seinen Zorn und Gram
Hier in den Stein der Heldengruft und schwört
bei Hofers Staub und ruft:
Wir werden rasten und ruhen nicht,
bis unser Knechtschaft Fessel bricht
und Nord und Süd die Bruderhand sich reichen
im deutschen Hoferland." Br.Willram, Andreas Hofer Denkmal, Hofkirche zu Innsbruck, in der Hauptstadt aller Tiroler.

Zitat: "Wir sind ein Volk, wir haben ein Territorium und wir können das Selbstbestimmungsrecht jederzeit ausüben, sofern wir es denn wünschen!" Karl Zeller ein Völkerrechtsexperte und hochrangiger Politiker der SVP.

Noch ein Zitat: "Nach vierzig Jahren Bundesrepublik sollte man eine neue Generation in Deutschland nicht über die Chance einer Wiedervereinigung belügen. Es gibt sie nicht." Gerhard Schröder im Juni 1989 (!) Altbundeskanzler der BRD, aus Spiegel-Online vom 31.03.2005

Zitat: "Wenn es wirklich zu einer Abstimmung käme und wir sechs Monate Zeit hätten die Bürger aufzuklären, würde sich auch Heute eine knappe Mehrheit für eine Rückkehr zu Österreich finden." Landeshauptmann der AP Bozen Südtirol Luis Durnwalder in der Tageszeitung Dolomiten am 08.Juni 2006.

Zitat von Francesco Cossiga, italienischer Altpräsident und Senator auf Lebenszeit: "Wenn es um Grundrechte wie Selbstbestimmung, Gleichberechtigung der Völker und Abbau der Grenzen geht, müssen wir zeigen, dass wir(in Italien) damit Ernst machen." In einem offenen Brief an die Dolomiten Zeitung im Mai 2006 schrieb Cossiga; Italiener zu sein, bringe ihn dazu, die Nationalität anderer Völker zu respektieren und schloss sein Schreiben mit: "Lebe hoch Südtyrol!"

Ergebnisse der Meinungsumfragen zu diesem Thema der Selbstbestimmung des Landes Süd-Tirol: Ende 2005 waren 55% der Menschen in der AP Bozen gegen weiteren Verbleib des Landes bei Italien, Oktober 2006 begrüssten 54% der Tiroler aus dem Bundesland Tirol die Wiedervereinigung des Landes in seinem deutschsprachigen Teil zwischen Salurn und Kufstein.

Zitat: "Kein Staat der Erde kann einem Volk auf die Dauer das Selbstbestimmungsrecht vorenthalten, auch Italien Südtirol nicht, aber wollen und fordern muss man es." Prof. Dr. Felix Ermacora, ein exzellenter Kenner des Völkerrechts aus Innsbruck.

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@sepp
1. sind 90% Selbstbestimmung übertrieben. Aber du hast schon Recht: Im Moment sind wir von Italien relativ abgekoppelt und können viele Entscheidungen selbst treffen. Aber von einer Selbstbestimmung ist das noch weit entfernt. Und ausserdem kann sich das jederzeit wieder ändern (Berlusconi wird uns das in den kommenden Jahren zeigen)

2. ich sehne mich nicht nach Selbstbestimmung, sondern nach einem Staat den ich meinen Vaterstaat nennen kann.
Südtirol ist meine Heimat, aber Italien nicht mein Vaterland.

Du kannst mich dann zwar in die rechte Ecke stellen. Aber ich habe nichts gegen Italien bzw. die Italiener. Aber ich habe keinerlei Bezug zu diesem Staat und gehöre nicht hier her.

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@ Markus A.
"Das hat auch damit zu tun, dass Süd-Tirol sich zu über 90% selbst verwaltet und die Kompetenzen Roms in der Politik des Landes Süd-Tirol sind stark begrenzt."

Das klingt fuer mich ziemlich nach der Selbstbestimmung, nach der ihr euch scheinbar sehnt...

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Freiheitserklärung
Zitat: "The South Tyrolean Government believs that it should behind the backs of the tyrolean people slowly italianisize their country, so that the politicians salaries and bank accounts will continously rise." Das ist die Wahrheit in diesem Land.

Ein Anschluss an die Schweiz würde keinen Sinn machen und könnte man ethnisch auch nicht argumentieren. Dann wohl eher mit Bayern, stammen die Tiroler doch von ihren Vorfahren ab!!!

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Antwort
@ Herr Georgos. Sie müssen schon Widerspruch ertragen können, wenn Sie in diesem Forum einer politischen Bewegung schreiben. Dafür sollte man meiner Meinung nach eigentlich nur allen dankbar sein, da die meisten Menschen kein grosses Interesse an Politik haben, sei es im eigenen Land oder anderswo in der Welt. Man darf sich dann auch nicht wundern, wenn man als Gesellschaft bestimmte Entscheidungen von oben diktiert bekommt. Ein bekannter Denker der Aufklärung hat einmal gemeint, jedes Volk bekommt die Regierung oder das Regime, die es verdient. Man könnte diesen Satz noch um einen Zusatz ergänzen, und zwar, in dem Land, in der Zeit und in dem politischen System, wo diese Gesellschaft sich gerade befindet. Die so viel gescholtenen Politiker in der EU und auf der Ebene der einzelnen Staaten und Regionen sind auch nicht irgendwann von Elions mit Fallschirm abgesetzt worden, sondern sie sind frei gewählt und zwar bei freien Wahlen aber auch innerhalb der eigenen Parteistruktur und Hierarchie. Die EU ist noch nicht so weit, dass man alle Institutionen in allen Ländern schon frei wählen könnte, aber Europa ist bereits auf dem Weg dorthin. Das Europaparlament wird z.B. schon frei von den Bürgern der EU gewählt. Die EU-Kommission wird nicht frei gewählt, sondern in Absprache mit allen Regierungen gebildet, genauso wie auch eine nationale Regierung gebildet wird. Man stelle sich vor, das Volk müsste zuerst bei Wahlen die Parteien wählen und dann noch später über Ministerpräsidenten, Kanzler, einzelne Minister usw. abstimmen. Der Regierung wird das Vertrauen im Parlament durch die frei gewählten Abgeordneten der vertretenen Parteien ausgesprochen, damit sie auch mit einer absoluten parlamentarischen Mehrheit Gesetze beschliessen und politisch arbeiten kann. Das ist zugegeben noch ein Manko bei der EU-Kommission, dass sie nicht vom Europaparlament entsandt wird. Als supranationale Organisation kann aber EU (noch) nicht anders in dieser Frage handeln. Jeder von uns kann sich seine Chancen der Entwicklung und Möglichkeiten der politischen Partizipation in anderen politischen und wirtschaftlichen Systemen der Welt leicht vostellen. Mag sein, dass es in Theorie noch etwas besseres geben könnte, man müsste das aber zuerst in die Tat umsetzen und da sind wir alle in Europa sehr schlecht gerade in den letzen 100 Jahren damit gefahren, was solche Experimente einer "besseren Gesellschaft" betrifft. Aus einer historischen Perspektive heraus leben wir heute als Bürger der EU besser und länger denn je, und zwar in allen Breichen. Die innen- und aussenpolitische Sicherheitslage war in Europa no nie so gut wie gerade heute, die Demokratie wird in allen Bereichen gelebt, beide Totalitarismen des 20. Jahrhunderts Faschismus und Kommunismus sind überwunden worden, die Teilung in West und Ost ist Geschichte, die Lebenserwartung war für alle noch nie so hoch wie gerade in unserer Zeit, die ganz jungen von uns haben aus heutiger Sicht eine Lebenserwartung von an die 100 Jahren, was mit einem entwickelten Gesundheitssystem für alle Menschen zu tun hat, das ausgebaute Sozialsystem garantiert allen Menschen ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit bei Arbeitslosigkeit, im Krankenstand, und im Alter, die Menschen haben Anspruch auf 3,4,5 Wochen Urlaub im Jahr, wir haben ausgezeichnete Möglichkeiten unsere Freizeit bei Sport und Kultur zu verbringen, wir können reisen wohin wir wollen und haben auch die Mittel dazu. Dieser "Wohlstand" ist so gut wie für jedermann/jedefrau in Europa möglich, anders als in den USA, Lateinamerika, Russland, Aien usw. Man kann sich natürlich noch mehr Wohlstand und mehr soziale Treffsicherheit wünschen. Das versuchen auch die Regierungen und Parteien dauernd zu verbesserm und die Sozialsysteme zu evaluieren, um mit neuen Lösungen und Konzepten den betreffenden Gruppen besser helfen zu können. Es ist auch der politische Wille Europas dem Rest der unterenteickelten Länder in der Welt nachhaltig mit vorhandenen Mitteln politisch und wirtschaftlich zu helfen. All das ist auf dem Fundament unserer christlich geprägten europäischen Zivilisation entstanden. In der EU gibt es in allen diesen Fragen nationale Unterschiede, das hat aber weniger mit der EU selbst, sondern mit der Verfassung und Entwicklungstand und der verfolgten nationalen Politikeen der einzelnen Staaten zu tun. Die EU versuchte von Anfang an solche Unterschiede zwischen Regionen und Staaten mit direkten Steuerungsmechanismes über Struktur-, Regional-, Entwicklungsfonds, über Ausgleichzahlungen gerade an die Landwirtschaft, andere Arten von Zuwendungen und Beihilfen solche Unterschiede zwischen den Ländern abzubauen. Die hervorragende Entwicklung Spaniens seit dem Beitritt dieses Landes zur EU 1986, von einer verarmten Diktatur zu einer wohlhabenden und soliden Musterdemokratie ist ein gutes Beispiel für die Erfolge dieser gemeinsamen europäischen Politik, genauso wie man heute die gleiche Entwicklung in eine gute Richtung in allen den neuen Staaten der EU beobachten kann. Die EU kostet auch nicht besoderns viel den einzelnen Bürger, je nach Land sind es nicht mehr als 50 Euro im Jahr. Das Bundesland Tirol, aber auch Süd-Tirol gehören zu den am meisten entwickelten und wohlhabendsten Regionen der EU und das hat auch sehr viel mit der Europapolitik, aber in erster Linie mit der Politik der nationalen Regierung für das eigene Land zu tun. Der Erfolg Süd-Tirols hängt direkt und am meisten eher mit der in den 60er Jahren mit Leid, Blut und Tränen erkämpften Autonomie für die eigene nähere Heimat zusammen. Was gerade die noch unerledigten Fragen der Selbstbestimmung der Minderheiten betrifft, so hat die EU auch hier immer noch einen demokratiepolitischen Handlungsbedarf. Es ist diesbezüglich ein Armutszeugnis für West-Europa, dass es zwar überall im Osten sehr erfolgreiche Selbstbestimmungen gegeben hat und weiterhin geben wird, aber im eigenen direkten Machtbereich schreckt man davor zurück, sich gerade mit diesen so dringenden Fragen der Selbstbestimmung für eine Reihe von kleineren Ländern und Völkern zu beschäftigen, wohl aus politischer Faulheit und Bequemlichkeit. Wir alle, in allen davon direkt betroffenen Ländern, wir sind auch gemeinsam stark genug, um Europa dazu zu bringen, dass man sich damit ernsthaft in den höchsten Etagen der Politik in Brüssel beschäftigt. In der EU der Zukunft darf es kein Land, keine Autonomie, keine Minderheitenfrage geben, die nicht ausreichend gelöst werden könnte und müsste. Als Nord-Tiroler erweisen Sie den Landsleuten im Süden einen Bärendienst, wenn Sie den Menschen raten, sie mögen auf die Unterstützung aus dem Vaterland verzichten, so habe ich das verstanden, bzw. sie glauben wohl Italien würde heute oder morgen ohne weiteres mit sich über die Frage der Loslösung der AP Bozen von diesem Staat und über die Frage der süd-tiroler Selbstbestimmung ohne Scheuklappen reden wollen und Süd-Tirol einfach so ziehen lassen. Da irren Sie sich gewaltig, vieleicht ist das in Österreich so, dass man über solche Fragen als Volk frei entscheiden kann, in Italien ganz bestimmt noch nicht! Als das Land Tirol 1918 geteilt wurde, und Süd-Tirol zu diesem heutigen Staat mit diplomatischen Betrug und Gewalt genötigt wurde, hat man anderswo in Alt-Österreich in Süd-Kärnten und im Burgenland 1920/21 in umstrittenen Gebieten mit sehr starken nicht deutschen Minderheiten die Menschen über ihre Zukunft abstimmen lassen. Die deutschen und slowenischen Kärntner haben sich damals für Österreich eindeutig entschieden. In Süd-Tirol damals nach 1918 in einem Land ohne Italiener war das nicht möglich, auch nicht 1946, als Italien mit dieser Forderung in Europa und anderswo hausieren gegangen ist, aber nicht in Süd-Tirol, nur in Istrien und Dalmatien, wo es um die italienische nationale Selbstbestimmung gegangen ist. Nur Dank den diplomatischen Bemühungen Österreichs und Erfolgen des zwischen Wien und Rom abgeschlossenen Autonomievertrages von Paris 1946 ist die süd-tiroler Autonomie politisch möglich geworden. Ohne eine äussertst aktive Rolle des Vaterlandes und Einsatz in allen Gremien in Europa und in der Welt, würden die Süd-Tiroler ganz schön sich heute als Italiener bei ihnen Herr Georgos für ihre Ratschläge bedanken, falls man Sie noch heute überhaupt sprachlich verstanden hätte. Die Süd-Tiroler haben natürlich sich selbst mit Widerstand vor der Italianisierung der Nachkriegszeit gerettet, aber ohne den diplomatischen Einsatz des Österreichischen Vaterlandes wäre es um dieses Land Süd-Tirol ganz anders damals wie heute bestellt. Heute ist nicht einmal im offiziellen Sprachgebrauch in Italien der Landesname Südtirol üblich oder zulässig. Überall in Italien kennt man dieses Land fast nur unter der Bezeichnung Alto Adige. Süd-Tirol ist auch ein Refugium für italienische extreme Rechte und Mussolini-Nostalgiker. Der Faschismustempel im Zentrum von Bozen und andere "Gedenkstätten" aus dieser Zeit, auch am Brenner, legen ein Zeugnis dafür ab. Daher gibt es, wie ich das nennen wollte, diese "Paläste der süd-tiroler Selbstbestimmung" heute in Italien nicht. Alle Rechte von der Freiheit deutsch sprechen und schreiben zu dürfen, eigene Schulen und Zeitungen zu haben, von der versprochenen Autonomie bis zu der praktischen Umsetzung über 40 Jahre bis 1992, bis hin bis zur heutigen Debatte über die Selbstbestimmung des Landes, all das haben sich die Menschen in Süd-Tirol hart erarbeiten und im wahrsten Sinne des Worten erkämpfen müssen und ohne aktive und grosszügige Unterstützung aus dem Bundesland Tirol und aus dem Rest Österreichs wäre dieser Kampf für die verbrieften Rechte des süd-tiroler Völkes nie so erfolgreich gewesen, wie es eben bis heute gewesen ist. Dank der eigenen Anstrengung, Dank Österreich und Europa befindet sich das Land politisch und wirtschaftlich dort wo es ist, an der Spitze der europäischen Regionen. Das würden wahrscheinleich ohne grösseren Einwand alle anderen Parteien in Österreich auch so sehen, die ÖVP, SPÖ, FPÖ, BZÖ mit Ausnahme der Partei der Grünen und von anderen Parteien, die kein Mandat bei Wahlen bekommen haben und daher politisch nirgends vertreten sind. Von einer Partei der Grünen, die meistens immer gegen alles ist, die die Tiroler Schützen lächerlich macht, Andreas Hofer als einen "Tiroler Taliban" beleidigt, die gegen den Schutz und Ausbau der Rechte der Süd-Tiroler ist, von so einer Partei erwarte ich mir persönlich nichts, ausser grünen bis tiefroten Schleim und Schaumschlagen. Wir haben Demokratie und freie Wahlen, dazu Meinungsfreiheit, daher haben wir meiner Meinung gute Perspektiven einer gedeihlichen gesellschaftlichen Entwicklung und das gilt auf für die noch nicht gelöste Frage der Selbstbestimmung in Tirol südlich des Brenners. Als ihre Landsleute Herr Georgos 1994 glaube ich, fast zu 67% für den Beitritt Österreichs zur EU in einer freier Wahl abgestimmt haben, dann haben sie genau gewusst, für was sie gestimmt haben. Die unterlegene Minderheit der Gegener hat dies zu respektieren und in einer Demokratie unter den neuen Rahmenbediengungen für ihre Konzepte zu werben. Falls diese Konzepte gut sind und Erfolg haben sollten, dann werden sie auch bei kommenden Wahlen womöglich vom Wähler honoriert werden, und eine Chance bekommen auch in die politische Wirklichkeit umgesetzt zu werden.

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wohlhabendes Österreich
@markusA.„Seit dem Beitritt Österreichs zu EU 1995 ist Bruttosozialprodukt dieses Landes fast um ein Drittel bis 2008 gestiegen, d.h. innerhalb von nur 12 Jahren. Heute gehört dieses Land zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und der EU.“

Leider ist das nur phrasenförmige Schönfärberei, wie sie die politische Propaganda der beiden österreichischen Großparteien einseitig dem Volk auftischt. Schließlich müssen sie ja rechtfertigen, was sie vor zwölf und mehr Jahren den Wählern einsuggeriert haben — denn welche Partei gibt schon zu, daß sie das Volk auf einen falschen Weg geführt hat? Tatsache ist, daß sich in Österreich wie in anderen Ländern mit kapitalistischer Zinsmechanik die Gewinne permanent von Wertschöpfungsgewinnen zu Kapitalgewinnen hin verlagern; und die Zinsgewinner sind nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Etwa Achtzig Prozent sind Zinsverlierer. Hieraus erklärt sich, daß trotz der „Wohlhabenheit Österreichs“ (ein Verwandter meines Bruders ist zufällig der reichste Österreicher) sich die Armut in diesem Land unaufhaltsam ausbreitet. Als ich ein junger Mann war, hätte meine Frau sofort eine angemessene Stelle als Maturantin gefunden. Im hochgepriesenen EU-Mitgliedsland Österreich hat es Jahre gedauert, bis sie eine solche Arbeit gefunden hat. Warum bilden sich denn in Österreich neue Parteien wie „Die Christen“ oder die NFÖ? Nach Meinung von Hrn. Markus A. sind diese Leute wohl „Österreichhasser“ oder „undankbar“. Wenn er wie ich mit einer Großfamilie (acht Kinder) in Österreich lebte, würde er wohl auch eine andere Perspektive gewonnen haben.

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Wo?
Herr Markus meint:
’Der Herr Georgos schreibt von "Palästen der süd-tiroler Selbstbestimmung"‘

Ich weiß wirklich nicht, wann und wo ich je in meinem ganzen bisherigen Leben etwas von "Palästen der süd-tiroler Selbstbestimmung" geschrieben oder gesagt hätte, wie da Herr Markus A. behauptet. Wie kann man denn diskutieren, wenn einem nach freier Phantasie irgend welche Äußerungen zugeordnet werden, die man nie getan hat? Nichts für ungut — aber wenn mir weiterhin Aussagen unterstellt werden, die ich nie getroffen habe, muß ich an der Zurechnungsfähigkeit solcher Kritiker zu zweifeln beginnen. Auch wenn Herr Markus A. gegen mich polemisiert und mich offensichtlich nicht als einen Tiroler akzeptieren will, weil ich nicht seiner Meinung bin, kann er nichts daran ändern, daß ich fast nur von Tirolern abstamme, nachweislich bis um 1600 zurück, und daß ich bei meiner Ahnenforschung nicht einen Tropfen italienisches Blut finden habe können.
Ein haarstäubender Unfug ist es auch, mich als einen „Österreichhasser“ hinzustellen. Wenn man eine andere Meinung als Herr Markus A. hat, muß man deshalb noch lange kein Österreichhasser sein. Solcherlei Schlußfolgerungen des Herrn Markus A. sind unlogisch und schwarzweißmalerisch, ja hetzerisch.
Was die EU betrifft: Es ist kurzsichtig, wirtschaftliche Erfolge innerhalb von zehn Jahren als Argumentationsgrundlage zu verwenden. Von Anfang an ist es klar gewesen, daß ein Gebilde wie die EU nicht auf Grundlage regionaler Selbstbestimmung dauerhaft funktionieren kann. Tatsächlich hat hier ein Gremium das Sagen, das mitnichten von irgend einem Volk gewählt oder von europäischen Völkern autorisiert worden wäre. Die Verwaltung der Europäischen Union kann nur in einer speziellen, neu gestalteten Form eines diktatorischen Wesens geführt werden. Das haben mittlerweile mehr Österreicher herausgefunden, als bei der Volksabstimmung für den Anschluß an die EU gestimmt haben. Bitteschön, Herr Markus, der Sie in mir — wohl einer fixen Idee zufolge — einen österreichhassenden Italiener sehen wollen: Nach gut sechzig Jahren Leben in Österreich und mit einer Österreicherin im Bundesdienst (Stipendienerteilung) verheiratet, darf mir schon zutgetraut werden, einiges mitgekriegt zu haben, was in diesem Lande läuft.
Außerdem halte ich die EU für ein gottloses Gebilde — und die Tiroler Landesverfassung verpflichtet uns zur Treue gegen Gott. Vergleichen Sie doch einmal den Text der schweizerischen Bundeshymne mit dem der österreichischen. Vielleicht verstehen sie dann, was ich meine.
Noch etwas zu meinem Namen: Ich habe für diese Plattform die griechische Urform meines zweiten Vornamens verwendet, um meine Wertschätzung der heimischen Landwirtschaft auszudrücken. Das Wort heißt auf Deutsch: Bauer. Aber das wissen Sie ja vielleicht schon.

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Tiroler Geschichte und Gegenwart
Der Herr Georgos schreibt von "Palästen der süd-tiroler Selbstbestimmung", ich wüsste nicht, wo die zu finden wären, in Alto Adige ganz bestimmt nicht. Diese Freiheit der Wahl in dieser so wichtigen Frage gab es noch nie seit 1918 und sie gibt es weiterhin ganz einfach nicht. Was es gegeben hat, das waren Selbstbestimmungpetitionen vor allem an das Vaterland Österreich, die letzte von 2006. Heute wird in der AP Bozen Südtirol in allen politischen Parteien nur darüber debattiert, ob man irgendwann in Zukunft eine "Bauerlaubnis" dafür von Rom bekommen würde, oder ob man versuchen sollte damit zu beginnen, im eigenen Land in eigener Regie "ein Provisorium der Selbstbestimmung" zu errichten. Die Unrechts-Brennergrenze, die Tirol in drei Teile heute teilt, ist seit Schengenbeitritt Österreichs 1997 nur deswegen "unsichtbar" geworden, weil die Personenbewegungsfreiheit zu den wichtigsten Grundprinzipien und Zielen der Europäischen Gemeinschaft, heute der EU, von Anfang an gehörte, genauso auch Kapital, Waren und Dienstleistungsfreiheit. Dazu kommt noch das Ziel der Mitgliedstaaten irgendwann eine echte nicht nur wirtschaftliche, sondern auch eine politische Union und geistige Heimat für alle Europäer zu bilden. Es ist ein Grössenwahn und Leichtsinn sondergleichen, wenn man glaubt in heutigen Zeiten der Globalisierung immer noch wie "Die sieben Zwerge hinter dem siebten Berge", egal wo in ganz Tirol zu leben, ohne sich darum kümmern zu müssen, was rundherum in der Welt passiert. Das entspricht eher der weitverbreiteten Denkweise der Menschen in Italien. Manche haben vieleicht schon einmal irgendwann davon gehört, welche Herausforderungen für Europa gerade jetzt vor der Tür stehen, z.B. der unaufhörliche politische und wirtschaftliche Aufstieg von solchen Ländern wie China oder Indien mit zusammen um die 2,5 Milliarden Menschen (5 mal so viel wie die gesamte EU), aber auch die zunehmende Bedeutung von weiteren Staaten wie Russland, oder in Hinblick auf mögliche riligiöse Auseinandersetzungen und Konfrontationen der Zukunft zwischen religiös fanatischen Regierungen in Besitz von Atombomben, oder mit solchen, die gerade dabei sind welche bauen, oder wenn man an den immer mehr stärker werdenen Emigrationsdruck nach Europa aus den armen Ländern dieser Welt, vor allem aus Afrika und Asien. Solche Probleme sind besser und schneller in einer grossen und starken Gemeinschaft der EU lösbar, als wenn jedes Land allein dies für sich regeln müsste. Von Anfang der Existenz der EU an haben alle Länder davon in erster Linie nur stark politisch und wirtschaftlich profitiert und diese Erfolgstory geht Gott sei Dank weiter, auch in Süd-Tirol. Seit dem Beitritt Österreichs zu EU 1995 ist Bruttosozialprodukt dieses Landes fast um ein Drittel bis 2008 gestiegen, d.h. innerhalb von nur 12 Jahren. Heute gehört dieses Land zu den wohlhabendsten Ländern der Welt und der EU. Wenn man alle Kriterien für eine gute Zukunft in sozialer, wirtschaftlicher, umweltpolitischer und demokratiepolitischer Hinsicht berücksichtigt, gibt es nur wenige Länder in Europa, die die höchsten Noten erreichen und das sind in unserem Raum die Schweiz und Österreich, natürlich auch Süd-Tirol, obwohl die so wichtige Frage der Selbstbestimmung immer noch nicht geklärt ist. Sehr gut in diesem Vergleich schneiden auch solche Länder ab, wie Luxemburg, Norwegen, Irland, Dänemark und Niederlande. Norwegen, ein nicht EU Land wegen seines Erdölreichtums auch, Lux. und Irland als Steueroasen und Bankenparadiese. Der heutigen relativen Wohlstand Süd-Tirols hat dem Land niemand geschenkt. Ohne die Erolge der Autonomie in der Geschichte und Gegenwart wäre dieses Land in Europa ganz sicher nicht so weit wie gerade heute. Das hat auch damit zu tun, dass Süd-Tirol sich zu über 90% selbst verwaltet und die Kompetenzen Roms in der Politik des Landes Süd-Tirol sind stark begrenzt. Die vielen Abertausenden Studenten aus Süd-Tirol, die in Österreich z.B. gratis ein Studium bekommen haben, oder die dort studieren und neue Fertigkeiten in allen Wissenschaften erwerben, die trugen und tragen natürlich auch sehr stark dazu bei, dass das Land Süd-Tirol seine heutige Stellung in Europa behält. Die Süd-Tiroler Autonomie bekommt von Anfang an aus dem Vaterland Österreich jede nur erdenkliche und gewünsche Unterstützung und dieses Land versuchte und versucht weiterhin nicht damit zu prahlen. Wer in der Politik und Wirtschaft in Süd-Tirol etwas von diesen Fächern versteht, der weiss es aus eigener Erfahrung, dass Österreich in der ganzen Geschichte Süd-Tirol niemals im Stich gelassen hat und dies auch nie tun wird. Den gleichen Kummer und Schmerz über die Teilung des Landes Tirol teilen die patriotisch gesinnten Tiroler mit allen anderen Menschen in ganz Österreich. Das Vaterland wird dem Land Süd-Tirol auch ganz sicher nicht an möglichen Lösungen der Selbstbestimmungfrage der Zukunft etwas aufzwingen wollen. Dieser Schutzmacht geht es einzig und allein darum, dass das Volk und nur das mündige Volk in Süd-Tirol in Zukunft zum ersten mal in der langen Geschichte der Trennung vom Rest des eigenen Vaterlandes eine Möglichkeit der freien Wahl zwischen status quo und anderen Modellen der politischen Zukunft des Landes bekommt, sei es in Form der Tiroler Einheit, eines eigenen Bindelandes oder eigener Selbständigkeit. Erst dann würde sich das Vaterland Österreich aus seiner im Pariser Vertrag festgelegten Schutzmachtpflicht gegenüber der AP Bozen Südtirol "etlassen" fühlen, wenn die Frage der süd-tiroler Selbstbestimmung reslos geklärt wäre, so wie seinerzeit das anderswo in Europa bei der Frage der Deutschen Einheit im Jahre 1990 auch der Fall gewesen ist. Die Bindung des Landes Tirol an Österreich ist seit über 650 historisch gewachsen und das gilt weiterhin auch für das Land Tirol südlich des Brenners ohne Wenn und Aber, auch wenn das immer noch für sehr viele in Italien ein "rotes Tuch" ist. Für die heutige Orientierung und Bewusstseinbildung einer demokratischen Gesellschaft in allen Teilen dieses Landes in seinem deutschsprachigen Teil ist in erster Linie nur das wichtig, was man gemeinsam als ein Land und ein Volk in den letzten 100 oder 200 Jahren als Süd-Tiroler, Tiroler und damit Österreicher erlebt hat, ohne die Bedeutung der geschichtlichen und heutigen Zugehörigkeit zur Deutschen Kulturnation dabei zu schmälern. Die heutige Definition einer Österreichischen Nation, eines Staatsvolks, einer Kulturnation ist aus dem Zeitgeist der letzten Epochen entstanden und hat mit der Zeit vor 650 sehr wenig zu tun. Wenn man damit in einer direkten Gegenüberstellung argumentieren will, unter welchen historischen Umständen und Voraussetzungen das alte Land Tirol einmal im Zeitalter des Feudalismus und Gottesstaatlichkeit des Papsttums im Mittelalter zu Österreich gekommen ist, dann kann man schon gleich mit Imperium Romanum, Bronzezeit und Adam und Eva der Bibel beginnen, ohne natürlich die Bedeutung dieser Zeit für die gesamte tiroler Geschichte gering schätzen zu wollen. Ich kann eigentlich nicht glauben, dass so eine Meinung von einem Tiroler stammen könnte, sie ist eher für einen Italiener und einen Österreichhasser typisch, der in diesem Land nördlich des Brenners und in seiner Schutzmachtfunktion für Süd-Tirol eine grosse Gefahr für den weiteren Fortbestand des Alto Adige als italienische Provinz sieht. Das einzige, was man bei Georgos nachvollziehen kann, dass ist die heute in Österreich unverdient herrschende EU Skepsis der Bürger, aber gerade überall in Tirol müsste man dieser supranationalen europäischen Organisation sehr dankbar für das alles sein, was Dank dem Europagedanken und EU-Politik an direkten Folgen der Teilung Tirols bereits erfolgreich rückgängig gemacht worden ist. Das Land Tirol hat schon einmal 1809 für die Wiederherstellung der Landeseinheit und für Österreich gekämpft und es hat diesen Kampf mit sehr viel Leid und Opfergeist auch zum Schluss gewonnen. Diese geschichtliche Probe hat das land Tirol bestanden, und seit dieser Zeit wird dieser Freiheitskampf der Tiroler mit seiner unermäßlichen Opferbereitschaft für die eigene nähere Heimat und Vaterland als ein Synonym für Heimat- und Freiheitsliebe in ganz Europa bis heute noch angesehen. In unserer Zeit ist das Land Süd-Tirol und damit ganz Tirol mit seinem Vaterland einer ähnlichen historischen Prüfung ausgesetzt, wenn auch unter ganz anderen Umständen. Heute werden alle Konflikte mit Mitteln der Diplomatie, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa ausgetragen. Das Land Tirol zwischen Salurn und Kufstein hat in seiner ganzen Geschichte genug Patriotismus und Heimatbewusstsein entwicklet und immer wieder klar bewiesen, daher darf man heute getrost in die Zukunft der süd-tiroler Selbstbestimmung blicken. Der beste Beweis dafür ist auch die politische Bewegung der Süd-Tiroler Freiheit. Bei den Süd-Tiroler Schützen heisst es, unsere Heimat ist Tirol, unser gemeinsames Vaterland ist Österreich und das wird auch in Zukunft ohne Zeitlimit ganz sicher auch so bleiben!

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Austria... vale niente!
La Austria per me, non valeva niente - e non vale niente.....
Prima dovete sapere che volete, e
poi aprire la bocca.
Se fosse viene la liberta per voi , nessun parte sarebe con voi, credo io.. L`Austria? Non credo...

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Schotten und Tiroler
Die Schotten sind zweifelsohne ein gutes Beispiel für ein freiheitsliebendes Volk. Diese Eigenschaft war schon bei den Pikten zu beobachten, die den Römern das Fürchten beibrachten.

Die Freiheitsliebe des Tiroler Volks möchte ich zwar nicht bestreiten — bei mir als Tiroler ist sie sicher vorhanden —, aber bei der Landesführung habe ich so meine Zweifel. Auch wurde das Tiroler Volk 1363 nicht gefragt, ob es die Reichsunmittelbarkeit aufgeben und sich dem Habsburger Herrscherhaus unterwerfen wolle, gegen das sich in benachbarten Gebieten, aus der die Schweiz entstand, eine Freiheitsbewegung konstituiert hatte. Immerhin hatte das ”Land im Gebirge“ aus den Bistümern Trient und Brixen etwa zweihundert Jahre früher die Reichsunmittelbarkeit erhalten als das erste schweizerische Gebiet.

Wenn Südtirol das Selbstbestimmungsrecht ausüben kann, sollten die wahlberechtigten Landsleute, bevor sie abstimmen, erfahren, wie Tirol seine Freiheit verloren hat, und zwar nicht erst 1919 sondern eben 1363.

Ein gewonnenes Selbstbestimmungsrecht sollte man nicht durch eine unqualifizierte Stimmenangabe wieder verlieren, und unqualifiziert wäre eine Stimme für den Anschluß an Österreich unter derzeitigen Bedingungen auf jeden Fall. Das Bundesland Tirol müßte einen landesrechtlichen Sonderstatus erhalten, der nicht mehr vom EU–Recht beherrscht werden darf. Wir sind ein Gebirgsvolk und als solches, wie alle Gebirgsvölker, eine Minderheit, die nur selbst weiß, was für ihren Lebensraum gut oder schlecht ist. Durch den derzeitigen Status aber wird uns etwas aufgezwungen, was nicht unseren, sondern außtertirolischen Interessen entspricht. Das gilt insbesondere für die Landwirtschaft, und der sollte in Gesamttirol wieder mehr Beachtung geschenkt, ja eine Wiederbelebung und Gesundung ermöglicht werden. Die Landwirtschaft ist stets der Lebensnerv eines Volkes. Seit dem Fall des Tiroler Landlibells schon hat Tirol seine relativen Freiheiten unter den Habsburgern verloren, und seit dem Anschluß Österreichs an die EU ist für das Bundesland Tirol die Selbstbestimmung vollends unter die Räder geraten. Deshalb kann ich meinen Südtiroler Landsleuten nur raten, den Weg zur Landessouveränität zu verfolgen und ein Konzept für eine optimale Unabhängigkeit zu entwickeln. Eine Partnerschaft mit der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein wäre sicherlich ein nützlicher Bestandteil eines solchen Konzepts.

Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung muß der Landeseinheit vorangestellt werden. Mit dieser Freiheit kann in einem zweiten Schritt dann u. U. auch die politische Landeseinheit erreicht — und die Freiheit bewahrt werden. Es geht nicht um ”links“ oder “rechts“, sondern ums Überleben, und dazu können sich wohl beide die Hand reichen. Wir müssen aus der Globalisierung aussteigen. Die Zukunft gehört einer Gegenbewegung dazu, nämlich der Schaffung kleiner Einheiten mit weitgehender Selbstversorgung. Man ziehe zu diesem Thema Literatur von Zukunftsforschern wie z. B. Eschbach zu Rate! Es wird in einigen Jahrzehnten eine Zäsur bei den Energierecourcen geben. Das ist unausweichlich und wird weltweit apokalytische Katastrophenzustände auslösen. Hinsichtlich dieses Themas scheint mir die Verantwortungslosigkeit der regierenden politischen Kasten Europas zum Himmel zu schreien.

Liebe Südtiroler, verlaßt euch nicht darauf, daß Wien wirklich eure Interessen vertreten wird oder kann. Es kann ja nicht einmal mehr seine eigenen Interessen wirksam vertreten, und die Interessen der Österreicher vertritt es schon seit Jahren nicht mehr, wie ein große Mehrheit der Österreicher es sieht. Das Österreich, nach dem sich manche Südtiroler sehnen, gibt es nicht mehr.

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"meist waren es LINKE die für die freiheit fremdbestimmter völker kämpfen" (eva k.)
Wo haben sie denn das her?sie meinen sicher den rauchenden che´!
na gut, ihre meinung!
informieren sie sich mal besser für was für anarchistische freiheiten die "kämpfen".
die meisten freiheitskämpfer in der geschichte ,handelten in ihrer unterdrückung aus reinem PATRIOTISMUS ihres volkes oder der nation getreu. und linke sind ja das gegenteil von patrioten,die kämpfen einzig und allein um ihre anarchistischen freiheiten.im übrigen sind die horden junger linken in unserm land nicht politisch eurer ansicht.und von unterstützung an euren veranstaltungen oder gedenktagen hab ich bis jetzt auch noch keinen gesehen. aber viel glück mit ihren überzeugungen.

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Es kommt auf das Wie an.
Auf diesen Seiten finden sich v.a. antiitalienische Ressentiments, Verachtung, Hass:
Das Wie ist eindeutig rechts.

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Selbstbestimmungsrecht
Warum sollen die Tiroler nicht ein Recht auf eine ungeteilte Heimat haben?

Jene, die das fordern, werden allzu gern in ein rechtes Eck gestellt.

Die Tiroler waren schon seit jeher ein freiheitsliebendes Volk. Warum soll sich der südliche Landesteil länger von einer fremden Staatsmacht beherrschen lassen?

Die Tiroler Landesverfassung spricht von der geistigen und kulturellen Einheit des ganzen Landes, die Schützen aller Landesteile beten bei der gemeinsamen jährlichen Wallfahrt
für eine Heimat ohne Grenzen.

Doch in der Öffentlichkeit trauen sich nur sehr wenige Politiker südlich und nördlich des Brenners auszusprechen, was eigentlich das normalste der Welt sein sollte:
"die Tiroler wollen in einer Heimat ohne Grenzen leben!"

Und diese Grenze, die von vielen als Unrechtsgrenze, meiner Meinung nach zu Recht, bezeichnet wird, gibt es trotz EU und Reisefreiheit immer noch.

Alle Tiroler sind dazu aufgerufen, mit ganzer Kraft daran zu arbeiten, dass diese Grenze überwunden wird.

Alle Politiker mögen sich ein Beispiel an Frau Dr. Klotz nehmen.
Die Selbstbestimmung muss unermüdlich und von vielen gefordert werden!

Dann ist alles möglich!

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Selbstbestimmung
Die Forderung nach Selbstbestimmung für Süd-Tirol als politisches Ziel findet man in allen Parteiprogrammen der Parteien der 3/4 Bevölkerungsmehrheit des Landes. Bis jetzt hat die amtierende Landesregierung die Ausübung der Selbstbestimmung irgendwann in ferner Zukunft zwar begrüsst, aber wegen momentaner schlechter Aussichten dafür in Italien eher politisch für undurchführbar eingestuft und politisch nicht weiter verfolgt. Dazu konnte z.B. eine grosse Partei, die die AP Bozen regiert und gleichzeitig die alte Prodi-Regierung in Rom bis jetzt stützte, sich nicht intensiv gerade diesem Ziel in der eigenen Politik auf der Landesebene widmen. Diese Zeit ist jetzt vorbei, in zwei Monaten gibt es in Italien wieder Wahlen, damit seit 1945 zum 62 mal dieses Land eine neue Regierung bekommt. Auf Süd-Tirol kommen daher neue Herausforderungen und Unsicherheiten zu, denen man sich gerade in der Landespolitik wird stellen müssen. Dazu gehört eindeutig auch die Selbstbestimmung, wenn man eigene Parteiprogramme ernst nehmen will. Dieses völkerrechtlich verbriefte Recht der Süd-Tiroler darf nicht auch weiterhin in Zukunft ein Recht nur auf dem Papier bleiben. Die Selbstbestimmung ist in der EU auch heute und morgen möglich, wenn die politische Führung eines Landes und einer Autonomie es will. Das zeigt uns allen gerade das Beispiel der gelebten schottischen Selbstbestimmung, wo die Landesregierung der SNP dieser britischen Autonomen Region nach der 2007 gewonnen Wahl dieses politische Ziel der Selbstbestimmung Schottlands als eine der obersten Prioritäten für das Land eigene eingestuft hat. Was einmal in einem EU Land möglich ist, ist auch anderswo in dieser Union in groben Zügen wiederholbar. Schottland hat bereits einen Fahrplan dieser Selbstbestimmung und die Landesregierung in Edinburgh setzt dies Schritt für Schritt in die politische Realität des Landes und des UK um. Früher einmal in den 60er und 70er Jahren war gerade das Land Süd-Tirol in Europa und in der Welt die Avandgarde der Entwicklung der Menschenrechte in der Frage der Selbstbestimmung und der Autonomie einer ethnischen Mehrheit in einem dieser Ethnie fremden Staat. Seit damals hat sich in Europa und in der Welt sehr viel verändert, heute hat gerade Schottland eindeutig die besseren Konzepte der eigenen Selbstbestimmung entwickelt, und sie werden auch gerade jetzt zügig umgesetzt, auch wenn dieses Land wie viele andere auch seinerzeit früher neidvoll nach Süd-Tirol geschaut hat. Heute kann Süd-Tirol mit viel Bewunderung und Neid nach Schottland schauen. Das Potential der Autonomie ist in Süd-Tirol mehr oder weniger bereits ausgeschöpft. Heute gilt es diese Autonomie in Richtung der vollen Selbstbestimmung politisch zu leben. Die Europäische Union ist eine überstaatliche Organisation, die ohne Wenn und Aber Menschenrechte, Selbstbestimmung und Demokratie unterstützt und fördern will. Dem Staat der Fremdbestimmung in Süd-Tirol Italien wird die EU ganz sicher nicht in der Frage der süd-tiroler Selbstbestimmung etwas aufzwingen wollen oder können, aber genauso wenig wird sich Italien einer freien Diskussion und damit verbundenen Entwicklungen entziehen können, wenn die Landepolitik in Bozen demokratische Entscheidungen in Richtung der Ausübung der Selbstbestimmung in Zukunft treffen würde . Vorausgesetzt natürlich, die Landesregierung der AP Bozen Südtirol wird als freie und demokratisch gewählte politische Führung der Süd-Tiroler die Selbstbestimmung des Landes und Volkes auch mit Inhalt im politischen Alltag füllen und klar sichtbar und hörbar leben wollen. Auf der offiziellen Seite der Schottischen Landesregierung kann man folgendes zu Selbstbestimmung des eigenen Landes und Volkes lesen:

Zitat: "The Scottish Government believs that an independent, sovereign Scotland ist the best option for the country´s future and that the people should be invited to support that option trough a referendum. The Government also recognises that there are a range of views on Scotland´s constitutional future other than independence and that these are represented in the Scottisch Parliament. (...)

The Government suggests that there are three principal choises to be considered in the National Conversation.

--- Continuing with the current constitutional settlement with no or minimal change

--- Extending devolved power in Scotland in areas identified during the National Conversation

--- Taking the steps to allow Scotland to become a fully independent country

The National Conversation about Scotland´s future is now under way. The people of Scotland are invited to join in - it will be up to them to make the final decision." nachzulesen unter: http://www.scotland.gov.uk/Topics/a-national-conversation/White-Paper

Als Befürworder der Klärung der Frage der Selbstbestimmung in Süd-Tirol würde man sich sehr wünschen, dass die Landespolitik in der Landesregierung in Bozen irgendwann einmal etwas vergleichbares an konkreten politischen Schritten und Konzepten der seit 1918 bis 2008 in und von Italien verlangten Selbstbestimmung Tirols südlich des Brenners auch für alle sichtbar und hörbar vorweisen könnte. Das Andreas-Hofer-Jahr 2009 wäre dazu eine passende und gute historische Gelegenheit sich als Landesregierung der AP Bozen Südtirol auch einmal dem so wichtigen Thema der eigenen ewig aufgeschobenen Selbstbestimmung der Süd-Tiroler offensiv politisch zu widmen. Die Schottische Landesregierung zeigt seit Juni 2007 allen Beobachtern, dass dies ohne grösseren Widerstand aus der Hauptstadt dieses Staates London auch politisch ohne Wenn und Aber möglich ist, vorausgesetzt diese Selbstbestimmung bleibt friedlich und sie wird zu 100% durch demokratische Willesbildung im eigenen Land und international legitimiert.