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Leserbrief: Landesbeirat der Eltern: Mehrsprachige Schule

cristian_kollmann_2.jpgFrau Brigitte Foppa, Vorsitzende des LBE und Landtagskandidatin der Grünen, schreibt, dass die Mehrheit der Eltern in Südtirol eine frei wählbare mehrsprachige Schule will (Leserbrief vom 25. Juli). Wissen diese Eltern, worauf sie sich da einlassen? Was sollte ein derartiges Unterfangen bringen? Zweifache Halbsprachigkeit?

Gerade in einem Land wie Südtirol, in dem bis heute Tiroler Dialekt gesprochen wird und die Gefahr einer Italianisierung immer noch nicht der Vergangenheit angehört, gilt es in erster Linie, die deutsche Hochsprache angemessen zu erlernen, aber auch das Bewusstsein für den Unterschied zwischen Hochsprache und Dialekt zu fördern. Daher schön der Reihe nach: Die deutsche Muttersprache hat Vorrang! Wenn ein Kind weitere Sprachen lernen muss, ohne vorher in der eigenen Muttersprache gefestigt zu sein, läuft es Gefahr, das muttersprachliche Gespür zu verlieren und nicht mehr zu wissen, wo es eigentlich hingehört (siehe Beispiel Aostatal). Wer am Ende von dieser Unsicherheit der Schüler profitiert, ist das nationalistische Italien, für das es ein Leichtes sein wird, seine jungen "Altoatesinen" zu wackeren Italienern zu machen. Ob sich das die Grünen auch so vorstellen?

Cristian Kollmann, Süd-Tiroler Freiheit, München/Laurein

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7 Kommentar(e)

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1

Studium und Grüne...
@ Herr Kollmann, erst mal auf recht schweizerisch "grüezi)!
Was Bitte soll die zweisprachigkeit, an der falsch sein? Sie ist doch im autonomiestatut für Südtirol im
Gesetz verankert? Ich denke aber auch Erwachsene können selbst entscheiden, oder? Die grünen haben sowohl eine rechtsliberale und teilweise sehr komische Ansicht. ZB will man Offroader verbieten, Grüner Vorstoss!?
@Matteo Gesualdo Corvaja: Ich kenne viele deutsche die reklamieren sehr stark gegen das deutsche System an den Unis, dies
als Frage warum du nicht in die Schweiz gekommen bist? Also deutsche kommen zu uns , Italiener gehen nach Oesterreich Va. Südtirolische Italiener, deutscher Sprache! Polen kommen nach D arbeiten, schweizer gehen nach Auustralien ect. D kommen in die Schweiz, Völkerwanderung pur!
Dank der von den Superdeutschen ins Leben gerufenen Sch... EU!!!
Super wat?

2
Cristian Kollmann

Lieber weiß-rot als grün
@ Matteo Gesualdo Corvaja,

Warum die Grünen von italienischer Seite als „naziverdoni“ bezeichnet werden, ist mir selbst rätselhaft. Vielleicht liegt es daran, dass die rechten italienischen Parteien krampfhaft versuchen, sich von den Grünen abzugrenzen, was in der Tat nicht einfach ist. Doch warum die Grünen aus deutscher Sicht es verdienen, zwar nicht diffamiert, aber durchaus abgestempelt und demaskiert zu werden, kann ich gerne erklären:

1. Die Grünen sind gegen die Abschaffung der tolomeisch-faschistischen bzw. pseudoitalienischen Ortsnamengebung, und dementsprechend gebrauchen sie auch in mitläuferischer Weise sämtliche Namen Tolomeis, angefangen bei „Alto Adige“.

2. Die Grünen sind gegen die Schleifung der übrigen, sprich: in Stein gehauenen faschistischen Symbole.

3. Die Grünen sind gegen die Selbstbestimmung.

4. Die Grünen sind gegen das Andreas-Hofer-Lied als Südtiroler Landeshymne, weil sie den Italienern nicht zumutbar sei.

5. Die Grünen haben eine falsche Vorstellung von Toleranz und friedlichem Zusammenleben: Der vom Faschismus herrührende Sprach- und Kulturimperialismus soll unter dem Deckmantel der sprachlich-kulturellen Vielfalt toleriert werden. Und wo ist aber der Beitrag der Italiener für das friedliche Zusammenleben? Ein friedliches Zusammenleben, das auf interethnischem „small talk“ basiert, ist keine Meisterleistung.

6. Die Grünen bekennen sich nicht zu Tirol, sondern sie fühlen sich in erster Linie als Europäer und als Weltbürger. Dabei verkennen sie, dass gerade eine regionale Identität eine europäische Identität ausmacht. Was wäre Europa ohne seine sprachlich-kulturelle Vielfalt? Eine monokulturelle grüne Wiese!

7. Die Grünen sind für eine mehrsprachige Schule, eben unter dem Deckmantel der perfekten Zweisprachigkeit und der sprachlich-kulturellen Vielfalt. Dass ein solches Unterfangen – wohl ganz im Sinne der Grünen – auf Kosten des Deutschen geht und dass genau das das Problem ist, wurde im Beitrag bereits erklärt.

8. Die Grünen haben mit ihrer sprachlich-kulturellen und ethnischen Zugehörigkeit, in der sie hineingeboren wurden, ein echtes Problem und wollen den Frust über ihre Selbst-Entwurzelung und ihre Unsicherheit damit kaschieren, indem sie eine europäische oder kosmopolitische Identität als die ideale Form anpreisen. Gleichzeitig verhalten sie sich aber dem Staat Italien gegenüber stets loyal, fühlen sich also, wenn's darauf ankommt, letztlich doch als italienische Staatsbürger.

Fazit: Lieber weiß-rot als grün, denn grün + weiß-rot = grün-weiß-rot.

3

Ich finde es immer lustig, daß deutscherseits die Grünen als Faschos abgestempelt und diffamiert werden, und von italienischer Seite als "naziverdoni" bezeichnet werden.
Wo soll bitteschön das Problem sein, wenn Kinder schon frühzeitig eine zweite Sprache sich aneignen?
Was ist mit all den zweisprachigen Familien?

4

Cossiga am Montag in ST!
Der italienische Altpräsident und Senator Francesco Cossiga kommt am 04.August 2008 zu einem Besuch nach Südtirol, wo er u.a. den LH Luis Durnwalder treffen wird. Wahrscheinlich wird er wieder versuchen, die SVP für die Frage der baldigen Abhaltung des Referendums zu Selbstbestimmung Südtirols zu gewinnen. Eine gute Gelegenheit auch für die STF mit ihm über die vielen Fragen der Selbstbestimmung für die AP Bozen zu reden.

5

Wo steht das?
Wo steht das geschrieben, dass Eltern in Südtirol eine mehrsprachige Schule wollen?
Gibt es eine Umfrage, Volksabstimmung?
Die Grünen benutzen wohl die Unwissenheit der Eltern und Halbwahrheiten für ihre eigene Politik.
Den Eltern ist bestimmt nicht klar, dass eine Mehrsprachigkeit -und da geht es den Grünen im Prinzip nur um Italienisch - zur Abschaffung der deutschen Sprache führen kann.
Und genau das wird immer verschwiegen.

6

Tausend und eine Nacht-Idee
Die Grünen sind die treusten und verlässlichsten "Geschäftspartner" der Verteidiger, Verwalter und Befürworter der Fremdbestimmung in Süd-Tirol. Vor 80 Jahren hat ein Politiker in Italien gemeint, der neue Totalitarismus wenn er kommt, und das nahm er als gesichert an, wird sagen ich bin der Anti-Totalitarismus und wird mit anderen viel subtileren Methoden die altbekannte Politik fortsetzen. Man könnte daher heute in Süd-Tirol in diesem Sinne fragen, "Grossmutter warum hast du so große Zähne, Mund, Nase und Ohren und warum liest du immer NSZ? Dieser Wolf im Schafspelz würde dann wohl antworten, damit ich euch im Land wo die Zitronen und vieles mehr blühen dolle Geschichten aus Tausend und einer Nacht erzählen kann, bevor ich mit euch das mache, woran ihr überhaupt noch nie gedacht habt, lasst euch nur überraschen!

7

Na das ist ja super! Wie geht das dann bei Turnen? Lunedì calcio, Mittwoch Handball?

So ein Quatsch sag ich nur dazu!