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Leserbrief: Schützenmarsch: Gedemütigt

Hans_Bachmann_200_01.JPGDer Aufmarsch der Schützen in Bozen wider die Verlogenheit. Mehr solcher Zeichen bedürfte es, damit die Menschen das Unrecht erkennen. Rabiate Faschisten und Italophile haben dem Zug zum Siegesplatz die "Ehre" gegeben. Schwerer als die Relikte wiegt die Missachtung unserer Sprache. Viele leiden unter ihrem Diktat. Gedemütigt werden wir mit jedem Wort, das man uns aufzwingt. Viele haben sich daran gewöhnt, den Befehlen von oben zu gehorchen, die uns zu römischen Untertanen machten.

Beschämend lassen wir es geschehen, allem Unrecht zum Trotz, das man
dem Land angetan hat. Zeichen der Fremdherrschaft verunzieren heute
noch das Land, das sie uns vor 90 Jahren nahmen. In Scharen kamen sie
aus dem Süden, haben eigenmächtig Grund und Boden erworben, sich
Wohnung und Arbeit angeeignet, während die Unseren in die Fremde
mussten. Dieses soll die Jugend wissen, damit das Unrecht sich nicht
wiederholt. Und dass wir nicht ablassen von unserer Sprache und den
Geist der Relikte aus unseren Städten verbannen. Friedlich soll das
Zusammenleben sein. Wenn man sich heute auch nicht mehr bekriegt, so
darf man, mit Verlaub, doch unglücklich sein, diesem Staate anzugehören.

Dr. Hans Bachmann, Bozen

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5 Kommentar(e)

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1

Fremde im eigenen Land
Die Wahrheit wird Herr Dr. Bachmann wohl noch schreiben dürfen.

2

Bla bla bla...
Marco> Bravo!! Immer di gleie Leier. Erklären SIE mir das Wort italophil> werter Herr Bachmann?
Oder sind Sie vielleicht Sudtirolo antiphil?
Langsam reichts- stetige Beleidigungen!!

3

dem pfliche ich bei... aber dennoch würde mich freuen wenn sich die schützen NOCH MODERNER und NOCH OFFENER zeigen würden. wir südtiroler sind noch immer geteilt zwischen: "ma wos welln de schützen, mir geahts jo guat" und "in bozen sein viel zu viele faschischtn de ins unterdrücken". zuerst gehören die SÜDTIROLER VEREINIGT, damit ein SÜDTIROLER ZUGEHÖRIGKEITSGEFÜHL entwickelt wird!

eine torte brauch einen tortenboden, bevor man den rest "draufkonstruert", und die kirsche kommt zu aller letzt!1

4

bla bla bla...
...nur die alten und die Politk bekriegt sich noch....die Jugend lebt schon seit langem in Frieden....

5

Fremde
Der Einmarsch der Italienerinnen und Italiener in unsere schöne Heimat als Soldaten aber auch als Zivilisten hat dazu geführt, das uns eine Mentalität aufgezwungen wurde, welches aber nicht die unsere ist. Dieses Aufzwingen einer Mentalität hat dazu geführt, dass wir größtenteils Fremde in unserer Heimat geworden sind.

Deswegen müssen wir all jene hochleben lassen, die für unser Recht der Selbstbestimmung, also so zu sagen unser von Gott gegebenes Recht "Tirolerinnen" und "Tiroler" zu sein, eintreten und die Ungerechtigkeit von 1918 öffentlich bekämpfen.

Deswegen macht mich oft die entwürdigende Behandlung, welche den Schützen des südlichen Tirols über sich übergehen lassen müssen, tiefst traurig.

Ich und sicherlich viele andere Süd-Tiroler sehen in den Schützen das Licht in der Dunkelheit oder den Fels in der Brandung.

Liebe Schützen gebt nicht auf und zeigt unseren Besatzern, dass unser Wille freie Tiroler zu sein, bei weitem noch nicht gebrochen ist.

Es kommt der Tag, da werden wir frei sein!!!!!