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Leserbrief: Selbstbestimmung

Cristian_Kollmann_Wahl_2008.jpgDer ehemalige Minister Nerio Nesi will den Südtirolern die Selbstbestimmung zugestehen, da die Mehrheit der Südtiroler ohnehin beim gewissermaßen zahlungskräftigen Italien bleiben wolle. SVP-Senator Manfred Pinzger hat Nesis Aussage als „Provokation“ bezeichnet und „ironisch vorgeschlagen“, Herr Nesi „möge morgen schon einen Gesetzesentwurf zur Selbstbestimmung Südtirols einreichen, sich aber über den Ausgang der Volksbefragung nicht allzu sicher sein“. Ob das Ganze auch diesmal inszeniert ist?

Einmal mehr gebraucht die Südtiroler Volkspartei den Begriff
Selbstbestimmung lediglich als Drohgebärde gegenüber einem
„südtirolfeindlichen“ Minister, um in Südtirol selbst als Held, als
gestandener Tiroler, dazustehen. Doch dass die SVP es mit der
Selbstbestimmung nicht wirklich ernst meint, wird auch daran erkennbar,
dass der Vorschlag Pinzgers ja nur „ironisch“ gemeint war. Die
Südtiroler Volkspartei setzt nämlich nach wie vor auf das Zauberwort
„Vorbild-Autonomie“ und kommt damit ganz nebenbei ihrem Auftrag nach,
Südtirol oder besser gesagt das „Alto Adige“ an Italien zu binden.
Stolz auf Südtirol? Ist die SVP auch stolz auf das „Alto Adige“? Ist
dies doch auch Auftrag und Werk der SVP!

Cristian Kollmann, SÜD-TIROLER FREIHEIT, München/Laurein

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16 Kommentar(e)

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1

Umfragen
@Freigeist
Wer soll denn die Umfrage machen, deiner Meinung nach machen?
Die Süd-Tiroler haben ein Recht auf eine Volksabstimmung, genau wie viele andere Volksgruppen es in der Vergangenheit auch hatten.

2
Ing. Winfried matuella

Andreashoferbund
Lieber Freigeist: Der Süd-Tiroler Heimatbund beauftragte das Soffi-Institun aus Innsbruck. Nachzulesen in Deiner Suchmaschine unter openPR Das offene PR-Portal. Es ist im Leben nicht einerlei - wenn der Geist ist allzufrei !

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Die beste Umfrage...
Die beste und glaubwürdigste Umfrage ist immer eine echte Volksabstimmung oder ein Referendum, friedlich, demokratisch, nach ausreichender Zeit für die Vorbereitung und Information der Bürger, sowie streng überwacht durch unabhängige Beobachter. Vielleicht so wie in Montenegro 2006, als es damals auch Umfragen gegeben hat, die nachweisen wollten, dass die Selbstbestimmung dieses Landes ein Wunsch von einer Minderheit gewesen it. Der Rest ist Geschichte einer glücklichen Selbstbestimmung dieses kleines Landes und Volkes, das ebenfalls wie Süd-Tirol im Jahre 1918 seine Souveränität Augrund eines Diktats der Siegermächte verloren hat. So wurde eine Scheidung von der alten Staatsmacht in Montenegro 2006 möglich. Da sollte jemand sagen, am Balkan gibt es eine unterentwickelte demokratiepolitische Kultur, und nur im Stiefelstaat wachsen die Bäume der Demokratie in den Himmel. In diesem Fall und in Bezug auf die Selbstbestimmung der Süd-Tiroler kann Rom vom Balkan sehr viel dazulernen.

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Objektivität
Und wie Objektiv bitte wird eine Umfrage sein, die der Heimatbund in Auftrag gibt??? Ihr machts gute Witze!

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ÖVP - SVP
zu @Ing. Winfried Matuella
Hinzufügen muss man, dass diese Ergebnisse ohne ÖVP und SVP zustande gekommen sind.

Würden diese Parteien die Wiederveinigung zum Thema machen, denke ich, würde eine klare Mehrheit für die Einigung Tirols sein.

6

die umfrage von der gestern auf stol.it die rede war wurde nicht vom stadtblatt durchgeführt, sondern vom GMK Grazer Meinungsforschungsinstitut.

Aber wahrscheinlich sind die auch faschistisch und korrupt....

7
Ing. Winfried Matuella

Andreashoferbund
Auftraggeber war der Südtiroler Heimatbund. Der Auftrag an das Institut wurde bereits 2006 also nicht wegen der Wahlen vergeben. Die Tiroler Tageszeitung machte im Bezug zur Dornenkrone ert vor Tagen eine Leserumfrage im Internet. Der ORF anlässlich eine Sendung über die Dornenkrone eine Hörerumfrage auch im Internet.Bei einer weiteren Umfrage durch die Arbeitsgruppe für Selbstbestimmung wurde festgestellt:
55% der Südtiroler wünschen eine Loslösung von Italien
54 % der Nord-Osttiroler wünschen die Wiedervereinigung.

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@freigeist du willst aber nicht wirklich euer stadtblatt als messlatte nehmen!! ich glaub du hast die rechnung nicht ohne den wirt gmacht! und so an spruch, naja ich weiß nicht. ich bin sehr wohl für die landeseinheit, wie sie auch immer aussehen mag.

9

@ Matuella
"Ein renomiertes Institut" Welches denn? Es ist ja so renomiert, daß du den Namen gar nicht mehr weißt! Muß ja sehr renomiert sein! Für das Stadtblatt hat übrigens das Grazer Meinungsforschungsinstitut GMK recherchiert. Und seit wann ist das Stadtblatt links???? Hallo was rauchst du denn? Und ganz nebenbei, nur weil eine Zeitung nicht das schreibt, was dir gefällt ist es noch lange kein Kasblatt.

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Komisch
Es ist schon komisch, daß gerade jetzt in der Vorwahlzeit so eine Umfrage durchgeführt und in Südtirol so schnell veröffentlicht wird. Es scheint wahr zu sein daß viele Südtiroler diesmal nicht SVP wählen werden... Wäre interessant zu wissen wer diese Umfrage in Auftrag gegeben hat.

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Ing. Winfried Matuella

Wini
Meinungsumgrage: Mehrheit im Bundeslandes für Tirol für Wiedervereinigung:
Bei der von einem renomierten Institut durchgeführten Umfrage ( nicht vom Käsezeitung "Stadtblatt)wobei Bezirke, Geschlecht und Altersgruppen der wahlberechtigten Bevölerung berücksichtigt wurden:
54.15% für die Wiedervereinigung
26.18% lehnen die Wedervereinigung ab
19.67 % haben keine Meinung.
Die Befürwortung der Wiedervereinigung ist bei den unter 29 jährigen und über 60 jährigen am größten. Bei den Männerm ist der Wunsch nach Wiedervereinigung größer ausgeprägt als bei den Frauen. Grud der Ablehnung Tirol hätte plötzlich einen Ausländerantei (Italiener und Sonstige) von ca. 30%.Ähnlich ist es mit der Dornenkrone. Die Umfragewerte beim ORF anl. einer Befragung und der Tiroler Tagesteitung erst vor einigen Tagen haben eine satte Mehrheit für die Dornenkrone ergenen.
Das linksorientierte Stadtblatt hat natürlich ander Werte .

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Umfragen
Wenn man das Thema der Selbstbestimmung der Süd-Tiroler in allen Medien permanent so gut wie totschweigt, dann darf man sich nicht wundern, dass solche Umfragen zu diesen Ergebnissen kommen, vorausgesetzt, sie würden auch wirklich stimmen. Auch wenn es dem so wäre, dann hat es Italien jetzt in der Hand die Frage der Selbstbestimmung in der AP Bozen Südtirol endgültig für alle Zeiten zu klären, friedlich, demokratisch, überwacht und nach entsprechender Vorbereitung der Bevölkerung in den Medien und durch die politischen Parteien. Da war z.B. schon einmal von einem halben Jahr die Rede, wie das der heutige LH von Südtirol Luis Durnwalder 2006, glaube ich, auch vorgeschlagen hat, als er damals sinngemäß meinte, würden wir als Landespolitik ein halbes Jahr Zeit für die Vorbereitung eines Referendums zu Selbstbestimmung Südtirols erhalten, würde sich immer noch und ganz sicher eine Mehrheit der Bürger für die Selbstbestimmung aussprechen. Vorausgesetzt der Fall, Italien würde das erlauben oder nicht zu verhindern vermögen, da in einer EU von morgen solche Abstimmungen immer wahrscheinlicher werden, und die Süd-Tiroler würden im Sinne der Selbstbestimmung ein Referendum zu dieser Frage vor der gesamten EU und vor der restlichen Welt klar gewinnen, dann stünden dem Land immer noch mehrere Varianten der politischen Zukunft zur Auswahl, z.B. ein neues 10. Bundesland Süd-Tirol, Selbständigkeit oder immer noch ein Referendum in ganz Tirol zur endgültigen Klärung der Frage der Landeseinheit in Tirol zwischen Salurn und Kufstein. Die unwahrscheinlichste Variante wird wohl die der Selbständikeit Südtirols bleiben, da alle Änderungen im völkerrechtlichen Sinne des heutigen status quo der AP Bozen nur im Einklang des Pariser Vertrages und im Einvernehmen zwischen der heutigen Macht der Fremdbestimmung Italien und der internationalen Schutzmacht der Südtiroler Interessen Österreich auch in Zukunft ohne Zeitlimit getroffen werden können. Die meisten Erfolgschancen verspricht hingegen die Variante der möglichen Selbstbestimmung einer unbehinderten demokratischen Willensbildung in der Bevölkerung und in der Landespolitik der AP Bozen zu dieser Frage und deren freie, demokratische und überwachte Umsetzung z.B. in einer politisch bindenden Volksabstimmung oder in einem Referendum. Dass das hier bis heute kein einziges mal politisch möglich gewesen ist, ist für Italien eine Schande von vielen in Süd-Tirol. Bevör dem heutigen Land Süd-Tirol 1918 überhaupt diese Fremdherrschaft mit diplomatischen Betrug, Gewalt und Zwang aufgezwungen worden ist, hat z.B. in Europa 1907 eine Selbstbestimmung der Norweger und ihre Sezession von Schwedem am dem Wege eines demokratischen Referendums stattgefunden. Seit diesem Zeitpunkt hat es anderswo in ganz Europa bis heute 2008 so an die 50 gelungene Selbstbestimmungen und Wiedervereinigungen der geteilten Länder oder von ethnischen sog. "Minderheiten", oft aus einer völlig aussichtslosen Lage heraus, gegeben. Nur in Süd-Tirol und in Italien scheinen die demokratiepolitischen Uhren immer ganz anders gehen zu müssen, oder man erkauft sich das Wohlwollen der Bevölkerung mit dem erreichten Wohlstand, den man sich ohnehin selbst erwirtschaftet, aber auch das wird als Verdienst der Autonomie und Roms allgemein verkauft, nämlich, dass die italienische Politik in der Landespolitik Südtirols heute nicht allzu viel Schaden nolens volens anrichtetn kann. Der Schutzmacht der Süd-Tiroler Interessen Österreich geht es meines Erachtens in erster Linie darum, dass die Süd-Tiroler irgendwann zum ersten mal in der ganzen Geschichte Südtirols ohne Österreich seit 1918 in einer völkerrechtlich bindenden Abstimmung frei entscheiden können, ob sie die heutige Situation bei Italien akzepieren oder ob sie eine gravierende Änderung des status quo bevorzugen. Erst dann ist das Vaterland Österreich aus seiner frei übernommenen Pflicht für Südtirol entlassen und völkerrechtlich entbunden, nämlich sich um die Angelegenheiten der Politik in Südtirol zum Wohle der Menschen gleicher ethnischer Herkunft kümmern zu müssen, wenn das Volk Süd-Tirols ein Ja oder ein Nein zu Selbstbestimmung in einer zur Frage der eigenen Selbstbestimmung Abstimmung gesprochen hat. Mögen die heutigen Staatsgrenzen unumstritten sein, das Völkerrecht ist aber klar und deutlich, bei einer Annexion eines ethnisch fremden Territoriums ist die neue Macht der Fremdbestimmung ohne Zeitlimit dazu verpflichtet, die Bevölkerung in einer Abstimmung zu befragen, ob sie die Staatsmacht der Fremdbestimmung im eigenen Land haben will. Die Süd-Tiroler haben sich in entsprechenden Petitionen von 1918 oder 1946 immer klar und geschlossen gegen Italien als Staatsmacht im eigenen Land ausgesprochen. Das Selbstbestimmungrecht für Südtirol hat unter anderem auch die Petition der 99% der Südtiroler Bürgermeister von 2006 an den Österreichischen Nationalrat gefordert. Ein bekannter Spruch sagt, wer den Wohlstand über die Freiheit stellt, wird früher oder später beides verlieren, das gilt überall und in allen Ländern. Hoffentlich bleibt das dem Land Tirol südlich des Brenners Dank der politischen Weitsicht der Landespolitik-en und der Schutzmacht immer erspart.

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Zukunft nur ohne Italien möglich
Die SVP definiert die Automie nur über Wohlstand. Wohlstand scheint Automie zu sein.
Dabei vertauscht oder vermischt sie absichtlich Wirtschaftliches mit Rechtlichem und streut so den Bürgern nur Sand in die Augen.

Von Tiroler Identität und der Selbstbestimmung zu reden, aber nie handeln, heißt das Theater der Volkspartei. Schamlos wird der Süd-Tiroler immer wieder für die absolute Mehrheit missbraucht. Es ist zum Prinzip geworden. Und den Wenigsten fällt es auf.

Die Autonomie kann nur ein Übergangslösung sein. Wir sind heute am Ende dieser Übergangslösung angelangt.

Süd-Tirol braucht ethnisch und rechtlich eine faire und gesicherte Zukunft.
Unter einem fremden Staat kann man keine Sicherheit aufbauen. Das kann auch die SVP nicht.

Süd-Tirol muss los von diesem fremden Staat, los von der Annexion und dem Würgegriff Italiens.
Dieses Tiroler Land muss nach vorne in eine selbstbestimmte Zukunft schauen.

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Nordtiroler
Lese grad das neueste Stadtblatt aus Innsbruck: 40 % der Nordtiroler sind gegen das tragen der Dornenkrone. 16% sind dafür. den restlichen ist es einfach nur egal. 40% der Nordtiroler sind dafür, daß Südtirol bei Italien bleibt. 27% möchten, daß Südtirol zu Österreich geht. 28% ist es völlig egal. Ihr macht die Rechnung ohne den Wirt bzw. ohne die Nordtiroler, wenn ihr eine "Rückkehr" nach Österrreich wollt.

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Ing. Winfried Matuella

Wini
Die Autonomie ist ein Modell, das das langsame Verschwinden der Minderheit zulässt.
Anderseits hat die Autonomie einen gewissen Frieden gebracht, was auch sehr viel wert ist.
Die Zukunft dürfte so ausschauen: Die Assimilierung geht unterschiedlich voran, in Bozen viel schneller als auf dem Lande. Die Vision Europa ist wichtig,indem das nationalstaatliche Denken zurückgedrängt wird und man die Region als eigentliche, neue Heimat empfindet. Für die gemeinsame Region müsste man aber heute schon Struktuen schaffen in Gesetzgebung und Verwaltung.Gegenüber dem Trentino kann man offen bleiben. Niemand weiß, welches Fenster der Geschichte einmal aufgemacht wird. Das Morgen kann allerdings so sein wie das Gestern, Gesamttiroler Identität: Muss man dies in konzentrischen Kreisen sehen. Einer dieser konzentrischen Kreise müsste neben der Südtiroler Identität sicher auch der Gesamttiroler Kreis sein.Die Europaregion Tirol ist eine Möglichkeit, die nicht rückwärts, sonder in die Zukunft gerichtet ist. Es gilt zu beachten: Kronos (Zeit) und Kairos (günstige Gelegenheit). Man muß bereit sein.Dies gilt auch für alle anderen Möglichkeiten, die ein Los von Rom als Grundlage haben. Man muss bereit sein. Ich glaube, es wird einmal einen guten Zeitpunkt geben und deswegen ist es wichtig, dass es die Süd-Tiroler Freiheit gibt,"

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@Herr Kollmann/ München,D & Laurein: wenn schomn einmal ein Italiener etwas versucht- wie der Ex Abgeordnete Nessi, wieso gleich immer so spitzfindig?
Doppelbürger Zürich/CH und Roccia/(BL) IT