Start / Leserbriefe / Leserbrief: Muttersprache – Fanatismus

Leserbrief: Muttersprache – Fanatismus

Eva_Klotz_200.jpgWenn es nach Frau Veronika Steinmayr ginge, sollten wir auf das Recht, unsere deutsche Muttersprache zu gebrauchen, systematisch verzichten! Im Leserbrief vom 29.10. fordert sie, "Mut zu haben, diesen Teufelskreis von Fanatismus zu durchbrechen". Unsere Identität und Sprache zu pflegen und zu erhalten, ist demnach Fanatismus! Verzichteten wir auf diesen Fanatismus, so würde unser Land noch schöner sein, und wir alle, nicht nur die Italiener, würden uns viel wohler fühlen, meint sie.

Frau Steinmayr hat recht: Warum haben sich ihre Großeltern der
ethnischen Säuberung in der Zeit des Faschismus widersetzt, warum haben
sie unter großer Gefahr geheimen Deutschunterricht besucht; warum haben
sie dazu beigetragen zu verhindern, dass unser Land bereits in den
dreißiger Jahren vollends und gründlich italienisiert wurde? Sie hätten
sich in der Tat besser sofort aus Höflichkeitsgründen gänzlich dem
faschistischen Sprachimperialismus unterwerfen sollen, damit Frau
Steinmayr heute keinen solchen "disagio" haben müsste, sondern sich in
einer gänzlich altoatinisierten Provinz so richtig wohlfühlen könnte!

L.-Abg. Dr. Eva Klotz, SÜD-TIROLER FREIHEIT, Bozen

Jetzt mitdiskutieren!

Kommentar hinzufügen

Diese E-Mail ist schon registriert. Bitte benutzen Sie Das Login-Formular oder geben Sie eine andere ein.

Sie haben nicht das korrekte Login oder Passwort eingegeben

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

9 Kommentar(e)

Neueste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1

Man kann sich nicht wohler fühlen wenn man seine Identität verät. Ebenso würde das sicher keine Spannungen abbauen sondern neue schaffen. Der einzige Weg zu einem "glücklichen" Südtirol ist die Loslösung von Italien und Wiederangliederung an Österreich denn dann sind wir endlich nicht mehr die von einer Minderheit unterdrückte Mehrheit im eigenen Land, was meiner Meinung nach die Spannungen auflöst. Es kann einfach nicht gutgehen wenn fast 80% der Bevölkerung sich nach der 20% Minderheit richten muß denn sowas ist keine Gerechtigkeit und schürt somit Unbehagen auf der einen Seite und Haß auf der Anderen.

2

Geschichtslügen verbieten
Untengenannte ital. Videos auf YouTube.com sind ein Flickwerk von Geschichtslügen und Beleidigungen und sollten vor öffentlicher Verbreitung verboten werden.

3

Diagnose: Stockholmsyndrom
Diese Frau leidet anscheinend und unübersehbar an Symptomen des "Stockholmsyndroms". Unter diesem Begriff versteht man in der Fachsprache der Psychologie und der Psychiatrie ein Verhalten einer Person oder einer Gruppe von Menschen in längeren oder dauerhaften Stress- und Krisensituationen, wo man als Individuum versucht, um unbeschadet aus dieser Situation der Bedrohung und Bedrängnis einigermaßen heil herauszukommen, die Seiten zu wechseln, und die Argumentation des oder der Täter nach außen hin gut sichtbar zu übernehmen. Als Belohnung erwartet man die Aufmerksamkeit und Zuneigung der Täter, um sich letztenendes mit diesen auf eine Stufe hinstellen zu können, damit man nicht mehr der subjektiv empfundenen Gefahr in Krisenlagen ausgesetzt wird. Diese Störung der Persönlichkeit, verursacht durch erlebte Traumata, hat man einmal in den 70er Jahren bei einem Banküberfall in Stockholm beobachten können, als die als Geisel genommenen weiblichen Bankangestellten nach einigen Tagen Geiselhaft sich mit den Geiselnehmern öffentlich solidarisch erklärt haben und diese sogar später nach ihrer Festnahme und Verurteilung in einer Haftanstalt frei und ohne jeden Zwang geheiratet haben. So eine Haltung entwickelt in Krisenzeiten meistens nur eine Minderheit von Menschen und diese ist in allen Bereichen der Gesellschaft in allen politischen Systemen und lokalen Hierarchien sowie Ordnungen zu finden. Die Mehrheit aber wählt meistens nicht immer zwangsläufig den leichteren und bequemen Weg, sondern den Weg des passiven oder aktiven Widerstandes gegen jede Art der Unterdrückung und Gewalt, der man ohne eigenes Selbstverschulden permanent ausgesetzt wird. Ohne diese Haltung wäre nirgends auf der Welt der zivilisatorische Fortschritt auch in den Fragen der Menschenrechte und der Selbstbestimmung möglich gewesen, z.B. auch der von der Macht der Fremdbestimmung direkt betroffenen Ethnien. Das verhält sich so auch in Süd-Tirol, auch wenn der heutige Staat eine Demokratie in der EU und ein Rechtstaat sei, die Frage der Selbstbestimmung wurde hier noch nie und zu keinem Zeitpunkt dieser Fremdherrschaft friedlich, demokratiepolitisch glaubwürdig und damit ausreichend von der betroffenen Bevölkerung selbst zum Beispiel in einem Referendum beantwortet.

4

Aufklärungsarbeit dringend notwendig
Wer solche Aussagen tätigt wie angeblich Fr. Steinmayr, hat weder Verstand noch ein Rückgrat.
Sie difamiert die annektierte deutsch-ladinische Minderheit als fanatisches Überbleibsel im italienischen Nationalstaat.

"You can lead some folks to knowledge, but you can not make them think."

In Süd-Tirol ist leider noch immer sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

5

Traurig
Vielleicht sollte Frau Steinmayr ganz einfach aus Südtirol ausziehen und sich irgendwo im Süden einleben. Dann kann sie ohne Provokation ihrer geliebten Sprache nachgehn.

Südtirol bleibt Deutsch! Für immer!

6

oder das da:

7

Frau Veronika Steinmayr soll sich bezüglich Fanatismus und Provokation mal das da anschauen:

8

Peinlich, traurig oder absurd?
Ist die Wortmeldung der Frau Steinmayr nun etwa peinlich oder traurig? Es wäre jedenfalls interessant, zu wissen, was sie zu dieser schwerwiegenden Fehleinschätzung veranlasst hat. Nach ihrer Logik müsste sich ja jeder Unterdrückte der Repression von vornherein bereitwillig beugen, um am Ende glücklich zu sein. Die schnelle freiwillige Assimilierung als Lösung aller Probleme sozusogen? Damit würde man jedenfalls die Schuldigen nochmals belohnen und gleichzeitig die Opfer nochmals bestrafen. Das kann es ja nicht sein! Eigentlich ist der Vorschlag also völlig absurd und daher entbehrlich – damit segelt die Frau Steinmayr auf dem komplett falschen Dampfer, sie hat auch das Phänomen Fanatismus und dessen Verhinderung überhaupt nicht begriffen! Als naheliegende Lösung kann es vielmehr nur den Respekt vor den unfreiwilligen Opfern und das Bemühen, vergangenenes Unrecht so schnell als möglich wieder gut zu machen geben. Konkret bedeutet das im modernen Europa: die Bevölkerung schnellstmöglich über ihre Präferenzen zu befragen, damit sie dann ihre Zukunft bestmöglich organisieren kann!

9

Ich denke Frau Steinmayr hat vergessen wer Ihre Eltern sind