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Leserbrief: Klage über die SVP Volkstumspolitik

ivo_hechensteiner_500.jpgPaul Bacher, Landeskommandant der Schützen, hat das getan, was eigentlich die Volkspartei schon längst hätte tun müssen. Diesbezüglich hat sie leider seit Jahrzehnten keinen Finger gerührt oder eben unter den Teppich gekehrt. Der letztlich von der SÜD-TIROLER FREIHEIT vorgelegte und prompt von der Landesregierung abgelehnte Gesetzentwurf zur Toponomastikregelung zeigt wieder einmal, wie die Landesregierung rombeflissen handelt.

Die SVP macht nicht nur keine Volkstumspolitik, sondern eher Steigbügelhalter den Nachfolgenationalisten und Tolomeijüngern (Erhaltung der ital. Namen und der faschistischen Relikte). Haben die heutigen Vertreter dieser Partei vergessen, was ihre Väter und Vorväter an Schmach, Demütigung und Willkür von den italienischen Eindringlingen und Besetzern damals erleiden mussten? Nun, wenn man zu den bestbezahlten Politikern Europas zählt, ist Volkstumspolitik eben nur eine Wurstsemmel (Rolle) im Vergleich zu den überquellenden römischen Fleischtöpfen. Aber was soll’s, auf die Selbstbestimmung, so der Landeshauptmann, werden wir niemals verzichten, nur schade, dass der Sankt-Nimmerleins-Tag, an dem diese von der SVP eingefordert wird, in keinem Kalender zu finden ist.

Ivo Hechensteiner, Süd-Tiroler Freiheit, St. Pauls

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3 Kommentar(e)

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1
Johann, Meran

Kompliment und Dank
Kompliment Herr Hechensteiner für Ihre stets treffenden und aufrichtigen Aussagen in der letzten Zeit! Bitte weiterhin viel publik machen...

2

Cossiga-Vorschlag und SVP
Seit dem bekannten Gesetzesentwurf des italienischen Altpräsidenten Francesco Cossiga im Römischen Senat zur endgültigen Regelung der staatlichen Zugehörigkeit der AP Bozen Südtirol von Mai 2006, neuer Vorschlag Juni 2006, wieder ein neuer Vorschlag und Gesetzesentwurf Mai 2008, darf man ganz offiziell und auf allen Ebenen der Autonomie und des Staates in gleicher Augenhöhe mit der Regierung in Rom über die Selbstbestimmungfrage für Süd-Tirol seitens der Landesregierung in Bozen zum ersten mal in der ganzen Geschichte verhandeln. Der Altpräsident Cossiga ist nicht irgendwer in diesem Staat, sondern er ist ein "primus inter paris" unter den Staatschefs und Spitzenpolitiker dieses Landes. Kein verdienter Altpräsident egal in welchem Land gibt seinen guten Namen für eine politische Schmierenkomödie her. Man muss wohl von Blindheit, Taubheit und Redeschwäche in der Landespolitik in Bozen geschlagen sein, wenn man das nicht klar erkennen will. Das bedeutet natürlich nicht, dass man zum Schluss alle Vorschläge von der italienischen Seite in dieser Frage akzeptieren müsste, aber man könnte endlich zum ersten mal in der ganzen Geschichte seit 1918 über eine wirkliche politische Möglichkeit der Selbstberstimmunfg für Süd-Tirol mit Rom verhandeln. Italien als Staat hat dafür meiner Meinung nach der AP Bozen seit über zwei Jahren ein grünes Licht gegeben, wenn dieser Gesetzesentwurf im Senat zu Selbstbestimmung der AP Bozen Südtirol gerade von so einem grossen und wichtigen italienischen Politiker und Altpräsidenten Francesco Cossiga stammt. Vor der Landtagswahl im Herbst wird sich die SVP in dieser Frage sehr wahrscheinlich nicht bewegen wollen, was ein politischer Fehler ersten Ranges ist, aber wenn sie nach der Wahl in dieser Frage weiterhin untätig bleibt, dann wird die gerade noch Sammelpartei diese einmalige geschichtliche Chance auf die Klärung der Frage der Selbstbestimmung in Süd-Tirol ohne höhere Not und zwingende Gründe ganz einfach in den kommenden Jahren vertun und verschlafen. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Man darf nur hoffen, dass das auch für die weitere Zukunft der SVP als Sammelpartei aus vielen Gründen gelten wird und die SVP endlich einmal einsieht, dass sie in dieser Frage eine politisch klare und glaubwürdige Position im übergeordneten Interesse des Landes endlich beziehen muss.

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Heimatbewusstsein
Wenn sich alle Südtiroler Schützen, der Heimatbund, die Feuerwehren, die Musikkapellen und alle anderen heimatbewussten Südtiroler bei den kommenden Landtagswahlen gegen die SVP stellen würden, wie schlecht würde diese dann abschneiden??? Ich kann es nicht verstehen daß die SVP es sich immer noch leisten kann die Volkstumspolitik so mit Füßen zu treten!